Auch die Ruhrgebietsstadt Herne besitzt trotz Lockdown eine 7-Tages-Inzidenz von über 100. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Sieben Städte und Kreise jetzt mit Inzidenz über 100 –Liveblog

Sieben Städte und Kreise in NRW haben am Sonntag eine Inzidenz, die über dem kritischen Wert von 100 liegt. Ab Montag gelten dennoch zahlreiche Lockerungen. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 544.084 bestätigte Fälle – 27.200 aktuell Infizierte – 13.377 Todesfälle, Wocheninzidenz: 65,1 (Stand: 7.3.2021).
  • Sieben Städte und Kreise in NRW liegen inzwischen wieder bei einer Inzidenz über 100: Der Kreis Düren (132,6), der Märkische Kreis (127,5) und der Oberbergische Kreis (116,2) sowie die Städte Remscheid (123,0), Hagen (105,5), Hamm (105,0) und Herne (102,9).
  • In NRW haben 1.026.612 Menschen ihre Erstimpfung erhalten. 5,7 Prozent der Bürger sind damit einmal gegen Corona geimpft – bundesweit sind es mit 5,9 Prozent etwas mehr.
  • Schnelltests waren am Samstag bei Aldi (Filialen) und Lidl (online) im Verkauf. Sie waren binnen Minuten vergriffen, Nachschub soll jedoch kommen.
  • Mehr Menschen in NRW sollen ab diesem Montag ein Impfangebot gegen das Coronavirus erhalten: Kita-Erzieherinnen, Tageseltern, ein Teil der Lehrer und der Polizisten sowie Personen in den Werkstätten für behinderte Menschen.
  • Alle Schüler in NRW kehren ab dem 15. März wieder in die Schulen zurück. Das Land NRW hat eine neue Coronaschutz-Verordnung erlassen.
  • In NRW soll ab dem 8. März Einkaufen im gesamten Einzelhandel mit Termin und einem begrenzten Zeitfenster erlaubt sein.
  • Zoos, Museen, Galerien und Burgen dürfen ab Montag, 8. März, wieder öffnen. Voraussetzung für den Besuch ist eine Anmeldung per Telefon oder online. Was ab Montag in NRW wieder erlaubt ist und wie es weiter geht, lesen Sie hier.

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Sonntag, 7. März, 15.40 UhrGroßbritannien infiziert Freiwillige für eine Studie mit Corona In Großbritannien sind die ersten Freiwilligen im Zuge einer Studie mit Corona infiziert worden. Die sogenannten Human-Challenge-Analysen hätten am Samstag begonnen, bestätigte das britische Gesundheitsministerium. Nach früheren Angaben der britischen Regierung handelt es sich um die erste Studie weltweit, bei der Menschen gezielt mit Sars-CoV-2 infiziert werden.

„Das Human-Challenge-Programm wird die Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungen gegen Covid-19 verbessern und beschleunigen“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. „Die erste Gruppe von Freiwilligen hat nun am Royal Free Hospital in London mit der Virus-Charakterisierungs-Studie begonnen.“ Die Probanden würden „in einer sicheren und kontrollierten Umgebung dem Virus ausgesetzt, rund um die Uhr überwacht von Medizinern und Wissenschaftlern“, hieß es.

Sonntag, 7. März, 14.30 Uhr

Skiliftbetreiber in Winterberg hoffen auf Öffnung

Die Skiliftbetreiber in Winterberg sind frustriert: Ihre Lifte müssen in der Corona-Pandemie auch weiterhin geschlossen bleiben, während im nur wenige Kilometer entfernten hessischen Willingen ab Montag Ski gefahren werden darf. Die nordrhein-westfälischen Skiliftbetreiber hätten sich an die Landesregierung gewandt und hofften nun auf eine positive Reaktion in der kommenden Woche. Schnee sei ausreichend vorhanden.

Sonntag, 7. März, 12.16 UhrGroße Museen geben Termine für Ticketverkauf bekannt

Nach dem Zusammenbruch der Server des Museums Ludwig in Köln durch das riesige Interesse an der dortigen Andy-Warhol-Ausstellung darf man gespannt sein, wie sich der Ticketverkauf in den anderen Museen des Landes entwickelt.

