Schüler in NRW kehren am Montag in ihre Klassenzimmer zurück - aber nicht alle. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW – Schulen bleiben in 21 Städten und Kreisen zu – Liveblog

In dieser Woche dürfen viele Schüler in NRW wieder in die Schule gehen - zumindest abwechselnd. Das gilt aber nicht für die zahlreichen Kommunen mit einer zu hohen Inzidenz. Lage in NRW im Überblick.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 679.121 bestätigte Fälle – 62.700 aktuell Infizierte – 14.869 Todesfälle, Wocheninzidenz: 167,1 (Stand: 18.4.2021).
  • In 21 NRW-Städten und Kreisen bleiben am Montag die Schulen zu. Grundlage ist dafür ein Inzidenzwert von über 200 in den letzten sieben Tagen.
  • In sieben NRW-Kommunen gibt es eine nächtliche Ausgangsbeschränkung: Köln, Oberbergischer Kreis, in den Kreisen Minden-Lübbecke, Siegen-Wittgenstein, im Märkischen Kreis, in Remscheid und Hagen. Mülheim hatte eine auf das Wochenende befristetet Ausgangssperre. Am Montag folgen Wuppertal und der Kreis Unna.
  • Flaggen auf halbmast, Trauergeläut und mehr: In NRW wird heute der Corona-Toten gedacht. Am Dortmunder U-Turm steigen auf der Lichtinstallation Hunderte Luftballons auf. NRW-Ministerpräsident Laschet fordert die Bürger auf, als Zeichen des Gedenkens brennende Kerzen ins Fenster zu stellen.
  • Die Impfterminvergabe schreitet weiter voran: Ab Montag können die Jahrgänge 1946/1947 Termine vereinbaren.
  • Die dritte Corona-Welle sorgt in NRW zunehmend für Engpässe auf den Intensivstationen. Ministerpräsident Armin Laschet: „Die Lage ist dramatisch“.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.

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Sonntag, 18. April, 20.00 Uhr

Viele Schulen in NRW bleiben morgen geschlossen

Nach einer Woche Unterricht zuhause können viele Kinder und Jugendliche in NRW ab morgen wieder zum Präsenzunterricht in ihre Schulen gehen. Das gilt aber nicht in Städten und Kreisen mit zu hohen Corona-Neuinfektionsraten ab einer dauerhaften Inzidenz von 200.

Das Land hat 15 der 53 NRW-Kommunen ausdrücklich benannt, die beim Distanzunterricht bleiben:

  • Duisburg
  • Gelsenkirchen
  • Hagen
  • Herne
  • Krefeld
  • Märkischer Kreis
  • Kreis Mettmann
  • Mülheim an der Ruhr
  • Oberbergischer Kreis
  • Rheinisch-Bergischer Kreis
  • Stadt Remscheid
  • Kreis Siegen-Wittgenstein
  • Stadt Solingen
  • Kreis Unna
  • Stadt Wuppertal

Außerdem setzten Dortmund, Hamm und Bonn sowie die Kreise Recklinghausen und Gütersloh den Vor-Ort-Unterricht wegen zu hoher Corona-Zahlen weiter aus. Bielefeld kündigte an, ab Dienstag Distanzunterricht einzuführen. Im Präsenzbetrieb gilt Corona-Testpflicht: Alle Schüler und das Personal müssen sich zweimal wöchentlich testen lassen.

Sonntag, 18. April, 19.40 Uhr

Land ordnet Corona-Notbremse für Kreis Soest ab Dienstag an

Für den Kreis Soest hat das Land NRW eine ab Dienstag geltende Corona-Notbremse angeordnet. In dem Kreis habe der Inzidenzwert am Samstag drei Tage hintereinander über der kritischen Marke von 100 gelegen, hieß es zur Begründung. Am Sonntag lag die Inzidenz laut Robert Koch-Institut aber leicht unter 100: bei 98,7.

Sonntag, 18. April, 18.38 Uhr

Von Dortmund nach Mallorca – in der Pandemie

Trotz steigender Inzidenz in Dortmund sind Flugreisen nach Mallorca weiterhin erlaubt. Unser Reporter Michael Schuh ist von Dortmund nach Palma de Mallorca gereist. Am Abend ist er wieder in Dortmund gelandet. Im Artikel hat er live von seinen Eindrücken berichtet.

Sonntag, 18. April, 17.41 Uhr

Illegale Hochzeitsfeier mit mehr als 50 Gästen in Höxter

In Höxter hat ein Paar am Sonntag mit mehr als 50 Gästen seine Heirat gefeiert. Die Polizei hat die Versammlung auf einem Festplatz aufgelöst. Zudem hatten die Beamten am Wochenende eine Party von acht Personen in einem Bauwagen beendet.

