Die Terminvergabe für die Impfzentren wird in NRW für alle Impfwilligen freigegeben. © picture alliance/dpa

Coronavirus in NRW: Terminbuchung für Impfzentren wird für alle freigegeben – Liveblog

Die Terminvergabe für die Impfzentren wird in NRW für alle Impfwilligen freigegeben. Trotz der Ausbreitung der Delta-Variante soll ein Lockdown verhindert werden. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 815.324 bestätigte Fälle – 5.100 aktuell Infizierte – 17.093 Todesfälle, Wocheninzidenz: 6,8 (Stand: 24.06.2021).
  • Ab Samstag (26.6.) wird die Terminvergabe für die Impfzentren in NRW für alle Impfwilligen freigegeben. Gesundheitsminister Laumann sagte, dass man bis Ende Juli jedem in NRW ein Impfangebot werde machen können.
  • Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) will einen weiteren Lockdown trotz der riskanteren Delta-Variante vermeiden. Wegen der hohen Impfquote müsse man darüber nicht mehr nachdenken.
  • Impfzentren werden nach Einschätzung von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in ihrer jetzigen Form nur noch bis Ende September gebraucht. Sonderimpfaktionen für Kinder sind nicht geplant.
  • NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will die Schulen nach den Sommerferien konsequent regulär öffnen. Der Bildschirm könne soziale Kontakte nicht ersetzen, sagte er.
  • Schülerinnen und Schüler in Deutschland müssen sich wegen der Ausbreitung der Corona-Variante Delta möglicherweise auch im Herbst teilweise auf Homeschooling einstellen.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.



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Donnerstag, 24. Juni, 19.24 Uhr
Aufnahmestopp auf Krankenhaus-Station nach Auftreten von Eta-Variante
Auf einer Paderborner Krankenhaus-Station ist wegen des erstmaligen Auftretens der sogenannten Eta-Variante des Coronavirus ein Besuchs- und Aufnahmestopp verhängt worden. Die Variante, die nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erstmalig im Dezember 2020 in Angola nachgewiesen wurde, sei in der Klinik bei einer 89-Jährigen festgestellt worden, teilte der Kreis am Donnerstag mit. „Vorsorglich“ seien daher entsprechende Schritte auf der Station veranlasst worden. Die Hygienemaßnahmen seien verschärft und eine regelmäßige Testung mit PCR-Tests, die beim Erkennen von Infektionen mit dem Coronavirus als sehr genau gelten, angeordnet worden. Wo sich die Frau infiziert haben könnte, sei nicht bekannt. Nach Angaben des Kreises war es das erste Mal, dass die Eta-Variante im Kreisgebiet labordiagnostisch nachgewiesen wurde.

Donnerstag, 24. Juni, 18.33 Uhr
Volksfeste in NRW schon ab 27. August wieder erlaubt
Volksfeste in NRW sind bei niedrigem Infektionsgeschehen bereits ab dem 27. August wieder erlaubt. Bislang sollte der Startschuss am 1. September sein. Die am Donnerstag veröffentlichte neue Corona-Schutzverordnung des Landes ermöglicht damit „Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste, Weinfeste und ähnliche Festveranstaltungen mit bis zu 1000 teilnehmenden Personen mit Negativtestnachweis“ schon ein Wochenende früher. Auch Sportfeste und Sportveranstaltungen ohne Begrenzung bei Teilnehmer- und Zuschauerzahlen sollen ab dem 27. August statt dem 1. September möglich sein, wenn in der Region und im Land die niedrigste Inzidenzstufe 1 herrscht.

Donnerstag, 24. Juni, 17.34 Uhr
NRW rechnet mit Corona-Testpflicht an Schulen bis Jahresende
Die Landesregierung rechnet mit einer Corona-Testpflicht an Schulen bis zum Beginn der Weihnachtsferien Ende Dezember. Wie aus einer Vorlage des Schulministeriums für den Finanzausschuss des Landtags hervorgeht, sehen die „derzeitigen Planungen“ eine Testpflicht bis zur 51. Kalenderwoche vor. Da man noch nicht prognostizieren könne, wie viele Schülerinnen und Schüler unter 16 Jahren bis zum Jahresende geimpft seien, schlägt das Ministerium zwei Tests pro Woche vor. Für jüngere Schüler soll es demnach weiter PCR-Pooltests, für ältere Schüler Schnelltests im Eigengebrauch geben.

Donnerstag, 24. Juni, 16.26 Uhr
NRW-Gesundheitsminister: Wieder Pop-up-Freizeitparks im Sommer möglich
Schausteller sollen im Sommer wieder sogenannte Pop-up-Freizeitparks in Nordrhein-Westfalen betreiben können. Nach Angaben von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) wird die Besucherbegrenzung für Freizeitparks auch dafür mit der ab Freitag bis zum 8. Juli geltenden Corona-Schutzverordnung des Landes gelockert. Statt einer Person pro 20 Quadratmeter in einem Freizeitpark seien als Obergrenze eine Person pro 10 Quadratmeter vorgesehen. Das sei auch eine große Bitte der Schausteller mit Blick auf mobile Freizeitparks gewesen, so Laumann. Damit werde es auch das eine oder andere Freizeitangebot für die Kinder geben, die nicht in den Urlaub fahren können, erläuterte Laumann.

