Münster klettert am Donnerstag über eine Inzidenz von 100. Remscheid sogar über 300. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Inzidenz in vielen Kommunen über 200 – Zwei Städte über 300 – Liveblog

In fast allen NRW-Kommunen liegt die Corona-Inzidenz jetzt über der kritischen 100er-Grenze. Viele Städte und Kreise liegen sogar über 200. Die aktuelle Lage in NRW im Überblick.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 663.746 bestätigte Fälle – 52.200 aktuell Infizierte – 14.762 Todesfälle, Wocheninzidenz: 158,6 (Stand: 15.4.2021).
  • Die 7-Tages-Inzidenz in NRW steigt. Jetzt verzeichnet auch Münster eine Inzidenz über der kritischen 100er-Grenze. Damit sind nur noch vier NRW-Kommunen unter 100: Höxter (89,1), Soest (89,5) und Coesfeld (94,3) sowie die Stadt Bottrop (90,2). Remscheid und Castrop-Rauxel liegen sogar über 300.
  • Der NRW-Landtag trifft sich heute zu einer Sondersitzung, um über die Corona-Lage und das weitere Vorgehen zu beraten.
  • Die dritte Corona-Welle sorgt in Nordrhein-Westfalen zunehmend für Engpässe auf den Intensivstationen. In Essen sind inzwischen fast alle Betten belegt.
  • Schüler in NRW kehren ab Montag zumindest teilweise wieder in die Klassenzimmer zurück.
  • Biontech und Pfizer liefern noch in diesem Quartal 50 Millionen zusätzliche Impfdosen in die EU. Damit beträgt die Gesamtzahl 250 Millionen in diesem Quartal.
  • Moderna und Biontech ersetzen Astrazenca bei Zweitimpfungen bei unter 60-Jährigen.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.

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Donnerstag, 15. April, 11.45 Uhr

Umfrage: 40 Prozent der Ungeimpften beneiden Geimpfte

Mehr als ein Drittel der ungeimpften Deutschen sind nach einer Umfrage neidisch auf Mitbürger, die schon eine Spritze gegen das Corona-Virus erhalten haben. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa für das Magazin „stern“ bejahten 40 Prozent diese Frage. Im Westen waren es 42 Prozent, im Osten 29 Prozent. Von den Frauen äußerten sich 37 Prozent neidisch, von den Männern 43 Prozent. Für eine Aufhebung der Impfreihenfolge sprachen sich in der Umfrage 62 Prozent aller Befragten aus.

Donnerstag, 15. April. 9.34 UhrSpahn: „Jeder Tag zählt gerade in dieser schwierigen Lage“

„Das, was wir jetzt versäumen, rächt sich in zwei oder drei Wochen,“ betonte Gesundheitsminister Jens Spahn in der Pressekonferenz am Morgen. „Jeder Tag zählt gerade in dieser schwierigen Lage.“ Spahn unterstrich eindringlich den Ernst der Lage. Sein Appell an die Entscheidungsträger der Länder: „Es ist gut, dass wir bald ein neues Bundesgesetz haben, aber wir dürfen nicht warten. Die Zeit drängt und bereits jetzt haben Sie alle Möglichkeiten zu handeln.“

Die härteste Währung in dieser Situation sei der Blick auf die Intensivstationen. „Die Zahl der der Intensivpatienten liegt bundesweit wieder bei 5000. In zwei Wochen rechnen Intensivmediziner mit 6000 Patienten“, sagte Spahn und warnte vor einer Überlastung des Gesundheitssystems. „Das, was wir jetzt versäumen, rächt sich in zwei oder drei Wochen,“ betonte der CDU-Politiker.

Donnerstag, 15. April, 9.26 Uhr7-Tages-Inzidenz in Castrop-Rauxel ebenfalls über 300 Auch in einigen kreisangehörigen Städten gibt es sehr hohe Inzidenzen, so etwa in Castrop-Rauxel, wo die Inzidenz laut Stadt ebenfalls über 300 liegt.

Donnerstag, 15. April, 9.01 Uhr

Livestream: Spahn und RKI-Chef Wieler zur aktuellen Corona-Lage

Angesichts der steigenden Zahlen äußern sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Präsident Lothar Wieler heute in einer Pressekonferenz.


Donnerstag, 15. April, 7.38 Uhr

Zehn Kreise und kreisfreie Städte NRW mit einer Inzidenz von über 200

In NRW haben aktuell 49 der 53 kreisfreien Städte und Kreise eine Inzidenz höher als 100, in zehn kreisfreien Städten und Kreisen liegt der Inzidenzwert sogar über 200:

  • Remscheid: 327,8
  • Hagen: 267,1
  • Märkischer Kreis: 222,6
  • Mülheim an der Ruhr: 215,1
  • Solingen: 214,1
  • Wuppertal: 209,2
  • Oberbergischer Kreis: 208,8
  • Duisburg: 205,1
  • Gelsenkirchen: 204,5
  • Kreis Unna: 204,4

Donnerstag, 15. April, 6.31 Uhr

Hotelkette Maritim muss Standorte verkaufen

Wegen knapper Kassen in der Coronakrise sieht sich die Hotelkette Maritim gezwungen, sich von einem Teil ihrer Standorte zu trennen. Man habe in Pandemiezeiten einen Liquiditätsverlust von 140 Millionen Euro verkraften müssen. „Obwohl wir vor der Pandemie über hohe Liquiditätsreserven verfügt haben, müssen wir nun über Hotel-Notverkäufe unser Überleben sichern“, erklärte die Inhaberin des Familienunternehmens, Monika Gommolla. Einzelheiten zu diesen Verkäufen nannte sie nicht.

