Auf den Intensivstationen steigen die Zahlen der Intensivpatienten weiter an. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Kritische Lage auf Intensivstationen – Kliniken schränken Betrieb ein – Liveblog

Die hohe Auslastung der Intensivstationen ist ein deutliches Warnsignal. Es wird ein Anstieg auf über 5000 Patienten erwartet. Klinken müssen ihren Betrieb einschränken. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 690.245 bestätigte Fälle – 63.400 aktuell Infizierte – 15.058 Todesfälle, Wocheninzidenz: 170,5 (Stand: 21.4.2021).
  • Die Lage auf den Intensivstationen ist nach wie vor besonders angespannt. Es handele sich oftmals um sehr junge Patienten. Die Uniklinik Düsseldorf schränkt den Betrieb ein.
  • Zu Beginn der Woche konnten Daten aus NRW-Gesundheitsämtern aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht vollständig übermittelt werden.
  • Tempo bei der Impfkampagne: Die Jahrgänge 1950 und 1951 können ab Freitag Impftermine vereinbaren.
  • Neben Hausarztpraxen sollen ab Juni auch Betriebsärzte in die Corona-Impfungen eingebunden werden.
  • SPD und Union bringen das Gesetz zur Bundes-Notbremse weiter voran. Die umstrittene Ausgangssperre soll jetzt ab 22 Uhr gelten, statt ab 21 Uhr.
  • In zwölf NRW-Kommunen gibt es eine nächtliche Ausgangsbeschränkung: Köln, Krefeld, Mülheim, Wuppertal, Kreis Unna, Oberbergischer Kreis, in den Kreisen Minden-Lübbecke, Siegen-Wittgenstein, im Märkischen Kreis, in Remscheid und Hagen.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.

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Mittwoch, 21. April, 12.58 Uhr Mehr als fünf Millionen Impfdosen in NRW gespritzt

Laut Impfstatistik des Robert-Koch-Instituts wurden in NRW bisher mehr als fünf Millionen Impfdosen seit dem Aktionsstart im Dezember gespritzt. Demnach haben bis einschließlich Dienstag 3 871 093 Menschen eine Erstimpfung erhalten. Das entspricht einer Impfquote von 21,6 Prozent.

Die zweite Spritze für den vollen Impfschutz haben laut RKI 1 192 234 Menschen bis einschließlich Dienstag bekommen. Das entspricht 6,6 Prozent aller Einwohner des Bundeslandes. Erst- und Zweitimpfungen in NRW zusammengenommen ergibt die Zahl der Impfdosen insgesamt 5 063 327.

Mittwoch, 21. April, 12.50 Uhr Fast so viele Intensivpatienten wie Ende Dezember Die Auslastung der Intensivstationen nähert sich dem bisherigen Höchststand in der Pandemie an. Nach dem Überblick der Landesregierung zur Corona-Lage werden mit Stand Mittwoch landesweit aktuell 1043 Covid-19-Erkrankte auf den Intensivstationen behandelt.

Der bisherige Höchststand in der Pandemie lag landesweit bei 1165 Intensivpatienten Ende Dezember. In Köln war der Höchststand schon vor gut einer Woche überschritten worden.Mittwoch, 21. April, 12.12 UhrAbiprüfungen starten unter erschwerten Corona-Bedingungen

An diesem Freitag beginnen in Nordrhein-Westfalen für rund 90 000 Schüler unter erschwerten Pandemie-Bedingungen die Abitur-Prüfungen. Es sei sichergestellt, dass sie faire Prüfungen ablegen könnten, die zu einem vollwertigen und bundesweit vergleichbaren Abitur führten, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Die Landesschülervertretung widersprach. Den angehenden Abiturienten fehle Unterrichtsstoff, es habe vier bis fünf Monate weniger Unterricht in Präsenz gegeben als normalerweise, schilderten Johanna Börgermann und Thomas Niebuer vom LSV-Vorstand.

Mittwoch, 21. April, 12.05 Uhr Bochum zieht die Corona-Notbremse

Wegen steigender Inzidenzen zieht nun auch die Stadt Bochum die Notbremse. Ab Donnerstag müssen die Geschäfte wieder schließen, nur noch Abholungen sind möglich. Auch Museen und Büchereien müssen schließen, wie die WAZ berichtet. Die Schulen bleiben jedoch weiterhin geöffnet, Kitas bieten Notbetreuung an. Die Notbremse gilt vorerst bis zum 26. April. Mittwoch, 21. April, 11.42 Uhr Auch für Hunde gilt in NRW Einzelunterricht Nicht nur Kinder, sondern auch Hunde dürfen in Corona-Zeiten nicht in voller „Klassenstärke“ zurück in ihre Hundeschulen. Einzelunterricht draußen sei aber weiter erlaubt, ebenso wie Hunde-Training ohne die Halter. „In dieser Form können zum Beispiel auch Welpen miteinander in Gruppen spielen“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Mittwoch, 21. April, 11.15 Uhr Livestream: Bundestag debattiert über bundesweite NotbremseHeute stimmt der Bundestag über die Anpassung des Infektionsgesetzes ab. Mit dem überarbeiteten Infektionsschutzgesetz würde der Bund künftig die Befugnis erhalten, Kontaktbeschränkungen und Schließungen anzuordnen. Bislang sind die Bundesländer dafür zuständig.