Donnerstag, 24. Juni, 15.32 Uhr
Kinderkommission rügt Corona-Politik
Die Kinderkommission des Bundestages hat den Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie kritisiert und mehr Rücksichtnahme auf ihre Interessen gefordert. Kinder und Jugendliche seien in der öffentlichen Debatte vor allem zu Beginn der Pandemie „leider des Öfteren als „Virenschleudern“ einerseits und „Coronaparty-Feiernde“ andererseits“ dargestellt worden, heißt es in einer Stellungnahme des Gremiums. „Die entwicklungsspezifischen Bedürfnisse und Herausforderungen von Kindern und Jugendlichen traten dahingehend weitgehend in den Hintergrund“, kritisiert die Kommission. Sie seien zunächst auch nicht beteiligt worden.

Donnerstag, 24. Juni, 14.30 Uhr
Terminbuchung für Impfzentren ab Samstag für alle freigegeben
Von Samstag an kann jeder in NRW einen Termin für eine Corona-Impfung in einem Impfzentrum buchen. Das kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf an. Bisher war die Terminvergabe in den landesweit 53 Impfzentren an Alters- und Berufsgruppen gebunden.


Donnerstag, 24. Juni, 13.45 Uhr
Maskenpflicht am Phoenix-See ist gefallen
Der Phoenix-See ist meistens gut besucht. Im April, als sich das Wetter und die Zahlen zum ersten Mal seit dem November-Lockdown etwas gebessert haben, ist es dort zu unschönen Szenen gekommen. Sicherheitskräfte waren überfordert, Abstandsregeln und Maskenpflicht wurden kaum eingehalten.

Jetzt ist die Maskenpflicht dort aufgehoben worden. Das freut die meisten Besucher, aber viele von ihnen wollen die Maske weiter tragen, wenn es wieder voll wird am See.


Donnerstag, 24. Juni, 12.28 Uhr

Jeder Dritte in Deutschland ist nun vollständig geimpft

Jeder Dritte ist in Deutschland nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind 27,8 Millionen Menschen, ihre Quote hat damit die Drittelmarke knapp überschritten (33,5 Prozent). Mehr als 43,4 Millionen Menschen (52,2 Prozent) haben demnach bisher mindestens eine Impfung bekommen. Allein am Mittwoch wurden 1 267 717 Impfdosen verabreicht. Laut RKI werden jeden Tag mehr als 800.000 Corona-Schutzimpfungen deutschlandweit verabreicht.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 59,2 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Zwölf weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Nur Hamburg (49,5 Prozent), Bayern (49,3 Prozent) und Sachsen (46,4 Prozent) haben diese Marke noch nicht überschritten. Das Saarland zählt mit 40,0 Prozent den höchsten Anteil an vollständig Geimpften. Brandenburg ist mit 30,9 Prozent am Ende der Rangliste.

Donnerstag, 24. Juni, 11.43 Uhr

Moderna will Corona-Impfstoff an Deutschland früher liefern

Der Europa-Chef des US-Konzerns Moderna, Dan Staner, will den versprochenen Corona-Impfstoff für Deutschland früher als geplant liefern. „Moderna hofft, die im dritten Quartal für Deutschland geplanten Dosen früher bereitstellen zu können, um einen möglichst raschen Fortschritt bei den Impfungen zu unterstützen“, sagte Staner der „Wirtschaftswoche“. Einen konkreten Termin nannte er nicht. Staner versicherte aber, dass die für 2021 geplante Liefermenge von rund 80 Millionen Dosen auf jeden Fall bereitgestellt werde.

Donnerstag, 24. Juni, 11.09 Uhr

Angeklagte nicht da – Prozess gegen Maskenverweigerer unterbrochen

Der Prozess wegen des provokanten Auftritts von Maskenverweigerern in einem Supermarkt ist am Donnerstag im Landgericht Bonn kurz nach Beginn unterbrochen worden. Zwei der drei Angeklagten erschienen nicht zum ersten Hauptverhandlungstag. Der 36-jährige Mann und die 31-jährige Frau sollen nun von der Polizei vorgeführt werden. Die Anklage wurde noch nicht verlesen. Wann und wie es weitergeht, war zunächst unklar.

Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Angeklagten gefährliche Körperverletzung sowie Angriff auf Polizeibeamte vor. Sie sollen im Mai 2020 in einen Troisdorfer Supermarkt gegangen sein, um gegen die Maskenpflicht zu protestieren. Dabei sollen sie sich zunehmend aggressiv verhalten und schließlich einen Polizisten mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

Donnerstag, 24. Juni, 10.38 Uhr
Braun: Müssen bei hoher Impfquote über Lockdown nicht nachdenken
Mit einer möglichst hohen Corona-Impfquote lassen sich nach Einschätzung von Kanzleramtsminister Helge Braun trotz der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante erneute drastische Maßnahmen verhindern. Wenn sich zwei Drittel der Bürger, also rund 55 Millionen Menschen, impfen lassen, „muss man dann auch nicht über einen Lockdown oder so nachdenken“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“. Angesichts der Liefermengen von Impfstoffen könne man je nach Höhe der Impfbereitschaft „damit rechnen, dass jetzt bis Ende Juli/Anfang August wirklich jeder, der möchte, seine Erstimpfung bekommen hat“. Die Nichtgeimpften – bei einem Drittel wären es immer noch 27 Millionen – müssten dann gerade im Herbst sich ganz regelmäßig testen lassen.

