Ein Aufkleber der auf eine Impfung mit dem Impfstoff Moderna hinweist, klebt im Impfzentrums des Klinikum Stuttgart im Impfpass eines Impflings. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Strengere Regeln gegen falsche Corona-Impfnachweise geplant – Liveblog

Die Regierung plant strengere Regeln gegen Missbrauch von Testnachweisen. Für das Nutzen falscher Dokumente sollen künftig Haft- oder Geldstrafen drohen. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 787.344 bestätigte Fälle – 48.200 aktuell Infizierte – 16.313 Todesfälle, Wocheninzidenz: 86,4 (Stand: 18.5.2021).
  • Wer künftig gefälschte Impfnachweise nutzt, dem drohen Geld– oder sogar Haftstrafen. Bundesgesundheitsminister Spahn hat entsprechende Regeln angekündigt.
  • In Velbert stehen nach mehreren positiven Corona-Fällen rund 200 Menschen in zwei Hochhäusern unter kontrollierter Quarantäne.
  • Hausärzte befürworten Lockerungen für Astrazeneca-Erstgeimpfte. Andernfalls könnte der Impfstoff liegenbleiben oder Impflinge fordern eine zweite Impfung bereits nach 4 Wochen. Eine zu frühe zweite Impfung könnte sogar negative Effekte haben.
  • Bei den Corona-Impfungen sollen vom 7. Juni an keine Priorisierung mehr gelten. Damit sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren berechtigt, einen Impftermin zu vereinbaren. Die Aufhebung erfolgt sowohl in Arztpraxen als auch in Impfzentren. Betriebs- und Privatärzte steigen mit den Impfungen ebenfalls zum 7. Juni ein.
  • Die Bürger in Deutschland müssen sich nach Ansicht der Ständigen Impfkommission wohl spätestens 2022 erneut gegen das Coronavirus impfen lassen.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.

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Dienstag, 18. Mai, 20.29 Uhr

Merkel über die Corona-Lage: „Noch nicht das rettende Ufer erreicht“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich angesichts steigender Impfzahlen in der Corona-Pandemie optimistisch gezeigt, aber zugleich zur Vorsicht gemahnt. Man sei auf einem guten und hoffnungsfrohen Weg, habe aber „noch nicht das rettende Ufer erreicht“, sagte Merkel am Dienstag nach Informationen von Teilnehmern in den Online-Beratungen der Unionsfraktion im Bundestag. Öffnungsschritte sollten gut durchdacht werden.

Zwar funktionierten die Impfstoffe, sagte die Kanzlerin demnach. Je aggressiver aber eine neue Virus-Variante sei, desto mehr Menschen müssten geimpft sein, um eine Herdenimmunität zu bekommen. Ein Unruheherd sei die indische Virus-Variante, die sich schneller ausbreite als die britische.

Dienstag, 18. Mai, 19.37 Uhr

Spahn: Strafen für Missbrauch von Impfnachweisen

Angesichts von immer mehr Corona-Impfungen plant Bundesgesundheitsminister Jens Spahn strengere Regeln gegen den Missbrauch von Impfnachweisen. Der CDU-Politiker sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Auch wer falsche Angaben in einen Impfpass einträgt, macht sich strafbar. Und wer so einen Pass nutzt, genauso.“

Vorgesehen sind daher jetzt gesetzliche Klarstellungen, die ebenfalls für Test- und Genesenen-Nachweise gelten sollen. Das Nutzen solcher unrichtiger Dokumente soll demnach mit Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe geahndet werden – das Ausstellen mit bis zu zwei Jahren Gefängnis oder einer Geldstrafe.

Dienstag, 18. Mai, 18.37 Uhr

Händewaschen schützt auch bei Coronavirus-Varianten

Seife, Hitze, Desinfektion: Diese eingespielten Hygienemaßnahmen sind Wissenschaftlern zufolge auch gegen die britische und südafrikanische Mutante des Coronavirus wirksam. Wie die Ruhr-Universität am Dienstag mitteilte, haben Forscher aus Bochum gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Jena, Nürnberg und von der Uni Duisburg-Essen untersucht, wie die Varianten B.1.1.7 und B.1.351 auf Desinfektion und Reinigung reagieren und wie lange sie auf bestimmten Oberflächen infektiös bleiben.

Im Fachjournal „The Journal of Infectious Diseases“ berichten sie, dass sich die Mutanten in diesen Fragen unter Laborbedingungen ähnlich wie der Wildtyp des Sars-Cov-2-Virus verhielten. So habe sich gezeigt, dass die Varianten ebenso durch die Behandlung mit mindestens 30-prozentigem Alkohol für mindestens 30 Sekunden beseitigt werden konnten.

