Ein Seefahrer wird in einem Bus des Deutschen Roten Kreuzes am Hafen geimpft. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Impfkommission empfiehlt dritte Impfung für Risikopatienten – Liveblog

Die Ständige Impfkommission empfiehlt Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus für bestimmte Risikogruppen. Das Alter spielt dabei noch keine Rolle. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 949.592 bestätigte Fälle – 37.600 aktuell Infizierte – 17.716 Todesfälle, Wocheninzidenz: 61,2 (Stand: 24.9.2021).
  • Die Ständige Impfkommission empfiehlt bestimmten Risikogruppen eine dritte Impfung gegen das Coronavirus.
  • Die neueste Version der Corona-Warn-App ist verfügbar. Die Entwickler haben sie an das aktuelle Geschehen angepasst. Sie informiert den Nutzer jetzt auch über eventuell anstehende Auffrischungsimpfungen.
  • Spätestens ab dem 1. November sollen die meisten Nicht-Geimpften bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne keine Entschädigung mehr bekommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt.
  • Jens Spahn erwartet im kommenden Frühjahr eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus und damit das Ende der Pandemie. Eine neue Virusvariante wäre das Einzige, was dem im Weg stehen würde.
  • Ein junger Tankstellen-Kassierer weist einen Kunden in Rheinland-Pfalz auf die Maskenpflicht hin. Der Kunde ist erbost, kommt später wieder und erschießt den Angestellten.
  • Die Vereinigten Staaten wollen ihre strengen Corona-Einreisesperren für Geimpfte abschaffen.

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Freitag, 24. September, 5.22 Uhr

RKI meldet 9727 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 62,5
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 62,5 an.

Tendenziell geht die Zahl somit seit rund zwei Wochen zurück. Am Vortag hatte der Wert bei 63,1 gelegen, vor einer Woche bei 74,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 9727 Corona-Neuinfektionen.

Donnerstag, 23. September, 20.51 Uhr

Stiko empfiehlt dritte Impfung für bestimmte Risikopatienten

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Corona-Auffrischungsimpfungen bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Eine Empfehlung für die sogenannten Booster nach Altersgruppen gebe das Gremium derzeit noch nicht, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens und bestätigte damit einen Bericht der Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Bei der Stiko-Empfehlung geht es laut Mertens um Menschen mit Immundefekten oder Erkrankungen, bei denen das Immunsystem medikamentös herunterreguliert wird, etwa bei Autoimmunerkrankungen oder nach einer Transplantation. Es soll aber innerhalb dieser Gruppen je nach Ausmaß der Immunsuppression differenziert werden, sagte Mertens der Deutschen Presse-Agentur. So solle sich der Zeitpunkt der Impfung danach richten, wie weit das Immunsystem geschwächt sei.

Donnerstag, 23. September, 19.32 Uhr

Griechenland: Justiz soll Anzeigen von Corona-Leugnern ablehnen

Die Justiz in Griechenland will künftig bei Strafanzeigen von Impfgegnern und Corona-Leugnern keine Verfahren mehr einleiten, wenn sich die Beschwerden gegen die Einhaltung von Corona-Maßnahmen richten. Das teilte der Staatsanwalt des obersten griechischen Gerichtshofes, Vassilis Pliotas, am Donnerstag in einem Rundschreiben an die Staatsanwälte im ganzen Land mit. Die Juristen sollen die Fälle sofort prüfen.

Sie sollen die Anzeige aber als unzulässig ablehnen, wenn es dem Anzeigeerstatter offensichtlich darum geht, die vom Staat erlassenen Corona-Maßnahmen auszuhebeln, hieß es in dem Schreiben, dass der Tageszeitung „Kathimerini“ vorlag. Vorausgegangen war eine Anzeigenwelle von Impfgegnern und Corona-Leugnern in den vergangenen Wochen, die sich vor allem gegen Lehrer und Ärzte richtete.

Donnerstag, 23. September, 17.55 Uhr

Virologe Streek: „Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass die Zahlen wieder steigen”

Donnerstag, 23. September, 16.53 Uhr

Impfstoffentwicklerin: Gefährlichere Corona-Variante unwahrscheinlich

Eine der Entwicklerinnen des Astrazeneca-Impfstoffs gegen Corona hält die Entstehung einer noch gefährlicheren Variante des Virus als Delta aktuell für eher unwahrscheinlich. „Normalerweise werden Viren harmloser, während sie zirkulieren, und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass es noch eine bösartigere Version von Sars-CoV-2 geben wird“, sagte die Immunologin Sarah Gilbert von der Universität Oxford am Donnerstag bei einer Online-Veranstaltung der Royal Society of Medicine.