Kanzleramtschef Helge Braun schließt einen weiteren Lockdown wegen der hohen Impfquote aus.
Kanzleramtschef Helge Braun schließt einen weiteren Lockdown wegen der hohen Impfquote aus. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Die Schulen und Kindergärten seien „unser großes Sorgenkind“, sagte Braun, weil es zumindest für jüngere Kinder unter zwölf Jahren noch kein Impfangebot gebe. Die könnten dadurch geschützt werden, dass alle Erwachsenen ringsherum um sie geimpft würden. Hinzu kämen weitere Maßnahmen wie etwa die Ausrüstung von Schulen mit Lüftungsanlagen.

Donnerstag, 24. Juni, 9.15 Uhr

Virenexperte: Zuschauer beim EM-Finale sind keine gute Idee

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, betrachtet die Zuschauermassen bei den Spielen der Fußball-Europameisterschaft als großes Risiko für die Ausbreitung des Coronavirus. „Das halte ich aus epidemiologischer Sicht für nicht gut“, sagte der Ulmer Virologe der „Schwäbischen Zeitung“. Auch die Finalspiele der EM ausgerechnet in London seien vor allem wegen der gefährlichen Delta-Variante „keine gute Idee“, sagte Mertens. Er rät, den Reiseverkehr nach London zum Spiel stark zurückzufahren und zu kontrollieren. Das gelte insbesondere auch bei einer Rückkehr nach Deutschland.

Donnerstag, 24. Juni, 8.08 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen bei 6,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist weiter im Abwärtstrend. Der Wert liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 6,8. Am Vortag hatte die Kennziffer für die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen noch 7,4 betragen. Bundesweit ermittelte das RKI für Donnerstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 6,6. Den höchsten Inzidenzwert in NRW verzeichnete weiterhin Hagen mit 19,6. Dagegen tendierte Höxter mit einer Inzidenz von 0,7 in Richtung Null-Wert. Der Kreis Minden-Lübbecke lag mit 1,0 ebenfalls am unteren Ende der Skala. Binnen 24 Stunden wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland 196 Neuinfektionen verzeichnet. Zehn Todesfälle in Zusammenhang mit Corona kamen hinzu.

Donnerstag, 24. Juni, 7.14 Uhr

Spahn warnt vor „Sorgenherbst“ nach Urlaubssommer

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Bürger aufgefordert, auch beim Reisen die Corona-Pandemie weiter im Blick zu behalten. „Ich appelliere an alle Reisenden, sich sorgsam über das Infektionsgeschehen zu informieren, Testangebote anzunehmen und die Quarantänepflichten ernst zu nehmen“, sagte Spahn dem „Handelsblatt“. „So führt der Urlaubssommer nicht zu einem Sorgenherbst.“ Auf die Frage, ob die Menschen trotz Delta-Variante sorglos ihren Urlaub buchen könnten, sagte er: „Grundsätzlich ja. Bei Reiseländern, die von der Delta-Variante bereits stark betroffen sind, sieht das aber anders aus.“ Dort sei das Risiko, sich anzustecken und die Virusvariante nach Hause zu bringen, deutlich höher.

Donnerstag, 24. Juni, 6.11 Uhr

Deutschlandweit 1008 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 6,6

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1008 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1330 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 6,6 an (Vortag: 7,2; Vorwoche: 11,6). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 93 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 105 Tote.

Donnerstag, 24. Juni, 5.24 Uhr

Delta-Variante: Kommunen fordern mehr Geld für Schutz der Schüler

Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante fordern die Kommunen mehr finanzielle Unterstützung, um die Schulen auf eine neue Corona-Welle im Herbst vorzubereiten. „Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert eine weitere Ertüchtigung der Schulen, um einen möglichen weiteren Schul-Lockdown im Herbst zu vermeiden“, sagte der Städtebund-Geschäftsführer Gerd Landsberg der „Augsburger Allgemeinen“. Da diese Kosten durch die Corona-Pandemie bedingt seien, erwarteten die Kommunen als Schulträger eine finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern. Der Deutsche Städtetag warnte jedoch vor übertriebenen Erwartungen an die Ausrüstung der Schulen mit Luftfiltern.


Mittwoch, 23. Juni, 23.20 Uhr
Corona-Regeln im EM-Stadion erneut gebrochen

Die Maskenpflicht und die Abstandsregeln zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind beim EM-Vorrundenspiel Deutschland gegen Ungarn am Mittwochabend in München erneut nicht konsequent eingehalten worden. Fernsehbilder zeigten zahlreiche Fans ohne den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz.

Auch drängten sich viele Fans vorrangig im ungarischen Gästeblock dicht an dicht. Mit den Abständen auf den unteren Rängen war es zudem spätestens dann passé, als ein Unwetter über München zog und die Zuschauer sich schutzsuchend an trockene Stellen zurückzogen.

Die Münchner Polizei verwies darauf, dass für die Durchsetzung der Corona-Regeln der Sicherheitsdienst im Stadion zuständig sei. Der Stadionsprecher habe wiederholt entsprechende Durchsagen gemacht.