Ind en nächsten Tagen starten andere wichtige Museen in NRW ihren Ticket-Verkauf. Im Düsseldorfer Museum Kunstpalast gibt es Karten für eine Heinz-Mack-Ausstellung ab Montag (8.3.). Im Essener Folkwang-Museum können Besucher ab Mittwoch (10.3.) ihr Zeitfenster zum Besuch der Ausstellung mit Großinstallation des Künstlers Martin Kippenberger buchen. In der Bonner Bundeskunsthalle beginnt der Verkauf am Freitag (12.3.)

Sonntag, 7. März, 10.50 Uhr

Sieben Kreise und Städte in NRW jetzt mit einer Inzidenz über 100

Der wichtige Wochenwert der Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen erneut leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies am Sonntag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 65,1 aus (Samstag: 64,6.) Seit rund zwei Wochen liegt der Wert für NRW relativ konstant über 60. 1685 Menschen infizierten sich den RKI-Zahlen zufolge binnen 24 Stunden neu, 14 starben. Bundesweit lag die Inzidenz etwas höher als in NRW bei 66,1.

Sieben Kreise und Städte liegen jetzt über dem als kritisch angesehenen Wert von 100: Der Kreis Düren (132,6), der Märkische Kreis (127,5) und der Oberbergische Kreis (116,2) sowie die Städte Remscheid (123,0), Hagen (105,5), Hamm (105,0) und Herne (102,9).

13 der 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW liegen aber auch unter der 50er-Marke, ab der regionale Lockerungen möglich wären. Die geringsten Ansteckungszahlen hatten der Kreis Coesfeld (17,7), Bielefeld (31,1) und Bottrop (34,0).

Sonntag, 7. März, 9.20 UhrSonderimpftag im Kreis Viersen Der Kreis Viersen will an diesem Sonntag rund 900 Beschäftigte aus Kindertagesstätten, der Kindertagespflege sowie aus Grund- und Förderschulen gegen das Coronavirus impfen lassen. Wie der Kreis mitteilte, stehen im Impfzentrum an der Heesstraße 900 Impfdosen von Astrazeneca für diese Gruppe bereit.

Die Impfdosen stammen aus dem Kontingent, das Nordrhein-Westfalen zur Impfung von Schul- und Kitapersonal zur Verfügung stellte. Keine Impfung für Personen aus anderen Gruppen entfalle, betonte der Kreis. Sonntag, 7. März, 8.08 Uhr

Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartencenter öffnen, Run auf Museumstickets

In NRW dürfen ab morgen nicht nur Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartencenter wieder öffnen, sondern auch Museen. Letztere allerdings nur nach Terminbuchung. Das Interesse an einer großen Andy Warhol-Ausstellung hat die Server des Kölner Museum Ludwig zusammenbrechen lassen. Ab Samstag konnten Besucher eigentlich die ersten Zeitfenster zum Besuch der Ausstellung in der neuen Woche buchen – doch das Interesse war so groß, dass die Seite innerhalb kürzester Zeit nicht mehr erreichbar war. „Unsere Techniker arbeiten auf Hochtouren“, sagte eine Sprecherin.