Mittwoch, 21. April, 9.10 Uhr Corona-Zahlen in NRW weiter unvollständig

Nach einer Systemstörung bei der Übermittlung der Corona-Fallzahlen für Nordrhein-Westfalen an das Robert Koch-Institut (RKI) sind weiter Lücken bei den kommunalen Daten erkennbar.

In der jüngsten Übersicht des Landeszentrums Gesundheit NRW (LZG) am Mittwoch werden für die Stadt Bottrop sowie die Kreise Höxter und Siegen-Wittgenstein Null-Meldungen bei den Neuinfektionen ausgewiesen.

Das IT-Netz wurde mittlerweile neu gestartet.Mittwoch, 21. April, 9.00 Uhr Weiteres Antikörper-Medikament steht ab Ende April zur Verfügung

In Deutschland werden Antikörper-Präparate in Einzelfällen bei Patienten eingesetzt, die ein Risiko für einen schweren Verlauf haben. Angesichts möglicher Resistenzen setzt das Bundesgesundheitsministerium bei Antikörper-Medikamenten gegen Covid-19 auf eine Kombination solcher Präparate. Dies basiert auf einer Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). Man beschaffe derzeit ein weiteres Antikörper-Medikament, das voraussichtlich ab Ende April zur Verfügung stehe, teilte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit.Mittwoch, 21. April, 8.45 Uhr Krankenhausgesellschaft warnt vor Versorgungsengpässen Auf den Intensivstationen werden wieder mehr Corona-Patienten verzeichnet. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt daher vor Versorgungsengpässen bei regulären Patienten in den Kliniken. Wenn sich die Infektionslage nicht entspanne, könne es dazu kommen, dass planbare Operationen um Monate verschoben werden müssen. Bei einzelnen Eingriffen, zum Beispiel beim Hüftgelenksersatz, würden im Schnitt schon 40 Prozent abgesagt.Mittwoch, 21. April, 8.35 UhrKinderärzte kritisieren Schulschließungen scharfHeute will der Bundestag die neue Bundesnotbremse beschließen, in der unter anderem das Verbot des Präsenzunterrichts ab einer Inzidenz von 165 vorgesehen ist. Kinder- und Jugendmediziner kritisieren die Schulschließungen scharf.

Die Vermittlung von Wissen könne vielleicht später noch nachgeholt werden, argumentierte Fischbach. „Doch es geht in der Schule auch um die Persönlichkeits- und Sozialentwicklung junger Menschen, die in festen Zeitfenstern verläuft. Was hier durch soziale Isolation verpasst wird, lässt sich später nicht mehr einfach nachholen“, beklagt Verbandspräsident Thomas Fischbach.

Kinder- und Jugendmediziner kritisieren die Schulschließungen scharf. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Mittwoch, 21. April, 8.15 UhrVirologin Ciesek: Bevölkerung überschätzt die Gefahr durch Impfung

Die Gefahr von Impfnebenwirkungen wird nach Ansicht der Frankfurter Virologin Sandra Ciesek in der Bevölkerung überschätzt. Das gelte auch für die Sinusvenenthrombosen nach einer Impfung mit Astrazeneca – selbst für junge Menschen, die nur selten schwer an Covid-19 erkrankten. Schuld daran seien „diese ganzen Medienberichte und die Aufmerksamkeit auf dieses Thema“.

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek ist außerdem skeptisch, dass das Asthma-Spray Budesonid beim Kampf gegen Covid-19 entscheidend sein wird. „Ich würde es nicht als „Game Changer“ bezeichnen“, sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Dienstagabend im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“.Mittwoch, 21. April, 8.10 Uhr GEW fordert Fernunterricht ab Inzidenz 100

In der großen Koalition wurde bis zuletzt am Entwurf für die Änderungen am Infektionsschutzgesetz gefeilt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hält die nun vorgeschlagenen Regeln aber für unzureichend.

Sie erhebt mehrere Nachforderungen, mit denen aus ihrer Sicht die Sicherheit von Lehrern und Schülern verbessert werden könnte. Darunter fallen unter anderem der Fernunterricht sowie die Schließung von Kitas ab einem Inzidenzwert von 100. „Nur so ist der Gesundheitsschutz für Lehrkräfte, Kita-Fachkräfte, Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern zu sichern“, betont GEW-Chefin Marlis Tepe.

Mittwoch, 21. April, 7.10 Uhr Epidemiologe: 7-Tage-Inzidenz „kein guter Orientierungspunkt mehr“

Wissenschaftler bezweifeln, dass die Sieben-Tage-Inzidenz einen guten Überblick über die tatsächliche Corona-Lage in Deutschland gibt. Stattdessen raten die Experten, die Lage anhand der Neuaufnahmen auf Intensivstationen zu beurteilen.

Der Epidemiologe Gérard Krause, Experte vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, bekräftigt, die Sieben-Tage-Inzidenz korreliere bereits jetzt nicht gut mit der Lage. Der Wert könne Risiken sowohl über- als auch unterschätzen.

Mittwoch, 21. April, 6.35 Uhr

Inzidenz sinkt erneut: RKI meldet 24.884 Corona-Neuinfektionen und 331 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24.884 Corona-Neuinfektionen gemeldet. In der Zahl der gemeldeten Neuinfektionen könnten Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen vom Vortag enthalten sein. Eine größere Zahl von Meldungen der NRW-Gesundheitsämter waren zuvor aufgrund technischer Schwierigkeiten am Montagabend und Dienstag nicht vollständig übermittelt worden.

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 331 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 160,1. Am Vortag hatte sie noch einen Wert von 162,4.