Donnerstag, 15. April, 5.26 Uhr

NRW-Landtag berät heute in Sondersitzung die Corona-Lage

Der nordrhein-westfälische Landtag berät heute um 13 Uhr, wie die dritte Corona-Infektionswelle gebrochen werden könnte. SPD und Grüne haben dazu eine Sondersitzung des Landesparlaments beantragt.

Auch die schwarz-gelbe Landesregierung meldete eine Unterrichtung zu den Perspektiven aus der Pandemie an. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird zu diesem Thema sprechen. Die Sitzung wird live im Internet übertragen: www.landtag.nrw.de

Donnerstag, 15. April, 5.13 Uhr

RKI registriert 29.426 Corona-Neuinfektionen und 293 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 29.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 20.407 Neuinfektionen und 306 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI heute bundesweit bei 160,1. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 153,2 an, vor vier Wochen lag sie bei 90,4.

Mittwoch, 14. April, 23.04 Uhr

Trotz Impfung offenbar Corona-Ausbruch in Altenheim

In einem Altenheim in Leichlingen im Rheinisch-Bergischen Kreis haben sich nach Angaben des Geschäftsführers 17 Bewohner und Beschäftigte mit Corona infiziert, obwohl sie bereits geimpft sind. Sie hätten glücklicherweise entweder gar keine oder nur schwache Symptome, sagte der Geschäftsführer des Heims, Joachim Noß. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet. Schnelltests hätten den positiven Befund in den 17 Fällen erbracht, sagte Noß. Daraufhin seien PCR-Tests gemacht worden. Davon seien erst einige Ergebnisse da, aber auch diese seien positiv, sagte Noß. Weitere Anordnungen müssten nun vom Gesundheitsamt kommen.

Mittwoch, 14. April, 22.06 Uhr

Weiter Distanzunterricht im Oberbergischen Kreis

Wegen hoher Corona-Zahlen strebt der Oberbergische Kreis die Fortsetzung des Distanzunterrichts an. Da die Inzidenzzahl aktuell bei 207,7 liege, wolle man am Montag noch nicht in den Wechselunterricht zurückkehren, so wie das im Rest des Landes geplant sei, teilte der Kreis am Mittwoch mit. Dies gelte vorbehaltlich der Zustimmung durch das Land Nordrhein-Westfalen. „Bei einer Öffnung der Schulen ist zu erwarten, dass Infektionen aus dem privaten Bereich wieder verstärkt in den schulischen Bereich weitergetragen würden“, sagte Landrat Jochen Hagt (CDU).

Mittwoch, 14. April, 21.18 Uhr

NRW-Intensivstationen füllen sich wegen Corona – Warnung vor Triage

Die dritte Corona-Welle sorgt in Nordrhein-Westfalen zunehmend für Engpässe auf den Intensivstationen. Die Lage sei „sehr angespannt“, und in den nächsten Wochen seien weitere Belastungen zu erwarten, teilte eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums am Mittwoch auf Nachfrage mit. Planbare Eingriffe würden bereits verschoben, berichteten die Unikliniken Essen und Köln. Dennoch seien freie Intensivbetten knapp. In der Essener Universität, dem patientenstärksten Corona-Behandlungszentrum in NRW, waren am Mittwoch nur noch sieben von 180 Intensivbetten frei. Dazu kämen allerdings 15 sogenannte Überwachungsbetten, auf die etwa Unfallopfer verlegt werden könnten, um Raum für Corona-Patienten zu gewinnen, sagte ein Sprecher.

Die landesweite Zahl der freien Intensivbetten mit Beatmungstechnik ist nach einer Übersicht der Landesregierung unter die Marke von 500 gesunken. Demnach waren am Mittwoch 482 solcher Betten frei nach 520 am Dienstag. Außerdem gibt es bereits einzelne Warnungen von Medizinerseite vor einer drohenden Triage, also einer Situation, in der Ärzte nach bestimmten Kriterien priorisieren müssen, welcher schwer kranke Patient zuerst behandelt wird.

Mittwoch, 14. April, 20.29 Uhr

Ministerium: Ausreichend Ersatz für zweite Spritze nach Astrazeneca

Das NRW-Gesundheitsministerium sieht keine Probleme bei den Zweitimpfungen der Menschen, die ihre erste Spritze gegen Corona mit dem Impfstoff von Astrazeneca erhalten haben. „NRW hat insofern vorausschauend geplant, als dass die Bestände im Lager für die Zweitimpfungen bei mit Astrazeneca Erstgeimpften ausreichen, auch wenn dieser Bestand seit kurzem bereits enorm abgebaut wird“, erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums auf Anfrage. Die Zweitimpfungen bei Astrazeneca-Erstgeimpften könnten nach jetzigem Planungsstand mit einem mRNA-Impfstoff ersetzt werden. Dazu zählen die Mittel von Moderna und Biontech.

Mittwoch, 14. April, 19.40 Uhr

Modellkommunen verschieben Projektstart

Mehrere Kommunen in NRW verschieben die mit einem Modellprojekt verknüpften Lockerungen in der Corona-Pandemie. Grund sind die derzeit zu hohen Inzidenzwerte in den jeweiligen Städten und Regionen. So starten Münster, Ahaus und Mönchengladbach nicht wie geplant am 19. April, sondern zu einem späteren Zeitpunkt, wie die Städte übereinstimmend mitteilten. Nach Informationen der „Rheinische Post“ startet auch der Kreis Paderborn nicht wie geplant. In Mönchengladbach kann das Corona-Modellprojekt wegen zu hoher Inzidenz nicht wie geplant losgehen. Die Rate von Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche liege bei 123,4, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Der Wert müsse aber vor dem Start stabil unter 100 sein.