Dienstag, 18. Mai, 17.17 Uhr

Landtag plant zentrale Gedenkstunde für Opfer der Corona-Pandemie

Vor der Plenarsitzung des Landtags am 30. Juni wird es eine zentrale Gedenkstunde des Landes für die Opfer der Corona-Pandemie geben. Nach Angaben eines Sprechers sollen Landtagspräsident André Kuper, Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und eine Krankenhausseelsorgerin sprechen. Für die Verstorbenen werden Kerzen angezündet. Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und Helfer sollen als Gäste anwesend sein.

„Eine solche Situation hat unser Land in 75 Jahren noch nicht aushalten müssen“, sagte Kuper am Dienstag dem WDR. Jeder sei „von der Pandemie und den Corona-Maßnahmen unmittelbar betroffen. Daher habe er – auch auf Anregung der Landtagsfraktionen – die Idee der Gedenkstunde aufgegriffen, so Kuper gegenüber dem WDR. Die Gedenkstunde am 30. Juni fällt auf das bisher geplante Ende der „Bundesnotbremse“.

Dienstag, 18. Mai, 16.16 Uhr

Verband: Deutlich weniger Corona-Labortests als in Vorwochen

Die Zahl der Labortests auf das Coronavirus in Deutschland ist laut einem Verband im Vergleich zu den Vorwochen deutlich zurückgegangen. Vom 10. bis 16. Mai seien etwa 933 000 PCR-Tests erfasst worden, rund 160 000 weniger als in der Woche zuvor, sagte Michael Müller, Vorstandschef der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM), am Dienstag in einer Videoschalte. Er berief sich auf Daten von 178 Laboren bundesweit.

Es ist denkbar, dass die stark gesunkene Zahl an Tests auch zum Rückgang der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz beigetragen hat. Als Gründe für die Entwicklung vermutet der Verband eine gestiegene Inanspruchnahme von Schnelltests sowie Effekte durch den Feiertag (Christi Himmelfahrt) am 13. Mai und den Brückentag, an denen viele Arztpraxen geschlossen hatten. Die Zahl der durchgeführten Schnelltests wird nicht erfasst.

Dienstag, 18. Mai, 15.36 Uhr

DHL hat schon 200 Millionen Corona-Vakzindosen transportiert

Der Transport von Corona-Impfstoffen wird sich aus Sicht des Logistikkonzerns Deutsche Post DHL zu einem langfristigen Geschäft entwickeln. Nachdem vermutlich Mitte 2022 die Erst- beziehungsweise Zweitimpfung der Weltbevölkerung abgeschlossen sein wird, werde der Bedarf an Folgeimpfungen hoch bleiben, sagte DHL-Manager Thomas Ellmann am Dienstag in Bonn bei der Vorstellung einer Studie zur Impfstoff-Logistik.

DHL rechnet für die kommenden Jahre mit einem Bedarf von sieben bis neun Milliarden Impfdosen pro Jahr, um die Infektionsraten niedrig zu halten und um die Mutationsgeschwindigkeit zu verlangsamen. Bisher hat DHL nach eigenen Angaben weltweit 200 Millionen Dosen ausgeliefert, und zwar in mehr als 120 Ländern, darunter auch Deutschland.

Dienstag, 18. Mai, 13.19 UhrKeine FFP2-Masken mehr für Kinder zwischen 6 und 16 Jahren Als Schutz in der Corona-Pandemie sollen Kinder zwischen 6 und 16 Jahren künftig auch OP-Masken tragen können – statt bisher vorgeschriebener FFP2-Masken. Das sieht eine von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorgesehene Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, über die zuerst die „Bild“-Zeitung (Mittwoch) berichtete. „Masken müssen sitzen, damit sie schützen“, sagte der CDU-Politiker. „Da es für Kinder und Jugendliche kaum passende FFP2-Masken gibt, streichen wir für sie im Bundesgesetz die entsprechende Pflicht.“ Die künftig verpflichtenden OP-Masken gebe es in passender Größe, und auch sie verhinderten Infektionen.

Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes soll voraussichtlich an diesem Donnerstag vom Bundestag beschlossen werden und Ende Mai abschließend in den Bundesrat kommen. Darin ist unter anderem auch vorgesehen, dass neben Ärzten auch Apotheken Corona-Impfungen in die geplanten zusätzlichen digitalen Impfnachweise eintragen können. Dienstag, 18. Mai, 12.12 UhrSieben-Tage-Inzidenz in NRW sinkt wieder Der Abwärtstrend bei den Corona-Neuinfektionen in NRW setzt sich fort. Das RKI meldete am Dienstag einen Wert von 86,4 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. Das sind deutlich weniger als vor einer Woche (123,2) und auch weniger als am Vortag (89,9). Am Montag war die Kennziffer nur im Vergleich zum Vortag, dem Sonntag, leicht um 1,4 gestiegen. Gegenüber der Vorwoche war die Zahl auch hier rückläufig.