Sonntag, 18. April, 16.09 Uhr

Steinmeier: 80.000 Corona-Tote haben „tiefe Wunden geschlagen“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Gesellschaft in Deutschland zum Zusammenhalt in der Corona-Pandemie aufgerufen. In einer zentralen Gedenkveranstaltung in Berlin erinnerte er am Sonntag an die fast 80.000 Toten und sprach den Angehörigen sein tiefes Mitgefühl aus.

Sonntag, 18. April, 14.48 Uhr

Inzidenz in NRW steigt weiter – 15 Kommunen über 200

In NRW ist die Zahl der Städte und Landkreise mit einer Corona-Inzidenz über den Schwellenwert von 200 auf 15 gestiegen. Am Vortag waren es 14, vier weitere Kommunen – Dortmund und Bonn sowie die Kreise Lippe und Recklinghausen – lagen heute mit Werten über 195 nur noch knapp unterhalb dieser Grenze.

NRW-weit stieg die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und sieben Tagen heute weiter auf 167,1 (Vortag 164,5). Remscheid blieb mit einer Inzidenz von 342,2 negativer Spitzenreiter. Sechs von 53 Kommunen liegen noch unter der 100er-Schwelle, die schon eine Alarm-Marke für erweiterte Schutzvorkehrungen ist: die Kreise Soest, Neuss, Höxter und Coesfeld sowie die Städte Münster und Bottrop. Landesweit infizierten sich binnen 24 Stunden 4438 Menschen an Corona – knapp 800 weniger als am Vortag. 14 weitere Todesfälle wurden gemeldet.

Sonntag, 18. April, 13.14 UhrPräsenzunterricht in vielen Kommunen ab Montag nicht möglich

Die Rückkehr zum Präsenzunterricht wird am Montag nicht überall in NRW erfolgen. Für 13 Kommunen – darunter Duisburg, Gelsenkirchen, Solingen und Wuppertal – hatte das Land schon vor dem Wochenende Distanzunterricht angeordnet. Dortmund und die Kreise Recklinghausen, Mettmann und Gütersloh haben jetzt mit Genehmigung des Schulministeriums den Präsenzunterricht am Montag ebenfalls ausgesetzt.

Wie kann man Kinder zu Hause am besten unterrichten? Wir haben mit der Dortmunder Professorin Ricardo Steinmayr 5 Punkte zusammengestellt, die das Home-Schooling verbessern würden.

Sonntag, 18. April, 10.38 UhrAusgangssperre in sieben NRW-Kommunen – Proteste in Köln

Die Ausgangssperre gilt in NRW seit diesem Wochenende in sieben Kommunen: In Köln, im Oberbergischen Kreis, in den Kreisen Minden-Lübbecke, Siegen-Wittgenstein, im Märkischen Kreis, in Remscheid und Hagen. In Mülheim gilt eine befristete Ausgangssperre am Wochenende vom Freitag bis Sonntag. Wuppertal und der Kreis Unna wollen am Montag folgen.

Am Samstagabend forderten etwa 250 Kölner Bürger unter dem Motto „Nein zu Ausgangssperren! Gesundheitsschutz statt Einschränkung unserer Grundrechte!“ auf dem Kölner Heumarkt das sofortige Ende der Ausgangssperre. Verschiedene Organisationen und Aktivisten hielten Reden, zwischendurch wurde Musik gespielt. Vor dem Eintreten der Ausgangssperre wurde die Demonstration beendet.

Teilnehmer trugen bei der Demonstration in Köln gegen Ausgangsbeschränkungen ein Plakat mit der Aufschrift “Impfpatente aufheben!”. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Sonntag, 18. April, 9.12 Uhr

Polizei löst Corona-Party auf – Gastgeber springt aus dem Fenster

Offenbar aus Angst vor der Polizei ist der Gastgeber einer Party in Mönchengladbach aus dem Fenster sechs Meter in die Tiefe gesprungen und hat sich schwer verletzt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatten sich Nachbarn über eine lautstarke Party in dem Mehrfamilienhaus beschwert.

Als die Beamten in der Nacht zu Sonntag eintrafen, flüchtete der Wohnungsinhaber und sprang aus dem Fenster. Dabei habe sich der 32-Jährige nach ersten Erkenntnissen beide Sprunggelenke gebrochen, teilte die Polizei weiter mit. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Gastgeber und seine drei Gäste müssen sich nun wegen Ruhestörung und Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung verantworten.

Sonntag, 18. April, 7.18 UhrGedenktag für Corona-Tote: Bürger sollen Kerzen in die Fenster stellen

Flaggen auf halbmast, Trauergeläut und eine brennende Kerze im Plenarsaal des Landtages: Mit vielfältigen Gesten wird in Nordrhein-Westfalen heute der Corona-Toten gedacht. Seit Ausbruch der Pandemie sind in NRW knapp 15.000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Das Innenministerium hat Trauerbeflaggung für Dienstgebäude angeordnet. Viele Kirchen kündigten an, zur Erinnerung die Totenglocken erklingen zu lassen. In zahlreichen Städten finden coronabedingt in kleinen Runden oder online verschiedene Veranstaltungen des gemeinsamen Innehaltens und Gedenkens statt.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) forderte in einer gemeinsamen Erklärung mit allen anderen Länderchefs die Bürger auf, als Symbol der Trauer brennende Kerzen in die Fenster zu stellen.

