Außen-Gastronomie in NRW darf nach Angaben von Gesundheitsminister Laumann unter bestimmten Voraussetzungen in einigen Kreisen wieder öffnen. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Kommunen unter Inzidenz von 100 können Außen-Gastro öffnen – Liveblog

Kreise und kreisfreie Städte mit einer stabilen Inzidenz unter 100 können nach Angaben von Gesundheitsminister Laumann die Außen-Gastronomie schon jetzt öffnen. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 757.423 bestätigte Fälle – 66.800 aktuell Infizierte – 15.808 Todesfälle, Wocheninzidenz: 144,3 (Stand: 6.5.2021).
  • Kreise und kreisfreie Städte mit einer stabilen Inzidenz unter 100 können nach Angaben von Gesundheitsminister Laumann die Außen-Gastronomie schon jetzt öffnen.
  • NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: Impfungen der Prioritätsgruppe 3 starten. Die Terminvergabe ist ab Donnerstag über die Hausärzte oder die Kassenärztliche Vereinigung möglich. Die Impfreihenfolge in den Arztpraxen soll Anfang Juni fallen.
  • Ein Arzt aus Herford hat etwa 90 Dosen Astrazeneca-Impfstoff bei Ebay angeboten, weil seine Patienten ihn nicht wollten. Er wolle nicht, dass der Impfstoff verfalle.
  • Angesichts sinkender Corona-Neuinfektionsraten haben mehrere Bundesländer eine vorsichtige Öffnung für Touristen angekündigt, darunter Bayern, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz.
  • Nach dem Willen von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer sollen Schüler zurück in die Schulen, sobald es sinkende Corona-Zahlen möglich machen. Noch wird die Schulöffnung durch die Bundes-Notbremse vielerorts verhindert.
  • Das Bundeskabinett hat mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene beschlossen. Die Entscheidung muss jetzt noch durch Bundestag und Bundesrat. Kontaktsperren und Ausgangssperren sollen für diese Gruppen wegfallen.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.







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Donnerstag, 6. Mai, 5.14 Uhr

Laumann: Kommunen unter 100er Inzidenz können Außen-Gastro öffnen

Kreise und kreisfreie Städte mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 können nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) die Außen-Gastronomie schon jetzt öffnen. Kommunen, die unter der Marke 100 bei der Inzidenz sind, könnten über Kommunalverfügungen Öffnungen machen, sagte Laumann auf die Frage nach Öffnungen im Gastgewerbe.

Bei den landesweit geltenden Verordnungen des Landes NRW seien Ausnahmen möglich. Wenn eine Kommune, die beispielsweise bei einer Inzidenz von 70 liege, die Außengastronomie öffnen wolle, könne das Kreisverwaltung oder Stadtverwaltung entscheiden.

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz.
Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz. © picture alliance/dpa/dpa Pool © picture alliance/dpa/dpa Pool

Mittwoch, 5. Mai, 22.40 Uhr

Karl Lauterbach macht sinkende Inzidenz an fünf Punkten fest

Wirkung habe etwa die Diskussion um die letztlich zurück­gezogene Oster­ruhe gezeigt. „Die Bevölkerung hat reagiert und schon um Ostern herum von sich aus mehr Vorsicht walten lassen“, sagte der Politiker zur „Bild“-Zeitung. Auch die Bundes­notbremse habe ihren Teil zu dem sinkenden Inzidenz­wert beigetragen, da einzelne Bundes­länder ihre geplanten Lockerungen zurück­nehmen mussten. Besonders in Groß­städten, so Lauterbachs dritter Punkt, habe die Not­bremse das Infektions­geschehen eingedämmt.

Als die letzten beiden Punkte nennt der SPD-Gesundheits­experte die voran­schreitende Impf­kampagne und der dadurch eintretende Effekt bei der Bevölkerung. „Die Leute, die wissen, dass sie bald geimpft werden oder gar schon ihren Termin haben, werden viel vorsichtiger, denn niemand will sich vor der rettenden Impfung noch anstecken“, so Lauterbach. Auch die Gefahr des Superspreadings sei mittlerweile weitest­gehend eingedämmt.