Sie gehe auch nicht davon aus, dass das Virus so mutiere, dass es sich etwa der Wirkung der Impfstoffe entziehe. Vielmehr vermutet Gilbert, dass das Virus sich angesichts der wachsenden Immunität in der Bevölkerung ähnlich wie andere saisonale Coronaviren entwickeln werde.

Donnerstag, 23. September, 15.47 Uhr
BVB lädt 500 Corona-Helfer zum Duell gegen Lissabon ein
Das zweite Gruppenspiel von Borussia Dortmund in der Champions League am Dienstag (21.00 Uhr) gegen Sporting Lissabon ist mit 25 000 Zuschauern ausverkauft. Wie der Fußball-Bundesligist am Donnerstag mitteilte, werden auch 500 Besucher aus medizinischen Berufen als Gäste dabei sein. „Wir hatten frühzeitig betont, dass wir uns bei denen bedanken wollen, die im Kampf gegen das Coronavirus enorm viel für uns als Gesellschaft geleistet haben.

Auch in einer Zeit noch immer eingeschränkter Kapazität war es uns ein Bedürfnis, die Einladung zum Spiel gegen Sporting auszusprechen“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Auch zu kommenden Spielen des Revierclubs in der Bundesliga und dem DFB-Pokal sollen Pflegekräfte eingeladen werden.

Donnerstag, 23. September, 13.11 Uhr
Ohne PCR-Test sollten freiwillig ungeimpfte Menschen nicht mehr zum Friseur gehen dürfen

Gewerkschafter sind sauer, Sozialverbände ebenso. Ungeimpften in Quarantäne den Lohn streichen? Das geht gar nicht, sagen sie. Doch, sagt Redakteur Ulrich Breulmann und meint: Da muss sogar noch mehr kommen. Viel mehr. Seinen Kommentar lesen Sie hier:


Donnerstag, 23. September, 9.31 Uhr

Quarantäne-Entschädigung: Kritik von Verdi und Streeck
Die Gewerkschaft Verdi hat kritisiert, dass ungeimpfte Arbeitnehmer in Corona-Quarantäne künftig keine Entschädigung mehr für Verdienstausfälle bekommen sollen.

Es sei „ziemlich herb“, dass damit „enormer Druck“ auf die Beschäftigten ausgeübt werden solle, sagte NRW-Landesbezirksleiterin Gabriele Schmidt am Donnerstag im „Morgenecho“ auf WDR 5. Es handele sich um eine „Existenzfrage“. Zu befürchten sei Unruhe in den Betrieben und eine weitere Spaltung.

Auch der Virologe Hendrik Streeck bemängelte die geplante Neuregelung in der ARD-Talksendung „maischberger. die woche“ am Mittwochabend. „Wir arbeiten mit Strafen und das führt zu einem Druck, wo der Mensch am Ende sagt: Ich sage meinem Arbeitgeber gar nicht, dass ich Corona habe“, meinte Streeck. Schlimmstenfalls gingen Ungeimpfte infiziert ins Büro und trügen das Virus weiter.

Donnerstag, 23. September, 8.19 Uhr

Beeinflusst die Covid-Impfung den weiblichen Zyklus?
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) ist für die Sicherheit von Impfstoffen zuständig, die Behörde sammelt Berichte über unerwünschte Nebenwirkungen. Bis Ende Juni wurden dem Institut 310 Einzelfallmeldungen mit 368 „unerwünschten Ereignissen“ von Zyklusstörungen berichtet, wie aus einem Sicherheitsbericht der Behörde hervorgeht.

Einige Frauen berichten über stärkere, schwächere oder eine unregelmäßige Menstruation sowie Zwischenblutungen nach der Covid-Impfung. Gibt es einen ursächlichen Zusammenhang?

Behauptung: Die Corona-Impfung beeinflusst den weiblichen Zyklus.