Deutsche Fans feuern unter starkem Regen ihre Mannschaft an. © Federico Gambarini/dpa © Federico Gambarini/dpa



Mittwoch, 23. Juni, 21.50 Uhr
Laumann spricht von entspannter Situation

Trotz der aktuellen Verzögerungen in den Impfzentren zeigt sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mit Blick auf die aktuellen Inzidenz-Zahlen entspannt. „Etwa 0,06 bis 0,07 der Bürgertests sind positiv. Das Virus ist zurzeit in der Bevölkerung nicht so stark unterwegs“, sagte Laumann.

Impfzentren in ihrer jetzigen Form seien seiner Einschätzung nach nur noch bis Ende September notwendig.

Bei den Impfungen für die 12 bis 16 Jahre alten Kinder plant Laumann keine Sonderaktionen in den Impfzentren. Das soll über die Kinderärzte oder ausnahmsweise über Hausärzte geschehen. „Keiner weiß, wieviel Prozent der Eltern sich am Ende dafür entscheiden“, sagte Laumann.



Mittwoch, 23. Juni, 21.00 Uhr
Anteil der Infektionen mit Delta-Variante hat sich verdoppelt

Nach Angaben des RKI hat sich der Anteil der Corona-Infektionen mit der Delta-Variante innerhalb einer Woche verdoppelt. Damit ergebe sich nun eine Quote von 15% der mit der Mutation infizierten Menschen in Deutschland.


Mittwoch, 23. Juni, 18.40 Uhr
Biontech-Gründer erhalten renommierten Preis

Die Biontech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci sowie fünf weitere Entwickler von Impfstoffen gegen das Coronavirus erhalten den angesehenen spanischen Prinzessin-von-Asturien-Preis in der Sparte Forschung und Technik. Die Prinzessin-von-Asturien-Preise gelten als die „spanischen Nobelpreise“.

Mittwoch, 23. Juni, 18.30 Uhr
EU befürchtet Delta-Ausbrüche unter Jüngeren

Die Delta-Variante des Coronavirus wird sich nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC im Laufe des Sommers deutlich in Europa ausbreiten. Dies gelte ganz besonders für Jüngere, die nicht zu den Zielgruppen der Impfkampagnen gehörten, erklärte ECDC-Direktorin Andrea Ammon.

Mittwoch, 23. Juni, 17.22 Uhr
Laumann: Impfzentren nur noch bis Ende September

Die Impfzentren in der jetzigen Form werden nach Einschätzung von Karl-Josef Laumann (CDU) nur noch bis Ende September gebraucht. Für die Zeit danach sollen die Kreise und kreisfreien Städte in NRW Strukturen aufbauen, um neben den Haus- und Betriebsärzten impfen zu können.

Impfzentren in ihrer jetzigen Form soll es laut Gesundheitsminister Laumann (CDU) nur noch bis Ende September geben. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa



Mittwoch, 23. Juni, 16.28 Uhr

Corona-Regeln am Arbeitsplatz werden gelockert

Die Corona-Regeln am Arbeitsplatz werden ab 1. Juli gelockert. Unternehmen müssen zwar weiterhin zwei Tests pro Woche für Beschäftigte anbieten, die nicht von zu Hause aus arbeiten können. Allerdings ist dies laut neuer Corona-Arbeitsschutzverordnung nicht mehr erforderlich, wenn Arbeitgeber „durch andere geeignete Schutzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten“ sicherstellen oder nachweisen können, zum Beispiel wenn diese vollständig geimpft sind.

Das Bundeskabinett hat die neue Verordnung am Mittwoch beschlossen. Sie soll bis 10. September gelten. Arbeitgeber sind demnach aber weiterhin gehalten, „die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen (…) auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren“. Zudem bleibt es dabei, dass betriebliche Hygienepläne erstellt und Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, etwa durch Trennwände und Abstandsregeln. Wo das nicht möglich ist, müssen medizinische Masken zur Verfügung gestellt werden.

Mittwoch, 23. Juni, 15.01 Uhr

Kassenärzte kritisieren Impf-Modellversuch in Apotheken

Der geplante Modellversuch zu Grippeschutzimpfungen in Apotheken in Teilen von Westfalen-Lippe stößt auf Kritik der dortigen Kassenärzte, die bisher die Impfungen durchführen. „Impfen ist ärztliche Kernkompetenz“, erklärte der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Der behandelnde Arzt kenne seine Patienten. „Statt impfende Apotheker brauchen wir Ärzte ausreichend Impfstoff“, hieß es am Mittwoch in der Erklärung. Die Krankenkasse AOK Nordwest hatte am Dienstag mitgeteilt, dass sie ein Modellprojekt mit dem Apothekerverband Westfalen-Lippe für Grippeimpfungen ab dem Herbst vereinbart habe. Zu der Modellregion gehören Dortmund, der Regierungsbezirk Detmold, der Kreis Olpe, der Märkische Kreis und der Hochsauerlandkreis – laut KVWL betrifft das fast 700 Apotheken.


