Volles Haus am Millerntor gegen Schalke - die Beschlüsse der Ministerpräsidenten gelten erst ab nächster Woche. © picture alliance/dpa
Schalke 04

Volles Haus am Millerntor? Das bedeuten die Corona-Beschlüsse für Schalke

Die Ministerpräsidenten haben neue Corona-Beschränkungen beschlossen. Großveranstaltungen im Freien dürfen nicht mehr als 15.000 Besucher haben. Fürs S04-Spiel in St. Pauli gilt das noch nicht.

Das war zumindest von der Tendenz her zu erwarten: Die am Donnerstag tagende Ministerpräsidenten-Konferenz hat u. a. beschlossen, dass Großveranstaltungen im Freien demnächst von nicht mehr als 15.000 Zuschauern besucht werden dürfen. Für den FC Schalke 04 bedeutet das zunächst einmal – nichts.

Denn relativ überraschend kündigte ein Sprecher der Hamburger Innenbehörde auf dpa-Nachfrage an, dass die Zuschauerbeschränkungen erst in der kommenden Woche in die Eindämmungsverordnung der Hansestadt aufgenommen werden.

Überraschend kam diese Erklärung deshalb, weil sich der FC St. Pauli innerlich schon auf eine Reduzierung der Zuschauerkapazität eingestellt und angekündigt hatte, bereits gekaufte Karten zu stornieren und zu erstatten. Am Abend meldete der Zweitliga-Spitzenreiter dann, dass alle verkauften Karten ihre Gültigkeit behalten werden. An der zwischendurch in der Gerüchteküche gehandelten Vermutung, der Kult-Klub würde die Zuschauerkapazität für das Spitzenspiel am Samstag alleine schon aus Image-Gründen freiwillig reduzieren, war der Wahrheitsgehalt offenbar sehr gering.

Appell des FC St. Pauli

Volles Haus am Millerntor also? Während zur Eindämmung der Pandemie fast überall zurückgefahren wird, gibt es in Hamburg am Samstagabend also noch einmal ein richtiges „Event“ – schon vor wenigen Tagen war das Spiel so gut wie ausverkauft. Immerhin appelliert der FC St. Pauli an die Besucher, sich außer der vorgeschriebenen 2G-Regel auch einem freiwilligen aktuellen Corona-Test zu unterziehen.

Wahrscheinlich knapp 30.000 Zuschauer im Stadion, aber Mathias Hain muss zu Hause bleiben. Der Torwart-Trainer des FC St. Pauli wurde positiv auf Corona getestet und musste sich genau wie der Cheftrainer des Spitzenreiters, Timo Schultz, in häusliche Quarantäne begeben.

An diesem Wochenende haben die Beschlüsse der Ministerpräsidenten-Konferenz für den FC Schalke 04 also wohl noch keine konkreten Auswirkungen, aber dabei wird es nicht bleiben. Zwar verweist der Verein auf den Gang des Verfahrens, der die Aktualisierung der Corona-Schutzverordnungen der einzelnen Bundesländer erfordert – aber schon jetzt ist davon auszugehen, dass zumindest das Schalker Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Freitag in einer Woche von maximal 15.000 Zuschauern besucht werden kann.

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