Saftig, fluffig, lecker: Der Cheeseburger aus der Bochumer Burger-Schmiede "Onkel Buddy". © Andreas Zabel
Über den Tellerrand

Die besten Burger im Revier? Ein Besuch bei Onkel Buddy in Bochum

Von außen kann man kaum glauben, dass es hier die besten Burger weit und breit geben soll. Im kleinen Ladenlokal „Onkel Buddy“ am Bochumer Hauptbahnhof belehrt uns Sven Ruhr eines Besseren!

Das Streetfood-Lokal „Onkel Buddy“ verfügt inzwischen über einen tadellosen Leumund. Das ist gut so, denn wahrscheinlich würde mancher Burgerfan, der auf saftigen Fleischgenuss in raffinierten Varianten schwört, diesen kleinen Laden eher für einen typischen Schnellimbiss halten, der in seiner Fußläufigkeit zum Bochumer Hauptbahnhof bloß den schnellen Hunger zwischendurch stillen will. Doch „Streetfood“ kann ganz anders!

Handgemachte Soßen und überraschende Toppings

Ein Blick auf die teilweise wechselnde Karte von Onkel Buddy, die gut einsehbar einen Großteil der Wandverkleidung ausfüllt, lässt neugierig werden: Die Burger werden mit handgemachten Soßen und überraschenden Toppings angeboten, darunter ungewohnte Käsesorten wie Brie oder dem Blauschimmelkäse „Blue Stilton“.

Auch das Mac’n’Cheese Sandwich mit Rindfleisch, Cheddar und Onion Rings, die Tortillas mit Guacamole, der Taco mit hausgemachtem Chili und Pastrami-Varianten lässt vermuten, dass hier jemand wirklich etwas vom typischen American Streetfood versteht.

Hier werden die Burger vor den Augen der Gäste zubereitet: Burger-Experte Sven Ruhr in seinem „Onkel Buddy“. © Andreas Zabel © Andreas Zabel

Dieser jemand heißt Sven Ruhr (der Name Onkel Buddy geht auf einen Onkel aus der Familie zurück) und ist hier seit ziemlich genau fünf Jahren mit seinem Lokal beheimatet. Nach seiner Kochausbildung im Hotel Wacht am Rhein (Wesel) tourte er durch verschiedenste Küchen Europas, darunter in Österreich, Irland und Norwegen.

Die Affinität zum American Streetfood holte er sich aber bei Urlauben in den USA und importiert den typischen Barbecue-Geschmack schließlich nach Bochum.

Selbst gewolft und mit Vorsicht geformt, macht Sven Ruhr seine Pattys aus dem Zungenstück des Rindes. © Andreas Zabel © Andreas Zabel

Und der beginnt schon bei der Zubereitung des Burger-Pattys: „Wir verwenden ausschließlich das Zungenstück des Rindes“, sagt er, „das ist ein Nackenstück, das aus Teilen des Halses und der Fehlrippe besteht und einen sehr hohen Fettanteil hat.“

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Um die Saftigkeit beim späteren Burger noch besser zu gewährleisten, wird hier jeden Vormittag vor Beginn der offiziellen Betriebszeiten der Fleischwolf angeschmissen. „Wir wolfen selbst“, betont Sven Ruhr, „beim Metzger wird das Fleisch häufig zu fein.“ Wichtig sei dann, das Patty nicht zu stark zu kneten, damit es seine „Fluffigkeit“ behalte.

Der Cheeseburger ist immer auf der Karte. Spezielle Kreationen, wie den Highlander (links) oder den Holy Burger (2.v.l.), gibt es wechselnd. © Andreas Zabel © Andreas Zabel

Das kleine Ladenlokal ist Fluch und Segen zugleich. Viele Sitzplätze gibt es nicht, dafür kann jeder Gast bei der Zubereitung seiner Bestellung zuschauen und sich einige Tricks für den Hausgebrauch abgucken. Den Geschmack ebenso hinzubekommen, dürfte allerdings schwerfallen.

Dank der Burgerbuns, die nach Svens Rezept von einer Bochumer Bäckerei hergestellt werden, dem super saftig-fluffigen Fleischpatty und den einfallsreichen Toppings, spielen diese Burger ganz oben im regionalen Wettbewerb. Eine Qualität, die sich nicht hinter den großen, etablierten Burger-Restaurants verstecken muss.

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