Mittwoch, 5. Mai, 20.58 Uhr

Spahn will bundesweit für Astrazeneca Priorisierung aufheben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will für Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca die Priorisierung sofort aufheben. Das sagte der CDU-Politiker am Mittwochabend in einer TV-Sendung. Unabhängig von Alter oder Vorerkrankung könne dann also jeder, der mit Astrazeneca geimpft werden wolle, auch geimpft werden.

Grund sei, dass der Astrazeneca-Impfstoff in vielen Arztpraxen und Impfzentren liegen bleibe, da sich ältere Menschen bevorzugt mit dem Biontech-Impfstoff impfen lassen möchten.

Mittwoch, 5. Mai, 20.06 Uhr

Bundesverfassungsgericht bestätigt nächtliche Ausgangssperren

Das Bundesverfassungsgericht hat Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Notbremse abgelehnt. „Damit ist nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar ist“, teilte das Gericht in Karlsruhe mit. Diese Frage müsse jedoch im Hauptsacheverfahren geklärt werden.

Mittwoch, 5. Mai, 19.30 Uhr

NRW übernimmt Hälfte der Kita-Beiträge im ersten Halbjahr

Familienminister Joachim Stamp bekräftigte, dass die Eltern für das erste Halbjahr insgesamt nur die Hälfte der üblichen Kita-Beiträge zahlen müssten, weil coronabedingt nicht das volle Angebot zur Verfügung gestanden habe. Die Monate Mai und Juni würden – wie zuvor schon der Januar – komplett beitragsfrei gestellt. „Klare Botschaft an die Eltern ist: Für das erste Halbjahr werden wir insgesamt die Hälfte der Beiträge erstatten“, versicherte Stamp. „Sollte es wider Erwarten im Juli noch zu Störungen im System kommen, werden wir das natürlich auch noch mal entsprechend berücksichtigen.“

Mittwoch, 5. Mai, 18.12 Uhr

Panne löst Polizeieinsatz im Impfzentrum aus

Eine Panne beim Ausfüllen der Impfpässe hat in Bielefeld die Polizei auf den Plan gerufen. Eine dort Ende April geimpfte Frau hatte eine fehlerhafte Chargennummer in ihrem Impfpass bemerkt und war stutzig geworden. „Wir konnten zunächst nicht ausschließen, dass dem Impfzentrum etwas anderes geliefert worden war als der reguläre Impfstoff“, sagte eine Polizeisprecherin.

Doch die Befürchtungen, es mit einer Straftat zu tun zu haben, entpuppten sich schnell als unbegründet: Wie die Stadt Bielefeld mitteilte, war den Mitarbeitern in der Apotheke des Impfzentrums beim Erstellen der Etiketten für den Impfpass ein Fehler unterlaufen, so dass bei 251 Menschen nun eine falsche Chargennummer im Impfpass steht.

Mittwoch, 5. Mai, 16.58 Uhr

Gebauer: Impfungen der Lehrer stabilisieren Schulbetrieb

Rund 150.000 Lehrkräfte und Beschäftigte an weiterführenden Schulen in Nordrhein-Westfalen können sich ab dem morgigen Donnerstag einen Termin für die Corona-Schutzimpfung geben lassen. Sie gehören zu den Berufsgruppen der Priorisierungsgruppe 3, für die das Land die Impfkampagne ab sofort öffnet. Dies sei „ein gutes und wichtiges Signal“, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) heute.

Nach den Grund- und Förderschullehrern könnten nun auch die anderen Lehrkräfte geimpft werden. Die Impfung sei ein „wichtiger Beitrag für den Infektionsschutz und die Stabilisierung des Schulbetriebs“. Zusammen mit der Corona-Testpflicht werde das den Präsenzbetrieb an den Schulen noch sicherer machen.