Bewertung: Ein Zusammenhang zwischen Impfung und Zyklusstörung ist nicht ausgeschlossen, aber auch nicht belegt. Experten halten das angesichts der generellen Störanfälligkeit des Zyklus für eher unwahrscheinlich.

Donnerstag, 23. September, 6.37 Uhr

Geteiltes Echo auf Ende der Quarantäne-Entschädigung
Das Ende der Entschädigungszahlungen für ungeimpfte Arbeitnehmer in Corona-Quarantäne ist auf ein geteiltes Echo gestoßen.

Die Gesundheitsminister hatten am Mittwoch mehrheitlich beschlossen, dass es für Verdienstausfälle, die wegen einer angeordneten Quarantäne entstehen, für die meisten ungeimpften Arbeitnehmer spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr geben soll. Greifen soll dies für alle, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich auch impfen lassen können.

Donnerstag, 23. September, 5.19 Uhr

RKI registriert 10.696 Corona-Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 63,1 an.

Am Vortag hatte der Wert bei 65 gelegen, vor einer Woche bei 76,3. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.696 Corona-Neuinfektionen.

Mittwoch, 22. September, 21.31 Uhr

FDP und DGB in NRW kritisieren Einschränkung der Lohnfortzahlung

FDP-Politiker und Gewerkschafter in NRW haben kritisiert, dass Ungeimpfte künftig keine Entschädigung für Verdienstausfälle wegen einer Corona-Quarantäne bekommen sollen. Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Susanne Schneider, sagte der „WAZ“, eine Ungleichbehandlung in Fragen des Arbeitsrechts sehe die Fraktion ebenso wie staatlich vorgegebene 2G-Regelungen (Zutritt etwa nur für Geimpfte und Genesene) kritisch.

„Wir setzen auf Eigenverantwortung, Information und Aufklärung, um möglichst viele Menschen zu überzeugen, sich gegen Covid impfen zu lassen“, sagte Schneider. Auch die NRW-Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Anja Weber, zeigte sich ablehnend. Konflikte würden so in die Betriebe getragen, sagte sie der „WAZ“. Es mache einen Unterschied, ob Kino- oder Restaurantbesuche erschwert würden, oder ob man bei Arbeit und Entgelt ansetze und damit an die Existenzgrundlage gehe.

Mittwoch, 22. September, 20.20 Uhr

Corona-Schnelltests ab 11. Oktober meist nicht mehr kostenlos

Corona-Schnelltests müssen ab 11. Oktober meist selbst bezahlt werden. Generell gratis bleiben sie noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter 12 Jahren. Das legt eine neue Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums fest, die einen entsprechenden Bund-Länder-Beschluss umsetzt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten vereinbart, dass das vom Bund seit Anfang März finanzierte Angebot für kostenlose „Bürgertests“ für alle enden soll.

Die im Bundesanzeiger verkündete Verordnung legt aber auch einige Übergangsregeln fest. So können Kinder von 12 bis 17 Jahren und Schwangere noch bis 31. Dezember mindestens einen kostenlosen Test pro Woche machen. Grund ist, dass für sie erst seit kürzerer Zeit eine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vorliegt – daher soll noch länger Zeit für eine Impfung bleiben.

Generell weiter gratis testen lassen können sich laut der Verordnung Kinder, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder erst in den letzten drei Monaten vor dem Test 12 Jahre alt geworden sind. Gratis bleibt es unter anderem auch für Menschen, die zum Beenden einer Quarantäne wegen einer Corona-Infektion einen Test brauchen.

Mittwoch, 22. September, 19.32 Uhr

Bezirksregierung: Klassenfahrt auch für getestete Schüler

Klassenfahrt nur mit geimpften oder genesenen Schülern: Diesen Plan einer Schule in Herne hat die Bezirksregierung Arnsberg abgelehnt. Die ursprüngliche Entscheidung der Schule, die geplante Skifreizeit nur mit vollständig geimpften Schülern und Schülerinnen durchzuführen, sei nicht korrekt, teilte ein Sprecher der Bezirksregierung am Mittwoch mit.

„Sie ist möglicherweise durch eine missverständliche Kommunikation zwischen Schule und Schulaufsicht entstanden. Dies ist sehr bedauerlich.“ Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Die Bezirksregierung habe die Schule demnach aufgefordert, die Vorgaben des Schulministeriums einzuhalten. Diese erlaube die Teilnahme an Klassenfahrten für alle Schüler, die geimpft oder genesen sind oder einen aktuellen Negativtest nachweisen können.

