Klaus Fichtel (Mitte) war in den Bundesliga-Skandal verwickelt. © dpa
Schalke 04

Stichtag: Ein verurteiltes Schalke-Trio darf wieder spielen

Der Bundesliga-Skandal in den 1970er-Jahren warf Schalke weit zurück. Am 26. Januar 1974 freuen sich Rolf Rüssmann, Aki Lütkebohmert und Klaus Fichtel, denn sie dürfen wieder spielen.

Ihr Comeback verläuft erfolgreich. Auf dem gefürchteten Bieberer Berg gibt es einen 2:1-Erfolg bei Kickers Offenbach. Schalke-Präsident Günter Siebert ist gleich so euphorisch, dass er innerhalb der nächsten zwei Jahre vom Deutschen Meistertitel träumt.

Die drei verurteilten Schalker Spieler sind glücklich, dass sie wieder auf den Fußballplatz zurückkehren dürfen. Rolf Rüssmann hat den späteren Nationalspieler Erwin Kostedde gut im Griff, Klaus Fichtel ist sofort der gewohnt umsichtige Abwehr-Chef, und Herbert „Aki“ Lütkebohmert kurbelt wie in besten Zeiten das Mittelfeldspiel an.

Aufholjagd ohne Erfolg

Schalke startet zwar eine Aufholjagd und stürmt von Platz 15 auf den fünften Rang. Doch dies ist nicht von Dauer. Drei Niederlagen gegen Köln, Duisburg und Kaiserslautern kosten die schon sicher geglaubte Qualifikation für den UEFA-Cup. Das Team wird in der Abschlusstabelle Siebter.

Und der Bundesligaskandal war auch noch nicht abgeschlossen. Nachdem Fichtel am 22. Dezember 1975 vor dem Essener Landgericht neben anderen wegen Meineids zu einer Geldstrafe verurteilt worden war, verhängte der DFB noch einmal Sperren. Klaus Fichtel wurde als Letzter vom 4. bis zum 22. Januar 1978 gesperrt. Damit war das Kapitel „Bundesliga-Skandal“ auf Schalke nach sieben Jahren endlich beendet.

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