Binnen eines Tages meldeten die NRW-Gesundheitsämter dem RKI 1048 Neuinfektionen. Am Montag hatte das RKI 1676 neu gemeldete Fälle ausgewiesen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg laut dem RKI um 61 auf landesweit 16 313.

In 37 der 53 Kreise und kreisfreien Städte ist die Inzidenz inzwischen unter der Marke von 100, die nach mehreren Tagen unter anderem Öffnungen der Außengastronomie erlaubt. Über dem Wert von 165, ab dem es keinen Präsenzunterricht in Schulen geben darf, liegt nur noch Hagen mit 191,9. Den niedrigsten Wert in NRW hat weiter Münster mit nunmehr 20,6. Auch die Kreise Coesfeld (36,7) und Soest (38,1) liegen weiterhin deutlich unterhalb der Schwelle von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen. Dienstag, 18. Mai, 11.49 UhrBund und Länder planen weiteren Impfgipfel für 27. Mai Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 27. Mai über das weitere Vorgehen bei den Corona-Impfungen beraten. Dabei soll es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vom Dienstag unter anderem um das Impfen von Schülern und Studenten, den geplanten digitalen Impfnachweis sowie die Impflogistik im Sommer gehen.

Eine offizielle Einladung zu den Beratungen gab es demnach noch nicht. Zuerst hatte der Sender RTL/n-tv über den Termin berichtet. Merkel und die Regierungschefs der Länder hatten sich zuletzt am 26. April zu einem Impfgipfel getroffen.Dienstag, 18. Mai, 10.42 UhrVelbert: 200 Menschen in Hochhäusern in Quarantäne

Im Fall der rund 200 Menschen unter Quarantäne in Velbert ist bislang bei einem Bewohner die indische Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Bereits seit Sonntag sind 189 Personen aus zwei Hochhäusern unter Quarantäne gestellt, wie der Gesundheitsdezernent des Kreises Mettmann, Marcus Kowalczyk, am Dienstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Insgesamt liegen bisher 19 positive Corona-Tests aus vier Familien in den beiden Häusern vor.

Die Quarantäne wird vom Ordnungsamt und nachts von einem Sicherheitsdienst kontrolliert. Vor Ort kümmert sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) um die Versorgung der Bewohner.

Die indische Corona-Variante war zuvor von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft worden. Laut Experten könnte sie bis zu 50 Prozent ansteckender sein als die britische Variante. Dienstag, 18. Mai, 8.34 Uhr

„Auch wieder Normalität erleben“: Watzke glaubt an Fan-Rückkehr

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke glaubt an eine Rückkehr der Zuschauer in die Fußballstadien. „Ich rechne in der kommenden Saison fest mit Fans im Stadion. Die Frage lautet nur, wie viele kommen dürfen“, sagte der BVB-Boss den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „30 Prozent der Menschen sind einmal geimpft worden, die werden bis dahin die zweite Impfung auch haben. Diesen Leuten kann man nicht mehr alles verweigern“, meinte Watzke. „Sie müssen dann auch wieder Normalität erleben dürfen.“

Dienstag, 18. Mai, 7.28 Uhr

Hausärzte erhalten ab 25. Mai Impfstoff von Johnson & Johnson

In der letzten Maiwoche sollen die Hausärzte in Deutschland erstmal Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten. „Der Bund wird für die Woche vom 25. bis 30. Mai rund 1,6 Millionen Dosen von Biontech, etwas mehr als 500.000 Dosen von Johnson & Johnson und voraussichtlich 600.000 von Astrazeneca bereitstellen“, teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KVB) den Praxen in einer Mitteilung mit, über die die „Rheinischen Post“ berichtet. Der Impfstoff von Johnson & Johnson hat den Vorteil, dass er mit einer Dosis auskommt.

Dienstag, 18. Mai, 6.11 Uhr

Mehr als 9000 Corona-Schnelltests im Landtag – nur acht positiv

Im Düsseldorfer Landtag sind seit Anfang Januar bereits 9179 Corona-Schnelltests gemacht worden. Nur acht davon fielen positiv aus. Das teilte ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Testen lassen können sich unter anderem Abgeordnete, deren Mitarbeiter, sowie Beschäftigte der Landtagsverwaltung. Die freiwilligen Schnelltests werden in Sitzungswochen von montags bis freitags angeboten, in sitzungsfreien Wochen an drei Tagen. Der Krisenstab Pandemie mit Vertretern aller Fraktionen unter Leitung des Landtagspräsidenten hatte das Angebot von regelmäßigen Testterminen als Teil der Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen.

