Polizei

Mit Schlagstock und Taser: Hagener gibt sich als „Security“ aus – weil er Preis gewinnen wollte

Die Polizei hat in der Hagener Innenstadt einen 20-Jährigen mit Waffen und „Security“-Bekleidung aufgegriffen. Die Erklärung für die Ausrüstung ist kurios.
Hinter einem Sicherheitsmitarbeiter bildet sich am Flughafen in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) eine lange Warteschlange der Passagiere.
Der Mann sei nur wegen der Verkleidung - Hose und T-Shirt waren mit „Security“ bedruckt - aufgefallen, so die Polizei. (Symbolbild) © picture alliance / dpa

Er trug „Security“-Bekleidung und war ausgestattet mit Taser, Teleskopschlagstock, Tierabwehrspray und einer Patrone für eine Schusswaffe. Mit diesem Outfit lief ein 20-Jähriger am Dienstagabend durch die Innenstadt von Hagen. Er wollte damit seiner Aussage zufolge einen Preis für Zivilcourage bekommen, nach Angaben eines Polizeisprechers ging es um den „XY-Preis“.

In einer Polizeimitteilung hieß es: „Die Polizisten verstanden den Spaß nicht, nahmen ihm den Großteil der Gegenstände ab und verwiesen ihn der Innenstadt.“ Der mit 10.000 Euro dotierte „XY-Preis“ wird vom ZDF und der Produktionsfirma der Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ verliehen. Geehrt werden „Personen mit Zivilcourage, die sich auf beispielhafte und kluge Weise im Kampf gegen Kriminalität für ihre Mitmenschen eingesetzt haben“.

Der Mann sei nur wegen der Verkleidung – Hose und T-Shirt waren mit „Security“ bedruckt – aufgefallen, so der Polizeisprecher. Den Beamten sagte er, er habe nicht in böser Absicht gehandelt. Das Mitführen des Schlagstocks ist laut Polizei in diesem Fall eine Ordnungswidrigkeit, das Mitführen des Tasers eine Straftat.

„Falscher Polizist“ narrt Bürger am Hauptbahnhof in Hagen

Erst am Wochenende hat die Bundespolizei einen falschen Polizisten festgenommen – ebenfalls in Hagen. Ein 21-Jähriger hatte sich mit einer dunkelblauen Hose, schwarzen knöchelhohen Schuhen und einem blauen T-Shirt mit der Aufschrift „Polizei“ auf Vorder- und Rückseite verkleidet. Darüber hinaus waren ein funktionsuntüchtiges Funkgerät und Lederhandschuhe an seiner Hose befestigt.

In dem Outfit wurde der junge Mann am Hauptbahnhof Hagen von der Bundespolizei festgenommen. Als Begründung für die Täuschung habe er angegeben, dass er die Kleidung zur Produktion von Kurzvideos für seinen Social-Media-Account nutze. Dabei würde er Personen befragen, anschließend aber klarstellen, dass er kein Polizist sei.

Der 21-Jährige musste mit auf die Bundespolizeiwache. Die Beamten machten Fotos und stellten das T-Shirt sicher. Ein Verfahren „wegen Missbrauches von Berufsbezeichnungen“ wurde eingeleitet.

dpa/rej

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