Mittwoch, 14. April, 18.32 Uhr

VBE kritisiert Teststrategie für die Schulen

Die Lehrergewerkschaft VBE hat kritisiert, dass ab Montag an den Schulen wieder im Wechselmodell unterrichtet wird, obwohl weiter eine „praxisnahe Teststrategie“ in NRW fehle. „Einfach zu sagen, dass die Erfahrungen mit den Testungen gut gewesen sind, gleicht der Vortäuschung falscher Tatsachen“, sagte Stefan Behlau, Landesvorsitzender des Verband Bildung und Erziehung. Kurz zuvor hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gesagt, die Erfahrungen mit den verpflichtenden Selbsttests seien „überwiegend gut“. Die Rückmeldungen in dieser Woche aus den Schulen zeigten, „dass die Testungen kompliziert in der Handhabung sind und wichtige Zeit für den Unterricht nehmen“, meinte dagegen der Verbandschef.

Mittwoch, 14. April, 17.27 Uhr

Neun Schüler klagen am OVG gegen Testpflicht an Schulen

Am nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht in Münster sind weitere Klagen zur Testpflicht an Schulen eingegangen. Nachdem sich Anfang der Woche bereits ein Schulträger in freier Trägerschaft aus dem Kreis Euskirchen an das OVG gewandt hatte, sind jetzt neun Klagen von Schülern in Münster eingegangen. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin kommen die Schüler, die von ihren Eltern vertreten werden, aus Löhne, Paderborn, Lippstadt, Herford, Bad Oeynhausen (alle Ostwestfalen) sowie Solingen im Bergischen Land und drei aus Würselen bei Aachen.

Mittwoch, 14. April, 16.19 Uhr

Gebauer: Lehrer an weiterführenden Schulen eher impfen

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) wünscht sich, dass Lehrerinnen und Lehrer auch der weiterführenden Schulen beim Impfen gegen das Coronavirus vorgezogen werden. Zurzeit sei noch nicht absehbar, wann etwa Gymnasialkräfte in NRW geimpft werden könnten, antwortete Gebauer bei einer Pressekonferenz auf eine entsprechende Frage. Eine höhere Priorisierung gelte derzeit nur für die Lehrer an Grund- und Förderschulen, weil diese den gebotenen Corona-Abstand oft nicht einhalten könnten.

Mittwoch, 14. April, 15.51 UhrPräsenzbetrieb in den Schulen mit Pflicht zum Selbsttest

Im Präsenzbetrieb ab Montag gelte eine Pflicht zum Selbsttest für die Schüler – zweimal pro Woche, betonte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Das schaffe Sicherheit. Mit dem Wechsel aus Distanz- und Präsenzunterricht gebe man Kindern und Jugendlichen „ein Stück schulischer Normalität zurück“. Das Modell solle „für eine längere Zeit“ gelten. Am Mittwoch lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Inzidenz) laut Robert Koch-Institut in NRW bei 148,4.

Schüler in Nordrhein-Westfalen sollen ab nächsten Montag wieder wechselweise in die Klassenzimmer zurückkommen. Das gelte für alle Kreise und kreisfreie Städte, in denen die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche unter 200 liege, so Gebauer.Mittwoch, 14. April, 15.09 Uhr

Gebauer: Rückkehr für alle Schüler in Kommunen unter 200er-Inzidenz möglich

Das Infektionsschutzgesetz des Bundes sieht vor, dass Präsenzunterricht für alle Schulformen möglich ist, wenn die 7-Tage-Inzidenz in den Kommunen unter 200 liegt. Diese Möglichkeit habe man in NRW bislang nicht voll ausgeschöpft, erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer in der Pressekonferenz. Ab Montag, 19. April, sollen jedoch in den Städten und Kreisen unter einer Inzidenz von 200 an allen Schulformen in NRW die Schüler wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren dürfen. Mittwoch, 14. April, 15 Uhr

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer informiert im über die neuen Regelungen:





Mittwoch, 14. April, 14.45 Uhr

Schüler in NRW kehren ab Montag wieder in die Klassen zurückSchüler in Nordrhein-Westfalen sollen ab Montag wieder in die Klassenzimmer zurückkehren dürfen – in einem Wechselmodell. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf am Mittwoch aus Koalitionskreisen. In dieser Woche waren die meisten Schüler direkt nach Ende der Osterferien wegen ansteigender Corona-Zahlen wieder im Distanzunterricht zu Hause. Details der Neuregelung wird Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) um 15 Uhr vor.

Mittwoch, 14. April, 14.06 Uhr50 Millionen zusätzliche Biontech-Impfdosen für die EU

Die Europäische Union erhält bereits im zweiten Quartal 50 Millionen zusätzliche Corona-Impfdosen der Hersteller Biontech und Pfizer. Und zwar schon ab diesem Monat. Das teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel mit.

Die Dosen seien zuvor erst für das viertel Quartal dieses Jahres vorhergesehen gewesen. Damit betrage die Gesamtzahl der im zweiten Quartal erwarteten Biontech-Pfizer-Impfdosen 250 Millionen. Die zusätzlichen Impfdosen würden proportional zur Einwohnerzahl auf die EU-Mitgliedsstaaten verteilt.