Am Dortmunder U-Turm etwa, dem Wahrzeichen der Stadt, werden auf der weithin sichtbaren Lichtinstallation Hunderte Luftballons aufsteigen. Die Essener Philharmoniker beteiligen sich mit einem im Internet übertragenen Kammerkonzert (15 Uhr).

Die Stadt Witten schmückt frisch gepflanzte Bäume mit Schleifen, um an die Toten zu erinnern. Andere Städte schalten Traueranzeigen.Samstag, 17. April, 18.05 Uhr Unternehmen wollen Impfaktion beschleunigen, doch der Impfstoff fehlt

Etliche große deutsche Konzerne, unter anderem auch der Energiekonzern RWE, haben ihre Bereitschaft signalisiert, die Impfaktion zu beschleunigen. Die Betriebsärzte stehen bereit, erste Modellprojekte liefen erfolgreich. Jedoch wird den Unternehmen aufgrund mangelnder Versorgung kein Impfstoff zur Verfügung gestellt.

Allein beim Autozulieferer Continental könnten in Deutschland in den werksärztlichen Diensten täglich mehr als 1000 Mitarbeiter geimpft werden, wie der Dax-Konzern aus Hannover auf Anfrage mitteilte. „Unsere Betriebsärzte stehen bereit“, sagte Personalsprecherin Nicole Göttlicher der Deutschen Presse-Agentur. „Konkrete Informationen von den zuständigen Behörden, wann wir hier aktiv werden können, liegen derzeit noch nicht vor.“

Spahn hatte mit Blick auf die Rangfolge gesagt, er finde es schwierig, jüngere Mitarbeiter von Unternehmen zu impfen, solange die Älteren noch nicht geschützt seien.Samstag, 17. April, 17.55 Uhr NRW trauert am Sonntag um Corona-Tote

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat für den morgigen Sonntag zum deutschlandweiten Gedenken an die Corona-Opfer aufgerufen.

In NRW hat das Innenministerium Trauerbeflaggung für Dienstgebäude angeordnet. Viele Kirchen kündigten an, zur Erinnerung die Totenglocken erklingen zu lassen und in Gebeten der Toten zu gedenken.

In zahlreichen Städten finden coronabedingt in kleinen Runden oder online verschiedene Veranstaltungen des gemeinsamen Innehaltens und Gedenkens statt. Am Dortmunder U-Turm etwa, dem Wahrzeichen der Stadt, werden auf der weithin sichtbaren Lichtinstallation Hunderte Luftballons aufsteigen.Samstag, 17. April, 17.23 Uhr Corona-Leugner ziehen nach Demo in Düsseldorf weiter zum Landtag

Mehrere Hundert Corona-Leugner haben am Samstag in Düsseldorf demonstriert. Viele Teilnehmer hätten dabei keine Masken getragen, berichtete ein Polizeisprecher.

Zunächst hätten sich Demonstranten in der Innenstadt versammelt. Als die Versammlung für beendet erklärt worden sei, seien sie in verschiedenen Gruppen quer durch die Stadt zu einer weiteren Veranstaltung zum Landtag gezogen. Ein Polizeisprecher konnte zunächst nichts zu möglichen Festnahmen sagen. „Es war jedenfalls keine Eskalation“, sagte er.Samstag, 17. April, 16.15 Uhr Kreis Gütersloh bleibt nach Einigung mit Land bei DistanzunterrichtDer Kreis Gütersloh darf wegen seiner hohen Coronazahlen nun doch beim Distanzunterricht in seinen Schulen bleiben. Eine entsprechende Allgemeinverfügung des Kreises sei vom Land akzeptiert worden, teilte der Kreis am Samstag mit.

Es sei sehr wahrscheinlich, dass der Wert in den kommenden Tagen auf über 200 steige, teilte der Kreis mit. Ab einem Wert von 200 ist Präsenzunterricht untersagt. Der Kreis wolle Verunsicherung der Schüler verhindern, wenn sie für nur wenige Tage in die Schulen kommen und dann – nach dem weiteren Ansteigen der Corona-Zahlen – doch wieder von zu Hause lernen müssten.Samstag, 17. April, 15.20 UhrZahl der Schulabbrecher könnte sich wegen Corona verdoppelnIn Folge der Corona-Krise rechnet die Gemeinschaft der Jugendämter mit doppelt so vielen Schulabbrüchen wie noch 2019. Die Pandemie werfe die Kinder- und Jugendarbeit um mindestens fünf Jahre zurück, sagte der Vorsitzende Lorenz Bahr den Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe am Samstag.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft mit Sitz in Köln fordert von Bund, Ländern und Kommunen einen sogenannten Post-Corona-Kinder-und-Jugendhilfefonds für den Zeitraum von 2022 bis 2027. Damit solle der zu erwartende höhere Bedarf an Hilfsangeboten und Präventionsarbeit finanziert werden.

