Zoos dürfen ab dem 8. März wieder öffnen. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Zoos und Museen öffnen – erste Einrichtungen nennen Termine – Liveblog

Nach dem aktuellen Bund-Länder-Beschluss dürfen in der kommenden Woche Zoos und Museen in NRW wieder öffnen. Die Ersten haben bereits Öffnungstermine genannt. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 538.204 bestätigte Fälle – 25.800 aktuell Infizierte – 13.264 Todesfälle, Wocheninzidenz: 62,8 (Stand: 4.3.2021).
  • Zoos und Museen dürfen ab dem 8. März wieder öffnen. Voraussetzung für den Besuch ist eine Anmeldung per Telefon oder online.
  • Die Konferenz zwischen der Kanzlerin und den Länder-Chefs hat den Lockdown bis zum 28. März verlängert. Gleichzeitig werden Lockerungen für den Einzelhandel möglich.
  • Ab dem 8. März sollen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen.
  • Ebenfalls ab 8. März sollen auch Buchläden, Blumengeschäfte und Gartenmärkte sowie der Einzelhandel des täglichen Bedarfs öffnen dürfen.
  • Frühestens ab 22. März und bei einer Inzidenz unter 50 dürfen Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen.
  • Schulen und Kitas sollen kostenlose Schnelltests erhalten – für mindestens eine Testung pro Woche.
  • Die Drogeriekette dm hat als erstes Handelsunternehmen ein Datum für den Verkaufsstart von Corona-Schnelltests angekündigt. Ab Dienstag, 9. März, sollen die jüngst zugelassenen Testkits verfügbar sein.
  • Ab dem 8. März werden Lehrer, Kita-Mitarbeiter und Polizisten in NRW geimpft.
  • Die wichtigsten Regeln, die in NRW bis zum 28. März gelten sollen, finden Sie hier.

+++

Donnerstag, 4. März. 18.57 UhrCorona-Ausbruch im Edeka-Fleischwerk

In einem Fleischwerk von Edeka Südwest sind Dutzende Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Ein Sprecher des Landratsamts Karlsruhe berichtete am Donnerstag von 69 positiv Getesteten und 140 Kontaktpersonen, die in Quarantäne bleiben müssten. In einem Fall handelt es sich um die britische Corona-Mutation. In dem Betrieb arbeiten 1200 Menschen. Eine ausreichende Warenversorgung der Märkte sei sichergestellt.

Donnerstag, 4. März, 16.30 UhrZoos und Museen nennen ÖffnungstermineMuseen und Zoos dürfen ab der kommenden Woche wieder öffnen – die Ersten haben bereits Öffnungstermine genannt. Voraussetzung ist, dass sich Besucher online oder telefonisch anmelden.

Donnerstag, 4. März, 14.46 UhrCorona-Stufenplan in der Übersicht

In der gestrigen Bund-Länder-Runde wurden verschiedene Öffnungsschritte beschlossen. Hier sind sie noch mal in der Übersicht – getwittert von Kanzleramtschef Helge Braun:

Donnerstag, 4. März, 13.06 UhrBerichte: Impfkommission empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff auch für über 65-Jährige Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den Impfstoff des Pharmaunternehmens AstraZeneca nun auch für Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Dies teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn laut übereinstimmenden Medienberichten mit. Demzufolge sagte Spahn außerdem, es gebe neue Studiendaten, die belegen, dass der Impfstoff bei einem Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung von zwölf Wochen noch wirksamer sei. Donnerstag, 4. März, 12.47 Uhr Regierung behält Sonderbefugnisse Der Bundestag hat wegen der Corona-Pandemie weiterhin eine „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ festgestellt. Einem entsprechenden Antrag der großen Koalition stimmten am Donnerstag auch Grüne und Linke zu. Die FDP enthielt sich, die AfD votierte dagegen. Diese festgestellte Lage gibt dem Bund besondere Befugnisse, direkt – ohne Zustimmung des Bundesrates – Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests und Impfungen.

Donnerstag, 4. März, 12.15 UhrLaschet: Coronavirus ist nicht auf null zu bringen NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat die Bevölkerung auf ein andauerndes Leben mit dem Coronavirus eingestimmt. Die Idee, die Infektionszahl „auf null zu bringen, sind nicht realistisch“, sagte er am Donnerstag im Landtag. Mit diesem Wissen und weiterer Vorsicht könne man aber trotzdem „in vielen Bereichen zurück ins Leben kommen“, so Laschet. Das sei das „gute Signal“ der Ministerpräsidentenkonferenz.Donnerstag, 4. März, 11.17 Uhr

