Reinhold Ranftl stand überraschend in der Schalker Startelf. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

Warum Schalke-Trainer Grammozis gegen Sandhausen auf Ranftl setzte

Das war eine Überraschung: Im Heimspiel gegen den SV Sandhausen stand Reinhold Ranftl für Mehmet Can Aydin in der Schalker Startformation. Die Gründe.

Dimitrios Grammozis veränderte in der Heimspiel-Begegnung gegen den SV Sandhausen seine Mannschaft im Vergleich zum 1:1 in Bremen gleich auf vier Positionen. Zweimal geschah dies notgedrungen, zweimal waren seine Entscheidungen durchaus als überraschend zu bewerten.

Simon Terodde hätte bestimmt in der Schalker Startelf gestanden, doch eine muskuläre Verletzung ließ seinen Einsatz nicht zu. Wie lange der 33-Jährige ausfallen wird, ist offen. Die Schalker Formulierung in einer Twitter-Mitteilung „bis auf Weiteres“ lässt Raum für Spekulationen.

Grammozis und das Leistungsprinzip

Kapitän Danny Latza musste wegen einer schweren Prellung passen. Auch in seinem Fall muss man abwarten, ob er am nächsten Samstag beim FC St. Pauli wieder zur Verfügung stehen kann.

Durchaus überraschend war dagegen, dass Victor Palsson auf der Ersatzbank Platz nehmen musste. Bisher galt bei Grammozis: Wenn der Isländer fit ist, dann spielt er auch. Hier bekam diesmal Florian Flick den Vorzug.

Auch Palsson nur auf der Bank

Die größte Überraschung war indessen der Startelf-Einsatz von Reinhold Ranftl für Mehmet Can Aydin. „Reini hat in den vergangenen Tagen sehr gut trainiert“, begründete Grammozis seine Entscheidung mit dem Leistungsprinzip. Als er den Österreicher in der Schlussphase auswechselte, nahm er ihn in den Arm und dokumentierte mit dieser Geste seine Wertschätzung für Ranftl.

Der erlebte die Partie mit Höhen und Tiefen. Grammozis: „In der ersten Halbzeit hatte er gute Aktionen über rechts. Reini war ein bisschen involviert in das 0:1, hat danach aber weiter seinen Stiefel runtergespielt und auch ein Tor mitvorbereitet“.

Dabei handelte es sich um das enorm wichtige 4:2 durch Marius Bülter, was Schalke endgültig auf die Siegerstraße brachte. Hinterher war die Erleichterung im Schalker Lager groß.

Ersatz-Kapitän Dominick Drexler bilanzierte: „Ich bin sehr glücklich, dass wir das Spiel für uns entscheiden konnten. Die drei Punkte sind sehr wichtig. Wir haben viel Power auf den Platz gebracht und konnten uns dafür belohnen. Trotzdem war nicht alles gut: Wir müssen die individuellen Fehler in unserem Spiel abstellen. In solch einer Partie dürfen wir nicht in Rückstand geraten. Mit dem schnellen Ausgleich haben wir aber eine gute Antwort gegeben. Wir wussten, dass wir noch genug Zeit haben, um das Spiel zu drehen“.

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