Samstag, 17. April, 13.49 UhrUS-Forscher: Bereits mehr als drei Millionen Corona-Tote weltweit Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als drei Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging am Samstag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit stieg die Zahl der global bekannten Corona-Todesfälle innerhalb von rund drei Monaten von zwei auf drei Millionen an. Weltweit gab es bislang mehr als 140 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus, wie Daten der Universität zeigten. Experten gehen bei Infektionen und Todesfällen von einer noch höheren Dunkelziffer aus. Samstag, 17. April, 13.12 UhrEnergiekonzern RWE will Beschäftigte gegen Corona impfen Der Energiekonzern RWE steht in den Startlöchern, um Beschäftigte gegen das Coronavirus zu impfen. „RWE könnte nächste Woche loslegen – wenn es Impfstoff für die Betriebe gibt“, sagte Vorstandschef Rolf Martin Schmitz der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Unsere 17 Betriebsärzte stehen bereit, sie könnten 80 bis 100 Mitarbeiter am Tag impfen. Dann wären wir in zwei Wochen mit der Belegschaft durch und würden anschließend anbieten, die Familien der Mitarbeiter zu impfen.“ An vielen Standorten seien Test- und Impfstraßen schon eingerichtet. Zudem seien zahlreiche Schnelltests und Selbsttests geordert worden, damit sich alle Mitarbeiter, die nicht von zu Hause arbeiten, regelmäßig testen könnten. Samstag, 17. April, 12.19 UhrAusgangsbeschränkung in Köln ist ohne Probleme gestartet Die nächtliche Ausgangsbeschränkung in Köln ist am Samstag um Mitternacht ohne Proteste in Kraft getreten. „Keine Probleme, alles ruhig“, sagte ein Kölner Polizeisprecher am Samstagmorgen. Für Samstagabend kündigten Kölner Bürger allerdings eine genehmigte Kundgebung unter dem Motto „Nein zu Ausgangssperren! Gesundheitsschutz statt Einschränkung unserer Grundrechte!“ auf dem Kölner Heumarkt an. Die Ausgangsbeschränkungen in der größten Stadt NRWs gelten bis auf weiteres von 21.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Samstag, 17. April, 11.34 UhrCorona-Inzidenz steigt in NRW weiter – 14 Kommunen über 200 Der Sieben-Tages-Wert für Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen weiter gestiegen. Am Samstag lag er bei 164,5, wie das Robert-Koch-Institut meldete. 5.222 Menschen infizierten sich demnach im Bundesland binnen 24 Stunden neu, 41 Todesfälle wurden in der Zeit gemeldet. 14 von 53 Städten und Kreisen in NRW lagen am Samstag oberhalb der 200er-Marke – an der Spitze Remscheid mit einer weiter gestiegenen Inzidenz von 353 (Vortag 336,8). Nur noch drei Kommunen liegen unter der 100er-Schwelle, die schon eine Alarm-Marke für erweiterte Schutzvorkehrungen ist: die Kreise Höxter und Coesfeld und die Stadt Bottrop mit der zurzeit entspanntesten Corona-Lage.

Samstag, 17. April, 10.17 UhrFarbanschlag auf Auto von Karl LauterbachAuf das Auto des SPD-Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach haben Unbekannte am Freitag in Köln einen Farbanschlag verübt. Das bestätigte am Samstag ein Polizeisprecher. Die Unbekannten hätten in der Nacht einen Farbeimer über das Auto gekippt, auch die Scheiben seien verschmutzt, er könne den Wagen nicht mehr fahren, schreibt Lauterbach. „Aber wir werden nie aufgeben“, heißt es in der Mitteilung.

Samstag, 17. April, 9.52 UhrTausende Verfahren wegen Betrugs bei Corona-Soforthilfen – Die meisten Strafanzeigen gibt es in NRWMit Soforthilfen wollte der Staat Unternehmen schnell und unbürokratisch durch die Corona-Krise helfen – es besteht aber der Verdacht, dass sie in Tausenden Fällen missbraucht wurden. Im Zusammenhang mit den Hilfen aus dem Frühjahr 2020 gebe es rund 15.000 Strafanzeigen und Ermittlungsverfahren, heißt es in der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Eine hohe Dunkelziffer sei wahrscheinlich. Die mit Abstand meisten Strafanzeigen gab es mit mehr als 4.300 in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Hessen und Berlin. Zuletzt hatte die Bundesregierung im März wegen Betrugsverdachts die Auszahlung von Abschlagszahlungen gestoppt, nach wenigen Tagen aber wieder aufgenommen. Samstag, 17. April, 8.51 UhrDeutschland knackt 20 Millionen ImpfungenDeutschlands Impfkampagne nimmt weiter Tempo auf. Dem RKI zufolge wurden mittlerweile 20.744.105 Impfdosen verabreicht. Am Donnerstag wurden insgesamt 658.019 Menschen geimpft. Das ist der vierthöchste Tageswert seit Beginn der Kampagne.