Dienstag, 18. Mai, 5.19 Uhr

Hausärzte-Verband Nordrhein: Impf-Ansturm gefährdet Regelversorgung

Nicht abreißende Anfragen nach Impfstoff und eine „extrem aggressive Stimmung“ stellen aus Sicht des Hausärzteverbandes Nordrhein zahlreiche Praxen zurzeit vor große Probleme. Im Augenblick liefen die Telefone in den Praxen heiß, so dass diese zunehmend Schwierigkeiten bei der Regelversorgung hätten, sagte Oliver Funken, Vorsitzende des Hausärzteverbandes Nordrhein der „Rheinischen Post“.

„Wir haben inzwischen eine gefährliche Entwicklung: Zahlreiche Hausarztpraxen melden sich vom Impfsystem wieder ab“, sagte der Mediziner weiter. Es gehe dabei auch um das Wohl der Beschäftigten und um den Fortbestand der Praxis. Es könne nicht sein, dass die Mitarbeiter angesichts der chaotischen Situation in die innere Kündigung gingen, weil sie mit diesem Massenansturm nicht klarkämen, warnte er.

Montag, 17. Mai, 22.15 Uhr

Hausärzteverband will mehr Freiheiten für Astrazeneca-Erstgeimpfte

Der Deutsche Hausärzteverband befürwortet beim Corona-Impfstoff von Astrazeneca mehr Freiheiten für Erstgeimpfte. „Ansonsten gibt es das Dilemma: Entweder wird Astrazeneca erst gar nicht gewählt. Oder jemand will die zweite Impfung schon nach vier Wochen haben. Das ist aber nicht nur sinnlos, sondern kann sogar negative Effekte haben“, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt der „Wirtschaftswoche“. „Deshalb kann für Astrazeneca gerade ein positiver Anreiz gesetzt werden, wenn nach der ersten Spritze schon die gleichen Freiheiten gelten wie für diejenigen, die zwei Dosen Biontech oder Moderna bekommen haben.“

Bereits nach der ersten Impfung mit einem Vektor-Impfstoff wie Astrazeneca sei der Impfschutz „sehr hoch“, argumentierte Weigeldt. Aber: „Selbstverständlich darf für den vollen Impfschutz nicht auf die zweite Dosis verzichtet werden.“

Fest steht: Zwei Impfdosen des Vektorimpfstoffs von Astrazeneca schützen weniger gut vor einer Covid-19-Erkrankung als die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer oder Moderna. Laut einer Analyse bisheriger Daten kommt die Ständige Impf­kom­mission zu dem Schluss, unter Einhaltung des empfohlenen Abstands von zwölf Wochen zwischen beiden Impfungen bestehe eine Wirksamkeit von bis zu 80 Prozent in allen Altersgruppen.

Untersuchungen zeigen, dass Geimpfte, die mit Astrazeneca in kurzem Zeitabstand geimpft wurden, selbst nur zu etwa 55 Prozent geschützt sind. Fast die Hälfte von ihnen könnte daher weiterhin symptomatisch erkranken und dann andere anstecken, zusätzlich ist von symptomlosen Infektionen auszugehen.

Montag, 17. Mai, 20.05 Uhr

Verkehrsunternehmen wollen Impf-Vorrang für Busfahrer

Die Fahrer von Bussen und Straßenbahnen in NRW sollten nach Ansicht des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) vorrangig gegen das Coronavirus geimpft werden. Es sei vollkommen unverständlich, warum diese Beschäftigten nicht in die bevorzugten Berufsgruppen innerhalb der Prioritätsstufe 3 eingestuft worden seien, sagte Ulrich Jaeger, Vorsitzender der VDV-Landesgruppe NRW. In NRW gibt es etwa 20.000 Bus- und Straßenbahnfahrer. Zu den Berufsgruppen der Priorität 3 gehören etwa Polizei, Feuerwehr, Apotheken, Medien oder Energieversorger.

Montag, 17. Mai, 19.15 Uhr

Laschet verteidigt verschiedene Öffnungsregelungen in Ländern

Armin Laschet hat die unterschiedlichen Corona-Öffnungsregelungen in den Ländern über Pfingsten verteidigt. Wenn Inzidenzen sinken, müssten Grundrechtseinschränkungen zurückgenommen werden, sagte er in Berlin nach Beratungen der CDU-Spitzengremien. „Der Zeitpunkt ist jetzt da. Deshalb haben alle Länder sehr verantwortungsvoll Maßnahmen ergriffen, wie bestimmte Bereiche wieder geöffnet werden können“, sagte Laschet.