Landkreise kritisieren komplizierte Corona-Öffnungsregeln: Schwer verständlich

Der deutsche Landkreistag begrüßt die Beschlüsse des Corona-Gipfels vom Mittwoch, kritisiert jedoch den komplizierten Kriterienkatalog der vorgesehenen Öffnungen. „Die beschlossene Öffnungsmatrix ist sehr schwer verständlich. Das ist nicht gut in Anbetracht dessen, dass wir auf das Mitmachen der Bevölkerung und der Wirtschaft nach wie vor angewiesen sind“, sagte Landkreistag-Präsident Reinhard Sager dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Die Menschen müssen die Corona-Politik mittragen und sich an die Regeln halten“, begründet der Kommunalpolitiker. „Ich habe meine Zweifel, ob es im Hinblick auf Akzeptanz und Vertrauen mit diesem Plan gelingen wird, die Menschen weiterhin mitzunehmen.“ Sager sagte, dass die Landkreise deutliche Öffnungsschritte „bei gleichzeitigem Hochfahren von Schnell- und Selbsttests sowie Impfungen“ erwarteten. „Insofern begrüßen wir es, dass eine weitere Öffnung des Einzelhandels ab einer Inzidenz von 50 verabredet worden ist.“

Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistages.
Reinhard Sager, Präsident des Deutschen Landkreistages. © picture alliance / dpa © picture alliance / dpa

Donnerstag, 4. März, 10.31 Uhr

EMA startet Schnell-Prüfverfahren für russischen Corona-Impfstoff Sputnik V

Die Europäische Arzneimittel-Behörde EMA hat das schnelle Prüfverfahren für den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V gestartet. Die Behörde bewertet die Daten nach dem sogenannten Rolling-Review-Verfahren. Sobald genug Nachweise vorliegen, kann der Hersteller die Marktzulassung in der EU beantragen.

Donnerstag, 4. März, 8.39 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in NRW leicht auf 62,8 gesunken

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist gegenüber dem Vortag leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete landesweit einen Wert von 62,8. Am Mittwoch hatte die Zahl der gemeldeten neuen Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche noch bei 63,8 gelegen, einen Tag zuvor bei 64,3. Laut RKI gab es 2473 Neuinfektionen sowie 69 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Der Märkische Kreis hat in NRW mit 119,2 weiterhin den höchsten Inzidenzwert. Auch Düren (118,3), Hagen (107,6) und Solingen (101,1) lagen bei der wichtigen Kennziffer noch über unter 100. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz im Land verzeichnete Coesfeld mit 21,8.

Donnerstag, 4. März, 7.26 Uhr

RKI meldet 11.912 Corona-Neuinfektionen und 359 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11.912 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 359 weitere Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 64,7 – und damit etwas höher als am Vortag (64,0).

Donnerstag, 4. März, 6.12 Uhr

Variante B.1.1.7 nun bei 46 Prozent untersuchter Corona-Fälle nachgewiesen

Eine vom Robert-Koch-Institut veröffentlichte Analyse bestätigt, dass sich die Virusvariante B.1.1.7 weiter rasant in Deutschland ausbreitet. Der in einer Stichprobe ausgemachte Anteil an PCR-bestätigten Sars-CoV-2-Nachweisen in Deutschland beträgt in der letzten Februarwoche rund 46 Prozent. Rund 26.000 Proben wurden dafür untersucht. Auch die RKI-Testzahlerfassung zeigt eine kontinuierliche Steigerung des Anteils von B.1.1.7 auf 40 Prozent in derselben Woche. Der zuletzt veröffentlichte RKI-Bericht vom 17. Februar registrierte noch eine Rate von 22 Prozent.

Donnerstag, 4. März, 5.17 Uhr

Laschet: Ladenbesuch mit Termin ab dem 8. März möglich

In Nordrhein-Westfalen soll es ab dem 8. März weitere Öffnungsschritte für den Einzelhandel geben, darunter auch die Möglichkeit von Terminverabredungen für eine begrenzte Zahl von Kundenbesuchen im Laden. Das kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise in Düsseldorf an. Bundeseinheitlich sollen Buchläden, Blumenläden und Gartencenter wieder ab 8. März unter Hygieneauflagen öffnen können. Da NRW stabil bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter der Marke von 100 liege, sei hier auch die Terminverabredung im Handel möglich.

Donnerstag, 4. März, 0.40 Uhr

Ein kostenloser Schnelltest pro Bürger und Woche

Jede Bürgerin und jeder Bürger in Deutschland soll sich ab dem kommenden Montag einmal pro Woche kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Dies kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach den Beratungen mit den Länderchefs am Mittwoch in Berlin an. Die Kosten für die Schnelltests trage der Bund.

Donnerstag 4. März, 0.26 Uhr

Geschäfte in NRW dürfen ab Montag wieder öffnen – per Click and meet

Ab Montag dürfen Geschäfte in NRW wieder öffnen, wenn sich Kunden zuvor angemeldet haben. Das Prinzip „Click and meet“ bedeute, dass sich pro 40 Quadratmeter ein Kunde in einem Geschäft aufhalten dürfe, erklärte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise in einer nächtlichen Pressekonferenz in Düsseldorf. Livestream mit NRW-Ministerpäsident Armin LaschetDonnerstag, 4. März, 0.22 UhrLaschet: Kontrollierte Sicherheit ist die DeviseNordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht einen Perspektivwechsel in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Die Strategie heiße jetzt: Weg vom dauerhaften Schließen hin zu kontrollierter Sicherheit, sagte er.