Dienstag, 20. April, 23.02 Uhr

Angespannte Lage auf Intensivstationen – Weitere Klinik schränkt ein

Die Lage auf den Intensivstationen in Deutschland ist nach Angaben von Medizinern nach wie vor besonders angespannt. „Der Druck ist immens“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Professor Gernot Marx. Marx, der auch Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care am Uniklinikum Aachen ist, nannte dabei die Zahl von bundesweit beinahe 5000 Covid-19-Patienten.

Es handele sich bei den neu Aufzunehmenden in den Krankenhäusern inzwischen oftmals um sehr junge Patienten in den 30er und in den 40er Lebensjahren im Unterschied zur ersten und zweiten Welle. Mit der Uniklinik Düsseldorf gab am Dienstag eine weiteres großes medizinisches Zentrum die Auswirkungen der steigenden Corona-Zahlen auf den Klinikbetrieb bekannt.

Mit ersten Einschränkungen bei planbaren Behandlungen soll das vorhandene Personal flexibler auch auf den Intensivstationen einsetzbar sein. Konkret werden deshalb fünf von 28 OP-Sälen vorerst nicht mehr genutzt. Zudem könnten weniger Betten belegt werden.

Dienstag, 20. April, 20.06 Uhr

Niederlande wollen trotz hoher Infektionsrate lockern

Die Niederlande wollen die Kontaktbeschränkungen kommende Woche trotz anhaltend hoher Infektionsraten lockern. Am 28. April sollen die seit drei Monaten gültigen nächtlichen Ausgangssperren aufgehoben werden, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte an. Restaurants und Bars werde erlaubt, Gäste in den Außenbereichen zu bewirten.

Dienstag, 20. April, 18.38 Uhr

Corona-Ausbruch in Altenheim – auch Durchgeimpfte infiziert

Ein noch nicht durchgeimpftes Düsseldorfer Altenzentrum der Caritas hat mit einem Corona-Ausbruch zu kämpfen. Die Landeshauptstadt berichtete heute von fünf positiv getesteten Beschäftigten und zehn infizierten Bewohnern – wovon einer gestorben sei.

Der Verstorbene zählte demnach zu den drei Bewohnern der infizierten Gruppe, bei denen die zweite Impfung gegen Covid-19 noch ausstand. Sieben der zehn seien dagegen schon vollständig geimpft gewesen und hätten sich dennoch infiziert. Das Todesopfer war der Mitteilung zufolge positiv auf die britische Virus-Variante getestet worden.

Dienstag, 20. April, 18.10 Uhr

NRW will Bundes-Notbremse nicht aufhalten

Nordrhein-Westfalen wird das Infektionsschutzgesetz mit der umstrittenen Bundes-Notbremse in dieser Woche voraussichtlich im Bundesrat passieren lassen. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf erfuhr, will NRW keinen Antrag auf ein Vermittlungsverfahren stellen, falls die Novelle doch nicht als Einspruchs-, sondern als Zustimmungsgesetz beraten werden sollte. Offiziell äußert sich die NRW-Regierung grundsätzlich nicht zu ihrem Abstimmungsverhalten im Bundesrat.

Dienstag, 20. April, 17.01 Uhr

EMA empfiehlt Johnson & Johnson-Impfstoff uneingeschränkt

Nach der Prüfung sehr seltener Fälle von Hirnvenenthrombosen hat die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) grünes Licht gegeben für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson. Allerdings könne der Wirkstoff tatsächlich in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel auslösen. Die EMA hält daran fest, dass die Vorzüge des Impfstoffs, Covid-19 zu verhindern, höher zu bewerten seien als die Risiken von Nebenwirkungen.

Dienstag, 20. April, 16.13 Uhr

Gericht kippt lange Quarantäne für Altenheimbewohnerin

Das Verwaltungsgericht Münster hat eine Quarantäne für eine Altenheimbewohnerin gekippt. Die Frau aus Altenberge im Münsterland sollte auf Anweisung des Gesundheitsamtes für 21 Tage in Isolation und durfte ihr Zimmer nicht verlassen, nachdem die sie Kontakt zu einer mit einer gefährlichen Variante des Coronavirus infizierten Person hatte. Die spezielle Anordnung für die isolierte Versorgung gilt für die Bewohner von Altenheimen oder Pflegeheimen. Dies sei im Fall der bereits zweifach geimpften über 80-Jährigen aber unverhältnismäßig, sagten die Verwaltungsrichter und gaben dem Eilantrag statt.

Dienstag, 20. April, 13.30 UhrKnapp 3400 Verfahren: Corona-Pandemie beschäftigt Verwaltungsgerichte Die Corona-Pandemie hat den Verwaltungsgerichten in NRW jede Menge Arbeit beschert. Seit Ausbruch der Corona-Krise vor mehr als einem Jahr sind bei den Gerichten bis Mitte April 2021 knapp 3400 Verfahren mit Bezug zu den in der Pandemie angeordneten staatlichen Maßnahmen eingegangen.