Je nach Bundesland unterscheidet sich die Impfquote deutlich: In Bremen und im Saarland haben 21,6 Prozent beziehungsweise 20,9 Prozent die erste Dosis bekommen, in Hessen als Schlusslicht sind es 16,7 Prozent. Vier weitere Bundesländer – Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen – dürften bald die 20-Prozent-Marke erreichen. Während das Impfen schneller geht, füllen sich derweil die Intensivstationen.

Samstag, 17. April, 7.52 UhrWeitere Ausgangsbeschränkungen in Kraft getretenIn Köln ist am Samstag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung in Kraft getreten. Sie gilt bis auf weiteres von 21 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Nach Angaben von Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat es das seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben. Künftig darf man nachts nur noch mit triftigem Grund die Wohnung verlassen. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 250 Euro geahndet. Auch im Oberbergischen Kreis trat am Samstag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung in Kraft. Damit gilt diese nun in sieben Kommunen in NRW. Außer Köln und dem Oberbergischen Kreis sind dies Minden-Lübbecke, Siegen-Wittgenstein, der Märkische Kreis, Remscheid und Hagen. Wuppertal will am Montag folgen.

Samstag, 17. April, 7.11 UhrRKI registriert 23.804 Corona-Neuinfektionen und 219 neue TodesfälleDie Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 23.804 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 219 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen von Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wiedergeben.

In seinem aktuellen Lagebericht von Freitagabend schreibt das RKI: „Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort.“ Besonders in den jüngeren Altersgruppen seien die Zahlen gestiegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag nach RKI-Angaben vom Samstagmorgen bundesweit bei 160,7.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.123.077 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.765.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 79.847. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 1,24 (Vortag: 1,18). Freitag, 16. April, 22:21Thromboserisiko für Covid-19-Kranke deutlich höher als für GeimpfteEs kommt zwar sehr selten vor, beinhaltet aber ein gewisses Risiko: Nach der Astrazeneca-Impfung kann es insbesondere bei jüngeren Menschen zu gefährlichen Hirnvenenthrombosen kommen. Inzwischen ist das auch in der Liste möglicher Nebenwirkungen der EMA vermerkt, und Deutschland impft vorbeugend nur die über 60-Jährigen mit dem Mittel.

Wissenschaftler aus Oxford haben festgehalten: Die Wahrscheinlichkeit solch einer Thrombose sei nach einer Covid-19-Infektion um den Faktor 100 erhöht. Dagegen falle das Thromboserisiko nach einer Impfung gegen Covid-19 deutlich geringer aus. Im Vergleich zu den mRNA-Impfstoffen sei das Risiko bei Erkrankung zehnmal höher, im Vergleich zu Astrazeneca achtmal.

Freitag, 16. April, 19:53 Uhr13 Kommunen im Distanzunterricht

In 13 Kommunen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 200 bleiben die Schüler auch in der kommenden Woche im Distanzunterricht. Lediglich die Abschlussklassen dürften zum Präsenzunterricht in die Schulen, teilte die Landesregierung am Freitagabend mit.

Das betrifft folgende Städte und Kreise: Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Krefeld, Märkischer Kreis, Mülheim an der Ruhr, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Stadt Remscheid, Kreis Siegen-Wittgenstein, Stadt Solingen, Kreis Unna und Stadt Wuppertal. Freitag, 16. April, 17:33 UhrNRW-Modellprojekte können nicht pünktlich startenDie NRW-Modellprojekte für Lockerungen in den Bereichen Gastronomie, Kultur und Sport können wegen zu hoher Corona-Infektionszahlen nicht pünktlich starten. Keine der Kommunen, die ab 19. April den Anfang machen sollen, kann wie geplant das Vorhaben umsetzen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag ergab. Von den Projekten, bei denen digitale Lösungen unter anderem die Kontaktnachverfolgung bei Infektionen erleichtern sollen, werden Rückschlüsse für das ganze Land erhofft. Nach Angaben von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) und mehreren Kommunen wird die Zwischenzeit bis zu einem möglichen Start bei niedrigen Infektionszahlen genutzt, um die Projekte weiterzuentwickeln.