Die Corona-Lage in NRW sei sehr unterschiedlich: Während 14 Kreise weniger als 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen 7 Tagen hätten, gebe es auch 4 Kreise deutlich über 100, sagte Laschet.

Bei ihren Beratungen über die Corona-Maßnahmen hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderregierungschefs in einer Videokonferenz vereinbart, den Lockdown grundsätzlich bis zum 28. März zu verlängern. Allerdings soll es, je nach Infektionslage, viele Öffnungsmöglichkeiten geben.

Donnerstag, 4. März, 0.05 UhrNRW-Ministerpräsident Armin Laschet informiert im Anschluss an die Bund-Länder-Beratungen Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet informiert nach den Beratungen noch zur aktuellen Lage in der Corona-Pandemie und zu den weiteren Maßnahmen in NRW

Mittwoch 3. März, 23.52 UhrCorona-Inzidenzwert von 35 als Grenzwert gekippt

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben sich für stufenweise Lockerungen des Corona-Lockdowns entschlossen. Ab dem 8. März und einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Fällen pro 100.000 Einwohnern können Läden, Zoos oder Museen unter Auflagen wieder öffnen. Ab einer Inzidenz von unter 50 sollen diese Öffnungen erleichtert werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Anschluss an die Ministerpräsidentenkonferenz im Livestream: Mittwoch, 3. März, 23.40 UhrMerkel: Impfen ist der Weg aus der Pandemie

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben in ihrer Besprechung neue Beschlüsse für Impfungen getroffen. Zukünftig soll der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung bei Impfstoffen maximal ausgenutzt werden. Dadurch könnten mehr Menschen in kürzerer Zeit ihre Erstimpfung erhalten. Das Impfen sei dabei der Weg aus der Pandemie, so Merkel.

Mittwoch, 3. März, 21.48 Uhr

31 Corona-Infektionen bei einem Westfleisch-Werk

Wegen Corona-Infektionen sind beim fleischverarbeitenden Unternehmen Westfleisch zahlreiche Mitarbeiter in Quarantäne. Bei den täglichen Tests aller Beschäftigter seien in den vergangenen zwei Wochen am 1000-Mitarbeiter-Werk in Hamm-Uentrop 31 Infektionen festgestellt worden, teilte Westfleisch am Mittwochabend in Münster mit.

Die positiv Getesteten seien isoliert worden und allesamt in einer separaten Unterkunft untergebracht. Man stehe im engen Austausch mit der Stadt Hamm, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Mittwoch, 3. März, 20.52 UhrCorona-Selbsttests ab Samstag im Handel Erste Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung sollen am Samstag in Deutschland in den freien Verkauf kommen. Aldi Nord und Aldi Süd kündigten am Mittwoch an, dass Kunden die in Deutschland produzierten Tests dann an der Kasse bekommen können.

Zunächst ist die Abgabemenge auf eine Packung pro Kunde begrenzt. Eine Packung kostet rund 25 Euro. Sie enthält fünf Tests, deren Ergebnis nach dem Nasenabstrich in 15 Minuten vorliegen soll. Die Erkennungsrate liegt den Angaben zufolge bei 96 Prozent.

Mittwoch, 3. März, 19.23 Uhr

Spiegel: Shutdown bis 28 März verlängertDer Shutdown im Kampf gegen das Coronavirus soll bis zum 28. März verlängert werden. Darauf haben sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten geeinigt, berichtet der Spiegel. Die Beratungen dauern derweil weiter an.

Laut Spiegel-Bericht sollen dafür ab Montag erste Lockerungen in Kraft treten. Unter anderem sollen die Möglichkeiten, Verwandte und Freunde zu treffen, erweitert werden.

Mittwoch, 3. März, 18.13 Uhr

MPK-Einigung: Hausärzte sollen ab Ende März mitimpfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder beraten zur Stunde über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung und der Nachrichtenagentur dpa einigte sich die Runde darauf, dass Hausarztpraxen ab Ende März in die Impfkampagne einsteigen sollen. Dadurch könnte das Impftempo deutlich anziehen.

Unter anderem forderte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Beschleunigung der Impfungen auch unter Einbeziehung von Ärzten in der Fläche. Das Motto müsse sein: „All you can vaccinate“, sagte Söder nach dpa-Informationen in der Schalte. Man müsse aus der starren „Impfbürokratie“ in mehr Flexibilität kommen.