Wie aus einem Bericht des Justizministeriums für den Rechtsausschuss am Mittwoch weiter hervorgeht, sind darin eine Vielzahl von Streitfällen um Corona-Soforthilfen und Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz enthalten, aber auch Eilanträge gegen die coronabedingte Schließung von Betrieben, die Maskenpflicht, Quarantäneverordnungen oder nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Eilanträge gegen Regelungen der Coronaschutzverordnung gingen beim Oberverwaltungsgericht bislang 269 ein – 240 davon sind abgeschlossen. Gegen die aktuelle Fassung richten sich 141 Verfahren.Dienstag, 20. April, 13.15 UhrÖsterreich will ab Mai unter Auflagen in fast allen Bereichen öffnen Ab Mitte Mai sollen die in Österreich geplante Öffnung von Gastronomie, Tourismus und Kultur unter strengen Auflagen erfolgen. „Alle Branchen brauchen endlich wieder einen Schritt in Richtung Normalität“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Dienstag im ORF-Radio. Die Maßnahme werde mit Zutrittstests verbunden sein.

„Natürlich werden Personen, die ins Konzert gehen wollen, die ins Theater gehen wollen oder die auch auf Urlaub fahren wollen, einen Test machen müssen“, sagte der Regierungschef. Die Sicherheitskonzepte in der Corona-Krise sollen dann in weiteren Schritten im Juni und Juli heruntergefahren werden. Die Details würden gegen Ende der Woche präsentiert, so Kurz.Dienstag, 20. April, 12.28 UhrWeitere Jahrgänge können ab Freitag Impftermine vereinbaren

Die Impfkampagne nimmt langsam Fahrt auf. Ab Freitag können die nächsten Jahrgänge Termine für die Corona-Schutzimpfung vereinbaren. Bürger der Jahrgänge 1950 und 1951 und deren Lebenspartner können ab 8 Uhr einen Impftermin über die Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigung vereinbaren. Das teilt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales mit.

Dienstag, 20. April, 11.21 Uhr„Erhebliche Störungen“: NRW-Corona-Daten am Dienstag unvollständig Die Corona-Fallzahlen für Nordrhein-Westfalen sind am Dienstag nur unvollständig an das Robert Koch-Institut übermittelt worden. „Seit gestern Abend bestehen erhebliche Störungen im Landesverwaltungsnetz“, berichtete eine Sprecherin des Landeszentrums Gesundheit (LZG.NRW) in Bochum. Eine größere Zahl von Meldungen der Gesundheitsämter habe das LZG noch nicht erreicht. „Die angegebenen Werte sind daher leider unvollständig, wir bitten um Verständnis.“ Die Techniker des LZG würden derzeit fieberhaft versuchen, die Störungen in den Griff zu bekommen. Über den Grund der Störungen wurde zunächst nichts bekannt. Über die Probleme hatte zuvor der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.

Auf der Grundlage der noch vor Eintritt der Störungen übermittelten Daten hatte das RKI am Morgen eine NRW-weite Inzidenz von 168,5 neuen Fällen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen angegeben, 2,7 weniger als am Vortag. Aus einer Übersichtstabelle ging dabei hervor, dass große Städte wie Köln, Düsseldorf oder Duisburg keinen einzigen neuen Fall gemeldet hatten. Dienstag, 20. April, 10.41 UhrInnenministerium: „Patient 0“ bei Corona-Ausbruch nicht zu finden Nach dem Corona-Ausbruch im Düsseldorfer Innenministerium Anfang Februar wird man nie klären können, wer der „Patient 0“ war. Das hat das Ministerium in der Antwort auf eine Anfrage der SPD im Landtag klargestellt. Damals waren neben Innenminister Herbert Reul (CDU) 15 weitere Menschen positiv getestet worden.

Es sei davon auszugehen, dass sich 15 der 16 Personen innerhalb der 6. Kalenderwoche im Ministerium des Innern infiziert hätten. „Dennoch stößt eine individuelle Rückverfolgung im Sinne eines Kausalzusammenhangs an Grenzen“, so das Ministerium in seinem Bericht. Fest stehe nur, dass nach einer Sitzung, bei der auch Reul dabei war, alle sechs Teilnehmer positiv getestet wurden. „Weitere Veranstaltungen, aus denen mutmaßlich ein Infektionsgeschehen hervorging, sind nicht bekannt.“ Dienstag, 20. April, 9.15 Uhr

Lehrerverband für Distanzunterricht ab Inzidenz von 100

Der deutsche Lehrerverband fordert, Schüler im Kampf gegen die Corona-Pandemie früher in den Distanzunterricht zu schicken als vorgesehen. Eine Sieben-Tage-Inzidenz von 200 als Maßstab für Schulschließungen, wie sie ursprünglich in der Notbremse des Bundes vorgesehen war, sei viel zu hoch. „Es ist deswegen ein Fortschritt, wenn die Grenze jetzt auf 165 gesenkt werden soll“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Doch auch eine Inzidenz von 165 ist noch deutlich zu hoch.“ Man dürfe nicht vergessen, dass die bundesweite Inzidenz in der Altersgruppe zwischen 10 und 19 Jahren bereits jetzt deutlich höher liege. „Um eine Ausbreitung des Virus in den Schulen wirksam zu stoppen, muss der Präsenzunterricht bereits ab einer Inzidenz von 100 beendet werden“, forderte Meidinger.

Dienstag, 20. April, 8.36 Uhr

Corona-Warn-App wird mit Check-in-Funktion und Impfpass ausgebaut

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird mit neuen Funktionen zur Pandemiebekämpfung ausgebaut. So wird die neueste Version 2.0 der Smartphone-App, die spätestens am Mittwoch zum Download bereit stehen wird, um eine Check-in-Funktion erweitert. Damit sollen vor allem risikoreiche Begegnungen von Menschen in Innenräumen besser erfasst werden. In künftigen Versionen soll – noch vor Beginn der Sommerferien – auch ein digitales Impfzertifikat angezeigt werden können.