Freitag, 16. April, 17:09 UhrVerwirrung um Wechselunterricht in NRWDie geplante Änderung zum Distanzunterricht an Schulen in NRW von Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) ist vom Tisch. Die alte und neue Regelung lautet, dass es weiterhin Wechselunterricht in NRW gibt – bis zu einem Inzidenzwert von über 200. Dann ist ausschließlich Homeschooling möglich. Gebauer hatte angedeutet, dies zu ändern, ist laut WDR aber von dieser Idee abgewichen. Damit ist die bestehende Regel deckungsgleich mit der geplanten bundesweiten Regelung.

Freitag, 16. April, 16:36 UhrLaumann verteidigt NRW-Strategie: „Wir müssen uns an höhere Inzidenzen gewöhnen“Im Interview mit dem WDR hat der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) die aktuelle Teststrategie in seinem Bundesland trotz der hohen Inzidenzen verteidigt. „Ich glaube, dass es bei dieser britischen Mutante einfach so ist, dass wir uns an etwas höhere Inzidenzen gewöhnen müssen.“

Dabei ist der Gesundheitsminister überzeugt, dass durch dieses Testen viele Leute herausgefiltert und beispielsweise früher in Quarantäne geschickt werden als ohne diese Strategie.

Freitag, 16. April, 13.59 UhrRKI erklärt zwei Länder wieder zu Risikogebieten Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Freitag die Liste der Risikogebiete aktualisiert. Großbritannien und Nordirland gelten nicht mehr als Risikogebiet.

Wieder auf der Liste hingegen sind die Azoren und die Algarve – in den portugiesischen Regionen steigen die Corona-Zahlen.

Wer von dort nach Deutschland einreist, muss ab Sonntag wieder für zehn Tage in Quarantäne und kann den Zeitraum erst nach fünf Tagen durch einen zweiten Test davon verkürzen. Ein erster negativer Test ist für alle Flugpassagiere bei Einreise nach Deutschland verpflichtend.

Freitag, 16. April, 13.50 UhrGericht kippt Ausgangssperre in Mainz Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz und der Kreis Mainz-Bingen setzen die wegen der Corona-Pandemie verhängte abendliche Ausgangssperre nach einem Gerichtsbeschluss aus. Das Verwaltungsgericht erklärte zuvor die seit 1. April in der Landeshauptstadt geltende nächtliche Ausgangssperre für „offensichtlich rechtswidrig“.

Ein derartiger Eingriff in die Grundrechte hätte nur angeordnet werden dürfen, wenn der Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ohne diese Maßnahme gefährdet würde, heißt es in der am Freitag veröffentlichten Entscheidung. Die Stadt habe Wirkung und Notwendigkeit der Maßnahme jedoch nicht belegen können.

Die Stadt prüft die Begründung des Beschlusses und will dann entscheiden, ob sie dagegen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz einlegt.Freitag, 16. April, 12.16 UhrAusgangsbeschränkungen bislang in fünf NRW-Kommunen Ausgangsbeschränkungen gelten bislang in fünf NRW-Kommunen. Wie das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mitteilte, sind das Minden-Lübbecke, Siegen-Wittgenstein, der Märkische Kreis, Remscheid und Hagen. Für den Oberbergischen Kreis und für Köln habe das Ministerium einer möglichen Ausgangssperre zugestimmt.

Wuppertal will ebenfalls die Corona-Notbremse ziehen und ab Montag eine Ausgangssperre ab 21 Uhr einführen.Freitag, 16. April, 12.06 UhrLive-Stream: Stadt Dortmund informiert zu neuen Beschränkungen Kurzfristig sind neue und strengere Corona-Maßnahmen für Dortmund zu erwarten. Die Stadtspitze hat zu einer Pressekonferenz zur aktuellen Lage eingeladen und informiert live.

Freitag, 16. April, 11.43 UhrWHO: Welt steuert auf höchste Infektionsrate seit Pandemiebeginn zuDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist besorgt über den Anstieg der weltweit gemeldeten Corona-Infektionen und Todesfälle. „Die Zahl neuer Fälle pro Woche hat sich in den vergangenen zwei Monaten fast verdoppelt“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. „Wir nähern uns der höchsten Infektionsrate, die wir bislang in dieser Pandemie gesehen haben.“ Die bislang höchste Rate gab es laut WHO gegen Ende 2020.

Stand 15. April meldete die WHO 5,04 Millionen neue Infektionen innerhalb von sieben Tagen. Seit Beginn der Pandemie wurden nach WHO-Angaben 137,8 Millionen Infektionen und 2,96 Millionen Todesfälle registriert. Bis zum 15. April waren nach WHO-Informationen 734 Millionen Impfdosen verabreicht worden, der Großteil davon in reichen Ländern.