Mittwoch, 14. April, 13.51 UhrEU dementiert: Verträge mit Johnson & Johnson/Astrazeneca weiter möglich Die EU-Kommission will bei den nächsten Bestellungen für Corona-Impfstoffe vor allem auf die neuartige mRNA-Technologie setzen, die zum Beispiel Biontech/Pfizer und Moderna nutzen. Dies bestätigten Kommissionskreise am Mittwoch in Brüssel. Das bedeute aber nicht, dass Hersteller wie Astrazeneca und Johnson & Johnson bei künftigen Verträgen bereits aus dem Rennen seien oder deren Verträge nicht verlängert würden. Entsprechende Berichte seien falsch, sagte ein EU-Beamter. Es sei viel zu früh, darüber jetzt zu entscheiden.Mittwoch, 14. April, 12.34 Uhr

NRW-Schulministerin informiert heute über Schul-Regelungen

Yvonne Gebauer, NRW-Schulministerin, informiert um 15 Uhr über Regelungen und Maßnahmen für den Schul- und Unterrichtsbetrieb ab dem 19. April. Ein Livestream kann über den Twitter- (@landnrw) oder Facebook-Account (NRW) verfolgt werden.

Yvonne Gebauer (FDP), Ministerin für Schule und Bildung von Nordrhein-Westfalen, spricht am Mittwochnachmittag über die neuen Regelungen an Schulen in NRW.
Yvonne Gebauer (FDP), Ministerin für Schule und Bildung von Nordrhein-Westfalen, spricht am Mittwochnachmittag über die neuen Regelungen an Schulen in NRW. © picture alliance/dpa/dpa POOL © picture alliance/dpa/dpa POOL

Mittwoch, 14. April, 12.28 Uhr

Knapp 116.000 Impfungen innerhalb eines Tages

Binnen eines Tages sind in NRW knapp 116.000 Impfungen gegen Corona erfolgt. Demnach wurden allein für Dienstag 115.613 Erst- und Zweitimpfungen in NRW gemeldet. Das sind mehr als an den beiden Tagen zuvor. Am Mittwoch der vergangenen Woche hatte es einen Impfrekord von mehr als 135 000 Menschen in NRW gegeben.

Mittwoch, 14. April, 12.22 Uhr

Gericht hält weitere nächtliche Ausgangsbeschränkung für unrechtmäßig

Nach der nächtlichen Ausgangsbeschränkung im Märkischen Kreis hat das Verwaltungsgericht Arnsberg auch eine solche Verfügung in Siegen-Wittgenstein beanstandet. Es bestünden „ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Regelung“, begründeten die Richter laut Mitteilung von Mittwoch ihre Entscheidung vom Vortag.

Der Kreis habe in seiner Allgemeinverfügung nicht ausreichend dargelegt, wie Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 5 Uhr zur wirksamen Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens beitrügen. Es spreche vielmehr vieles für eine nur sehr begrenzte Wirkung der Ausgangssperre.

Mittwoch, 14. April, 12.14 Uhr

Rechtsprofessor äußert Verfassungsbedenken gegen Corona-Notbremse

Der Münsteraner Staatsrechtler Hinnerk Wißmann hat verfassungsrechtliche Bedenken gegen die geplante bundesweite Corona-Notbremse. In einer juristischen Expertise kritisiert der Wissenschaftler „statisch angeordnete Eingriffe in die Bürgerrechte“.

In seiner Ad-hoc-Stellungnahme warnt der Wissenschaftler: „Die weitreichendsten Beschränkungen von Bürgerrechten durch die Bundesregierung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland – mögliche Ausgangssperren für die gesamte Bevölkerung, Beschränkung der häuslichen Gemeinschaft – sollen nach 14 Monaten Pandemiebekämpfung in einem Schnellverfahren eingeführt werden“.

Mittwoch, 14. April, 11.39 Uhr

Rechtsextreme wollen Corona-Demos instrumentalisieren

Rechtsextremistische Parteien und Gruppen versuchen laut Innenministerium weiter, Proteste gegen die Corona-Schutzmaßnahmen für eigene Zwecke zu instrumentalisieren. In einem Bericht an den Innenausschuss des Landtags werden konkret Die Rechte, die NPD sowie die Identitäre Bewegung, Reichsbürger aber auch die Hooligangruppe Steeler Jungs genannt.

„Rechtsextremisten aus allen Bereichen mobilisieren immer wieder für Protestversammlungen und nehmen auch daran teil. Dies gilt insbesondere für größere Versammlungen, bei denen mindestens eine dreistellige Zahl an Teilnehmern zu erwarten ist“, heißt es in dem Bericht.

Plakate einer Querdenker-Gegendemonstration. Rechtsextremistische Parteien und Gruppen versuchen laut Innenministerium weiter, Proteste gegen die Corona-Schutzmaßnahmen für eigene Zwecke zu instrumentalisieren. (Symbolbild)
Plakate einer Querdenker-Gegendemonstration. Rechtsextremistische Parteien und Gruppen versuchen laut Innenministerium weiter, Proteste gegen die Corona-Schutzmaßnahmen für eigene Zwecke zu instrumentalisieren. (Symbolbild) © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Mittwoch, 14. April, 11.28 Uhr

Trauerbeflaggung in NRW zur Gedenkfeier für Pandemie-Opfer

Zur geplanten zentralen Gedenkfeier am kommenden Sonntag in Berlin für die in der Corona-Pandemie Gestorbenen gilt in NRW Trauerbeflaggung. Das Innenministerium in Düsseldorf habe dies landesweit für alle Dienstgebäude angeordnet. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch sind in NRW seit Ausbruch der Pandemie fast 15.000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Mittwoch, 14. April, 10.35 Uhr

EU will Impfstoffverträge offenbar nicht verlängern

Nach vielen Debatten um schwere Nebenwirkungen will die EU-Kommission offenbar mit den Impfstoffherstellern Astrazeneca und Johnson & Johnson brechen. Die Verträge sollen nicht verlängert werden. Stattdessen stehen nun mRNA-basierte Vakzine im Fokus.