Anwender könnten damit nachweisen, dass sie vollständig geimpft worden sind. Außerdem sollen in der App die Ergebnisse von Schnelltests erscheinen können. Mit der neuen Check-in-Funktion in der Version 2.0 reagieren die App-Macher auf neue Erkenntnisse: Bislang registriert die App nur Personen, die sich für längere Zeit in einem Abstand von zwei Metern oder weniger befunden haben, als Risikokontakte. Untersuchungen hatten aber ergeben, dass dies nicht ausreicht.

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird mit neuen Funktionen ausgestattet. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Dienstag, 20. April, 7.49 Uhr

Corona-Wochenwert in NRW leicht gesunken

Der Corona-Wochenwert ist in Nordrhein-Westfalen am Dienstag leicht auf 168,5 gesunken. Am Vortag hatte er laut Robert Koch-Institut noch bei 171,1 gelegen. Die wichtige Kennziffer gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner den Behörden in den vergangenen sieben Tagen bekannt geworden sind. Die sogenannte Wocheninzidenz lag bundesweit am Dienstag bei 162,4. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen erhöhte sich in NRW um 62 auf 14.974.

Die verhältnismäßig meisten Neuinfektionen in NRW gab es weiterhin in Remscheid, wo der Wochenwert bei 313,5 lag. 13 weitere Kreise und kreisfreie Städte wiesen Werte zwischen 200 und 300 auf. Unter 100 blieben nur fünf der 53 Kommunen: Münster, Rhein-Kreis Neuss, Bottrop, Höxter und der Kreis Coesfeld, in dem mit 83,0 die landesweit niedrigste Inzidenz verzeichnet wurde.

Dienstag, 20. April, 7.03 Uhr

Kanzleramt: Neuer Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag

Bund und Länder wollen in der nächsten Woche erneut über den Stand der Corona-Impfungen in Deutschland beraten. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) teilte am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam mit, er freue sich über die „Einladung zum Impfgipfel am kommenden Montag aus dem Kanzleramt“. „Ganz klar: Impfen ist der einzige Weg aus der Pandemie“, betonte Woidke. Er hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) – als Chef der Ministerpräsidentenkonferenz – um einen erneuten Impfgipfel gebeten.

Dienstag, 20. April, 6.22 Uhr

Inzidenz sinkt leicht: RKI registriert 9609 Corona-Neuinfektionen und 297 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9609 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 297 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 162,4. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 165,3 angegeben.

Dienstag, 20. April, 5.17 Uhr

Freiwillige Selbsttests für Justiz-Beschäftige und Gefangene

Die Beschäftigten der Justiz und die Gefangenen in den Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen sollen bis zu zwei Corona-Selbsttests pro Woche erhalten. Dieses Angebot gelte für alle Beschäftigten der Justiz, die in Präsenz mindestens einmal pro Woche ihre Dienststelle aufsuchen, teilte das Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Es gelte auch für alle Gefangenen und Arrestanten im Justizvollzug. In den Justizvollzugsanstalten des bevölkerungsreichsten Bundeslandes sitzen derzeit nach Angaben des Justizministerium rund 14.000 Menschen. Das Testangebot könne auf freiwilliger Basis genutzt werden. Den Gerichten und Justizbehörden werde seit vergangener Woche in regelmäßigen Abständen die notwendige Anzahl an Tests geliefert.

Montag, 19. April, 22.09 Uhr

Ab Juni sollen auch Betriebsärzte impfen

Neben Zehntausenden Hausarztpraxen sollen ab Juni auch Betriebsärzte in die Corona-Impfungen eingebunden werden. Die Impfkampagne gewinne im zweiten Quartal deutlich an Geschwindigkeit, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit Blick auf Lieferzusagen der Hersteller BioNTech und Moderna. Dazu kämen Dosen von Astrazeneca und Johnson & Johnson.

Arztpraxen und Länder erhielten so mehr Planungssicherheit für Mai und Juni. „Und das ermöglicht uns, bereits im Juni auch die Betriebsärzte in die Impfkampagne zu integrieren.“

Montag, 19. April, 21.16 Uhr

Johnson & Johnson: NRW will Impfstoff zuerst Obdachlosen anbieten

Den vorerst noch nicht ausgelieferten Impfstoff von Johnson & Johnson will das NRW-Gesundheitsministerium zuerst für Impfangebote in der Wohn- und Obdachlosenhilfe einsetzen. „Hier bestehen die größten Unsicherheiten, die Zweitimpfungen nach sechs beziehungsweise zwölf Wochen sicherzustellen“, heißt es in einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen an den Gesundheitsausschuss. Konkret wurde bei Johnson & Johnson nach einer besonderen Strategie gefragt, da hier offenkundig eine Impfung ausreichend sei.

Montag, 19. April, 19.36 Uhr

WDR-Recherche: Arzt impfte Firmenmitarbeiter gegen Geld

Ein Hausarzt hat am Sonntag nach WDR-Informationen in Hamminkeln am Niederrhein etliche Mitarbeiter verschiedener Unternehmen gegen Corona geimpft – und dafür 80 Euro pro Patient verlangt. Wie der WDR am Montag berichtete, fand die Impfung in einer Scheune statt. Die Impfung selbst sei umsonst, schrieb der Arzt demnach in seinen Einladungen, „allerdings berechnen wir für unsere Auslagen und Personalressourcen (…) pro Impfling 80 Euro, die wir Ihnen in Rechnung stellen“.