Die WHO ist besonders besorgt, weil die Fallzahlen jetzt in Ländern steigen, die bislang relativ verschont geblieben waren. Dazu gehört etwa Papua-Neuguinea im Südpazifik. Das arme Land mit knapp neun Millionen Einwohnern hatte bis Anfang des Jahres nur 900 Infektionen gemeldet. Die Zahl hat sich bis Mitte April aber verzehnfacht, wie Gesundheitsminister Jelta Wong berichtete. Freitag, 16. April, 11.09 Uhr„Extraschicht – Nacht der Industriekultur“ fällt wieder aus Das ruhrgebietsweite Kulturfestival „Extraschicht“ ist wegen der Corona-Pandemie erneut abgesagt worden. Die „Nacht der Industriekultur“ war für den 26. Juni 2021 geplant. „Da größere Menschenansammlungen wohl auch in naher Zukunft nicht erlaubt sein werden, ist es für uns derzeit nicht verantwortbar, die Extraschicht zu organisieren“, erklärte der Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, Axel Biermann, laut einer Mitteilung vom Freitag.

Eine spätere Durchführung sei nicht möglich, da der organisatorische und logistische Aufwand für die Veranstaltung sehr hoch sei. Schon die Extraschicht 2020 war wegen Corona abgeblasen worden.

Die „Extraschicht - Nacht der Industriekultur“ fällt auch in diesem Jahr wegen Corona aus.
Die „Extraschicht – Nacht der Industriekultur“ fällt auch in diesem Jahr wegen Corona aus. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Die 19. Extraschicht 2019 mit mehr als 500 Veranstaltungen an 50 Spielorten in 24 Städten hatten laut Veranstalter rund 300 000 Menschen besucht. Veranstaltungsorte waren etwa Industriedenkmäler, Werksgelände, Parks oder Museen. Freitag, 16. April, 10.55 UhrCorona-Lernrückstände: Schülervertreter fordern Nachhilfe-Sommerschulen Die Bundesschülerkonferenz fordert, dass alle Schüler das Angebot erhalten sollen, an einer Sommerschule teilzunehmen, um Lernrückstände durch Corona aufzuholen. Das Angebot soll allerdings freiwillig sein.

„Dieses Corona-Schuljahr ist so ungewöhnlich, dass jede Schülerin und jeder Schüler die Chance haben muss, in einer Sommerschule Lerndefizite aufzuarbeiten“, sagte der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz Dario Schramm dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Schramm schlug vor, für ein solches Lernangebot in den Ferien Lehramtsstudenten und auch Lehrer im Ruhestand zu gewinnen. Darüber hinaus sollten Schüler aus finanzschwachen Familien im kommenden Jahr das Angebot erhalten, dass ihnen Nachhilfestunden finanziert werden.Freitag, 16. April, 10.33 UhrAb Montag: Mecklenburg-Vorpommern zieht Notbremse Mecklenburg-Vorpommern will nicht auf die bundesweite Notbremse warten und reagiert: Ab Montag greift dort die Corona-Notbremse. Kitas, Schulen und die meisten Geschäfte müssen schließen.

Private Treffen sind nur noch mit einer Person außerhalb des eigenen Haushalts erlaubt. Lediglich für die Abschlussklassen soll es weiterhin Präsenzunterricht geben.

Die entsprechenden Vorschläge sollen am Freitag dem Landtag vorgelegt werden und noch am selben Tag in eine Verordnung gegossen werden.

Freitag, 16. April, 10.00 Uhr

Laumann positioniert sich gegen Ausgangssperren

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich klar gegen landes- oder bundesweite pauschale Ausgangsbeschränkungen positioniert. Er setze stattdessen weiter darauf, möglichst viele Menschen zu motivieren, sich auf das Coronavirus testen zu lassen, sagte er heute im „Morgenmagazin“ von WDR 2.

Im Bundestag standen am Freitag Beratungen über die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes auf der Agenda. Bundeseinheitlich sollen Regelungen für eine Verminderung der Kontakte getroffen werden. Ab 21.00 Uhr sollen etwa Ausgangsbeschränkungen greifen. „Hier bin ich fundamental anderer Auffassung“, sagte Laumann.

Freitag, 16. April, 9.25 Uhr

Merkel: „Die Lage ist sehr ernst“

Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt im Deutschen Bundestag für die Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes. „Die Lage ist ernst und zwar sehr ernst“, sagt Merkel. „Und wir alle müssen sie auch ernst nehmen, die dritte Welle der Pandemie hat unser Land fest im Griff.“ Um dagegen anzugehen, „müssen wir die Kräfte von Bund, Ländern und Kommunen besser bündeln“. Mit Blick auf die Warnungen der Mediziner sagt sie: „Wer sind wir denn, wenn wir diese Notrufe überhören würden?“

Freitag, 16. April, 9.00 Uhr

Livestream: Bundestagsdebatte zum InfektionsschutzgesetzDer Deutsche Bundestag diskutiert heute Vormittag über das neue Infektionsschutzgesetz und die bundesweite Notbremse.