Mittwoch, 5. Mai, 15.15 Uhr

Laumann zu Öffnungen im Tourismus: Zur Zeit nicht richtig

NRW-Gesundheitsminister Laumann (CDU) sieht mögliche Öffnungen im Tourismus derzeit noch skeptisch. Darüber werde „zum passenden Zeitpunkt“ in der Landesregierung gesprochen, sagte er. „Wenn ich die Zahlen in den Krankenhäusern anschaue, ist mir der Kopf noch nicht nach Öffnungen.“ Er halte Lockerungen im Tourismus „zur Zeit nicht für richtig“. Es gebe noch andere Baustellen zu lösen. So seien in vielen Kommunen wegen der hohen Inzidenzen die Schulen noch geschlossen.

Aber: Es sei ja auch noch nicht Pfingsten. Man müsse sehen, wie sich die Corona-Infektionszahlen bis dahin entwickelten. Unter anderem Niedersachsen und Bayern hatten für Pfingsten Ende Mai vorsichtige Öffnungen im Tourismus angekündigt.

Mittwoch, 5. Mai, 14.49 Uhr

Impfreihenfolge in Arztpraxen soll in NRW Anfang Juni fallen

Die Impfreihenfolge in den Arztpraxen in Nordrhein-Westfalen soll Anfang Juni enden. Voraussichtlich ab dem 7. Juni würden die Betriebsärzte in die Corona-Impfkampagne einbezogen, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Spätestens ab diesem Zeitpunkt falle dann die Priorisierung in den Arztpraxen.

Im Juni würden die größten Fortschritte im Impfprogramm gemacht, kündigte Laumann an. Die Anzahl der Impfdosen in den Arztpraxen werde sich deutlich erhöhen. Allein die Zahl der Biontech-Impfdosen werde sich gegenüber Mai verdoppeln.

Aber auch die Impfzentren würden noch einige Zeit gebraucht, sagte der CDU-Politiker. Ihre Finanzierung sei bis einschließlich September gesichert.

Mittwoch, 5. Mai, 14.16 UhrLaumann: Impfungen für Prioritätsgruppe 3 können in NRW starten NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) informiert zum weiteren Impfgeschehen in NRW. Momentan laufen in NRW die Impfungen für die Prioritätsgruppe 2. Weil viele Menschen schon beim Hausarzt geimpft worden seien, könne man nun mit der Prioritätsgruppe 3 starten, so Laumann. Termine für die Impfungen in dieser Gruppe könnten bereits ab Donnerstag, 6. Mai, über die Hausärzte oder die Terminvergabeseiten der Kassenärztlichen Vereinigungen vereinbart werden.

Mittwoch, 5. Mai, 13.37 UhrAstrazeneca bleibt liegen – Arzt bietet Termine via Ebay an Um den Impfstoff von Astrazeneca nicht verfallen zu lassen, hat ein Hausarzt aus Ostwestfalen einen ungewöhnlichen Weg über Ebay gewählt. „Es wäre Wahnsinn, den zuverlässigen und wirksamen Impfstoff verkommen zu lassen“, sagte der Allgemeinmediziner und Kardiologe Peter Weitkamp aus Kirchlengern der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Zwei Tage lang habe er nun über die Internet-Plattform Impftermine mit Astrazeneca „zu verschenken“ an Menschen über 60 Jahre angeboten. Er habe 80 bis 90 Impfdosen übrig.

Ab der kommenden Woche werde er seine Astrazeneca-Restbestände denen verabreichen, die sich auf sein Ebay-Angebot hin meldeten. Außerdem spritze er Astrazeneca an Erstgeimpfte, die das Präparat vor mehreren Wochen schon erhalten hatten und es nun erneut – trotz gegenteiliger Empfehlung von Stiko und Politik – erneut haben wollen. Astrazeneca habe zu Unrecht ein schlechtes Image, sagte Weitkamp.

Mittwoch, 5. Mai, 11.49 UhrCorona-Test-Zelte in Minden-Lübbecke wegen Sturms geschlossen Wegen anhaltender Sturmböen bleiben im Kreis Minden-Lübbecke am Mittwoch einige Corona-Teststellen in Zelten weiter geschlossen. Wie die Mühlenkreiskliniken mitteilten, werden die Drive-in-Zelte in Minden, Löhne und Lübbecke auch am zweiten Tag in Folge nicht in Betrieb gehen, in Herford dagegen werden wieder Schnelltests angeboten.

