Schalke ist überzeugt davon, dass der Verein im Lizenzierungsverfahren nicht bestraft wird. © dpa
Schalke 04

Schalke 04 hat keinen Zweifel, die Auflage zu erfüllen

Spätestens am 15. September müssen alle Vereine, die Auflagen bei der Lizenzerteilung erhalten haben, ihre Unterlagen einreichen. Schalke 04 ist überzeugt davon, keine Strafe zu erhalten.

In der Geschichte des Sports hat der 15. September durchaus seine Bedeutung. An diesem Datum wurde 1879 in Haarlem der erste älteste reine Fußballverein der Niederlande – Haarlemsche Football Club – vom 14-jährigen Pim Mulier gegründet.

1994 nahm die nach dem Vorbild der NHL gebildete Deutsche Eishockey Liga mit der Begegnung Augsburger Panther gegen Maddogs München ihren Spielbetrieb auf und im Jahr 2000 wurden an jenen 15. September in Sidney die Olympischen Sommerspiele eröffnet.

Knäbel hat keine Bedenken

Ob der 15. September in der Rückschau mal eine ähnliche Bedeutung für den FC Schalke 04 erlangt, ist eher zweifelhaft, aber das dieses Datum für den Verein schon seine Bedeutung hat, ist unbestritten.

Denn heute ist der Stichtag, an dem Schalke seine Unterlagen bei der Deutschen Fußball Liga einreichen muss, die das Erfüllen der gestellten Lizenzierungsauflagen belegen. Sollten die Königsblauen die Auflage nicht erfüllt haben, droht im schlimmsten Fall ein Sechs-Punkte-Abzug.

Wesentliche Einnahmen

Schalke bekam die Lizenz für die neue Saison nur unter der Auflage, bis zum Ende der Transferfrist die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Das wird gelingen, davon sind die wichtigsten Führungsfiguren im Verein jedoch längst überzeugt.

„Wir sind uns sehr, sehr sicher, dass wir diesen Sechs-Punkte-Abzug verhindern können“, sagte Sportvorstand Peter Knäbel kürzlich dem TV-Sender Bild. Vor allem Kaderplaner Rouven Schröder musste gute Nerven und gewisse Pokerqualitäten entwickeln, denn weil der Transfermarkt durch die Corona-Pandemie dem Zusammenbruch nahe war, flatterten die Angebote selbst für Spieler wie Ozan Kabak oder Amine Harit nur spärlich auf der Geschäftsstelle ein.

Noch zahlreiche Herausforderungen

Wie schwierig die Lage zeitweise war, wurde an diesen Worten von Knäbel deutlich. „Der Harit-Transfer war für uns von existenzieller Bedeutung. Das Damokles-Schwert war in der Tat die ganz Zeit über uns. Wir mussten immer mit dem Worst Case rechnen.“

Doch mittlerweile kann nach Informationen dieser Zeitung wohl Entwarnung gegeben werden. Das hängt auch damit zusammen, dass Schalke nach Einreichen der Lizenzunterlagen am 15. März wesentliche Einnahmen verbuchte, wie zum Beispiel finanzielle Zuwendungen von Hauptsponsor Gazprom oder durch den Verkauf der Startlizenz für die League of Legends-Profiliga im Esports-Bereich.

Wesentliche Einnahmen

Schalke ist im übrigen nicht der einzige Verein aus der 1. und 2. Liga, dem Auflagen beim Lizenzierungsverfahren gestellt wurden. Wann die Deutsche Fußball-Liga die Ergebnisse der Prüfung bekannt gibt, steht noch nicht fest.

Unabhängig vom Ausgang des Verfahrens stellte Finanzchefin Christina Rühl-Hamers kürzlich auf der Schalker Homepage fest: „Vor uns liegen noch viele weitere Aufgaben und Herausforderungen, die es aus sportlicher, aber auch wirtschaftlicher Sicht weiterhin klug zu lösen gilt.“

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