Sonntag, 7. März, 7.20 Uhr

Sieben-Tages-Inzidenz steigt weiter

Binnen eines Tages hat das Robert-Koch-Institut (RKI) deutschlandweit 8103 Corona-Neuinfektionen und 96 Todesfälle gemeldet. Die 7-Tages-Inzidenz liegt heute bei 66,1. Meist sind die Fallzahlen an Sonntagen niedriger, weil an den Wochenenden weniger getestet wird. Allerdings liegen sie an diesem Sonntag etwas höher als vor einer Woche (7890 Neuinfektionen und 157 neue Todesfälle), und auch am Vortag (7-Tages-Inzidenz: 65,6).Samstag, 6. März, 19.18 UhrExperte: Teilimmunität könnte Mutationen fördern Der Chefvirologe am Heidelberger Universitätsklinikum, Hans-Georg Kräusslich, hat Sorge, dass sich in der Phase zwischen Erst- und Zweitimpfung weitere Corona-Varianten bilden könnten. Mit Blick auf die von Bund und Ländern geplanten Lockerungen sagte er der „Rhein-Neckar-Zeitung“ (Samstag): „Besorgniserregend wäre insbesondere, wenn wir in den nächsten Wochen in eine Situation kämen, dass zahlreiche Menschen nach der Erstimpfung einen inkompletten Schutz haben und gleichzeitig sehr viele Infektionen stattfinden. Das wäre eine Brutstätte für die Selektion von Varianten, die möglicherweise dem Impfstoff entkommen könnten.“ Samstag, 6. März, 18.10 UhrSpahn verteidigt Teststrategie gegen Kritik Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Corona-Teststrategie der Bundesregierung gegen Kritik verteidigt. „Es war nie vereinbart, dass der Bund diese Tests beschafft“, sagte Spahn am Samstag bei einer digitalen Gesprächsrunde mit dem rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidaten Christian Baldauf. „Was vereinbart war, ist, dass wir mithelfen, dass sie zugänglich sind, dass sie verfügbar sind.“ „Die Schnelltests sind mehr als genug verfügbar“, bekräftigte der Bundesgesundheitsminister. „Deswegen können wir ab Montag als Bund auch sagen, wir übernehmen die Kosten für einen Bürgertest für jeden, der sich mindestens einmal die Woche testen lassen will.“ Die Strukturen dafür würden entstehen. „Sie werden noch nicht überall am Montag gleich vollständig da sein.“ Aber viele Bundesländer und viele Kommunen hätten gesagt, dass sie am Montag damit starten können. Samstag, 6. März, 17.01 UhrNRW nimmt schwerkranke Corona-Patienten aus der Slowakei auf Nordrhein-Westfalen nimmt kurzfristig schwerkranke Covid-19-Patienten aus der besonders von der Pandemie betroffenen Slowakei auf. Am Samstag wurden am Flughafen Dortmund die ersten beiden Patienten erwartet, die mit einer Chartermaschine nach Deutschland kommen sollten, teilte die Landesregierung mit. Sie sollen am Klinikum Dortmund behandelt werden. In den nächsten Tagen könnten weitere Patienten kommen. Insgesamt habe NRW der Slowakei zehn Plätze zur Behandlung von Covid-19-Patienten angeboten. Samstag, 6. März, 16.11 UhrNeue Impfstrategie in NRW

Wesentlich mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen sollen ab diesem Montag ein Impfangebot gegen das Coronavirus erhalten: Kita-Erzieherinnen, Tageseltern, ein Teil der Lehrer und der Polizisten sowie Personen in den Werkstätten für behinderte Menschen kommen laut Landesregierung ab dem 8. März an die Reihe. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) spricht von einem „Impf-Turbo“, der mit steigenden Impfstoffmengen jetzt in NRW gezündet werde.

Der anfängliche Engpass bei den verfügbaren Impfstoffmengen soll im März beseitigt sein. Deshalb sollen Hausärzte, die chronisch Kranke behandeln, Ende März in das Impfen gegen Corona einbezogen werden. Wer genau ab dem 8. März ein Impfangebot bekommt, lesen Sie hier.Samstag, 6. März, 15.26 UhrRKI registriert 9.557 Corona-Neuinfektionen und 300 neue Todesfälle Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9.557 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 300 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Samstag hervor. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 65,6.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.492.079 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.299.400 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 71.804.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 1,04 (Vortag 0,99). Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen. Samstag, 6. März, 14.36 UhrEine Million Menschen in NRW gegen Corona geimpft In Nordrhein-Westfalen sind nun eine Million Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Seit dem Impfstart Ende Dezember hätten 1.026.612 Menschen ihre Erstimpfung erhalten, teilte das Robert Koch-Institut am Samstag mit. Damit sind in NRW 5,7 Prozent der Bürger mindestens einmal gegen Corona geimpft – bundesweit sind es mit 5,9 Prozent etwas mehr. Knapp 480.000 Menschen haben in NRW auch die zweite Spritze für den vollen Impfschutz erhalten.Samstag, 6. März, 13.15 Uhr

Der Corona-Schnelltest im Selbstversuch

Unser Reporter Daniel Claeßen hat einen der begehrten Corona-Schnelltests ergattert und direkt ausprobiert. In seinem Video erklärt er, wie der Test funktioniert.