Mittwoch, 3. März, 17.30 Uhr

Gastronomie-Beschäftigte protestieren vor NRW-Landtag

Zahlreiche Gastronomie-Beschäftigte haben topfschlagend vor dem nordrhein-westfälischen Landtag in Düsseldorf für eine Öffnungsperspektive und ein höheres Kurzarbeitergeld demonstriert. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), Mohamed Boudih, drängte auf der Kundgebung am Mittwoch auf ein rasches Handeln der Politik.

„Die soziale und finanzielle Not der Beschäftigten ist unerträglich geworden“, sagte er. Viele Gastronomie-Mitarbeiter seien seit Monaten in Kurzarbeit und müssten massive Einkommenseinbußen hinnehmen. Auf eine Öffnungsperspektive für ihre Branche warteten sie bislang vergeblich.

Mittwoch, 3. März, 16.28 Merkels Botschaft, Söders Motto, Spahns PrognoseAktuell berät die Bund-Länder-Runde über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Kanzlerin Angela Merkel hob zu Beginn die besondere Bedeutung des Treffens hervor. Es sei ein „wichtiger Tag“, sagte sie laut der Deutschen Presse-Agentur. „Wir können den Übergang in eine neue Phase gehen.“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte nach Informationen der dpa eine Beschleunigung der Impfungen. Das Motto müsse sein: „All you can vaccinate“, sagte Söder demnach. Man müsse aus der starren „Impfbürokratie“ in mehr Flexibilität kommen.

Gesundheitsminister Jens Spahn vermutete derweil, dass der Corona-Impfstoff von Astrazeneca künftig auch an ältere Menschen in Deutschland verabreicht werden kann. Es werde mit wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass die Zulassung des Impfstoffes für über 65-Jährige komme, sagte Spahn nach Teilnehmerangaben. Mittwoch, 3. März, 16:03 UhrScholz will Corona-Beschränkungen für Geimpfte aufheben Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) will die Beschränkungen für Geimpfte zügig aufheben. „Nachdem erste Studien nun nahelegen, dass Geimpfte die Virus-Erkrankungen nicht mehr übertragen und damit kein Ansteckungsrisiko darstellen, sollten wir als nächstes diskutieren, welche Beschränkungen für diese Gruppe wegfallen können“, sagte Scholz am Mittwoch der Süddeutschen Zeitung.

„Ich kann mir gut vorstellen, dass der Impf-Nachweis wie ein negativer Schnelltest genutzt werden kann. Geimpfte erhalten Zugang zu all jenen Orten, die ansonsten nur mit einem Schnelltest zugänglich sind“, wird Scholz zitiert. Demzufolge könnten Geimpfte Theater, Kinos, Sportanlagen oder Biergärten besuchen, ohne einen tagesaktuellen Test vorlegen zu müssen.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) will die Corona-Beschränkungen für Geimpfte aufheben. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Mittwoch, 3. März, 15.48 Uhr

190.000 Menschen in Westfalen haben eine Impfung erhalten

Seit dem 8. Februar wurden fast 190.000 Menschen in den 27 Impfzentren in Westfalen-Lippe gegen das Coronavirus geimpft. Mit dem Start der Zweitimpfungen für die über 80-Jährigen in dieser Woche wurden die Kapazitäten der Impfzentren laut Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe weiter hochgefahren und auch die Impfungen in den Pflegeheimen sind nahezu abgeschlossen.

Mittwoch, 3. März, 14.17 Uhr Zahlen über Virus-Mutationen haben nur geringen Nutzen Zwar wird täglich gemeldet, wie viele Mutationen des Coronavirus aufgetreten sind. Diese Zahlen sind aber weder zuverlässig, noch bringen sie viel zur Bekämpfung der Pandemie. Derlei Probleme zeigen sich im Kreis Unna.

Mittwoch, 3. März, 12.00 UhrBeschlussvorlage für die Bund-Länder-KonferenzBei der Bund-Länder-Konferenz geht es um eine mögliche Verlängerung des Lockdowns, aber auch um Lockerungen in bestimmten Bereichen. Was genau geplant ist, hat unser Redakteur Ulrich Breulmann zusammengefasst:

Mittwoch, 3. März, 11.03 UhrNRW-Ministerpräsident Laschet deutet Kurswechsel an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich vor dem Bund-Länder-Treffen zur Corona-Bekämpfung geäußert, einen Kurswechsel angedeutet – und erklärt, wie dieser aussehen soll.

Mittwoch, 3. März, 10.08 Uhr Kostenlose Schnelltests in Schulen und Kitas In Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen soll es künftig kostenlose Corona-Schnelltests geben – einen pro Person pro Woche. In einem Entwurf für die Ministerpräsidentenkonferenz am Nachmittag heißt es laut Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Bundesländer stellten sicher, dass das Personal in Schulen und Kinderbetreuung sowie alle Schülerinnen und Schüler pro Präsenzwoche das Angebot von „mindestens einem kostenlosen Schnelltest“ erhalten sollen.