Mittwoch, 23. Juni, 13.44 Uhr
Laschet: Schulen in NRW sollen nach Ferien offen bleiben
Die Schulen in Nordrhein-Westfalen sollen nach den Sommerferien offen bleiben. Das sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Der Bildschirm könne soziale Kontakte für Kinder und Jugendliche nicht ersetzen, sagte der Unions-Kanzlerkandidat mit Blick auf den wochenlangen Distanzunterricht im ablaufenden Schuljahr. Er habe von Anfang an gesagt, dass die Kinder die Hauptleidtragenden der Pandemie seien, sagte Laschet. Diese Analyse werde jetzt weithin geteilt.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Bundesvorsitzender, will die Schulen nach den Sommerferien wieder regulär öffnen.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Bundesvorsitzender, will die Schulen nach den Sommerferien wieder regulär öffnen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte für Aufregung gesorgt mit der Vorhersage, dass auch im Herbst und Winter voraussichtlich Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig seien. Allerdings – so stellte er klar -, sei es eines der Hauptziele, das normale Schulleben so lange wie möglich zu bewahren. Es sei auch möglich, nach den Sommerferien Wechselunterricht zu vermeiden.

Mittwoch, 23. Juni, 12.59 Uhr
Zoos sollen weitere 8,4 Millionen Euro Corona-Hilfe vom Land erhalten

Die Zoos in Nordrhein-Westfalen sollen zur Bewältigung der Corona-Krise weitere 8,4 Millionen Euro vom Land erhalten. Das sieht eine Vorlage des NRW-Finanzministeriums für die Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses des Landtags an diesem Donnerstag vor. Damit sollten die Einnahmeausfälle abgemildert werden, die entstanden seien, weil die Zoos während des zweiten Lockdowns von Anfang November 2020 bis März 2021 erneut geschlossen bleiben mussten, heißt es zur Begründung.

Die Unterstützung solle für Zoos gelten, die sich in öffentlicher Hand befinden. Denn diese seien für die ab Januar 2021 angebotene Überbrückungshilfe des Bundes nicht antragsberechtigt. Ohne finanzielle Hilfe von Bund oder Land seien die Zoos jedoch nicht in der Lage, ihren Betrieb aufrecht zu erhalten, heißt es in der Vorlage.

Mittwoch, 23. Juni, 11.46 Uhr
Kabinett billigt strengere Kontrollvorgaben für Testzentren
Nach Verdachtsfällen auf Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren sollen künftig strengere Kontrollvorgaben greifen. Darauf zielt eine Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU), mit der sich am Mittwoch das Bundeskabinett befasst hat. Unter anderem sollen private Testzentren nur noch nach Einzelprüfung zugelassen werden können. Die Möglichkeit von Sammelabrechnungen für mehrere Teststellen etwa für überregionale Betreiber soll wegfallen.

Die für die Abrechnungen zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen in den Ländern sollen zusätzliche Prüfungen vornehmen, bei Bedarf auch vertiefte oder Prüfungen vor Ort. Teststellenbetreiber müssen ihnen dafür Auskünfte und Dokumentationen bereitstellen. Zudem werden Vergütungen gesenkt, die bisher inklusive Sachkosten für das Testmaterial bei bis zu 18 Euro pro Test lagen.

Mittwoch, 23. Juni, 10.28 Uhr
Welcher Impfstoff schützt wie gut vor der Delta-Variante?
Die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante des Coronavirus (B.1.617.2) weist Mutationen auf, die die Wirkung von Impfstoffen abschwächen können. Zahlen der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) deuten nun darauf hin, dass der Impfschutz nur leicht herabgesetzt wird, sich aber je nach Präparat unterscheidet.

Wir haben zusammengefasst, welcher Impfstoff welche Wirksamkeit gegen die Delta-Variante aufweist:


Mittwoch, 23. Juni, 8.06 Uhr

Virologe Drosten warnt vor Delta-Variante des Coronavirus

Der Virologe Christian Drosten fürchtet spätestens im Herbst wieder steigende Infektionszahlen. Nachdem bereits mehrere Bundesländer gemeldet haben, dass der Anteil der Variante an den Neuinfektionen zuletzt spürbar gestiegen ist, werden heute Abend neue Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) erwartet. Es ist damit zu rechnen, dass sich die zunächst in Indien entdeckte Mutante in vielen Teilen Deutschlands weiter ausgebreitet hat – wenn auch auf insgesamt niedrigem Niveau.

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie der Charité Berlin. © picture alliance/dpa/dpa Pool © picture alliance/dpa/dpa Pool

„Wir müssen einfach schnell impfen”, lautet der Appell des Virologen. Reiche dies nicht, müsse man erneut mit Kontaktbeschränkungen gegensteuern. „Aber es gibt auch gute Gründe zu denken, dass das in Deutschland nicht notwendig wird.”

Mittwoch, 23. Juni, 7.35 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen sinkt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen sinkt weiter. Am Mittwoch lag die Kennzahl bei 7,4, während sie am Dienstag noch 8,2 betragen hatte. Das geht aus Daten auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Der Wert in der Corona-Pandemie bezieht sich auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Mittwoch, 23. Juni, 7.03 Uhr

Studie: Fast jeder zweite Internetnutzer findet Falschinfos zu Corona

Viele erwachsene Internetnutzer in Deutschland sind einer Studie zufolge schon auf falsche oder irreführende Informationen zum Coronavirus im Netz gestoßen. Das geht aus dem „Reuters Institute Digital News Report“ hervor, der am Mittwoch erscheint. Mit 46 Prozent habe fast die Hälfte der Befragten innerhalb einer Woche falsche oder irreführende Informationen zu Covid-19 gesehen.

