Coronavirus

Land NRW verschiebt den Start der Corona-Impfzentren – Über-80-Jährige werden später geimpft

Weil nicht genügend Impfstoff da ist, muss das Land NRW den Start für die Impfzentren verschieben. Warten müssen aber nicht nur die über-80-Jährigen. Auch in den Kliniken gibt es einen Stopp.
In Wiesbaden wird bereits im Impfzentrum geimpft. In NRW verschiebt sich der Start. © picture alliance/dpa/dpa/POOL

Weil der Nachschub vorübergehend stockt, tritt NRW bei den Corona-Impfungen auf die Bremse. Für über 80-Jährige, die zu Hause leben, verzögert sich der Impfstart um eine Woche. Und auch in den Krankenhäusern und Pflegeheimen gibt es eine Impf-Pause.

Wegen der verzögerten Lieferung des Corona-Impfstoffs von Biontech verschiebt Nordrhein-Westfalen den Start der Impfungen für über 80-Jährige, die zu Hause leben. Die 53 Impfzentren im Land nähmen ihren Betrieb nun erst am 8. Februar auf – eine Woche später als bislang geplant, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Erst-Impfungen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen müssten in der kommenden Woche pausieren.

Zweite Impfdosis kann wie geplant verimpft werden

Personen, die bereits eine erste Impfung bekommen hätten, würden aber auch in der kommenden Woche wie geplant ihre zweite Impfdosis erhalten. Ab dem 1. Februar soll dann in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen regulär weitergeimpft werden.

Wegen kurzfristiger Umbauten in einem Abfüllwerk liefern die Hersteller Biontech und Pfizer in der kommenden Woche deutlich weniger Impfstoff als vorgesehen. Deshalb müsse die Landesregierung die weitere Impfplanungen anpassen, sagte der Sprecher.

Einen Termin für die Impfung könnten Senioren über 80 aber wie geplant ab dem kommenden Montag vereinbaren. Dies geht ab 8.00 Uhr online unter www.116117.de oder telefonisch. Menschen, die im Rheinland leben, sollen die kostenfreie Rufnummer 0800 116 117 01 wählen, Menschen in Westfalen die ebenfalls kostenfreie Rufnummer 0800 116 117 02. Alle über 80-Jährigen sollen dazu einen Infobrief erhalten.

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