Mittwoch, 3. März, 9.49 Uhr

Älteste Kölnerin: Wer Impfstoff ablehnt, handelt „undankbar“

Die älteste Kölnerin Elisabeth Steubesand (105) hat kein Verständnis für Menschen, die ihre Impftermine absagen, weil ihnen der Impfstoff nicht passt. „Dieses Verhalten ist sehr undankbar“, sagte sie der „Bild“-Zeitung. „Das Impfen ist doch so wichtig für die Allgemeinheit. Ich hoffe, dass jetzt viele Menschen so schnell wie möglich ihre Impfungen bekommen können.“

Steubesand selbst hat am Montagabend ihre zweite Dosis bekommen. Sie hat den Biontech-Impfstoff gut vertragen. „Mir geht es wirklich prima“, versicherte sie. Am Morgen nach dem zweiten Piks sei sie zwar etwas wackelig auf den Beinen gewesen. Aber nach einem Frühstück mit Käsebrot und Kaffee sei sie schnell wieder „ganz die Alte“ gewesen.

Elisabeth Steubesand (l, 105) spricht im Impfzentrum vor ihrer Impfung mit Henriette Reker, Oberbürgermeisterin von Köln.
Elisabeth Steubesand (l, 105) spricht im Impfzentrum vor ihrer Impfung mit Henriette Reker, Oberbürgermeisterin von Köln. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Mittwoch, 3. März, 9.03 UhrBund-Länder-Beratung zum Lockdown ab 14 Uhr

Der Corona-Lockdown kommt am heutigen Mittwoch auf den Prüfstand. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Chefs der Bundesländer beraten ab 14 Uhr, welche Lockerungen möglich sind. Im Anschluss an die Beratungen informiert die Kanzlerin in einer Pressekonferenz zusammen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) und Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) über die neuen Beschlüsse.

Mittwoch, 3. März, 8.45 Uhr

Corona-Infektionen auch im Leistungssport

Die Corona-Pandemie hat auch im Leistungssport vermehrt zu Infektionen mit dem Virus geführt. Das geht aus einer Studie der Abteilung Sportmedizin am Tübinger Universitätsklinikum hervor, die seit Frühjahr 2020 zwei Online-Befragungen in Deutschland und Österreich durchgeführt hat.

Während bis Ende November 2020 1,1 Prozent (24 von 2144) der Athletinnen und Athleten angaben, positiv auf das Virus getestet worden zu sein, stieg der Anteil der Infizierten im zweiten Abfragezeitraum von Anfang Dezember 2020 bis Mitte Februar dieses Jahres auf 6,5 Prozent an (54/837). Insgesamt 15 Personen wurden stationär im Krankenhaus behandelt.

Mittwoch, 3. März, 8.10 UhrIntensivmedizinier: Für Lockerungen ist extreme Disziplin nötig Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis hat zur Vorsicht bei der Lockerung der Corona-Bestimmungen gewarnt. Die Intensivmediziner treibe die große Sorge um, „dass uns diese britische Mutante um die Ohren fliegt“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN). „Wir können sicherlich zu einem gewissen Grad selbst sowas wie Läden eröffnen, aber was wir brauchen, ist eine extreme Disziplin.“

Wichtig sei, dass Masken getragen würden, am besten medizinische Masken, und dies müsse von den Geschäften auch richtig kontrolliert werden. „Was man merkt, ist, dass wir eine Lockdown-Effektivität hatten jetzt nach Weihnachten, die ungefähr nur halb so gut war wie die im Frühjahr“, sagte Karagiannidis. Das läge vor allem an der britischen Mutante.

Mittwoch, 3. März, 7.35 UhrNRW-Inzidenz sinkt minimal

In der Corona-Pandemie ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen auf 63,8 gesunken. Am Dienstag hatte sie bei 64,3 gelegen, davor bei 64,4. Der Märkische Kreis hat in NRW mit 124,1 den höchsten Inzidenzwert. In Münster liegt der Wert dagegen mit 31,4 klar unter dem Zielwert 35. Die größte NRW-Stadt Köln verzeichnet einen Wert von 77,6, die Landeshauptstadt Düsseldorf von 51,9.

Mittwoch, 3. März, 7.12 UhrAnstieg der Corona-Fälle weltweit

In einer Trendwende hat die Zahl der neuen Fälle von Covid-19 vorige Woche weltweit um sieben Prozent zugenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte Zahlen zum ersten Anstieg nach sechs Wochen Rückgang.

Den stärksten Anstieg im Wochenvergleich gab es im Nahen und Mittleren Osten (14 Prozent) gefolgt von Südostasien (9 Prozent), Europa (9 Prozent) und dem amerikanischen Kontinent (6 Prozent). Aus Afrika wurden dagegen um fast ein Viertel weniger Fälle als in der Vorwoche gemeldet. In der Westpazifischen Region mit Ostasien und Australien gingen die Zahlen leicht zurück.