Seit 2012 untersucht die Studie in mittlerweile 46 Ländern Trends und Besonderheiten in der Nachrichtennutzung. Pro Land wurden den Angaben zufolge 2021 rund 2000 Personen befragt.

Mittwoch, 23. Juni, 6.18 Uhr

RKI registriert 1016 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 7,2

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1016 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.06 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1455 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 7,2 an (Vortag: 8,0; Vorwoche: 13,2). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 51 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 137 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 723 798 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Mittwoch, 23. Juni, 5.50 Uhr

Wieder Erstimpfungen für Vorerkrankte und Senioren in Zentren

Bei den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen können ab diesem Mittwoch wieder Termine für erste Corona-Impfungen vereinbart werden. Trotz Aufhebung der Impfpriorisierung sind die Erstimpfungen dort allerdings Menschen über 60 Jahren oder Vorerkrankten vorbehalten.

Das Angebot gilt auch für Beschäftigte in Krankenhäusern oder Mitarbeiter von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, die noch keine Impfung über ihren Arbeitgeber oder Hausarzt erhalten haben, teilten die kassenärztlichen Vereinigungen mit. Alle Anderen noch ohne Impfangebot sollen es stattdessen zunächst bei den Haus- oder Betriebsärzten versuchen.

Dienstag, 22. Juni, 22.32 Uhr

Drosten: Delta muss sich hier nicht entwickeln wie in Großbritannien

Nach dem Wiederanstieg der Corona-Inzidenz in Großbritannien durch die Delta-Variante sieht der Virologe Christian Drosten für Deutschland auch die Möglichkeit eines anderen Verlaufs. Es könne sein, dass die Lage vorerst relativ konstant bleibe, sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité im Podcast „Coronavirus-Update“ (NDR-Info). Er verwies zum Beispiel darauf, dass es nach Deutschland wohl keine so hohe Zahl an unabhängigen Eintragungen der Variante – etwa direkt aus Indien – gegeben habe.

In Großbritannien gebe es zudem eine etwas andere Struktur in der Bevölkerung mit asiatischstämmigen Communitys, in denen das Virus anfangs hochgekocht sei. „Deswegen kann es auch sein, dass sich das bei uns nicht so einstellt.“ In Deutschland lag der Anteil von Delta an den Neuinfektionen nach Daten des Robert Koch-Instituts zuletzt bei gut 6 Prozent.

Dienstag, 22. Juni, 21.04 Uhr

Knapp 32 Prozent in Deutschland vollständig geimpft

Fast 32 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind mittlerweile vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Am Montag wurden in der Bundesrepublik 582 569 Corona-Impfungen verabreicht, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. 42.540.863 Menschen (51,2 Prozent) sind zumindest einmal, 26.274 154 Menschen (31,6 Prozent) vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern liegt bei den Erstimpfungen weiter Bremen mit 57,9 Prozent vorn, gefolgt von Schleswig-Holstein (54,9) und dem Saarland (54,4). Sechs Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke noch nicht erreicht, Schlusslicht bleibt Sachsen mit einem Anteil von 45,5 Prozent Erstgeimpfter. Bei den vollständig Geimpften ist weiter das Saarland mit einem Bevölkerungsanteil von 37,9 Prozent an der Spitze, Brandenburg bleibt mit 29,1 Prozent Schlusslicht.

Dienstag, 22. Juni, 19.28 Uhr

Europäische Corona-Hilfen: Deutscher Aufbauplan gebilligt

Deutschland hat grünes Licht aus Brüssel für seine Pläne zur Nutzung der europäischen Corona-Aufbauhilfen. Die EU-Kommission billigte den deutschen Aufbauplan am Dienstag vor einem Besuch von Präsidentin Ursula von der Leyen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Deutschland erwartet 25,6 Milliarden Euro aus dem Corona-Aufbaufonds RRF. Insgesamt hatten die EU-Staaten vor einem Jahr ein Aufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro vereinbart – in laufenden Preisen sind das sogar gut 800 Milliarden Euro. Es soll der europäischen Wirtschaft nach der Pandemie wieder Auftrieb geben und sie gleichzeitig modernisieren. Das Geld wird am Kapitalmarkt aufgenommen und von den EU-Staaten bis 2058 gemeinsam getilgt.

Dienstag, 22. Juni, 17.51 Uhr

Brinkhaus und Dobrindt offen für EM-Finale in München wegen Corona

Die Spitze der Unionsfraktion hat sich wegen der in Großbritannien grassierenden aggressiveren Delta-Variante des Corona-Virus offen für eine mögliche Verlegung der Finalspiele der Fußball-Europameisterschaft von London nach München gezeigt. „Wenn es die Chance gibt, dann sind wir gerne bereit, diese Spiele auch in München durchführen zu lassen“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt bei einem gemeinsamen Auftritt mit Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) vor der letzten regulären Sitzung der CDU/CSU-Abgeordneten in Berlin.