Der Allgemeinmediziner und Kardiologe Peter Weitkamp aus Kirchlengern. © picture alliance/dpa/Peter Weitkamp © picture alliance/dpa/Peter Weitkamp

Der Sturm hatte am Dienstagmorgen die Test-Zelte eines anderen Betreibers im ebenfalls zum Kreisgebiet gehörenden Bad Oeynhausen aus der Verankerung gerissen und weggeweht. Am Standort werde aber inzwischen weitergetestet, hieß es vom Betreiber. Auch in Marl im Kreis Recklinghausen hatte der Wind ein Test-Zelt zerstört. Mittwoch, 5. Mai, 11.08 UhrKabinett beschließt Corona-„Aufholprogramm“ und GanztagsanspruchMit zwei Milliarden Euro will die Bundesregierung die Folgen der Corona-Maßnahmen für Kinder und Jugendliche abmildern. Das Bundeskabinett brachte am Mittwoch ein „Aktionsprogramm Aufholen“ auf den Weg. Eine Milliarde Euro ist für Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler gedacht, die Lernrückstände aufholen müssen. Eine weitere Milliarde Euro soll in soziale Maßnahmen investiert werden, um auch die psychischen Krisenfolgen für Kinder und Jugendliche abzufedern. Hier geht es um eine Aufstockung von bestehenden Programmen im Bereich frühkindlicher Bildung, in der Schulsozialarbeit und im Freizeitbereich.

Geplant ist auch eine Einmalzahlung von 100 Euro für Kinder aus Familien, die auf Hartz IV angewiesen sind oder nur ein sehr geringes Einkommen haben. Das Geld soll je nach Bedarf für Ferien-, Sport- und Freizeitaktivitäten eingesetzt werden können. Eine Auszahlung könnte nach dpa-Informationen im August erfolgen.

Das Kabinett beschloss außerdem einen Gesetzentwurf für einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler.

Mittwoch, 5. Mai, 10.50 Uhr

Spahn zu Lockerungen: „Zuversicht paaren mit Umsicht und Vorsicht“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat mit Blick auf die Rücknahme von Grundrechtseinschränkungen bei Geimpften und Genesenen zu Umsicht und Vorsicht aufgerufen. „Wir haben Anlass zu viel Zuversicht und Perspektive, die Zahl der Impfungen steigt, wir können Lockerungen machen“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im „ZDF“-Morgenmagazin. „Aber wir sind auch noch in der dritten Welle“, ergänzte er. Die Zahlen gingen runter, aber seien noch nicht tief genug, die Intensivstationen seien noch stark belastet. „Zuversicht paaren mit Umsicht und Vorsicht“ sei das Gebot der Stunde.

Die Erfahrungen anderer Länder auf der Welt hätten gezeigt: „Wer zu schnell öffnet, den kann das auch sehr sehr schnell wieder einholen“, mahnte Spahn. „Wir machen das eben Schritt für Schritt mit Augenmaß, aber auch mit einem Verständnis dafür, dass es hier um Grundrechte und Freiheiten geht.“

Mittwoch, 5. Mai, 10.30 Uhr

Zahl der Hochzeiten im Lockdown-Januar deutlich gesunken

Die strengen Coronaschutz-Auflagen haben im Januar wohl vielen Paaren die Lust auf eine Hochzeitsfeier verdorben: Die Zahl der Eheschließungen sank im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat deutlich um 13 Prozent auf 2030, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am Mittwoch mitteilte. Im Januar 2020, als es noch keine Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen gab, hatten 2327 Paare geheiratet. Am meisten Eheschließungen gab es 2020 im August: Mehr als 10 000 Paare gaben sich in dem Sommer- und Ferienmonat das Ja-Wort.

Mittwoch, 5. Mai, 9.01 Uhr

Corona-Inzidenz in NRW sinkt weiter – viele Kommunen unter 165

Der Sieben-Tage-Wert für Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen weiter gesunken. Er liegt jetzt nur noch in 16 der 53 NRW-Kreise und kreisfreien Städte über der Schwelle von 165. Ab diesem Grenzwert gehen Schulen in Distanzunterricht und Kitas in den Notbetrieb. Landesweit lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Mittwochmorgen bei 148,2 (Vortag 153,7).