Samstag, 6. März, 12.55 Uhr

Nach dem Lockdown: Ticket-Käufe lassen Museums-Server zusammenbrechen

Nach der viermonatigen Corona-Zwangspause bei den Museen hat das Interesse an einer großen Andy Warhol-Ausstellung die Server des Kölner Museum Ludwig zusammenbrechen lassen. Ab Samstag konnten Besucher eigentlich die ersten Zeitfenster zum Besuch der Ausstellung in der neuen Woche buchen – doch das Interesse war so groß, dass die Seite innerhalb kürzester Zeit nicht mehr erreichbar war.

„Unsere Techniker arbeiten auf Hochtouren“, sagte eine Sprecherin. Am Montag dürfen in NRW Museen, Zoos und weitere Einzelhandelsgeschäfte wieder öffnen – allerdings nur nach Terminbuchung.

Samstag, 6. März, 11.54 Uhr

Lidl-Onlineshop bietet Schnelltests an und ist nicht mehr erreichbar

Der Discounter Lidl hat angekündigt, über seinen Onlineshop Corona-Schnelltests zu verkaufen. Ein Paket mit fünf Tests soll 21,99 Euro kosten. Am Vormittag war dann die Website des Discounters nicht mehr zu erreichen. Kunden werden aufgefordert, es zu einem späteren Zeitpunkt zu versuchen.

Samstag, 6. März, 10.31 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz für Corona-Infektionen in NRW leicht gestiegen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist im Wochenvergleich wieder leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die wichtige Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag mit 64,6 an. Am Tag zuvor lag die Kennziffer, die die Zahl der Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen angibt – noch bei 63,9. Seit rund zwei Wochen liegt der Wert für NRW relativ konstant zwischen 60 und 65. 1982 Menschen infizierten sich den RKI-Zahlen vom Samstag zufolge binnen 24 Stunden neu, 53 starben.

Sechs Kreise lagen NRW-weit über dem als kritisch angesehenen Inzidenzwert von 100: Der Kreis Düren (125,8), der Märkische Kreis (125,1), die Städte Remscheid (113,2), Hamm (108,9) und Hagen (107,6) sowie erstmals wieder der Oberbergische Kreis (100,3). 17 der 53 Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen lagen unter der wichtigen 50er-Marke, ab der regionale Lockerungen möglich wären. Die geringsten Ansteckungszahlen hatten der Kreis Coesfeld (20,9), Bielefeld (26,9) und Bottrop (37,4).

Samstag, 6. März, 9.11 Uhr

Infizierte Düsseldorfer Arzthelferin – 270 Menschen in Quarantäne

270 Menschen sind wegen eines Kontakts mit der mit dem Coronavirus infizierten Düsseldorfer Arzthelferin in Quarantäne. Sie gelten als Kontaktpersonen der Kategorie I, teilte die Stadt am Freitag mit. Die Arzthelferin war mit bis zu 600 Personen in Kontakt gekommen. Die Frau soll zeitweise ohne Schutzmaske und trotz Krankheitssymptomen gearbeitet haben.

Samstag, 6. März, 8.48 Uhr

Schnelltests an vielen Orten bereits ausverkauft

Die Nachfrage nach Corona-Schnelltests ist enorm, das Angebot aber stark begrenzt. Daher waren die Testpakete in vielen Aldi-Filialen bereits nach Minuten ausverkauft. Nachschub soll in der kommenden Woche eintreffen.