Der Arzt hat nach eigenem Dafürhalten etwas „Gutes“ getan, nämlich 200 Menschen geimpft. Die 80 Euro pro Kopf seien keine Bezahlung, sondern ein Unkostenbeitrag für die Anmietung der Scheune und für den Lohn von 20 Mitarbeitern, die sonntags beim Impfen geholfen hätten. Er sei zudem der Betriebsarzt der Unternehmen, die in systemrelevanten Bereichen wie Entsorgungswirtschaft und Transportwesen tätig seien.

Montag, 19. April, 19.23 Uhr

Supermärkte sind Gewinner der Krise

Der Lebensmittelhandel boomt in der Corona-Krise – auch, weil viele andere Läden schließen mussten. Das zeigt sich etwa an der Supermarktkette Rewe, die im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 20 Prozent einfahren konnte.

Montag, 19. April, 18.00 Uhr

Fast 7000 Verfahren wegen Corona-Subventionsbetrug in NRW

Die Justiz in NRW hat fast 7000 Strafverfahren wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs im Zusammenhang mit Corona-Hilfen eingeleitet. 567 Menschen seien bereits verurteilt und zwölf freigesprochen worden. 717 Verdächtige seien angeklagt worden. Gegen 1220 mutmaßliche Betrüger wurden Strafbefehle beantragt.

Montag, 19. April, 16.45 UhrKitas in NRW bleiben trotz hoher Inzidenzen weiter geöffnet

Trotz steigender Corona-Zahlen und drohender Bundes-Notbremse bleiben die Kindergärten in Nordrhein-Westfalen vorerst mit einer reduzierten Stundenzahl geöffnet. Familienminister Joachim Stamp (FDP) bekräftigte erneut, dass er Betretungsverbote für Kitas und Kindertagespflege – also einen Notbetrieb mit stark eingeschränktem Zugang nur für Eltern aus bestimmten Berufsgruppen und besonders Bedürftige – für „völlig falsch“ halte. Die Pandemiebekämpfung dürfe nicht wieder auf dem Rücken von Kindern und Familien ausgetragen werden.

Die CDU/FDP-Landesregierung will laut Familienministerium „keine Unruhe in die aktuelle Diskussion um weitere Schutzmaßnahmen bringen“. Daher warte man auf die Verabschiedung des Bundesinfektionsschutzgesetzes mit der geplanten bundesweiten Corona-Bremse in dieser Woche. Einer vorherigen Schließung von Kitas bei einer Wocheninzidenz über 200 stimme die Landesregierung nicht zu. Es gelte weiterhin landesweit der eingeschränkte Regelbetrieb mit einer Reduzierung von zehn Stunden und festen Gruppen.

Montag, 19. April, 15.56 UhrEssener Polizei: Ausgangssperre gilt auch für Dinosaurier

Trotz nächtlicher Ausgangsbeschränkung war ein Mann in einem Dinosaurier-Kostüm in der Nacht zum Samstag in Mülheim/Ruhr unterwegs. „Beinah surreal wirkten die kurzen Arme sowie der hin und her schwingende Schwanz des „Königs der Echsen““, schrieb die Essener Polizei am Montag in einer launigen Mitteilung. Schnell habe sich herausgestellt, „dass der kurzarmige Dinosaurier, in Wahrheit ein Mülheimer in einem Karnevalskostüm, friedlich und zügig auf dem Weg in seine eigene Höhle war“.

Zuvor sei der Mann bereits von einem städtischen Mitarbeiter darauf hingewiesen worden, dass die Ausgangssperre in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr auch für nachtaktive Reptilien gelte. „Der linguistisch bereits weiterentwickelte Saurier zeigte sich kooperativ und ließ die Polizisten irritiert aber belustigt zurück“, hieß es weiter. Montag, 19. April, 13.45 UhrMehr als 270.000 Corona-Neuinfektionen in Indien an einem Tag Wegen einer enormen Zahl an Corona-Neuinfektionen und eines Gesundheitssystems am Limit gilt in der indischen Hauptstadt Neu Delhi von Montag an eine einwöchige Ausgangssperre. In dem Land mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern wurden nach Angaben aus dem Gesundheitsministerium innerhalb von 24 Stunden insgesamt 274.000 neue Corona-Fällen erfasst – ein Höchstwert. Zudem starben an einem einzigen Tag 1619 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19.

Im Internet suchen Leute verzweifelt nach Krankenhausbetten, medizinischem Sauerstoff und Arzneimitteln. Aus mehreren Gebieten gibt es Berichte, wonach Krematorien überlastet sind. Auch Impfstoff ist knapp, obwohl Indien diesen eigentlich selbst in Massenproduktion herstellt und noch im vergangenen Monat viele Dosen an ärmere Länder verschenkt hatte. Bislang wurden in Indien nach Angaben des Gesundheitsministeriums 123 Millionen Dosen gespritzt. Montag, 19. April, 13.02 UhrUS-Immunologe rechnet Anfang 2022 mit Impfung für Kinder Der prominente US-Immunologe Anthony Fauci rechnet spätestens Anfang kommenden Jahres mit Coronavirus-Impfungen für Kinder aller Altersstufen. „Ich denke, bis zum ersten Quartal 2022 werden wir in der Lage sein, Kinder praktisch jedes Alters zu impfen“, sagte der Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden dem Sender CNN am Sonntag.