Mittwoch, 3. März, 6.30 UhrRKI meldet mehr neue Infektionen als vor einer WocheDie Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9019 Corona-Neuinfektionen gemeldet – und damit gute 1000 mehr als vor genau einer Woche. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 418 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8007 Neuinfektionen und 422 neue Todesfälle verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 64,0 – und damit etwas niedriger als am Vortag (65,4).

Mittwoch, 3. März, 5.50 UhrEntscheidung über Lockdown-Verlängerung

Nicht nur die Inzidenzzahlen im Blick behalten, sondern auch die Wirtschaft und die sozialen Folgen: Mehrere Ministerpräsidenten haben sich für ein Ende des Lockdowns ausgesprochen. Der aktuelle Beschlussentwurf sieht jedoch vor, dass der Lockdown bis zum 28. März verlängert wird. Darüber wird heute entschieden. In dem Papier sind jedoch auch kleine Lockerungen vorgesehen: So dürften beispielsweise Buchläden wieder öffnen.

Mittwoch, 3, März, 5.30 Uhr

Umfrage: Jeder Zweite hat im Corona-Lockdown GeldsorgenLaut einer Umfrage hat jeder Zweite in der Corona-Pandemie Geldsorgen – und diese bereiten in der Folge nicht wenigen auch schlaflose Nächte. Zum anderen konsumieren immer mehr Menschen weniger und wollen stattdessen sparen. Nach einer Umfrage der Postbank machen sich knapp zwei von drei Deutschen (60,2 Prozent) Sorgen, dass sie nicht über ausreichende Ersparnisse verfügen.

Fast ebenso viele (57,8 Prozent) sorgen sich gar um den Wert und die Sicherheit ihrer Ersparnisse und fast 43 Prozent haben Angst, dass sie vorzeitig die Altersvorsorge antasten müssen. Ein großes Thema ist auch die Sorge um den Job. Mehr als die Hälfte der Befragten bangt um das Einkommen. Dabei gilt: Je älter der Mensch, desto entspannter blickt er in die Zukunft.

Dienstag, 2. März, 20.48 Uhr

Gaststättenverband erwägt Klage bei Lockdown-Verlängerung

Der nordrheinische Hotel- und Gaststättenverband droht vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern mit einer Klage gegen fortdauernde Schließungen von Hotels und Gaststätten vorzugehen. Der bekanntgewordene Beschlussvorschlag aus dem Kanzleramt zum Gastgewerbe sei inakzeptabel, teilte der Dehoga Nordrhein am Dienstag mit.

Zahlreiche Mitgliedsunternehmen hätten den Verband aufgefordert, rechtlich gegen Verordnungen auf dieser Basis vorzugehen. Man wolle eine Kanzlei mit einer entsprechenden Klage beauftragen. Es brauche konkrete Strategien, die eine dauerhafte Öffnung aller gastgewerblichen Betriebe ermöglichen, teilte der Verband in seiner Kritik an dem Entwurf mit.

Dienstag, 2. März, 19.10 Uhr

Merkel kündigt regionalisierte Öffnungsstrategie und Massentests an

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine breite und monatelange Teststrategie angekündigt, die nach dem Corona-Lockdown die geplanten Lockerungen absichern soll. Dies werde nach Einschätzung der Bundesregierung für die Monate April, Mai und Juni benötigt, sagte Merkel am Dienstag in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Später werde das Impfen so dominante Wirkungen haben, dass eine Teststrategie in solchem Umfang nicht mehr notwendig sei.

Außerdem kündigte die Kanzlerin eine stärker an regionalen Entwicklungen orientierte Öffnungsstrategie an. Die Strategie, die man für die Zukunft entwickele, setze nicht mehr nur auf bundesweite Inzidenzen oder R-Werte, sondern mache auch lokale Unterschiede, sagte Merkel.

Dienstag, 2. März, 18.43 Uhr

„Pragmatische Lösungen“: Krefeld beginnt mit Lehrer-Impfungen

Sechs Tage vor dem regulären Impfstart für Beschäftigte von Grundschulen und Kitas in Nordrhein-Westfalen hat die Stadt Krefeld die ersten Personen dieser Gruppe gegen das Coronavirus geimpft. „Wir wollen soviel Impfstoff wie möglich verabreichen“, sagte Stadtsprecher Sebastian Peters der Deutschen Presse-Agentur.

Am ersten von zwei Tagen der Sonderaktion in dieser Woche wollte die Stadt am Niederrhein nach eigenen Angaben rund 600 Lehrerinnen und Lehrer sowie Angestellte von Kitas und sonstiges Personal der Einrichtungen impfen lassen. „Es hat sich gezeigt, dass genügend Impfstoff da ist. Da wollten wir pragmatische Lösungen finden“, betonte Peters. Die Sonder-Impfaktion für Grundschullehrer und Erzieher war möglich geworden, weil Krefeld kurzfristig rund 1200 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs bekam, die nicht eingeplant waren.