Samstag, 6. März, 7.21 Uhr

Verkauf von Corona-Schnelltests im Einzelhandel gestartet

Der großflächige Verkauf von Corona-Selbsttests im Einzelhandel startet an diesem Samstag. Die Schwesterunternehmen Aldi Nord und Aldi Süd bieten nach eigenen Angaben ab dann Tests als Aktionsware direkt an der Kasse an. Aber auch der Konkurrent Lidl und die Supermärkte von Rewe und Edeka haben das Thema auf dem Schirm.

Die Drogeriemarkt-Ketten Rossmann und dm wollen mit dem Verkauf am Dienstag beginnen. Apotheken wollen die Produkte ebenfalls anbieten. Bei Aldi ist die Abgabemenge der in Deutschland produzierten Tests zunächst auf eine Packung pro Kunde begrenzt. Eine Packung kostet rund 25 Euro. Sie enthält fünf Tests.

Freitag, 5. März, 19.30 UhrKostenlose Corona-Tests in Betrieben: Branchenverbände sind dagegen

Bei der Bund-Länder-Konferenz wurde beschlossen, dass Unternehmen ihren Beschäftigten einen kostenlosen Corona-Test pro Woche ermöglichen sollen. Bereits an diesem Freitag wollten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie ihre Minister für Wirtschaft, Arbeit und Finanzen die Details mit einigen der Spitzen von Arbeitgebern und Gewerkschaften in einer Videokonferenz besprechen.

Aber der Termin platzte: Zu umstritten ist das Vorhaben – zwischen Politik und Wirtschaft, aber offenbar auch zwischen den Branchenverbänden. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks beispielsweise fordert nun, die Testungen müssten für die Betriebe handhabbar sein und keine Zusatzbelastungen verursachen.

Freitag, 5. März, 18.50 Uhr

Tagung zur Corona-Teststrategie für NRW

Das Landeskabinett kommt am Samstag zu einer Klausurtagung zusammen, um über die Corona-Teststrategie für Nordrhein-Westfalen zu beraten. Einige Lockdown-Lockerungen sind an tagesaktuelle negative Corona-Tests geknüpft – etwa bei kosmetischen Behandlungen, wo keine medizinische Maske getragen werden kann. Bislang ist unklar, wo diese Tests überall gemacht werden können. Schnelltests werden bereits in Arztpraxen, in kommunalen Testzentren, Apotheken und auch von privaten Anbietern durchgeführt.

Freitag, 5. März, 17.57 UhrKein Schnelltest bei Kosmetikerin – nur an TeststellenBesuche zum Beispiel für Gesichtsbehandlungen in Kosmetikstudios sind ab Montag komplizierter als gedacht: Laut der neuen Corona-Schutzverordnung müssen Kunden ein „tagesaktuelles“ negatives Testergebnis vorlegen – allerdings darf man den Test nicht direkt vor Ort machen. Gültig sind nur Bescheinigungen einer offiziellen Teststelle.

„Das Ergebnis muss von einer Teststelle bestätigt sein. Insofern kann der Test nicht bei der Kosmetikerin gemacht werden. Bei einer ärztliche Behandlung sieht das anders aus, da der Arzt oder die Ärztin eine Teststelle im Sinne der Corona-Testungsverordnung ist“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Freitag, 5. März, 16.36 Uhr Einkaufen mit Termin: Terminvergabe auch an Ladentür möglich Beim ab Montag erlaubten sogenannten Termin-Shopping dürfen Händler den Kunden auch am Ladeneingang einen Termin geben, hat das NRW-Wirtschaftsministerium mitgeteilt. Es gebe keine Vorgaben bezüglich des zeitlichen Abstands zwischen Terminvergabe und Terminbeginn, erklärte ein Sprecher.

Sofern die Regel von 40 Quadratmetern pro Kunde eingehalten werde, könne der Termin auch sofort beginnen. Durch den Händler festzulegen sei der „fest begrenzte Zeitraum“ für den Zutritt. Ob die Termine persönlich, telefonisch, per Whatsapp, Email, Fax oder auf anderem Wege vereinbart werden müssen, sei nicht geregelt. „Bei der Terminvergabe müssen die Kontaktinformationen des Kunden erfasst werden“, erklärte der Sprecher.Freitag, 5. März, 15.20 Uhr

Schnelltests in NRW nicht für alle verfügbar

NRW-Gesundheitsminister Laumann stellt zügigeres Impfen in Aussicht. Dabei spielt der Impfstoff von Astrazeneca eine große Rolle. Schnelltests sind derweil nicht für alle vorhanden.