Binnen 24 Stunden kamen 70 neue Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 hinzu. Vier Kommunen in NRW – Münster, Coesfeld, Höxter und Soest – unterschritten die für die Bundes-Notbremse entscheidende Schwelle von 100. Die niedrigste Inzidenz hatte unverändert der Kreis Soest mit am Mittwoch 66,3. Weiter an der Spitze stand bei der Sieben-Tage-Fallzahl Hamm mit 277,9.

Mittwoch, 5. Mai, 8.23 Uhr

Virologin Ciesek „optimistisch“, dass sich Corona-Situation entspannt

Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek ist zuversichtlich, dass sich die Corona-Situation in Deutschland entspannt. „Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Dienstag im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“.

Das Impftempo sei schneller als vorhergesagt, bis zu eine Million Impfungen pro Tag seien eine gute Zahl. „Ich bin optimistisch: Wenn wir es schaffen, weiter schnell und gezielt zu impfen und vielleicht in vier Wochen schon die Hälfte der Erwachsenen die erste Dosis bekomme haben, dass sich die Situation dann weiter entspannen wird.“

Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt
Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Mittwoch, 5. Mai, 7.17 Uhr

Kabinett berät über 100 Euro Freizeitbonus und Nachhilfe-Milliarde

Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch zwei große Vorhaben in der Familien- und Bildungspolitik auf den Weg bringen. Um die Corona-Folgen für Kinder und Jugendliche abzufedern, soll ein rund zwei Milliarden Euro schweres sogenanntes Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche beschlossen werden.

Das geplante Corona-Aufholprogramm soll aus zwei Säulen bestehen: Mit rund einer Milliarde Euro sollen Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler in den Bundesländern unterstützt werden. Eine weitere Milliarde ist für die Aufstockung verschiedener sozialer Programme vorgesehen, um die sozialen und psychischen Krisenfolgen für Kinder und Jugendliche abzufedern. Geplant ist unter anderem eine Einmalzahlung von 100 Euro für Kinder aus Familien, die auf Hartz IV angewiesen sind oder nur ein sehr geringes Einkommen haben.

Mittwoch, 5. Mai, 6.09 Uhr

RKI: 18.034 Corona-Neuinfektionen und 285 neue Todesfälle in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 18.034 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Am Mittwoch vor einer Woche hatte der Wert bei 22.231 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 132,8 (Vortag: 141,4; Vorwoche: 160,6) Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 285 neue Todesfälle verzeichnet.

Mittwoch, 5. Mai, 5.22 Uhr

Mehrere Bundesländer kündigen Öffnung für Touristen an

Angesichts sinkender Corona-Neuinfektionsraten haben mehrere Bundesländer eine vorsichtige Öffnung für Touristen angekündigt. So sollen in Bayern Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze in Kreisen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 ab dem 21. Mai öffnen dürfen. Das rheinland-pfälzische Kabinett will sich am Freitag mit Öffnungsschritten befassen. Dabei werde es etwa um den kontaktarmen Urlaub in den Pfingstferien gehen, also etwa in einer Ferienwohnung oder auf einem Campingplatz mit eigener sanitärer Anlage, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

Mecklenburg-Vorpommern erlaubt vollständig geimpften Tagesausflüglern und Zweitwohnungsbesitzern aus anderen Bundesländern wieder die Einreise. Niedersachsen kündigte ebenfalls schon an, den Handel, die Gastronomie und den Tourismus in Regionen mit niedrigen Infektionszahlen unter Auflagen zu öffnen.

Dienstag, 4. Mai, 22.15 Uhr

Gebauer dringt auf Präsenzunterricht bei niedrigen Corona-Fallzahlen

Nach dem Willen von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer sollen Schüler zurück in die Schulen, sobald es sinkende Corona-Zahlen möglich machen. „Natürlich möchte ich so schnell wie möglich für unsere Schülerinnen und Schüler wieder Präsenzunterricht anbieten, weil ich eben der festen Überzeugung bin, dass es die richtige Unterrichtsform ist“, bekräftige die FDP-Politikerin ihre Position in einem online ausgestrahlten Interview der WAZ.