Freitag, 16. April, 8.22 Uhr

Corona-Neuinfektionsrate in NRW über dem Bundeswert

Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen ist in NRW inzwischen schlechter als im Bundesdurchschnitt. Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) für NRW 162,7 Neuinfektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Im Bund lag der Wert dagegen, wie schon gestern, bei 160,1.

Eine deutliche Verschlechterung der Lage bilden auch die Zahlen am oberen und unteren Ende der Inzidenz-Skala ab: 13 von 53 Städten und Kreisen in NRW lagen heute schon oberhalb der 200er-Marke – an der Spitze Remscheid als einzige Kommunen sogar schon über 300 (336,8). Nur noch zwei Kommunen liegen unter der 100er-Schwelle.

Freitag, 16. April, 8.07 Uhr

Laumann: Nordrhein-Westfalen ist das Schnelltestland Nummer eins

In NRW wurde seit dem 8. März 2021 ein landesweites Netz von mehr als 6.500 Teststellen für die kostenlosen Bürger-Schnelltests aufgebaut. Seitdem wurden insgesamt rund 4,4 Millionen Testungen durchgeführt. Werktäglich finden in der Regel zwischen 200.000 und 270.000 Testungen pro Tag statt.

Auf Grundlage der verfügbaren Datenlage werden damit in Nordrhein-Westfalen im bundesweiten Vergleich die meisten Schnelltestungen durchgeführt. Die Quote der positiven Schnelltestergebnisse liegt dabei mit leichten Schwankungen in einem Rahmen von knapp 0,4 bis knapp über 0,7 Prozent. Um ganz sicherzugehen, soll jeder positive Schnelltest nochmals durch einen PCR-Test geprüft werden.

Freitag, 16. April, 7.46 Uhr

Mehr als 330.000 Verstöße gegen Maskenpflicht in Zügen und Bahnhöfen

Rund 332.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht hat die Bundespolizei seit Oktober 2020 in Zügen und Bahnhöfen festgestellt. Maskenverweigerer müssen mit Bußgeldern rechnen. Generell sei die Akzeptanz der Maskenpflicht jedoch sehr hoch, sagte ein Bahnsprecher.

Freitag, 16. April, 6.57 Uhr

Pfizer-Chef: Dritte Impfung mit Vakzin wohl nötig

Der Chef des US-Pharmakonzerns Pfizer, Albert Bourla, rechnet damit, dass Corona-Impfungen mit dem von BioNTech und Pfizer gemeinsam entwickelten Vakzin aufgefrischt werden müssen. Bourla sagte dem Sender CNBC, dass voraussichtlich eine dritte Immunisierung innerhalb von zwölf Monaten notwendig sei. Außerdem könnte jährlich eine weitere Impfung hinzukommen.

Freitag, 16. April, 6.36 Uhr

Hausärzte dürfen Impfstoff künftig selbst aussuchen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung lässt Hausärzte den Impfstoff für ihre Patienten künftig selbst aussuchen. „Sie geben auf dem Rezept an, von welchem Impfstoff sie wie viele Dosen benötigen. Dies gilt erstmals für die Woche vom 26. April bis 2. Mai, für die der Bund Vakzine von BioNTech und AstraZeneca bereitstellen wird“, heißt es in einem Schreiben der KBV, wie die „Rheinische Post“ berichtet. Die Bestellmenge pro Arzt sei auf 18 bis 30 BioNTech-Dosen und zehn bis 50 AstraZeneca-Dosen begrenzt.

Freitag, 16. April, 5.37 Uhr

Impfterminvergabe für Jahrgänge 1944 und 1945 startet

Menschen der Geburtsjahrgänge 1944 und 1945 können sich in NRW von diesem Freitag an Termine für die Corona-Schutzimpfungen geben lassen. Ab 8.00 Uhr sind die entsprechenden Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen freigeschaltet.

Und schon ab Montag (8.00 Uhr) geht es mit den nächsten Jahrgängen 1946 und 1947 weiter. Die Impfung soll je nach Verfügbarkeit von Terminen dann zeitnah erfolgen. Paarbuchungen sind möglich, dabei spielt das Alter des jeweiligen Lebenspartners keine Rolle. Auch die vorherigen Jahrgänge sowie die über 80-Jährigen können weiterhin Termine vereinbaren. Bei den Impfungen sollen je nach Verfügbarkeit die Impfstoffe der Hersteller Biontech oder Moderna zum Einsatz kommen.

Freitag, 16. April, 5.16 Uhr

RKI registriert 25.831 Corona-Neuinfektionen und 247 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 25.831 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 247 neue Todesfälle verzeichnet. „Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort.“ Besonders stark seien sie in den jüngeren Altersgruppen gestiegen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht bei 1,18 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 118 weitere Menschen anstecken. „Der 7-Tage-R-Wert liegt über 1. Dies bedeutet weiterhin eine deutliche Zunahme der Fallzahlen“, hieß es im Lagebericht.

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