Schalke-Kapitän Omar Mascarell (r.) leistete sich manche leichtfertige Ballverluste. © dpa
S04-Einzelkritik

Schalke-Torwart Ralf Fährmann verhindert höhere Niederlage

Auch der neue Schalke-Trainer Christian Gross bringt keine Wende. Die Königsblauen gehen bei Hertha BSC mit 0:3 unter. Dabei konnte Hertha nicht mal überzeugen.

Doch das reichte, um Schalke den nächsten Nackenschlag zu bereiten. Die Blau-Weißen bleiben Tabellenletzter und haben nach 14 Spieltagen 39 Gegentore kassiert. Nun sind es 30 Bundesliga-Partien in Folge ohne Sieg.

Unsere Einzelkritik:

Ralf Fährmann: Er bekam etwas überraschend den Vorzug vor Rönnow. Rechtfertigte in der ersten Halbzeit das Vertrauen des neuen Trainers Christian Gross, als er in der 23. Minute glänzend vor dem freistehenden Lukebakio reagierte. Nach dem Seitenwechsel parierte er stark gegen Alderete und verhinderte eine noch höhere Niederlage. Note: 2,0

Benjamin Stambouli: Diesmals als Rechtsverteidiger aufgeboten, interpretierte er seine Rolle recht offensiv und schaltete sich einige Male in die Offensive ein. In der zweiten Halbzeit rückte er ins defensive Mittelfeld. Stand oft viel zu weit von seinen Gegenspielern und ließ sie unbedrängt flanken. Note: 5,0

Ozan Kabak: Beim 0:1 reagierte der türkische Nationalspieler nicht schnell genug, um den Abpraller wegzuschlagen. Später trabte er oft nur hinterher. Note: 5,0

Matija Nastasic: Je länger die Partie dauerte, desto schwächer spielte der Innenverteidiger. Leistete sich vor allem im zweiten Durchgang zahlreiche Konzentrationsfehler. Note: 5,0

Bastian Oczipka: Ließ auf der linken Abwehtrseite im ersten Durchgang wenig anbrennen. Doch in der zweiten Halbzeit baute er immer mehr ab. Note: 4,5

Omar Mascarell: Stand nach seiner Wadenverletzung erstmals wieder in der Startformation. Kurz vor der Halbzeitpause vertändelte er leichtfertig den Ball ins Mittelfeld. Das hätte böse ins Auge gehen können. Note: 5,0

Suat Serdar: Der Nationalspieler konnte im ersten Durchgang nicht überzeugen. Nur wenige Angriffe liefen über den Mittelfeldakteur, der beim 0:2 ganz schlecht aussah, als er gegen Cunha zu spät kam. Note: 5,0

Alessandro Schöpf: Nach einer guten halben Stunde bot sich ihm eine Möglichkeit, doch der Winkel war zu spitz, so dass sein Schuss nur das Außennetz traf. Ging weite Wege, aber in den Zweikämpfen war er oft nur zweiter Sieger. Note: 4,5

Mark Uth: Nach dreiwöchiger Zwangspause wegen einer Gehirnerschütterung agierte der 29-Jährige sofort sehr zielstrebig. Hätte seine Mannschaft nach 29 Minuten in Führung bringen müssen, doch er scheiterte frei vor dem glänzend reagierenden Schwolow. War der einzige Schalker Spieler, der das Tor der Herthaner in Gefahr bringen konnte. Note: 3,0

Amine Harit: Enttäuschte wieder einmal restlos. Trainer Gross schaute sich die traurige Vorstellung nur 58 Minuten an, dann wurde der Marokkaner ausgewechselt. Note: 5,5

Matthew Hoppe: Der Youngster stand überraschend in der Startelf, weil Benito Raman wegen Knöchelproblemen ausfiel. In der siebten Minute reklamierte er einen Elfmeter, doch er war ausgerutscht. Sah kurz vor der Halbzeit die Gelbe Karte nach Foul an Torschütze Guendouzi. Note: 5,0

Steven Skrzybski (58. für Harit): Der gebürtige Berliner stand nur knapp zehn Minuten auf dem Platz. Dann musste er wegen Knieproblemen ausgewechselt werden. keine Note

Timo Becker (58. Mascarell): Rückte auf die rechte Verteidigerposition. War gegen die Berliner Angreifer aber überfordert. Note: 4,5

Can Bozdogan (67. für Skrzybski): Als er eingewechselt wurde, war die Partie gelaufen. Deshalb war es schwierig, Akzente zu setzen. keine Note

Ahmed Kutucu (81. für Hoppe): Er gilt als Wechselkandidat. Dass ihm der junge Hoppe vorgezogen wurde, sagt alles. keine Note

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