Mittwoch, 14. April, 10.07 Uhr

Jetzt auch Corona-Notbremse im Kreis Warendorf

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat jetzt auch für den Kreis Warendorf die Corona-Notbremse angeordnet. Sie gilt ab Donnerstag. In Hagen gilt die Notbremse schon seit Dienstag. Dort hatten die Menschen am Mittwoch die erste Nacht mit Ausgangssperre hinter sich.

Mittwoch, 14. April, 9.14 Uhr

Aerosol-Forscher: Ausgangsbeschränkungen sind kontraproduktiv

Der Aerosol-Forscher Gerhard Scheuch hat davor gewarnt, Menschen mit Ausgangsbeschränkungen in die aus infektiologischer Sicht viel gefährlicheren Innenräume zu treiben. Die mit der geplanten Bundes-Notbremse verbundenen Ausgehverbote zwischen 21 und 5.00 Uhr seien aus fachlicher Sicht kontraproduktiv.

Mittwoch, 14. April, 8.45 Uhr

Produktion von Desinfektionsmitteln in NRW verdreifacht

In NRW sind im Corona-Jahr 2020 rund 26.820 Tonnen Desinfektionsmittel hergestellt worden. Das ist etwa drei Mal so viel wie im Jahr zuvor. Im Vergleich zum Jahr 2010 (4100 Tonnen) habe sich die Menge mehr als versechsfacht. Grund für den starken Anstieg ist laut einer Sprecherin die Corona-Pandemie.

Mittwoch, 14. April, 8.32 Uhr

Nur noch 5 Kommunen in NRW unter 100

Nur noch fünf Kommunen liegen unter der 100er-Marke, der zentralen Alarmschwelle für zusätzliche Schutzvorkehrungen: Münster (91,3) und Bottrop (85,1) sowie die Kreise Coesfeld (90,7), Soest (88,5) und Höxter (83,4). In Bottrop wirkt die Corona-Notbremse seit Mittwoch nicht mehr, da die Ruhrgebietsstadt jetzt schon seit einer Woche unter 100 liegt. Dafür wurde sie im Kreis Warendorf gezogen.

Die Corona-Neuinfektionsrate klettert in NRW weiter nach oben. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen heute bei 148,4 gerechnet auf 100.000 Einwohner. Am Dienstag hatte die Wochen-Inzidenz 135,5 betragen.

Mittwoch, 14. April, 7.42 Uhr

Testpflicht für Arbeitgeber: Keine finanzielle Unterstützung

Die vom Bundeskabinett beschlossene Corona-Testpflicht für Arbeitgeber stößt in der Wirtschaft auf massiven Widerstand. „Dass die Bundesregierung den Unternehmen verpflichtend vorschreiben möchte, dass sie ihren Beschäftigten Testangebote machen, ist überflüssig“, sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes HDE. Ferner fordert der HDE-Funktionär finanzielle Hilfen.

Mittwoch, 14. April, 6.35 Uhr

Sucht im Corona-Jahr: Alkohol gegen Stress, mehr Tabak

In Corona-Jahr 2020 ist der Konsum von Tabakwaren in Deutschland gestiegen und es wird weiter deutlich mehr Alkohol getrunken als im europäischen Durchschnitt. In der Pandemie zeichne sich häufig eine gefährliche Verschiebung beim Trinken ab: Es werde weniger aus Geselligkeit konsumiert, sondern öfter allein, in Isolation zum vermeintlichen Stressabbau.

Mittwoch, 14. April, 5.48 Uhr

Regionale Notbremse in den meisten NRW-Kommunen

Die regionale Corona-Notbremse muss wegen der steigenden Infektionszahlen in den meisten Kommunen von NRW werden. Sie gilt ab heute voraussichtlich für 45 der 53 Kreise und kreisfreien Städte in NRW. Davon sind weit mehr als 80 Prozent der Regionen und Einwohner des Bundeslandes betroffen.

Allerdings machen fast alle Kommunen von einer Möglichkeit in der Corona-Schutzverordnung des Landes Gebrauch, Lockerungen in bestimmten Lebensbereichen wie dem Einkaufen in Läden mit einem aktuellen negativen Testergebnis aufrecht zu halten.

Mittwoch, 14. April, 5.16 Uhr

RKI registriert 21.693 Corona-Neuinfektionen und 342 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.683 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 342 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9677 Neuinfektionen und 298 Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag nach Angaben des RKI bundesweit bei 153,2. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 140,9 an, vor einer Woche lag sie bei 110,1. Die Beurteilung des Infektionsgeschehens ist aufgrund der zurückliegenden Ferien und der Osterfeiertage noch immer schwierig.