Laschet rief dazu auf, jetzt auch Impfungen von Kindern und Jugendlichen möglich zu machen. Die Politik habe sich lange um die Älteren und besonders Verwundbaren gekümmert und eine Schutzmauer um die Altenheime errichtet. „Aber das, was die junge Generation in den letzten eineinhalb Jahren an Verlust erlebt hat, auch an Bildungsverlust und an vielem Anderen, das müssen wir jetzt mit großen Schritte aufholen.“

Montag, 17. Mai, 17.54 Uhr

Impfpriorisierung wird bundesweit ab dem 7. Juni aufgehoben

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat nach dem Treffen mit seinen Kollegen aus den Ländern die Einigung auf die Aufhebung der Impfriorisierung zum 7. Juni angekündigt. Man wolle mit der Festlegung auf den Termin einen gewissen Vorlauf für alle Beteiligten schaffen. Betriebs- und Privatärzte steigen mit den Impfungen gegen das Coronavirus ebenfalls zum 7. Juni ein, so Spahn. Hätten Länder bereits eine frühere Aufhebung der Priorisierung vorgenommen, werde diese nicht von der bundesweiten Regelung tangiert.

Montag, 17. Mai, 17.05 Uhr

„Erste größere Reisewelle“ – ADAC erwartet Stau an Pfingsten

Reisebeschränkungen würden immer weiter gelockert. Der ADAC rechnet deswegen an Pfingsten mit der ersten größeren Reisewelle des Jahres. Es könne daher zu deutlich mehr Staus kommen, als in den Wochen zuvor. „Viele entscheiden sich für einen Kurztrip mit dem Auto im eigenen Land“, sagte Mobilitätsexperte Roman Suthold. Zudem sei am Dienstag nach Pfingsten in Nordrhein-Westfalen noch schulfrei.

Die größte Geduld sollten Autofahrer demnach unter anderem auf der Strecke zwischen Köln und Dortmund auf der Autobahn 1 sowie auf der Autobahn 3 zwischen Oberhausen und Frankfurt mitbringen. Auch auf der Autobahn 4 im Großraum Aachen und rund um den Kölner Ring müssen Reisende mit Staus rechnen. Laut ADAC ist die Staugefahr am Freitag- und Montagnachmittag sowie am Samstagvormittag in Nordrhein-Westfalen am größten. Trotz Reisewelle erwartet der ADAC weniger Verkehr auf den Autobahnen als vor der Corona-Pandemie.

Montag, 17. Mai, 16.08 Uhr

Impfen in Westfalen-Lippe: Lage in den Praxen weiterhin angespannt

Die Vertragsarztpraxen sind erst seit Anfang April aktiv an der landesweiten Impfstrategie beteiligt und haben in dieser kurzen Zeit schon viele Menschen geimpft. Die Ärzte werden aktuell immer wieder mit veränderten oder gekürzten Impfstoffbestellungen konfrontiert, auf die sie keinen Einfluss haben.

Diese kurzfristigen Änderungen der bundesweiten Bestellvorgaben bedeuten für die Praxen nicht nur einen organisatorischen Mehraufwand, sondern führen auch zu Diskussionen in den Praxen. So lange nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, werden die Ärzte weiterhin vorrangig die älteren und vorerkrankten Patienten impfen. Die Bürger müssen weiter geduldig bleiben.

Montag, 17. Mai, 14.49 Uhr

Einmal geimpfte Frau aus Kamen immer noch hochinfektiös

Während sich die Experten über Lockerungen für Erstgeimpfte streiten, hat sich in Kamen eine einmal geimpfte Frau mit dem Coronavirus angesteckt. Das Labor stellte die britische Covid 19-Variante B 1.1.7 mit einem CW-Wert fest, der als hoch infektiös und ansteckend ausweist – trotz erster Impfung.

Während einige Experten, so auch der Hausärzteverband, Lockerungen für Erstgeimpfte befürworten, ist Gesundheitsexperte Karl Lauterbach klar dagegen. Im Tagesspiegel sagte Lauterbach: „Dies ist medizinisch nicht haltbar und auch nicht sinnvoll.“

Montag, 17. Mai, 13.57 Uhr

Disneyland Paris öffnet im Juni wieder für Besucher

Der Freizeitpark Disneyland Paris will nach monatelanger coronabedingter Schließung ab dem 17. Juni wieder für Besucher öffnen. Es werde eine begrenze Zahl von Tickets geben, die über ein Online-Reservierungssystem verfügbar seien, teilte der Betreiber am Montag mit. Es würden Gesundheits- und Abstandsmaßnahmen gelten. Alle Gäste ab sechs Jahren müssten zum Beispiel eine Maske tragen.