Freitag, 5. März, 13.00 Uhr NRW erlaubt körpernahe Dienstleistungen mit Maske oder Test Sogenannte körpernahe Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann, sind in NRW ab Montag grundsätzlich wieder zulässig. Wenn die Kundin oder der Kunde dabei keine medizinische Maske tragen kann – zum Beispiel bei Gesichtskosmetik – sind laut Gesundheitsministerium „ein tagesaktuelles negatives Testergebnis“ notwendig.

Das Personal wiederum müsse regelmäßig getestet werden. Ob ein Schnelltest auch vor Ort gemacht werden kann, oder vorher von offizieller Seite aus belegt werden muss, ging aus der am Freitag veröffentlichen Coronaschutz-Verordnung zunächst noch nicht hervor. Freitag, 5. März, 12.07 UhrRückkehr aller Schüler in NRW: Regelung gilt bis Sommer Die eingeschränkte Rückkehr aller Schüler in NRW ab 15. März in die Klassenräume soll bis zum Sommer gelten. In einer Mail des NRW-Schulministeriums an die Schulen hieß es am Freitag, mit der weiteren Öffnung gelte „voraussichtlich bis zum Schuljahresende für alle Bildungsgänge und Jahrgangsstufen, dass Unterricht auch wieder in Präsenz aufgenommen wird“.

Nach wochenlangem coronabedingtem Distanzunterricht solle für die neuen Schulrückkehrer „zunächst nicht die Leistungsüberprüfung im Mittelpunkt der ersten Präsenzunterrichtstage stehen“. Wichtig seien die Aufarbeitung der Erfahrungen der vergangenen Wochen und „eine Vorbereitung auf einen zunehmenden Präsenzunterricht nach den Osterferien.“Freitag, 5. März, 12.02 Uhr NRW bleibt mindestens bis Ostern bei eingeschränktem Kita-Betrieb In den nordrhein-westfälischen Kitas bleibt es mindestens bis Ostern (4. April) bei der coronabedingten Kürzung der Wochenstunden um zehn Stunden und Betreuung in festen Gruppen. Das kündigte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) in einem am Freitag in Düsseldorf veröffentlichten Elternbrief an.

Auch wenn er „als Familienvater“ wisse, dass die Einschränkungen „für manche Familien weiterhin mit erheblichen Härten verbunden“ seien, sei es angesichts des Infektionsgeschehens noch nicht möglich, zum Normalbetrieb zurückzukehren. „Wir müssen weiter achtsam miteinander umgehen und vorsichtig bleiben“, mahnte er in dem Brief.

Der Kita-Betrieb in NRW bleibt eingeschränkt. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Freitag, 5. März, 11.05 UhrMuseen, Burgen und Zoos dürfen Montag öffnen – mit Termin und Maske Museen, Galerien, Burgen, Schlösser oder Zoos dürfen in NRW ab Montag unter Auflagen wieder öffnen: Man muss vorher einen Termin ausmachen und in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske tragen. Zudem darf sich drinnen nur eine Person pro zwanzig Quadratmeter aufhalten. Das geht aus der am Freitag veröffentlichten neuen Coronaschutz-Verordnung hervor. Freitag, 5. März, 10.40 UhrNRW erlaubt ab Montag Shoppen mit Termin und begrenzter Zeit In Nordrhein-Westfalen soll ab Montag Einkaufen im gesamten Einzelhandel mit Termin und einem begrenzten Zeitfenster erlaubt sein. Die entsprechende Regelung bei einer „stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100“ kündigte das Gesundheitsministerium am Freitag an. Die Anzahl von Kunden ist je nach Quadratmeterzahl begrenzt. Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte dürfen laut Ministerium ohne Termin öffnen. NRW setzt mit der Regelung einen Beschluss der Bund-Länder-Runde um. Freitag, 5. März, 10.38 UhrNRW holt vor den Osterferien alle Schüler in die Klassen zurück Nordrhein-Westfalen holt ab 15. März auch alle Schüler der weiterführenden Schulen zumindest tageweise in die Klassen zurück. Geplant sei vorerst bis zu den Osterferien ein Unterricht bei halbierter Klassenstärke im Wechselmodus, schrieb das NRW-Schulministerium am Freitag in einer Mail an die Schulen. Kein Schüler solle dabei länger als eine Woche ohne Präsenzunterricht zu Hause lernen müssen.