Mittwoch, 22. September, 18.39 Uhr

Gericht: Schüler ohne generellen Anspruch auf Distanzunterricht

In der Corona-Krise haben Schüler keinen generellen Anspruch auf Distanzunterricht. Das hat das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen entschieden und damit die Beschwerde eines Schülers der 8. Klasse eines Düsseldorfer Gymnasiums gegen einen Eilbeschluss des Verwaltungsgerichts Düsseldorf zurückgewiesen. Der Beschluss ist unanfechtbar (Az.: 19 B 1458/21). Laut Mitteilung des OVG von Mittwoch hatte der Schüler seinem Recht auf körperliche Unversehrtheit Vorrang vor der Schulbesuchspflicht eingeräumt.

Seiner Meinung nach hat das Land nur unzureichende Schutzmaßnahmen gegen die Infektion von Schülerinnen und Schülern gegen das Coronavirus ergriffen. Dieser Sicht aber folgten die OVG-Richter nicht. Ein Recht auf Distanzunterricht gebe es nur bei der individuellen gesundheitlichen Gefährdung des Schülers oder von Familienangehörigen im gleichen Haushalt, besonders im Fall von Vorerkrankungen.

Mittwoch, 22. September, 17.26 Uhr

Innenministerium: Tat von Idar-Oberstein war Einzelfall

Die Tötung eines Tankstellenmitarbeiters in Idar-Oberstein stellt nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums einen Einzelfall dar. Die Tat zeige „ein dramatisches Ausmaß an Verrohung in der Gesellschaft“, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. „Nach allen Erkenntnissen, die wir bisher haben, handelt es sich um einen Einzelfall“ – wenngleich es ein extremer Einzelfall gewesen sei. Daraus ließen sich aber keine „generalisierenden Rückschlüsse“ ziehen. Es gebe derzeit keine Erkenntnisse über weitere Beteiligte „im strafrechtlichen Sinne“.

Einem 49-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, einen 20 Jahre alten Tankstellen-Mitarbeiter am Samstagabend im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein in den Kopf geschossen zu haben. Zuvor hatte dieser ihn gebeten, eine Maske zu tragen. Nach seiner Festnahme sagte der Täter den Ermittlern zufolge, dass er die Corona-Maßnahmen ablehne.

Mittwoch, 22. September, 16.31 Uhr

63,4 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft

63,4 Prozent der Menschen in Deutschland sind nun vollständig gegen Corona geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervor. Demnach wurden am Dienstag 222.988 verabreichte Impfdosen gemeldet. Etwa 56 Millionen Menschen (67,4 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen, 52,7 Millionen sind vollständig geimpft. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hob via Twitter hervor: „Sehr wichtig: 86 Prozent der Ü-60-Jährigen haben sich bereits für den Schutz durch Impfung entschieden.“ Schließlich schütze nur eine Impfung verlässlich vor einer schweren Corona-Erkrankung im Herbst und Winter.

Mittwoch, 22. September, 15.23 Uhr

Fördergelder für Luftfilter bisher kaum abgeflossen

Die Fördergelder des Bundes für den Einbau von Luftfiltern in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kitas fließen bisher nur langsam. Das zeigen Antworten des Bundeswirtschaftsministeriums auf Anfragen der FDP und den Grünen im Bundestag. „Welt“ und „Neue Osnabrücker Zeitung“ hatten darüber zuerst berichtet. Demnach sind von dem seit Oktober 2020 laufenden und inzwischen auf eine Milliarde Euro angewachsenen Förderprogramm zum Umbau oder zur Aufrüstung bestehender fester Lüftungssysteme erst knapp 460.000 Euro ausgezahlt worden. Gelder in Höhe von 546 Millionen Euro sind immerhin „gebunden“, also beantragt. Kein Geld wurde bisher vom in diesem Sommer eingerichteten 200-Millionen-Euro-Fördertopf des Bundes zur Anschaffung mobiler Luftfilter in Klassenzimmern und Kitas abgerufen.


Mittwoch, 22. September, 13.46 Uhr
Bundesweit einheitlich: Ungeimpfte bekommen spätestens ab November keine Lohnfortzahlung mehr

Bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne sollen die meisten Nicht-Geimpften spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr bekommen.

Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch mehrheitlich in einem Beschluss, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bremen und Thüringen enthielten sich offenbar bei der Abstimmung. Betroffen sind davon nur Menschen, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich auch impfen lassen können. Bei den Beratungen der Minister ging es um eine bundesweit einheitliche Linie. Erste Länder hatten bereits jeweils für sich entschieden, dass Nicht-Geimpfte bald keinen Entschädigungsanspruch mehr haben sollen.

Mittwoch, 22. September, 12.04 Uhr
Neue Version der Corona-Warn-App bereit für Booster-Impfung
Die Corona-Warn-App des Bundes ist in der neuen Version in der Lage, die Nutzer schnell über eventuell anstehende Auffrischungsimpfungen zu informieren. Damit passt das Projektteam aus Robert Koch-Institut, SAP und Deutscher Telekom die App weiterhin an das aktuelle Pandemie-Geschehen an.

Die aktuelle Version 2.10 wird schrittweise in den kommenden Tagen bereitgestellt.

Mittwoch, 22. September, 10.46 Uhr
Psychologe: Mehr Arbeitsstörungen bei Studierenden
Aus Sicht eines psychologischen Studienberaters haben Arbeitsstörungen bei Studierenden durch die Pandemie deutlich zugenommen – etwa das Aufschieben von Arbeiten.

Viele seien sehr auf sich allein gestellt gewesen, als Präsenzveranstaltungen weggefallen und Lernorte wie Bibliotheken geschlossen oder nur beschränkt zugänglich gewesen seien, sagte der Leiter der Beratungsstelle des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim, Stefan Balz, der „Stuttgarter Zeitung“.

Mittwoch, 22. September, 9.05 Uhr

Quarantäne: Keine Lohnfortzahlung für Ungeimpfte?

In der Corona-Krise wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern über ein einheitliches Vorgehen beim finanziellen Ausgleich für angeordnete Quarantäne beraten. Im Gespräch ist ein Ende der Entschädigungen für Verdienstausfälle wegen angeordneter Quarantäne für Ungeimpfte ab 11. Oktober.

Mittwoch, 22. September, 8.06 Uhr

Karl Lauterbach: volle Stadien auch unter 2G nicht sinnvoll

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich selbst unter Anwendung der 2G-Regel gegen volle Fußball-Arenen ausgesprochen, zu denen nur geimpfte und genesene Menschen Zutritt hätten.

„Leider ist es auch unter 2G-Bedingungen im Moment noch nicht sinnvoll, die Stadien ganz zu füllen“, sagte Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur. Vor dem Hintergrund des Nachlassens des Impfschutzes stelle etwa die Anreise ein Problem dar, ergänzte der SPD-Politiker mit Blick auf die Menschenmassen, die normalerweise in Richtung Stadion strömen. „Halb gefüllte Stadien sind kein Problem mit 2G“, stellte er klar.

Mittwoch, 22. September, 7.21 Uhr

Corona: 10.454 Neuinfektionen – Inzidenz bei 65,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Deutschland weiter rückläufig. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 65,0 an. Am Vortag hatte der Wert bei 68,5 gelegen, vor einer Woche bei 77,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.454 Corona-Neuinfektionen.

Mittwoch, 22. September, 6.12 Uhr

Spahn zuversichtlich bezüglich Ende der Pandemie im Frühjahr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet im kommenden Frühjahr mit einer Herdenimmunität gegen das Coronavirus und damit mit einem Ende der Pandemie.

„Wenn keine neue Virusvariante auftaucht, gegen die eine Impfung nicht schützt, was sehr unwahrscheinlich ist, dann haben wir die Pandemie im Frühjahr überwunden und können zur Normalität zurückkehren“, sagte der CDU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwoch).

Mittwoch, 22. September, 5.16 Uhr
WHO vermeldet weltweiten Rückgang der Zahl von Corona-Fällen

Die Zahl der der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldeten Covid-19-Fälle ist gesunken. Vorige Woche wurden der WHO 3,67 Millionen Fälle gemeldet, 9 Prozent weniger als in den sieben Tagen zuvor, wie die UN-Behörde am Dienstagabend in Genf berichtete.

Zuvor waren die Zahlen seit Anfang Juni kontinuierlich angestiegen und hatten im August ein Plateau erreicht.

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