Montag, 17. Mai, 13.21 UhrBundesregierung sieht noch keine Corona-Entwarnung für den Sommer Die Bundesregierung sieht trotz der Entspannung der Corona-Lage noch keinen Anlass zur Entwarnung auch für den Sommer. Die täglich fallenden Neuinfektionszahlen und die mit großem Schwung laufende Impfkampagne könnten zuversichtlich machen, aber nicht voreilig, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. „Wir haben noch nicht die Voraussetzungen dafür erreicht, einen genauso entspannten Sommer wie letztes Jahr zu genießen.“ Ziel müsse bleiben, die Zahl der Ansteckungen deutlich weiter zu senken.

Regierungssprecher Steffen Seibert: „Wir haben noch nicht die Voraussetzungen dafür erreicht, einen genauso entspannten Sommer wie letztes Jahr zu genießen.“
Regierungssprecher Steffen Seibert: „Wir haben noch nicht die Voraussetzungen dafür erreicht, einen genauso entspannten Sommer wie letztes Jahr zu genießen.“ © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Vor einem Jahr habe die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz um diese Zeit bei fünf gelegen, erläuterte Seibert – am Montag waren es laut Robert Koch-Institut (RKI) 83,1 gemeldete neue Fälle pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Seibert verwies für das Ziel, die Zahlen weiter zu senken, auf Länder wie Schleswig-Holstein, das mit einem Wert von nun 35 das bundesweit geringste Niveau hat.Montag, 17. Mai, 12.36 UhrLandesmusikrat fordert: Indoor-Proben auch für Laienmusiker Der Landesmusikrat NRW fordert, dass Amateurkünstler unter bestimmten Bedingungen auch in geschlossenen Räumen unter Corona-Bedingungen proben können. Das solle bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 99 für insgesamt 20 geimpfte, genesene oder negativ getestete Personen mit Abstand erlaubt sein, erklärten der Landesmusikrat und der Kulturrat NRW am Montag in Düsseldorf.

Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 solle in Räumen eine unbegrenzte Zahl geimpfter, genesener oder negativ getesteter Personen mit Abstand proben können. Laut der Coronaschutz-Verordnung in NRW können Amateur-Ensembles sich derzeit zwar im Freien, aber nicht in Räumen treffen. Profi-Künstlern ist das in Innenräumen möglich.Montag, 17. Mai, 11.42 UhrMehr als 40 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht Die Impfzentren und Hausärzte in Deutschland haben bisher mehr als 40 Millionen Impfdosen verabreicht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag wurden am Sonntag 268 750 Impfspritzen gesetzt. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mitteilte, sind damit 37 Prozent (30,8 Millionen) der Deutschen mindestens einmal und 11,2 Prozent (9,3 Millionen) vollständig geimpft.

Anteilig wurden davon laut RKI bisher in den Impfzentren 30 Millionen Dosen verabreicht, in den Arztpraxen waren es 10,1 Millionen. In der vergangenen Woche hatte es laut den Angaben am Mittwoch mit 1,38 Millionen gespritzten Dosen zudem einen Tagesrekord gegeben.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote jedoch. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 41,4 Prozent. Sachsen liegt mit 32 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.Montag, 17. Mai, 11.03 UhrÄrzteverband warnt vor Aufhebung der Impfpriorisierung in Praxen Die Chefin des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna, hat vor der Aufhebung der Impfpriorisierung in Arztpraxen gewarnt. Dadurch gebe es nicht mehr Impfstoff, „sondern einfach noch mehr Menschen, die um ein knappes Gut konkurrieren“, sagte Johna am Montag im Deutschlandfunk.

Wer besonders drängele komme dadurch möglicherweise früher zum Zug, als Menschen, die besonders geschützt werden müssen. Schon jetzt fühlten sich viele niedergelassene Ärzte „wie die letzte Mauer“ bei der Impfstoffvergabe. In mehreren Bundesländern endet in dieser Woche die Priorisierung bei den Corona-Impfungen in Arztpraxen.Montag, 17. Mai, 9.59 UhrInzidenzen überall über 100: Keine Zuschauer bei Spielen in NRW Der Traum von zumindest 500 Zuschauern bei einem Profi-Fußballspiel am letzten Spieltag in NRW ist offenbar geplatzt. Am Montag hatten die drei betreffenden Spielorte Köln (105,3), Dortmund (107,6) und Bochum (100,4) Sieben-Tage-Inzidenzen von über 100. Fünf Werktage unter 100 sind aber Pflicht, um bei einer Freiluftveranstaltung 500 Personen mit negativem Test einlassen zu dürfen.