Dienstag, 13. April, 22.45 Uhr

Drosten mahnt: Bundesweite Notbremse reicht nicht aus

Wegen der Lage auf den Intensivstationen erwartet der Virologe Christian Drosten, dass zusätzlich zur geplanten bundesweiten Corona-Notbremse weitere Maßnahmen nötig sein werden. „Ich denke, dass man anhand der sich jetzt einstellenden Situation in den Krankenhäusern auch noch mal anders reagieren muss“, sagte der Corona-Experte von der Berliner Charité am Dienstag im Podcast „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info. Dies müsse sicherlich in „allernächster Zeit“ geschehen. „Ich erwarte jetzt nicht ohne weiteres, dass man damit die Situation in der Intensivmedizin kontrollieren kann“, sagte Drosten mit Blick auf die Entscheidung.

Dienstag, 13. April, 22.03 Uhr

Moderna und Biontech ersetzen Astrazenca bei Zweitimpfungen

Mit einer ersten Astrazeneca-Dosis geimpfte Menschen unter 60 Jahren sollen für die zweite Impfung auf ein anderes Präparat umsteigen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Dienstag einstimmig geeinigt. „Die Lösung, die jetzt gefunden wurde, bietet einen guten Schutz für die Menschen“, sagte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Minister folgen damit einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) von Anfang April.

Dienstag, 13. April, 21.11 Uhr

Gericht kippt Ausgangsbeschränkung im Märkischen Kreis

Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat in einer Eilentscheidung die Ausgangsbeschränkung im Märkischen Kreis gekippt. Es bestünden ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Regelung, teilte das Gericht mit (Az.: 6 L 286/21). Am Abend kündigte der Kreis an, beim Oberverwaltungsgericht Beschwerde gegen die Entscheidung einlegen zu wollen. Bis auf Weiteres soll die Regelung in Kraft bleiben.

Die vom Märkischen Kreis erlassene Allgemeinverfügung gilt seit dem 9. April. Sie sieht bis auf wenige Ausnahmen täglich eine Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr vor. Der Kreis will damit private Zusammenkünfte einschränken, die „erheblich zum Infektionsgeschehen beitragen“, hatte es in einer früheren Mitteilung geheißen.

Dienstag, 13. April, 20.23 Uhr

NRW-Krankenhausgesellschaft warnt vor Engpässen auf Intensivstationen

Angesichts steigender Infektionszahlen in der dritten Corona-Pandemiewelle warnt die Krankenhausgesellschaft NRW vor einer Überlastung der Intensivstationen. „Immer mehr Krankenhäuser melden spürbare Engpässe auf den Intensivstationen. Dass in Köln und Bonn nun erste Kliniken an die Grenzen ihrer Notfallkapazitäten gekommen sind, muss uns alle wachrütteln“, sagte Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft (KGNW), der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Die Intensivmediziner erwarten Brink zufolge weiter deutlich steigende Fallzahlen. Es sei daher „höchste Zeit, dass Bund und Länder wirksamere Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung von Covid-19 ergreifen“. Die jüngst von der Bundesregierung beschlossene Notbremse könne einen wichtigen Beitrag leisten.

Dienstag, 13. April, 19.37 Uhr

Studie: Corona-Schulschließungen in sozialen Brennpunkten häufiger

Nordrhein-westfälische Schulen an Orten mit sozialen Problemen mussten in der zweiten Jahreshälfte 2020 einer aktuellen Studie zufolge im Schnitt häufiger coronabedingt schließen als andere. Wissenschaftler der Universitäten in Bochum und Osnabrück sehen darin einen Beleg für die von vielen Experten befürchtete Verschärfung von Bildungsungleichheit in der Pandemie. Teilschließungen der Schulen waren etwa dort überproportional häufig, wo Kinderarmut verbreitet ist. „Wir sehen, dass soziale Faktoren die Wirkung von Corona auf das Bildungsgeschehen beeinflussen. Die Schwächsten zeigen eine größere Vulnerabilität“, sagte der Osnabrücker Bildungsforscher Christian Reintjes laut Mitteilung der Ruhruniversität Bochum.

Dienstag, 13. April, 18.44 Uhr

Impftermine für Jahrgänge 1944 und 1945 ab Freitag möglich

Vom kommenden Freitag (8 Uhr) an können in Nordrhein-Westfalen Menschen der Geburtsjahrgänge 1944 und 1945 Impftermine vereinbaren. Laut einer Mitteilung des NRW-Gesundheitsministeriums nehmen die Corona-Impfungen der Menschen zwischen 70 und 80 Jahren weiter an Fahrt auf. Seit vergangenem Freitag konnten sich bereits die Jahrgänge 1942 und 1943 Impftermine geben lassen. Wie bisher erfolgt die Terminvergabe auch für die nächsten Jahrgänge 1944 und 1945 über die Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV). Alle Menschen, die zwischen dem 1. Januar 1944 und dem 31. Dezember 1945 geboren wurden, sowie deren Lebenspartner könnten dann einen Impftermin vereinbaren, hieß es.

Dienstag, 13. April, 18.15 Uhr

SPD-Opposition fordert Sputnik-Vorverträge auch für NRW

Die SPD-Opposition hat die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen aufgefordert, sich ebenfalls um mögliche Lieferungen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V zu kümmern. „Ich habe überhaupt kein Verständnis, dass der Ministerpräsident so zurückhaltend ist bei der Organisation zusätzlichen Impfstoffs“, kritisierte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern hätten dagegen schon Vorverträge geschlossen. Bis es eine Zulassung der Europäischen Arzneimittelagentur für Sputnik V gebe, müssten entsprechende Vorverträge „schon längst unter Dach und Fach sein“. Bislang gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums „keine derartigen Pläne in Nordrhein-Westfalen“.