Allerdings gelte nach wie vor die Bundesnotbremse, die klare Vorgaben setze, denen man sich auch zu beugen habe. Schulen müssen gemäß der Bundes-Notbremse in den Distanzunterricht, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern, an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 165 überschreitet. Erst wenn sie stabil darunter liegen ist eine Rückkehr in Form von Wechselmodellen möglich.

Die Ministerin verteidigte, vergleichsweise lange am Präsenzunterricht festgehalten zu haben, weil sie den Unterricht vor Ort für die „beste Form des Lehrens und Lernens“ halte. Es habe sich zudem gezeigt, dass die Zahlen erst jetzt sinken würden, obwohl die Schulen schon länger geschlossen seien. Sie verwies auf Studien, die nahelegten, dass im Gegenteil geöffnete Schulen mit ihren Hygienekonzepten sicherer seien als wenn Jugendliche in ihrer Freizeit ohne Schutz aufeinanderträfen.

Dienstag, 4. Mai, 19.14 Uhr

Von der Leyen: Ein Viertel der EU-Bürger geimpft

Ein Viertel aller Einwohner der Europäischen Union ist inzwischen einmal gegen das Coronavirus geimpft – und das Impftempo nehme zu, twitterte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: „Wir haben gerade 150 Millionen Impfungen überschritten.“ Im Juli würden ausreichend Impfdosen vorhanden sein, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen, kündigte von der Leyen an.

Dienstag, 4. Mai, 18.33 Uhr

Impfungen von Wohnungslosen in NRW: 9500 Impfstoff-Dosen abgerufen

Für die Impfung von Wohnungs- und Obdachlosen haben nordrhein-westfälische Kommunen bislang gut 9500 Dosen des Johnson & Johnson-Impfstoff abgerufen. „Das Ministerium geht davon aus, dass fortlaufend stetig Impfstoffmengen durch die Impfzentren abgerufen werden. In einigen Impfzentren laufen die Impfungen der Wohnungs- und Obdachlosen erst in den kommenden Tagen an“, erklärte eine Sprecherin.

Das Land NRW will den Johnson & Johnson-Impfstoff derzeit vor allem bei wohnungs- und obdachlosen Menschen einsetzen, weil das Präparat für einen vollen Impfschutz nur einmal verabreicht werden muss.

Dienstag, 4. Mai, 17.35 Uhr

Merkel sieht bei Corona „Licht am Ende des Tunnels“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erfreut über die Entspannung des Corona-Infektionsgeschehens im Land geäußert. Es gebe „Licht am Ende des Tunnels“, sagte sie. Die Kanzlerin verwies auf sinkende Fallzahlen und eine leichte Entspannung in der Intensivmedizin. Zugleich mahnte Merkel nach diesen Angaben, je sorgsamer man jetzt vorgehe, umso schneller würden alle von Lockerungen profitieren können.

Dienstag, 4. Mai, 16.35 Uhr

30 Prozent der Menschen in NRW gegen Coronavirus erstgeimpft

In NRW sind nach jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts 30 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Im Bundesdurchschnitt liegt die Quote mit 28,7 Prozent leicht darunter. Vollständig geimpft sind laut den am Dienstag veröffentlichten Zahlen allerdings erst 7,8 Prozent in NRW (8,1 Prozent bundesweit). Das sind fast 1,4 Millionen von insgesamt über 6,8 Millionen Geimpften im einwohnerstärksten Bundesland.

Dienstag, 4. Mai, 15.47 UhrSchnelltestzentrum in Duisburg wegen Sturm geschlossen – Impfzentrum in Recklinghausen auchIn Duisburg musste das Corona-Schnelltestzentrum auf dem Glückaufplatz in Rheinhausen am Nachmittag schließen. Durch die starken Böen brechen immer wieder Äste aus den herumstehenden Bäumen ab und fallen auf die Fläche. „Damit niemand verletzt wird, wurde das Testzentrum soeben geschlossen“, teilte die Stadt mit. Personen, die dort heute einen Termin vereinbart haben, werden gebeten, auf andere Testzentren auszuweichen oder einen neuen Termin zu buchen.Der Kreis Recklinghausen hatte schon im Vorfeld sein Impfzentrum wegen des Wetters geschlossen.