Die Kölner hatten am Sonntag – da lag die Inzidenz bei 89,8 – schon einen entsprechenden Antrag vorbereitet. „Wir sind permanent in Gesprächen mit den Ämtern und werden die in dieser Woche intensivieren“, hatte Geschäftsführer Alexander Wehrle der „Bild“-Zeitung gesagt. Montag, 17. Mai, 8.32 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Neuinfektionen leicht gestiegen

Der Abwärtstrend bei den Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist vorerst gestoppt. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Montagmorgen einen Wert von 89,9 Coronavirus-Ansteckungen pro 100.000 Einwohner und damit 1,4 mehr als am Vortag. Dies ist ein kleiner Dämpfer im Kampf gegen die Pandemie, insgesamt ist die Situation aber nicht mehr so angespannt wie in den vergangenen Wochen: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor zwei Wochen noch bei 158,5 und vor einer Woche bei 128,8.

Binnen eines Tages meldeten die NRW-Gesundheitsämter dem RKI 1676 Neuinfektionen, wie am Montagmorgen bekannt wurde. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg laut dem RKI um 17 auf landesweit 16 252. In 33 der 53 Kreise und kreisfreien Städte ist die Inzidenz inzwischen unter der Marke von 100, die nach mehreren Tagen unter anderem Öffnungen der Außengastronomie erlaubt.

Montag, 17. Mai, 7.48 Uhr

Starker Anstieg bei Bereitschaft zur Corona-Impfung

Seit dem Start der Impfkampagne in Deutschland vor fast fünf Monaten ist die Impfbereitschaft deutlich gestiegen. Das geht aus einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Danach wollen sich fast drei Viertel der Deutschen über 18 Jahre gegen das Coronavirus immunisieren lassen. 36 Prozent der Befragten haben sich schon mindestens einmal impfen lassen, weitere 38 Prozent haben vor, das noch zu tun. Zusammen sind das 74 Prozent. Kurz vor Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember hatten sich erst 65 Prozent für eine Impfung entschieden.

Montag, 17. Mai, 6.31 Uhr

NRW-Justizminister will härtere Strafen für Impfpass-Fälschungen

Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU) will Fälschungen von Impfausweisen härter bestrafen. „Die bestehende Regelung, die für das Fälschen von Gesundheitszeugnissen niedrigere Strafrahmen vorsieht als für die normale Urkundenfälschung, wird der hohen kriminellen Energie, die dahintersteckt, nicht gerecht“, sagte Biesenbach dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Täter würden mit dem Fälschen dieser Dokumente die Gefährdung der Gesundheit einer unbestimmten Anzahl von Menschen in Kauf nehmen. Er wolle bei einem Justizministertreffen im Juni vorschlagen, dass der Bund einen Gesetzesentwurf erarbeite, um den „Privilegierten-Passus für Fälscher von Impf- und Gesundheitspapieren“ aus dem Strafgesetzbuch zu streichen.

Montag, 17. Mai, 5.20 Uhr

RKI registriert 5412 Corona-Neuinfektionen und 64 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5412 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6922 Ansteckungen gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 83,1 (Vortag: 83,1; Vorwoche: 119,1). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 64 neue Todesfälle verzeichnet.

Sonntag, 16. Mai, 20.19 Uhr

Stiko: Corona-Impfung muss spätestens 2022 aufgefrischt werden

Die Bürger in Deutschland müssen sich nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) wohl spätestens im nächsten Jahr erneut gegen das Coronavirus impfen lassen. „Das Virus wird uns nicht wieder verlassen. Die aktuellen Corona-Impfungen werden deswegen nicht die letzten sein“, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens. „Grundsätzlich müssen wir uns darauf einstellen, dass möglicherweise im nächsten Jahr alle ihren Impfschutz auffrischen müssen.“

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet damit, dass die Immunität nach einer Impfung rund sechs Monate hält. Die erste Auffrischung werde deshalb für einige bereits im Herbst fällig sein, sagte er den Funke-Zeitungen. Sollten sich in Deutschland Mutationen verbreiten, gegen die die aktuellen Impfstoffe nicht so stark wirksam seien, müsse man möglicherweise auch schon früher mit einem angepassten Impfstoff beginnen.

Sonntag, 16. Mai, 17.02 Uhr

Panne in Köln: Termine trotz geschlossenem Impfzentrum vergeben

Im Kölner Impfzentrum hat es heute eine Panne bei der Terminvergabe für die Corona-Zweitimpfungen gegeben. Menschen hätten für den 16. Mai einen Termin bekommen, obwohl das Impfzentrum geschlossen hat. „Es wurde Personal hingeschickt, um die Kontaktdaten aufzunehmen“, sagte die Stadtsprecherin. Wie viele Menschen betroffen waren, war zunächst nicht klar. Alle Betroffenen bekämen aber einen neuen Termin für ihre Zweitimpfung. Auch was genau bei der Buchung falsch gelaufen sein könnte, war noch nicht geklärt. Eigentlich habe das Impfzentrum sonntags geschlossen.