Ob es dafür angesichts der Entwicklung in Großbritannien eine zwingende Notwendigkeit gebe, sei derzeit nicht zu beurteilen. Im Wembley-Stadion sind zwei Achtelfinals (26. und 29. Juni) angesetzt, ehe dort am 6. und 7. Juli beide Halbfinalspiele und am 11. Juli das Endspiel steigen sollen.

Dienstag, 22. Juni, 16.44 Uhr

Umfrage: Corona-Belastungen jetzt stärker als im ersten Pandemie-Jahr

Die Corona-Krise hat viele Bürger laut einer Umfrage in diesem Frühling mehr bedrückt und direkter betroffen als ein Jahr zuvor. Dass sie die Situation psychisch belastet habe, sagten im Mai 49 Prozent der Befragten über sich, wie die Umfrage im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller ergab. Bei einer Befragung von Juni 2020 hatten dies 44 Prozent bejaht. Eine Corona-Infektion in der eigenen Familie hatte demnach nun fast jeder Fünfte (19 Prozent), nachdem es vor einem Jahr 7 Prozent waren. Dass sie wirtschaftliche Einbußen hatten, sagten jetzt 28 Prozent nach zuvor 31 Prozent. Fast zwei Drittel (65 Prozent) machen sich der Umfrage zufolge Sorgen, auch in Zukunft weitere Pandemien samt Einschränkungen und Lockdowns zu erleben – 29 Prozent haben diese Befürchtung nach eigenen Angaben nicht, 6 Prozent wissen es nicht.

Dienstag, 22. Juni, 15.49 Uhr

Corona-Variante Delta bedroht den Präsenzunterricht in Schulen

Schülerinnen und Schüler in Deutschland müssen sich möglicherweise auch im Herbst teilweise auf Homeschooling einstellen – im Fall von neuen größeren Corona-Ausbrüchen. Der Grund für die unklare Perspektive ist vor allem die riskantere Delta-Variante. In einem sind sich der Gesundheitsminister und die Kanzlerin, der Bund und die Länder einig: Präsenzunterricht sollte die Regeln sein – auch wenn die Pandemie noch nicht vorbei ist und die gefährlichere Delta-Variante des Virus um sich greift.

„Geöffnete Schulen haben eine ganz hohe Priorität“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Es sei sehr zu wünschen, dass nach den Ferien wie vorgesehen überall wieder Präsenzunterricht möglich sei. Aber: Komplett vorauszusehen sei die Entwicklung nicht.

Die SPD-Opposition im NRW-Landtag hat eindringlich vor erneuten Schulschließungen nach den Sommerferien gewarnt. „Die Schulen dürfen nicht mehr geschlossen werden“, sagte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Ott. Erneuten Distanzunterricht im Fall einer vierten Corona-Welle dürfe es „auf keinen Fall“ geben und Wechselunterricht „nur im allergrößten Notfall“. Vielmehr sollten dann andere Lernorte etwa in Kirchen oder Vereinen genutzt und die Schulstunden anders organisiert werden, damit jedes Kind jeden Tag in die Schule gehen könne.

Dienstag, 22. Juni, 15.49 Uhr

Biontech bereitet schnelle Reaktion auf neue Virus-Varianten vor

Biontech geht von einer Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs auch gegen die zuletzt aufgetretenen Virus-Varianten aus. „Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass eine Anpassung unseres Impfstoffs an kursierende Varianten notwendig ist“, sagte Vorstandschef Ugur Sahin am Dienstag auf der Online-Hauptversammlung des Unternehmens. Biontech arbeite an flexiblen Verfahren in den Bereichen Technologie, Produktion und Zulassung. Um vorbereitet zu sein und schnell reagieren zu können, falls eine dritte Dosis zur Auffrischung bestehender Impfungen oder eine Anpassung an einen neuen Virusstamm erforderlich werden sollte, analysiere Biontech ständig die Wirksamkeit des Impfstoffs auch gegen neu auftretende Varianten, erklärte Sahin. Seit einigen Monaten verfolge das Unternehmen einen „Prototyp-Ansatz“, der dies erleichtern solle.

Dienstag, 22. Juni, 14.01 Uhr
Dehoga fordert grünes Licht für größere Hochzeitsfeiern
Mit Blick auf niedrige Corona-Infektionszahlen hat der Gastgewerbe-Verband Dehoga die Landesregierung aufgefordert, größere Feierlichkeiten im privaten Rahmen wieder zu erlauben. Die maximale Gästezahl bei Hochzeiten, Jubiläen oder Geburtstagsfeiern sollte von aktuell 50 auf 150 angehoben werden, heißt es von dem Verband, der unter anderem die Interessen von Restaurants und Cafés vertritt.

„Solche Veranstaltungen sind wichtig für die Branche und vor der pandemischen Situation abgesichert durch Corona-Tests mehr als vertretbar“, erklärte Dehoga-Regionalpräsident Haakon Herbst. Die aktuell gültige Corona-Schutzverordnung läuft am Donnerstagabend aus.