Dienstag, 2. März, 17.48 Uhr

Medizinerverbände sprechen sich gegen Corona-Schnelltests für Schüler aus

Überlegungen in der Politik zu regelmäßigen Corona-Tests bei Schülern stoßen bei Medizinerverbänden auf Kritik. „Die zu erwartende hohe Zahl an falschen negativen und falschen positiven Ergebnissen würde aus unserer Sicht weit mehr Schaden anrichten als nutzen“, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Es bestehe „eine erhebliche Gefahr“, dass die Hygienemaßnahmen nach negativen Testergebnissen nicht mehr eingehalten würden, weil sich die Schüler in falscher Sicherheit wögen. „Angesichts vieler falscher negativer Ergebnisse könnte das zu mehr Ansteckungen führen, als wenn nicht getestet würde; das wäre verheerend.“ Auf der anderen Seite müssten Kinder bei falsch positiven Ergebnissen unnötig in Quarantäne.

Dienstag, 2. März, 16.37 Uhr

Corona-Lagezentrum wird selbst von Corona-Fällen erfasst

Zwei Fälle mit der britischen Corona-Variante unter Mitarbeitern haben einen Großteil der Belegschaft des Corona-Lagezentrums des Rheinisch-Bergischen Kreises in Quarantäne verbannt. Es werde Einschränkungen bei der Erreichbarkeit der Corona-Hotline und bei der Bearbeitung von Anfragen geben, hatte der Kreis am Montag in Bergisch Gladbach mitgeteilt. 53 von rund 80 Mitarbeitern des Lagezentrums des Gesundheitsamtes seien in Quarantäne. Die Zahlen seien weiterhin aktuell, sagte eine Sprecherin am Dienstag.

Dienstag, 2. März, 15.41 Uhr

Laschet: Testen neben Impfen wichtiges Mittel gegen Corona

Testen, testen, testen“ ist nach den Worten von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) neben dem Impfen die Botschaft bei der Pandemiebekämpfung für die nächsten Monate. „Denn wir werden in den nächsten Monaten in Deutschland Millionen an Tests und Selbsttests benötigen, um mit dem Virus, um mit der Pandemie zu leben“, sagte der CDU-Bundeschef am Dienstag nach dem Besuch eines mittelständischen Herstellers von Schnelltests in Minden.

Armin Laschet (CDU,l), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, besichtigt die Produktion der Firma Nal von Minden.
Armin Laschet (CDU,l), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, besichtigt die Produktion der Firma Nal von Minden. © picture alliance/dpa/dpa-Pool © picture alliance/dpa/dpa-Pool

Dienstag, 2. März, 14.38 Uhr Corona-Ausbruch bei Miele: 4000 Mitarbeiter von Ausfällen betroffen Nach einem Corona-Ausbruch im Euskirchener Werk des Hausgeräteherstellers Miele sind derzeit firmenweit 4000 Mitarbeiter von Produktionsausfällen betroffen. Das teilte eine Sprecherin mit. Nach positiven Tests in dem Motorenwerk im Rheinland mussten Ende Februar über 200 Mitarbeiter in Quarantäne. Die Produktion wurde heruntergefahren, soll am 10. März wieder starten.

Dienstag, 2. März, 14.20 UhrLaschets Forderung vor dem Bund-Ländertreffen Er mahnt und fordert. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich vor dem Bund-Länder-Treffen geäußert.

Dienstag, 2. März, 13.16 UhrForscher untersuchen: Ist die Impfung für Corona-Genesene mit Symptomen sinnvoll?

Was sollten Menschen mit Langzeitsymptomen beachten, wenn die Impfung gegen Covid-19 ansteht? Und kann die Impfung vor Long Covid schützen? Das versuchen Wissenschaftler nun zu beantworten.

Dienstag, 2. März, 11.32 UhrShutdown soll verlängert werden – aber punktuelle Lockerungen Ab dem kommenden Montag könnten die Corona-Regeln punktuell gelockert werden, der Shutdown soll derweil bis zum 28. März verlängert werden. Das berichtet Der Spiegel – und beruft sich auf eine Vorlage, über die Kanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs beraten will.

Demnach sollten die Kontaktbeschränkungen weniger streng ausfallen. Sport mit bis zu zehn Personen sollte unter freiem Himmel möglich sein. Buchhandlungen sowie Gartenmärkte sollten öffnen dürfen. Ebenso wie Fahr- und Flugschulen, wobei dafür tagesaktuelle negative Tests und Hygienekonzepte nötig seien, schreibt Der Spiegel.

Bezüglich der Kontaktbeschränkungen heißt es, dass private Zusammenkünfte des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt möglich werden könnten – jedoch auf maximal fünf Personen beschränkt. Für die Osterfeiertage sehe der Entwurf Ausnahmen vor: Vom 2. bis 5. April sollten Verwandtenbesuche auch möglich sein, wenn mehr als zwei Hausstände zusammenkämen.