Dienstag, 4. Mai, 13.57 UhrBund beschließt Erleichterungen für GeimpfteGegen das Coronavirus Geimpfte und Genesene sollen bald mehr Freiheiten bekommen. Das hat das Bundeskabinett am heutigen Dienstag beschlossen. Die Entscheidung muss noch durch Bundestag und Bundesrat. Allerdings könnte das schnell gehen und die Erleichterungen für Geimpfte schon am Wochenende umgesetzt werden, so Justizministerin Christiane Lamprecht (SPD) in Berlin.

Über die Erleichterungen hinaus, die in NRW bereits gelten, sollen unter anderem Kontaktsperren und Ausgangssperren für diese Gruppen wegfallen.Dienstag, 4. Mai, 13.29 UhrEU-Behörde prüft chinesischen Impfstoff von Sinovac

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat das Prüfverfahren für den Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac gestartet. Die Daten würden im beschleunigten Verfahren bewertet, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Die Experten der EMA begründeten ihre Entscheidung mit vorläufigen Ergebnissen aus klinischen und Labor-Studien. Daraus werde deutlich, dass der Impfstoff die Produktion von Antikörpern gegen das Coronavirus anrege und daher als Schutz gegen Covid-19 wirksam sein könne.

Die EMA prüft nach dem sogenannten Rolling Review-Verfahren. Danach werden alle Daten bewertet, noch vor dem Abschluss der Studien und bevor der formelle Antrag auf Marktzulassung gestellt wurde. Wie lange das Prüfverfahren dauern wird, ist unklar.Dienstag, 4. Mai, 12.27 UhrTirol: Keine Ausreise-Testpflicht mehr ab Donnerstag Die Ausreisebeschränkungen für das österreichische Bundesland Tirol werden wegen der nun stabilen Corona-Lage beendet. Ab Donnerstag ist beim Verlassen der Region kein negativer Testnachweis mehr nötig. Das gab die Landesregierung in Innsbruck am Dienstag bekannt. Ein wichtiger Grund für diesen Schritt sei auch der Rückgang einer Virusvariante, die sich aus der britischen Variante entwickelt habe, sagte Tirols Pandemie-Einsatzleiter Elmar Rizzoli.

Dienstag, 4. Mai, 11.49 UhrMinisterium: „Lolli-Tests“ ab 10. Mai an allen Grundschulen Ab dem 10. Mai sollen die Kinder an allen Grund- und Förderschulen in NRW zwei Mal pro Woche mit einem sogenannten „Lolli-Test“ auf das Coronavirus untersucht werden. Das hat das Schulministerium in einer E-Mail an alle Einrichtungen mitgeteilt. Das hat auch Folgen für die Organisation des Wechsel-Unterrichts.

Im Gegensatz zu Schnelltests werden die „Lolli-Tests“, bei denen die Kinder einen Tupfer durch den Mund rollen, im Labor untersucht und sind genauer. Allerdings werden die Tests als Pool vorgenommen: Die Tests einer Gruppe werden zusammen untersucht – ist das Ergebnis positiv, müssen alle Betroffenen noch mal getestet werden, um den oder die Infizierten zu finden. An fast 3800 Schulstandorten sollen täglich rund 35 000 Pooltestungen stattfinden.

Dienstag, 4. Mai, 10.42 Uhr

2000 Termine abgesagt: Impfzentrum im Kreis Recklinghausen geschlossen

Der Kreis Recklinghausen hat sein Impfzentrum auf dem Konrad-Adenauer-Platz am Dienstag geschlossen. Grund dafür ist die Warnung des Deutschen Wetterdienstes zu Sturm Eugen, der heute über NRW fegen soll. „Die Sicherheit der Besucher und Mitarbeiter des Impfzentrums geht vor“, erklärt Patrick Hundt, Leiter des Impfzentrums.