Dienstag, 22. Juni, 12.51 Uhr
Corona-Impfung für Schwangere: Haftungsfrage laut Experten geklärt
Eine Hürde für den Zugang von gesunden Schwangeren zu Corona-Impfungen in Deutschland ist aus Sicht zweier Fachgesellschaften ausgeräumt. Große Unsicherheit bei Ärzten hinsichtlich haftungsrechtlicher Fragen habe bisher dazu geführt, dass Schwangere „trotz eindeutiger Risikosituation“ nur erschwert eine solche Impfung erhielten, mittlerweile gebe es aber Klarheit. Das erklärten die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin und die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) am Dienstag in einer Stellungnahme. Inwiefern Ärzte nun ihre Impfpraxis bei Schwangeren ändern, war zunächst unklar.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht bisher keine Covid-19-Impfempfehlung für alle Schwangeren aus, da die Datenlage sehr begrenzt sei. Die Fachgesellschaften verweisen unter anderem auf die Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI). Dort heißt es: Für gesundheitliche Schäden im Zusammenhang mit einer Covid-19-Impfung werde (auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes) auch dann eine staatliche Entschädigung geleistet, „wenn diese nicht öffentlich von einer Landesbehörde empfohlen worden ist – d.h. in der Regel auch, wenn die Impfung nicht von der Stiko empfohlen ist“. Dies umfasse zum Beispiel die Einzelfallentscheidung bei der Impfung von Schwangeren.

Dienstag, 22. Juni, 10.52 Uhr
Landtag plant zentrale Gedenkstunde für Opfer der Corona-Pandemie
Mit einer zentralen Gedenkstunde wird am 30. Juni an die Opfer der Corona-Pandemie in Nordhrein-Westfalen gedacht. Neben Landtagspräsident André Kuper und Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) werde auch die Präsidentin des NRW-Verfassungsgerichts, Barbara Dauner-Lieb, im Landtag sprechen, teilte ein Sprecher des Landtags am Dienstag mit. Die Feier im Parlament stehe im Zeichen des Gedenkens an die Verstorbenen und ihre Angehörigen sowie des Dankes „an die stillen Helferinnen und Helfer“.

Nach früheren Angaben sollen für die Verstorbenen Kerzen angezündet werden. Als Gäste sind Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Helfer eingeladen. In NRW starben seit dem Ausbruch der Pandemie Anfang 2020 mehr als 17 000 Menschen im Zusammenhang mit Corona. Rund 815 000 Corona-Infektionen wurden bisher im bevölkerungsreichsten Bundesland gemeldet.

Dienstag, 22. Juni, 8.43 Uhr

Betrug mit Corona-Soforthilfe: Durchsuchungen im Rheinland

Wegen des Verdachts des Betrugs mit Corona-Soforthilfezahlungen durchsucht die Polizei derzeit mehrere Wohnungen und Gewerbebetriebe im Rheinland. Laut einer gemeinsamen Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei von Dienstag sind rund 200 Beamte in Erftstadt, Kerpen, Bergheim, Brühl, Elsdorf, Weilerswist, Aachen und Euskirchen im Einsatz. Die Polizei spricht von Betrug im großen Umfang.

Dienstag, 22. Juni, 7.52 Uhr

Umfrage: Corona-Krise verdrängt Klimawandel als größte Bedrohung

In der Corona-Krise geht das Interesse der Deutschen an den Folgen des Klimawandels und der Erderhitzung nach Umfragen des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski deutlich zurück. Das Umweltbewusstsein der Deutschen sinkt stetig, sagte Opaschowski (80) der Deutschen Presse-Agentur. Das gehe aus repräsentativen Umfragen des Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (OIZ) der vergangenen drei Jahre hervor.

Dabei wurden jeweils 1000 Personen ab 14 Jahren nach ihren Einstellungen zum Klimawandel befragt. So stimmten der Aussage „Klimawandel und Wetterextreme werden zur größten Bedrohung der Zukunft“ 2019 noch 83 Prozent zu, 2020 waren es 78 Prozent und 2021 nur 72 Prozent. Nur die Bewohner im ländlichen raum machten sich unverändert große Sorgen um die Folgen des Klimawandels.

Dienstag, 22. Juni, 6.08 Uhr

Arbeitsminister Heil warnt vor „Corona-Jahrgang in der Ausbildung“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sieht den deutschen Ausbildungsmarkt nach Monaten der Pandemie vor einer kritischen Phase. „Die Zahl der Ausbildungsplätze wie der Bewerber ist bereits im vergangenen Jahr zurückgegangen. Die Bewährungsprobe kommt in diesem Sommer“, sagte Heil der Funke-Mediengruppe (Dienstag). „Wir kämpfen derzeit gegen die Uhr, da am 1. September das Ausbildungsjahr beginnt.“

Klar sei: „Wir dürfen keinen Corona-Jahrgang in der Ausbildung zulassen“, sagte Heil. Viele Unternehmen zögerten derzeit, weil sie glaubten, sich Auszubildende im Moment nicht leisten zu können. Heil rief Betriebe auf, die staatliche Unterstützungsangebote wie die Ausbildungsprämie stärker zu nutzen. Die Prämie sei seit vergangenen Sommer für knapp 40 000 Ausbildungsplätze bewilligt worden.

Dienstag, 22. Juni, 5.38 Uhr

RKI registriert 455 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 8,0

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 455 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.13 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 652 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 8,0 an (Vortag: 8,6; Vorwoche: 15,5; Vormonat: 66,8). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 77 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 93 Tote gewesen.

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