Dienstag, 13. April, 17.04 Uhr

NRW-Wirtschaft kritisiert Pflicht für Testangebote in Betrieben

Die vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachte Pflicht zum Angebot von Corona-Tests am Arbeitsplatz stößt bei der nordrhein-westfälischen Wirtschaft auf scharfe Kritik. Diese Auflage sei „angesichts der großen Anstrengungen der Unternehmen zur Bekämpfung der Pandemie in den vergangenen Wochen weder angemessen noch nachvollziehbar“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmensverbände, Johannes Pöttering. Die Politik sollte vielmehr kleine und mittlere Betriebe organisatorisch und finanziell bei der Durchführung der Corona-Tests unterstützen. Auch aus dem Handwerk kam Kritik.

Dienstag, 13. April, 16.11 UhrJohnson & Johnson verschiebt Auslieferung nach Europa Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson verschiebt wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen die Auslieferung seines Corona-Impfstoffs in Europa. Zuvor hatten die US-Behörden die Impfung mit dem Wirkstoff ausgesetzt, weil wie bei Astrazeneca ein möglicher Zusammenhang mit Hirnthrombosen geprüft werde. Auftreten waren sechs Fälle.

Dienstag, 13. April, 14.48 UhrSchauspieler-Ehepaar bittet NRW-Schulministerium um Öffnung der Schulen

Das Schauspieler-Paar Martin Brambach (53, „Tatort“) und Christine Sommer (50, „Alisa – Folge deinem Herzen“) erlebt hautnah die Folgen von geschlossenen Klassenzimmern in der Corona-Pandemie.

Die beiden Darsteller aus Recklinghausen schildern ihre Situation in einem offenen Brief an NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). „Unser 10-jähriger Sohn durfte im Jahr 2021 für ganze fünf Tage die Schule besuchen.“ Das Schuljahr zuvor habe auch nicht viel besser ausgesehen. „Er ist nun nach vier Monaten Lockdown kaum noch dazu zu bewegen, alleine zu lernen und ihm fehlt der persönliche Kontakt.“ Sie forderten von der Schulministerin: „Um unseren Kindern und Jugendlichen das soziale Miteinander und das Lernen in der Gemeinschaft wieder zu ermöglichen, bitten wir Sie inständig, die Schulen in NRW wieder zu öffnen!“ Dienstag, 13. April, 13.38 UhrJohnson & Johnson: USA wollen Impfungen pausieren Das Anti-Corona-Vakzin von „Johnson & Johnson“ soll vorerst nicht mehr verimpft werden. Das empfehlen nach Angaben der New York Times zwei US-Gesundheitsbehörden. Zuvor hatte es Berichte über das Auftreten von Blutgerinnseln in sechs Fällen nach Impfungen gegeben. In jedem der sechs Fälle habe es sich um Frauen im Alter zwischen 18 und 48 Jahren gehandelt. Eine Frau sei gestorben, eine weitere im Bundesstaat Nebraska befinde sich in kritischem Zustand im Krankenhaus.Dienstag, 13. April, 12.34 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich im Livestream

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich live zum Beschluss der bundesweiten Corona-Notbremse geäußert. Sie hält die einheitlichen Regelungen für „überfällig“, warb aber auch für Verständnis. Die Notbremse sei dann nicht mehr Auslegungssache, sondern sie greife automatisch. Sie sei überfällig, denn die Lage sei ernst. „Und wir alle müssen sie auch ernst nehmen.“

Die bisherigen Bund-Länder-Beratungen reichten zudem nicht mehr aus. „Wir müssen die dritte Welle bremsen“, sagte Merkel. Sie sei sich aber der Härte der Maßnahmen bewusst. Merkel verwies auf die laufende Impfkampagne. „Wir gehen dem Licht am Ende des Tunnels immer mehr entgegen.“





Nach dem Kabinettsbeschluss soll das Gesetz möglichst in einem beschleunigten Verfahren vom Bundestag beschlossen werden und den Bundesrat passieren.

Dienstag, 13. April, 12.01 Uhr

Kein Homeoffice: Firmen müssen Mitarbeitern Testangebot machen

Unternehmen Deutschland müssen ihren Beschäftigten verpflichtend Corona-Tests anbieten, wenn sie nicht im Homeoffice arbeiten. Das hat das Bundeskabinett beschlossen. „Im Grundsatz müssen Betriebe ihren Beschäftigten einmal pro Woche ein Testangebot machen. Nur ausnahmsweise darf die Verpflichtung zwei Tests pro Woche umfassen“, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Es handelt sich bei dem Beschluss lediglich um eine Angebotspflicht, eine Testpflicht für Arbeitnehmer gibt es nicht.

Lange hatte sich das Bundeswirtschaftsministerium von Peter Altmaier (CDU) gegen einen solchen Beschluss gesträubt und nach Angaben des Ministeriums auf die Freiwilligkeit von Unternehmen gesetzt.

Kritik an der Verpflichtung für Firmen kommt aus der Chemiebranche. Kai Beckmann, Präsident des Arbeitgeberverbands BAVC, dazu: „Den Kampf gegen die Pandemie gewinnen wir nur, wenn wir dauerhaft schneller impfen. Wir gewinnen ihn nicht mit neuer Bürokratie für die Betriebe.“

Dienstag, 13. April, 11.43 Uhr

Click & Meet gilt mit der Notbremse nicht mehr

Auch Geschäfte mit Kundenkontakt müssen wieder schließen. Ausgenommen sind der Lebensmittelhandel inklusive Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Zeitungsverkäufer, Buchhandlungen, Blumenläden, Tierbedarfs- und Futtermittelmärkte und Gartenmärkte. Ausnahmen für Personen mit negativem Schnelltest soll es nicht mehr geben.