Freitag, 5. März, 10.25 Uhr

RKI-Chef: Wird noch schwieriger, das Virus im Zaum zu haltenDas Robert Koch-Institut (RKI) sieht „Signale einer Trendumkehr“ bei der Corona-Pandemie in Deutschland. Es erwartet, dass die ansteckendere britische Mutante demnächst die Oberhand gewinnt: „Es ist absehbar, dass B.1.1.7 bald die vorherrschende Variante in Deutschland sein wird“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. „Dann wird es noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten.“ Die in Großbritannien entdeckte Variante sei „noch ansteckender und noch gefährlicher“. Zuletzt seien die Fallzahlen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz) tendenziell wieder gestiegen, auch würden nach wie vor zu viele Todesfälle verzeichnet, sagte Wieler.

Freitag, 5. März, 9.40 UhrSchnelltests in ausreichender Menge vorhandenGesundheitsminister Jens Spahn erklärte, dass für den Start kostenloser Schnelltests als Angebot für alle Bürger ab kommender Woche ausreichend Tests vorhanden seien. Das werde nicht überall gleich an diesem Montag der Fall sein, aber viele Bundesländer hätten angekündigt, loslegen zu wollen. „Von diesen Schnelltests sind mehr als genug da.“

Gesundheitsminister Jens Spahn erklärte, dass ausreichend Schnelltests vorhanden seien.
Gesundheitsminister Jens Spahn erklärte, dass ausreichend Schnelltests vorhanden seien. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Freitag, 5. März, 9.33 Uhr

Spahn: Im April sollen Arztpraxen ebenfalls impfen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte im Livestream: „Im April wird mehr Impfstoff da sein, als in den Impfzentren verimpft werden kann.“ Dann sollten Arztpraxen routinemäßig in die Impfkampagne mit einbezogen werden.

Freitag, 5. März, 9.14 Uhr

Spahn und RKI-Chef Wieler informieren über die Corona-LageJetzt im Livestream: Jens Spahn und der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, informieren erneut über die Corona-Lage. Bei der regelmäßigen Pressekonferenz geht es dieses Mal schwerpunktmäßig ums Impfen.

Freitag, 5. März, 8.53 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz für Corona-Infektionen in NRW leicht gestiegenDie Sieben-Tage-Inzidenz für Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen leicht auf 63,9 gestiegen. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag auf seiner Internetseite mit. 2.210 Menschen infizierten sich binnen 24 Stunden neu, 46 starben. Fünf Kreise liegen NRW-weit über dem als kritisch angesehenen Inzidenzwert von 100, drei Städte haben nur geringe Ansteckungszahlen.

Freitag, 5. März, 8.15 Uhr WHO Europa lehnt geplante Impfpässe ab – Pandemie Anfang 2022 vorbeiDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. Zwar sei die für den Sommer angekündigte Einführung „wohl unvermeidlich“, sagte der Regionaldirektor der WHO/Europe, Hans Kluge, der „Welt“ (Freitag). „Aber es ist keine Empfehlung der WHO.“ Die EU-Kommission will am 17. März den Gesetzentwurf für einen „digitalen grünen Pass“ vorlegen, der Corona-Impfungen, Covid-Erkrankungen und negative Tests vermerken soll. Ziel ist, einen sicheren Weg zur Aufhebung von Beschränkungen und zum Reisen in Europa zu finden.