Sonntag, 16. Mai, 15.51 Uhr

Corona-Held aus Damaskus hilft Halternern seit Beginn der Pandemie

Wir haben unsere Leser aufgerufen, uns ihre ganz persönlichen Corona-Helden zu nennen – also Menschen, die während der Pandemie Außergewöhnliches geleistet und damit anderen geholfen haben. Für Gerrit und Helga Warsen aus Haltern ist Ahmad Hasan so ein Mensch. Der 36-Jährige kontaktiert im März 2020 das Ehepaar und bietet von sich aus seine Hilfe an. „Damals war ja noch niemand geimpft und Ahmad hat angeboten, für uns einkaufen zu gehen“, erzählt Helga Warsen.

Die beiden kennen sich durch einen Sprachkurs, den Ahmad Hasan 2016 bei Helga Warsen absolviert hat. „Sie war meine Lehrerin und auch ihr Mann hat mir viel geholfen, da wollte ich einfach etwas zurückgeben“, sagt der 36-Jährige. Hier lesen Sie die ganze Geschichte:

Sonntag, 16. Mai, 14.47 Uhr

50 Jugendliche feiern illegale Party auf Phoenix-West in Dortmund

Die Polizei hat am Freitagabend eine Party auf Phoenix-West aufgelöst. Wie die Behörde berichtet, wurde sie auf eine rund 50-köpfige Gruppe an der Halde Hympendahl aufmerksam. Als die Beamten weiter Richtung Halde gingen, sahen sie die große Gruppe sowie ein brennendes Lagerfeuer. Mit Ausnahme eines 19-jährigen Dortmunders flüchteten die Gruppenmitglieder in verschiedene Richtungen.

Die Polizei rief die Feuerwehr, um das Feuer zu löschen. Anschließend soll ein Stein in Richtung der Beamten geflogen sein, der einen Polizisten am Fuß verletzte. Danach soll es Beleidigungen aus der Gruppe, die offenbar noch in der Nähe war, gegeben haben. Die Feuerwehr konnte das Lagerfeuer löschen und als weitere Polizisten vor Ort eintrafen, konnten im Umfeld der Halde neun Personen im Alter von 16 bis 32 Jahren aufgegriffen werden.

Sonntag, 16. Mai, 12.31 UhrPolizisten bei illegaler Corona-Party verletzt Bei einem Streit auf einer illegalen Party in Windeck im Rhein-Sieg-Kreis sind Gäste mit einer Armbrust bedroht worden. 10 bis 20 Teilnehmer seien involviert gewesen, teilte die Polizei am Sonntag mit. Demnach wurden Beamte in der Nacht zu Sonntag zu der Feier gerufen, weil die Auseinandersetzung eskalierte. Vor Ort schrieben sie dann mehrere Anzeigen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln. Details zum Streit und den Beteiligten waren zunächst unklar.

Zwei Polizisten wurden verletzt, als sie eine alkoholisierte, 18 Jahre alte Autofahrerin zur Wache bringen wollten. Währenddessen versuchten zwei Menschen, die junge Frau zu befreienSonntag, 16. Mai, 10.03 Uhr35 Kreise und Städte in NRW unter dem Inzidenz-Wert von 100 Der deutliche Abwärtstrend bei den Corona-Neuinfektionen hält in Nordrhein-Westfalen an. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntagmorgen einen Wert von 88,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz bei 92,4 gelegen und war damit zum ersten Mal seit knapp zwei Monaten wieder unter die Marke von 100 gefallen.

In 35 der 53 Kreise und kreisfreien Städte ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen unter die Marke von 100 gefallen, die nach mehreren Tagen unter anderem Öffnungen der Außengastronomie erlaubt.

Über dem Wert von 165, ab dem es keinen Präsenzunterricht in Schulen geben darf, liegen nur noch Hagen (201,9) und Leverkusen (165,5). Den niedrigsten Wert hat weiter Münster mit 21,9. In der größten Stadt des Landes Köln lag der Wert am Sonntag bei 89,8. In der Landeshauptstadt Düsseldorf ist der Wert auf 75,1 gesunken. Sonntag, 16. Mai, 7.26 UhrStaatssekretärin: Migranten nicht impfunwilliger als andere Gruppen

Nordrhein-Westfalens Staatssekretärin für Integration, Serap Güler (CDU), warnt vor der zunehmenden Stigmatisierung vermeintlich impfunwilliger Migrantinnen und Migranten in Deutschland. „Paradoxerweise zeigen viele Erfahrungsberichte, dass Impfskepsis unter Bessergestellten stärker verbreitet ist“, sagte Güler dem „Tagesspiegel“ (Sonntag). Nach Gesprächen mit migrantischen Selbstorganisationen und Hausärzten habe sich gezeigt, dass die Skepsis in den migrantischen Gemeinden nicht höher sei als in vielen anderen Gruppen der Gesellschaft.

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