„Hoffentlich schon vorher, aber ich denke, das wird der späteste Zeitpunkt sein.“ Für Kinder und Jugendliche im Alter ab zwölf Jahren gehe er davon aus, dass Impfungen schon zu Beginn des kommenden Schuljahres zur Verfügung stünden. Derzeit können in den USA Jugendliche erst ab 16 Jahren geimpft werden.

Montag, 19. April, 12.23 UhrPolizei löst Grillparty mit 70 Gästen in Gelsenkirchen auf Ein privates Grillfest mit etwa 70 Gästen hat die Polizei in Gelsenkirchen aufgelöst. Beamte seien am Sonntagnachmittag gerufen worden, wo sie trotz Corona-Pandemie in einer Wohnung und in einem Hinterhof etwa 70 Personen antrafen. Sie saßen eng beieinander und feierte ohne Masken.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, erhoben die Beamten von einem 20-Jährigen ohne festen Wohnsitz eine Sicherheitsleistung und erteilten ihm einen Platzverweis. Weitere Partygäste bekamen Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

In Gelsenkirchen wurde eine Grillparty mit 70 Gästen aufgelöst. © picture alliance / dpa © picture alliance / dpa

Montag, 19. April, 11.55 UhrBundes-Notbremse: Ausgangsbeschränkungen gelten erst ab 22 Uhr Die bundesweiten Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen nun doch etwas weniger streng ausfallen als geplant. Das teilten Abgeordnete von SPD und Union am Montag nach Beratungen über das neue Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite mit. Nächtliche Ausgangsbeschränkungen soll es demnach zwischen 22 und 5 Uhr geben. Joggen und Spaziergänge sollen bis Mitternacht erlaubt sein. Im Einzelhandel soll das Abholen bestellter Waren (Click & Collect) auch bei hohen Infektionszahlen möglich sein.

Für Schulen wäre, wenn das Gesetz so vom Bundestag beschlossen wird, Distanzunterricht ab einem Inzidenzwert von 165 verpflichtend. Im ursprünglichen Entwurf war hier ein Schwellenwert von 200 genannt worden. Für Kinder im Alter bis 14 Jahren soll Sport in Gruppen möglich sein. Arbeitgeber müssen zwei Corona-Tests pro Woche bereitstellen. Alle Regelungen sind erst einmal befristet – bis zum 30. Juni.

Der Bundestag will am Mittwoch über die Änderungen im Bevölkerungsschutz abstimmen. Dann muss das Gesetz noch den Bundesrat passieren. Montag, 19. April, 11.30 UhrSchweden: Hunderte Dosen Astrazeneca landen täglich im Müll – In der Region Stockholm müssen nach Angaben eines Chefarztes jeden Tag Hunderte Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs weggeworfen werden, weil die Leute sich weigern, damit geimpft zu werden. In einem Interview des schwedischen Fernsehens SVT sagte Johan Styrud vom Stockholmer Ärzteverband am Montag, es gelinge nicht, schnell genug andere Impfwillige zu finden. Wenn der Impfstoff nicht innerhalb weniger Stunden verabreicht werde, müsse er weggeschmissen werden, so Styrud.

Nachdem in Zusammenhang mit dem Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca einige Fälle von Blutgerinnsel aufgetreten sind, wird der Wirkstoff in Schweden nur noch an die über 65-Jährigen verabreicht. Dem Bericht zufolge sagen einige Patienten ihren Termin ab, wenn sie erfahren, dass sie mit dem Astrazeneca-Mittel geimpft werden sollen. Andere würden an der Tür der Impfzentren wieder kehrtmachen.Montag, 19. April, 11.20 Uhr16 Eilanträge gegen Ausgangsbeschränkungen in Köln Gegen die neuen Ausgangsbeschränkungen in Köln sind bis zum Montagvormittag 16 Eilanträge beim dortigen Verwaltungsgericht eingegangen. Laut einer Sprecherin waren die ersten bereits am Freitag eingetroffen – Stunden später war die Maßnahme in Kraft getreten. Wann die zuständige Kammer entscheidet, ist laut Gericht noch unklar. Die Eilanträge stammen laut Verwaltungsgericht alle von Privatpersonen. Einige Anträge seien mit einer Klage verbunden.Montag, 19. April, 10.50 UhrÄrzte berichten: Long Covid trifft vermehrt junge Menschen Zu Beginn der Corona-Krise gingen Experten davon aus, dass Kinder und Jugendliche weitgehend unbeschadet eine Infektion mit Sars-CoV-2 überstehen.

Mediziner berichten aber davon, dass ihre Patienten mit Long-Covid-Symptomen zunehmend jünger werden – und Hilferufe von Eltern vermehrt auftreten. Eine schützende Impfung gibt es für junge Menschen vorerst nicht.

Kinder und Jugendliche haben in der Regel nicht so schwere Krankheitssymptome nach einer Corona-Infektion wie Erwachsene, sie können aber an unterschiedlichen Folgeerkrankungen leiden. Dazu gehören beispielsweise Leistungsminderungen, Atembeschwerden und kognitive Einschränkungen, sagte Jördis Frommhold, Chefärztin der Median-Klinik in Heiligendamm der Deutschen Presse Agentur. Die Expertin berichtete von einer zunehmenden Zahl von Hilferufen besorgter Eltern.

Montag, 19. April, 9.26 UhrReiseveranstalter bietet Urlaub inklusive Corona-Impfung an In den Urlaub fahren und dabei eine Corona-Impfung erhalten – das ist inzwischen tatsächlich möglich. Ein norwegischer Veranstalter hat erste Touristen nach Russland geflogen, dort bekamen sie das Vakzin Sputnik V gespritzt.