„Alle, die einen Termin für diesen Tag gebucht haben, werden von uns informiert und bekommen kurzfristig einen Ersatztermin.“ Insgesamt waren für Dienstag 2411 Termine geplant. Wegen der hohen Auslastung des Impfzentrums kann die Neu-Terminierung mehrere Tage in Anspruch nehmen.

Dienstag, 4. Mai, 8.23 Uhr

Corona-Inzidenz in NRW wieder gesunken

Nach einem Anstieg am Vortag ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen wieder leicht gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 153,7. Binnen 24 Stunden kamen 96 neue Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 hinzu. Allerdings fehlten in der Berechnung der Inzidenz-Werte laut Übersichtstabelle des Landeszentrums Gesundheit (LZG) am Dienstag die Corona-Zahlen für Bielefeld und Mülheim/Ruhr.

In Hamm sank die Wocheninzidenz wieder unter 300 auf den Wert 280,1. Immer noch lagen aber 23 der 53 Kreise und kreisfreien Städte über der Sieben-Tage-Inzidenz von 165, ab der Schulen in Distanzunterricht gehen und Kitas in den Notbetrieb. Fünf Kommunen in NRW unterschritten die für die Bundes-Notbremse entscheidende Schwelle von 100. Die niedrigste Inzidenz hatte der Kreis Soest mit 72,9.

Dienstag, 4. Mai, 7.51 Uhr

Mehrheit hat keine Bedenken bei Corona-Impfung

Die große Mehrheit der Deutschen hat einer Umfrage zufolge keine Bedenken gegen eine Corona-Impfung. 83 Prozent gaben in einer Forsa-Erhebung für die Techniker Krankenkasse (TK) an, überhaupt keine oder eher keine Angst davor zu haben. Der Aussage „Ich habe Angst vor der Impfung gegen Corona“ stimmten nur 16 Prozent „eher“ oder „voll und ganz“ zu. Ältere sind demnach besonders gelassen: 90 Prozent der Befragten ab 60 gaben an, dass sie keine oder eher keine Angst vor einer Corona-Impfung haben, bei den 18- bis 39-Jährigen war der Anteil mit 76 Prozent etwas geringer.

Dienstag, 4. Mai, 7.19 Uhr

NRW-Minister mahnt: Keine unnötigen Reisen in die Niederlande

Nordrhein-Westfalens Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) hat an die Bürger appelliert, nicht notwendige Reisen in die Niederlande zu unterlassen. „Die Corona-Infektionszahlen in den Niederlanden sind mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von immer noch 280 nach wie vor hoch – und auch deutlich höher als in Nordrhein-Westfalen“, sagte Holthoff-Pförtner der „Rheinischen Post“. Nach seinen Worten sind beide Länder in einem guten Austausch.

Holthoff-Pförtner verwies auf die von NRW, Belgien und den Niederlanden getragene „Cross-Border-Taskforce Corona“, die sich seit über einem Jahr als Instrument des Krisen-Managements bewährt habe. „Dazu gehören mindestens einmal in der Woche der Informationsaustausch und die gemeinsame Suche nach Lösungen für grenzüberschreitende Probleme“, sagte er.

Dienstag, 4. Mai, 6.12 Uhr

RKI registriert 7534 Corona-Neuinfektionen und 315 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7534 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 141,4 (Vortag: 146,9; Vorwoche: 167,6). Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 315 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 344 Tote.

Dienstag, 4. Mai, 5.21 Uhr

Amtsärzte: Geimpfte müssen weiter getestet werden

Die Amtsärzte haben die geplanten Ausnahmeregelungen für gegen Corona geimpfte Menschen kritisiert. „Geimpfte müssen unbedingt weiterhin getestet werden. Es wäre fatal, wenn Geimpfte und Genesene künftig von allen Testpflichten etwa bei der Einreise ausgenommen würden“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, dass bei Einreisen nach Deutschland künftig ein vollständiger Impfnachweis anstelle eines Tests ausreichen soll. Teichert meinte aber: „Ohne umfassende Tests verlieren wir den Überblick über das Infektionsgeschehen – gerade auch mit Blick auf Virusvarianten.

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