So jubelten die Schalker Spieler zu ihren mitgereisten Fans nach dem Sieg in Paderborn. © Tim Rehbein/RHR-FOTO
Schalke 04

Ein Erfolgsgeheimnis von Schalke-Trainer Grammozis in Paderborn

Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis hat sich für die tolle Unterstützung der Schalker Fans beim 1:0-Erfolg in Paderborn bedankt. Außerdem verriet er ein Erfolgsgeheimnis.

Dimitrios Grammozis erwähnte ihn mit keinem Wort bei der Pressekonferenz in Paderborn. Dabei war Simon Terodde einmal mehr der Spieler, der den Unterschied ausmachte. Fast eine Stunde war von dem Schalker Mittelstürmer wenig bis gar nichts zu sehen – dann schlug er eiskalt zu.

Sein Tor sicherte Schalke den zweiten Auswärtssieg in dieser Saison und hatte außerdem zur Folge, dass sich die Königsblauen nun auf Schlagdistanz zur Spitze befinden.

Erst kein Wort zu Terodde

Dass Grammozis erst auf Nachfrage seinen Torjäger erwähnte, hatte natürlich nichts mit fehlender Wertschätzung des Schalkes Trainers zu tun, sondern liegt wohl auch darin begründet, dass der 43-Jährige den Wert von Teroddes Zulieferern ähnlich hoch einschätzt. Und das mit Recht. Wie sich Marius Bülter bei seiner Vorbereitung des Treffers einsetzte, war großartig aus Schalker Sicht.

„Es war die erwartet schwere Aufgabe. Unser Tor ist genau zum richtigen Zeitpunkt gefallen“, freute sich Grammozis über die Leistungssteigerung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Vom Anpfiff an übernahmen die Schalker das Kommando. Nach zwei Halbchancen von Terodde ließ sich der 33-Jährige dann in der 63. Minute nicht mehr aus der Erfolgsspur bringen.

„Gelassenheit des Alters“

„Simon hat die Gelassenheit des Alters“, lobte Grammozis die Fähigkeit seines Mittelstürmers, sich nicht entmutigen zu lassen, wenn ein Spiel lange Zeit an ihm vorbei läuft.

Der Bocholter hat jetzt sieben Treffer in sechs Partien erzielt. Das sind mehr, als der beste Schalker Schütze in der gesamten vergangenen Saison schaffte! Das waren bekanntlich sechs Treffer von Matthew Hope.

„Murmeltor“

Paderborns Trainer Lukas Kwasniok ärgerte sich über das „Murmeltor“. Seine Mannschaft habe sich zu viele „schlampige Ballverluste“ im Spielaufbau geleistet. Kwasniok: „Bei der Qualität der Schalker Stürmer ist es dann nicht verwunderlich, wenn nach solchen Fehlern ein Tor fällt.“

Dieser Spielausgang war nach der ersten Halbzeit nicht unbedingt zu erwarten. Paderborn war dem 1:0 nicht nur gefühlt näher, sondern hatte auch die besseren Chancen. Die größte vergab Sven Michel schon nach zehn Minuten.

Rekord rückt näher

Wie es effektiver geht, zeigte dann im zweiten Durchgang Terodde, dem nun nur noch fünf Treffer am Zweitliga-Rekord von Hannover-Legende Dieter Schatzschneider fehlen (154). „Wenn wir so weiter machen, hätte ich nichts dagegen“, sagte Tereodde mit einem Schmunzeln.

Schalke feierte seit November 2019 nun erstmals wieder zwei Siege in Folge. Bis der erlösende Schlusspfiff kam, mussten die Königsblauen aber noch einige brenzlige Situationen überstehen.

Fährmann rettet das 1:0

So blieb es bis in die Schlussphase spannend, in der sich Pröger die große Ausgleichschance bot: Der Joker kam rechts im Strafraum frei zum Abschluss, scheiterte im kurzen Eck allerdings am stark reagierenden Fährmann (84.).

Fazit von Grammozis: „In der ersten Halbzeit hatten wir bereits eine gute Spieleröffnung, aber der letzte Pass und die Zielstrebigkeit haben gefehlt. In der Pause haben wir den Jungs deshalb noch einmal zwei, drei Szenen gezeigt. Die Korrekturen hat die Mannschaft dann im zweiten Durchgang fantastisch umgesetzt.“

Die Video-Sequenzen in der Halbzeit waren also ein Erfolgsgeheimnis. Einziger Schalker Wermutstropfen: Dominick Drexler stand wegen Knieproblemen nicht im Kader. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

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