Kluge rechnet damit, dass die Corona-Pandemie in rund zehn Monaten zu Ende sein werde. Er gehe davon aus, dass 2021 ein weiteres Covid-Jahr werde, 2020 sei „Terra Incognita“ gewesen. „Ein Jahr später wissen wir viel mehr. Deshalb gehe ich davon aus, dass die Pandemie Anfang 2022 vorbei ist.“

Ein israelischer Mann hält ein Smartphone in der Hand, auf dem der sogenannte
Ein israelischer Mann hält ein Smartphone in der Hand, auf dem der sogenannte “Grüne Pass” abgebildet ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) lehnt die von der EU-Kommission geplanten Impfpässe ab. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Freitag, 5. März, 7.35 Uhr Hausärzteverband kritisiert Bund-Länder-BeschlüsseDer Deutsche Hausärzteverband hat die Bund-Länder-Beschlüsse zu möglichen Öffnungsschritten nach monatelangem Corona-Lockdown als schwer nachvollziehbar kritisiert. Der vorgelegte Stufenplan sei „teilweise unverständlich und wenig durchdacht“, sagte der Bundesvorsitzende Ulrich Weigeldt der „Rheinischen Post“ (Freitag). Nach langer Perspektivlosigkeit erwarteten die Bürger konkret umsetzbare Strategien und praktikable Maßnahmen, um aus der Pandemie rauszukommen. Dass aber etwa bei lokal begrenzten Virusausbrüchen weiter ganze Landkreise Beschränkungen unterliegen sollten, sei „weder erklärlich noch tauglich.“Freitag, 5. März, 6.41 Uhr FDP-Wirtschaftspolitiker fordert Aussetzung von Studiengebühren Der FDP-Wirtschaftspolitiker Gerald Ullrich hat gefordert, wegen der Corona-Pandemie die Studiengebühren für das Sommersemester 2021 auszusetzen. Diese machten ja nach Universität und Studiengang mehrere hundert Euro aus, sagte Ullrich der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Den Großteil der Semestergebühren macht das Ticket für den ÖPNV aus. Dies bleibt aber derzeit meist ungenutzt, da die Hörsäle geschlossen sind“, sagte er dazu. Vorlesungen würden wegen der Corona-Pandemie hauptsächlich digital gehalten, es werde mehr Selbststudium eingefordert als sonst.

„Noch dazu kommt, dass Studentenjobs in der Pandemie ersatzlos weggebrochen sind und sie demzufolge keine Einnahmen haben“, sagte der Politiker. Zugleich könnten Studenten für zusätzliche Kosten im Homeoffice in der Regel nicht steuerlich entlastet werden, weil ihre Einkommen dafür zu gering seien. Freitag, 5. März, 5.51 Uhr 10.580 Corona-Neuinfektionen und 264 neue Todesfälle Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.580 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 264 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Freitag hervor. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 65,4 – und damit etwas höher als am Vortag (64,7).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.482.522 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 05.03., 5.20 Uhr). Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.292.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 71.504.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstag bei 0,99 (Vortag 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.Freitag, 5. März, 5.37 Uhr Kultusministerkonferenz-Chefin: Alle Schüler sollen noch im März zur Schule Alle Schüler sollen nach den Worten der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst, noch im März wieder in die Schule gehen können. „In der Kultusministerkonferenz sind wir uns einig: Wir wollen, dass noch im März alle Schülerinnen und Schüler wieder zur Schule gehen – auch wenn es im Regelfall erst mal Wechselunterricht sein wird“, sagte Brandenburgs Bildungsministerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). „Einige Bundesländer, in denen die Inzidenzwerte sehr niedrig sind, werden sich auch für Präsenzunterricht entscheiden“, fügte die SPD-Politikerin hinzu.

Gerade der Wechselunterricht ermögliche das Einhalten von Abständen sehr gut. „Auch wenn wir durch die Virusmutation eine veränderte Situation haben, können wir nicht noch mal mehrere Wochen warten. Dafür haben die Schulschließungen einen zu hohen sozialen Preis“, betonte Ernst. Kinder und Jugendliche litten stark unter der Beschränkung ihrer Kontakte – nicht nur durch schlechtere Bildungschancen, sondern auch psychisch.

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