Dienstag, 2. März, 11.22 Uhr Kultusminister werben für Schulöffnung Die Kultusministerkonferenz wirbt für weitere Schritte zur Schulöffnung im März und fordert, der Bund müsse flächendeckende Corona-Tests an den Schulen finanzieren. Die Kultusminister sprächen sich „für weitere Schritte zur sukzessiven Öffnung von Schulen“ aus, heißt es in einem Beschluss, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

„Sofern es die Infektionslage weiterhin zulässt, soll der in den jüngeren Jahrgängen und den Abschlussklassen begonnene Wechsel- oder Präsenzunterricht im März 2021 auf weitere Jahrgänge ausgeweitet und intensiviert werden“, führen die Kultusminister in ihrem Beschluss aus. „Hiervon abweichende Regelungen können regional getroffen werden.“

Schüler mit Mund-Nasen-Bedeckung und Gesichtsmaske nehmen am Unterricht teil nach der Wiedereröffnung der Schule. © picture alliance/dpa/Agencia Uno © picture alliance/dpa/Agencia Uno

Dienstag, 2. März, 11.11 UhrEpidemiologe im Interview: Lockerungen nur unter eine Bedingung möglichEine 7-Tages-Inzidenz von 35 – die für Lockerungen bisher magische Marke – ist nicht in Sicht, sagt Professor Karch, Epidemiologe aus Münster. Für Lockerungen sieht er deshalb nur eine Chance.

Dienstag, 2. März, 10.18 UhrImpfstoff aus dem Drucker soll zugelassen werden Der neue Corona-Impfstoff von Curevac steht in den Startlöchern – er soll aus einem Impfstoffdrucker kommen, der bereits von dem Pharmaunternehmen getestet wird.

Dienstag, 2. März, 8.15 UhrCorona-Inzidenz in NRW stagniertDie Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen liegt bei 64,3 (Vortag 64,4). Vor einer Woche lag der Wert bei 61,7. Der Märkische Kreis hat in NRW mit 124,6 den höchsten Inzidenzwert, etwas höher als Solingen (124,3). Für die größte NRW-Stadt Köln wurde ein Wert von 76,3 gemeldet, für die Landeshauptstadt Düsseldorf 48,7 und für Dortmund 62,9. In Münster (32,7), Coesfeld (30,4) und Bielefeld (31,4) sind die Werte hingegen unter dem Zielwert 35.

Dienstag, 2. März, 7.20 UhrTwitter kennzeichnet potentielle Corona-Fakenews Twitter hat ein stärkeres Vorgehen gegen die Verbreitung falscher Informationen über Corona-Impfungen angekündigt. Ab sofort würden Tweets, die irreführende Informationen rund um das Thema enthalten könnten, entsprechend gekennzeichnet, teilte der Kurznachrichtendienst mit.

Twitter hatte in der Frühphase der Pandemie vergangenes Jahr zunächst seine Definition zu „schädlichen“ Inhalten ausgeweitet und dann ein härteres Vorgehen gegen Tweets mit falschen Informationen über das Coronavirus angekündigt.

Seit der Einführung der neuen Corona- Richtlinie hat das Unternehmen nach eigenen Angaben weltweit mehr als 8400 Tweets entfernt und Maßnahmen gegen 11,5 Millionen Konten ergriffen.

Dienstag, 2. März, 6.30 Uhr

Bundesweit 3943 Corona-Neuinfektionen und 358 neue Todesfälle Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3943 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 358 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3883 Neuinfektionen und 415 neue Todesfälle verzeichnet. Der bundesweite Inzidenz-Wert liegt bei bei 65,4 – und damit etwas niedriger als am Vortag (65,8).

Dienstag, 2. März, 6.10 UhrDrei Städte fordern mehr Eigenverantwortung in Sachen Lockdown

Rostock, Münster und Tübingen würden gerne eigene Wege zur Bekämpfung der Pandemie beschreiten. Die Inzidenz in allen drei Städten liege seit 4 Wochen unter 50 und aktuell unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. „Dennoch stecken wir im Lockdown fest, weil wir vor Ort nur verschärfende Maßnahmen beschließen dürfen, aber keine Abweichungen oder Lockerungen von den Vorgaben der Länder. Das sollte sich ändern“, hieß es in einem Schreiben, das die Bürgermeister an die Regierung richteten.

Dienstag, 2. März, 5.30 Uhr

Viele ungenutzte Impfdosen – Minister fordern Impfung für alle

Waren noch in der vergangenen Woche nur 15 Prozent der gelieferten Dosen des Vakzins von Astrazeneca verimpft, stieg der Anteil inzwischen auf 31 Prozent. Doch noch immer liegt rund eine Million Dosen ungenutzt in den Kühlschränken. Mehrere Politiker, darunter Markus Söder und Michael Kretschmer, fordern nun, diesen Impfstoff für alle freizugeben. Er solle möglichst schnell auch von Haus- und Betriebsärzten verimpft werden. Morgen beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Pandemie.

Lesen Sie jetzt