Gegen Dresden darf Schalke viel mehr Zuschauer begrüßen als im ersten Saisonspiel gegen den Hamburger SV. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

Warum größere Zuschauerzahlen für Schalke so wichtig sind

Mehr als zwei Drittel gefüllt könnte die Veltins-Arena am Samstagabend sein, wenn Schalke auf Dynamo Dresden trifft. Solch eine Kulisse wäre für die Gastgeber aus vielerlei Gründen wichtig.

Rund 56.000 Zuschauer sind für das Schalker Heimspiel gegen Dynamo Dresden am Samstagabend zugelassen. Das erfreut die Königsblauen aus zweierlei Gründen.

Da ist einmal der sportliche Aspekt. „Je größer die Kulisse in der Veltins-Arena, desto besser. Das erhöht noch ein Stück weit die Motivation jedes Spielers“, betonte Trainer Dimitrios Grammozis nach dem 1:0-Erfolg in Hannover. Von einer großen Zuschauerzahl darf man getrost ausgehen, weil Schalke nach fünf Siegen aus den vergangenen sechs Spielen auf einer Erfolgswelle schwimmt.

„Wir müssen gierig bleiben“

Dies freut natürlich auch Rouven Schröder. „Die Mannschaft wächst mehr und mehr zusammen. Aber wir müssen gierig bleiben“, sagte der Sportdirektor, der sich am Dienstagnachmittag das Training ansah. Bis auf Darko Churlinov (Grippe) sowie die angeschlagenen Mehmet Can Aydin und Dominick Drexler waren alle Spieler an Bord. Victor Palsson begnügte sich aus Gründen der Belastungssteuerung mit einer leichten Laufeinheit. Schon bald könnte Grammozis bei der Aufstellung die Qual der Wahl haben.

Der zweite Punkt, warum die größeren Zuschauerzahlen für die Blau-Weißen wichtig sind, betrifft die Personalpolitik. Schalke hatte konservativ wegen Corona ohne Zuschauer bis zum Jahresende geplant. Nun werden aufgrund der sinkenden Corona-Zahlen mehr und mehr Fans in die Stadien gelassen, sodass Schalke ungeplante Zusatzeinnahmen hat.

Größerer Handlungsspielraum

„Diese Entwicklung gibt dem Ganzen eine kreative Note“, gab Schröder auf Nachfrage dieser Zeitung zu. Mit anderen Worten: Schalkes finanzieller Handlungsspielraum bei Transfers in der Winterpause vergrößert sich.

Das heißt im Umkehrschluss jedoch nicht, dass der Zweitligist unbedingt neue Spieler holen wird. Schröder: „Im Winter ist es schwieriger Verstärkungen zu bekommen als im Sommer.“

Dabei spielen nicht nur sportliche Qualitäten eine Rolle. „Man muss zum Beispiel schauen, ob durch neue Spieler unsere Gruppe intakt bleibt, ob sich die Hierarchie verändern könnte, wie es charakterlich aussieht. Das sind alles Punkte, die zu bedenken sind“, so Schröder.

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