Auch Zoos, Theater und Museen müssen wieder schließen, nur kontaktloser Individualsport bleibt erlaubt. Die Friseure dürfen ebenfalls öffnen, auch Gottesdienste werden von der Notbremse nicht erfasst.

Dienstag, 13. April, 11.15 Uhr

Geimpfte sollen Freiheiten zurückbekommen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Geimpften neue Freiheiten geben. Grundlage ist ein Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) über die Infektiosität von Geimpften. Umsetzen müssen die Vorschläge aber zum Großteil die Länder.

Dienstag, 13. April, 10.31 UhrBund beschließt bundesweite Corona-NotbremseDas Bundeskabinett hat die Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Damit müssen sich die Menschen in weiten Teilen Deutschlands auf geschlossene Läden nach bundesweit verbindlichen Vorgaben einstellen.

Auch die umstrittene Ausgangssperre ist beschlossen. Sie gilt zwischen 21 und 5 Uhr. In dieser Zeit dürfen Bürger die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück nicht mehr verlassen. Ausgenommen sind berufliche Gründe.

Dienstag, 13. April, 9.23 Uhr

Corona-Notbremse in Hamm und dem Rheinisch-Bergischen Kreis

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat auf Grundlage der Corona-Schutzverordnung die Corona-Notbremse für die Stadt Hamm und den Rheinisch-Bergischen Kreis angeordnet. Sie gilt ab morgen.

Dienstag, 13. April, 8.45 Uhr

Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in NRW weiter

In NRW ist der Corona-Wochenwert weiter gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, liegt er heute bei 135,5 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Bundesweit stieg die wichtige Kennziffer auf 140,9.

Laut Landeszentrum Gesundheit NRW lagen am Dienstag nur noch sieben Kreise und kreisfreie Städte unter der 100er-Marke. Den geringsten Wert hatte der Kreis Höxter mit 67,7. Drei Kommunen lagen über 200: Remscheid (247,0), Hagen (205,1) und Märkischer Kreis (201,6).

Dienstag, 13. April, 8.21 Uhr

Fachärzte fordern die Corona-Impfung auch für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche sind vorerst diejenigen, die auf noch nicht absehbare Zeit ungeimpft bleiben. So schnell wie möglich müssten Zulassungsstudien für kindgerechte Impfstoffe vorangetrieben werden, fordert hingegen der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Bislang plant aber nur Biontech die Zulassung für Jüngere, Astrazeneca und Moderna fehlen noch Daten.

Dienstag, 13. April, 7.34 Uhr

NRW-weit nur 88 Fälle in gesamter Grippe-Saison

Die Grippewelle ist in Nordrhein-Westfalen durch die umfangreichen Schutzmaßnahmen und Kontaktbeschränkungen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie weitgehend ausgefallen.

In der gesamten Grippe-Saison 2020/2021 sind dem Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen bisher nur 88 entsprechende Meldungen nach dem Infektionsschutzgesetz übermittelt worden, wie eine Sprecherin des Landesamtes der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres seien es im bevölkerungsreichsten Bundesland rund 26 000 Grippe-Fälle gewesen.

Dienstag, 13. April, 6.42 Uhr

Mehr als 15.000 Teststellen in Deutschland – am meisten in NRW

In Deutschland sind mehr als 15.000 Teststellen für kostenlose Corona-Tests geschaffen worden. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Welt. „Das gibt uns mehr Sicherheit in dieser schwierigen Phase der Pandemie.“

Der Bund hatte Anfang März die Finanzierung der Tests übernommen, Länder und Kommunen waren für die Einrichtung der Stellen zuständig. Sie umfassen etwa Testzentren und Apotheken. Die meisten gibt es dem Bericht zufolge mit 5776 im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen (Stand 8. April).

Im bundesweiten Durchschnitt sind es 37 Teststellen pro Landkreis oder kreisfreier Stadt. Über die Zahl der durchgeführten Schnelltests konnten die meisten Länder keine Angaben machen. In Nordrhein-Westfalen waren es allein im März 3,64 Millionen. Dort wurden 3787, also 0,1 Prozent, als positiv gemeldet. Angesichts von knapp 18 Millionen Landesbewohnern ist eine wöchentliche Testung eines jeden jedoch noch weit entfernt.

Dienstag, 13. April, 5.54 Uhr

Apothekerverband: Im Sommer könnten Apotheker gegen Corona impfen

Der Apothekerverband Nordrhein hat vorgeschlagen, im Sommer auch die Apotheker in die Corona-Impfkampagne einzubeziehen. „Wenn es im Laufe des Sommers ein Überangebot an Impfstoffen gibt, müsste man überlegen, die Apotheken in das Impfgeschehen mit einzubeziehen. So könnte die Impfkampagne schneller voran schreiten“, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

Dienstag, 13. April, 5.19 Uhr

RKI registriert 10.810 Corona-Neuinfektionen und 294 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 6885 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet.

Zudem könnten die Zahlen der Vorwoche wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. RKI-Präsident Lothar Wieler rechnete ab Mitte dieser Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt laut RKI bundesweit bei 140,9.

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