Der in Deutschland bisher eher unbekannte norwegische Reiseveranstalter World Visitor wirbt damit, „als erster Veranstalter konkrete Impfreisen“ anzubieten. Drei Angebote seien auch ab Deutschland buchbar. Zur Auswahl stehen ein dreiwöchiger Kuraufenthalt in der Nähe von Moskau für 2999 Euro, Impfung im Transit und Weiterflug zur Pauschalreise die Türkei für 1499 Euro, oder zwei Kurztrips nach Moskau oder St. Petersburg mit Übernachtungen im Transithotel für 1999 Euro.

Während dieser „Spritztouren“ sollen Reisende den Impfstoff Sputnik-V erhalten. Zuvor steht ein ärztliches Beratungsgespräch an, nachdem sich die Urlauber entscheiden, ob sie sich tatsächlich impfen lassen wollen. Doch die Impfreisen stehen in der Kritik.

Montag, 19. April, 9.10 Uhr Jahrgänge 1948 und 1949 können ab Mittwoch Impftermine vereinbaren

Für die Jahrgänge 1948 und 1949 startet die Impfterminvergabe am kommenden Mittwoch. Auch die Lebenspartner sind impfberechtigt, ihr Jahrgang spielt keine Rolle.

Die Terminbuchung erfolgt online über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116117, wie das Gesundheitsministerium am Montag in Düsseldorf mitteilte. Zudem gibt es die Rufnummer 0800 11611701 für das Rheinland und 0800 11611702 für Westfalen-Lippe.

Es werden Einladungsschreiben verschickt, die aber nicht nötig sind für die Impfanmeldung. Seit heute gibt es die Terminbuchung für die Jahrgänge 1946 und 1947.Montag, 19. April, 8.50 UhrNur 2 von 14 Kommunen könnten Modellprojekt starten Zum ursprünglich geplanten Start eines Modellprojekts mit Corona-Lockerungen haben nur 2 von 14 Kommunen eine Mindestvoraussetzung erfüllt. Coesfeld hatte am Montagmorgen laut Robert Koch-Institut eine Wocheninzidenz von 88,9 und Münster einen Wert von 99,9 – damit halten diese Kommunen eigentlich die Vorgabe ein, einen Wert unter 100 zu haben. Die anderen 12 Kommunen, die das Wirtschaftsministerium zur Teil-Öffnung des öffentlichen Lebens ausgewählt hatte, sind dreistellig.

Allerdings sind alle Starts auf Eis gelegt worden – auch Coesfeld und Münster hatten mit Blick auf das Infektionslevel auf den Beginn verzichtet.Montag, 19. April, 8.05 Uhr Wocheninzidenz in NRW ist noch höher als zuvorIn NRW bleibt die Wocheninzidenz im Aufwärtstrend. Laut RKI liegt die Inzidenz am Montagmorgen bei 171,1. Bundesweit betrug der Wert 165,3.

Einen Tag zuvor lag die NRW-Inzidenz noch bei 167,1 und vor einer Woche bei 131. Besonders angespannt ist die Lage in Remscheid, wo der Wert nach RKI-Angaben 319,7 beträgt und damit so hoch ist wie in keinem anderen Kreis in dem Bundesland. In 15 der 53 Kreise liegt der Wert bei mehr als 200, nur 4 sind unter 100.

Montag, 19. April, 7.08 Uhr RKI registriert 11.437 Corona-Neuinfektionen und 92 neue TodesfälleDie Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11.437 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 92 neue Todesfälle verzeichnet.

Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 165,3. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 162,3 angegeben.

Montag, 19. April, 6.31 Uhr

NRW-Schüler kehren in Klassenzimmer zurück – aber nicht alle

Nach einer Woche Unterricht zuhause können viele Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen am Montag wieder zum Präsenzunterricht in ihre Schulen gehen. Das gilt aber nicht in Städten und Kreisen mit zu hohen Corona-Neuinfektionsraten ab einer dauerhaften Inzidenz von 200. Das Land hat 15 der 53 NRW-Kommunen ausdrücklich benannt, die beim Distanzunterricht bleiben: Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Herne, Krefeld, Märkischer Kreis, Kreis Mettmann, Mülheim an der Ruhr, Oberbergischer Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Stadt Remscheid, Kreis Siegen-Wittgenstein, Stadt Solingen, Kreis Unna und Stadt Wuppertal.

Außerdem setzten – Stand Sonntagnachmittag – Dortmund, Hamm und Bonn sowie die Kreise Recklinghausen und Gütersloh den Vor-Ort-Unterricht wegen zu hoher Corona-Zahlen weiter aus. Bielefeld kündigte an, ab Dienstag Distanzunterricht einzuführen.Montag, 19. April, 5.50 Uhr

Impfterminvergabe für Jahrgänge 1946/1947 startet heute

Ab 8 Uhr können sich Personen, die zwischen dem 1. Januar 1946 und dem 31. Dezember 1947 geboren wurden, sowie deren Lebenspartner einen Impftermin über die Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigung vereinbaren. Das Alter des jeweiligen Lebenspartners spielt keine Rolle.

Die Terminbuchung erfolgt online über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117 oder die zusätzliche Rufnummer je Landesteil mit der Nummer (0800) 116 117 02 für Westfalen-Lippe und (0800) 116 117 01 für das Rheinland.

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