Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern, stellt sich in der Impf-Debatte an die Seite von Joshua Kimmich. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW – Hoeneß wettert gegen Medien-Tsunami im Fall Kimmich – Liveblog

Uli Hoeneß hat sich in der Impf-Diskussion um Joshua Kimmich zu Wort gemeldet. Er verteidigt den Bayern-Spieler und sieht die Schuld an der Debatte bei anderen. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 996.523 bestätigte Fälle – 23.400 aktuell Infizierte – 18.144 Todesfälle – Wocheninzidenz: 72,9 – Hospitalisierungsinzidenz: 2,80 (Stand: 26.10.2021).
  • Bayern-Profi Joshua Kimmich hat sich wegen Bedenken um mögliche Langzeitfolgen einer Corona-Impfung noch nicht impfen lassen. Stiko-Chef Thomas Mertens hält die Diskussion für „grenzenlosen Unfug“.
  • Der Ehrenpräsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, verteidigtKimmich und greift die Medienan.
  • Die Corona-Zahlen sind wieder angestiegen. Auch für Geimpfte gibt es keine hundertprozentige Sicherheit.
  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet nach den Herbstferien mit deutlich mehr Corona-Infektionen in Schulen. Grund sei, dass die Schüler nicht mehr so viel und lange lüften könnten. Auch Betriebe, Bars und Restaurants seien betroffen.
  • Der Virologe Alexander Kekulé rechnet mit einem Corona-Ende im Mai 2022.
  • Alle Regeln, die vom 1. bis 29. Oktober gelten, haben wir hier in 10 Punkten einfach erklärt.

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Dienstag, 26. Oktober, 21.17 Uhr

Ex-Ministerpräsident Stoiber mit Corona infiziert - leichte Symptome

Bayerns Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU), der doppelt geimpft ist, hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. „Er ist in häuslicher Quarantäne und hat ganz leichte Symptome, aber natürlich bleibt er erstmal zu Hause“, bestätigte der Sprecher des 80-Jährigen am Dienstagabend entsprechende Informationen der „Bild“-Zeitung. Hin und wieder müsse Stoiber husten, zudem habe er etwas Schnupfen. „Es geht ihm soweit gut.“

Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU).
Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU). © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Dienstag, 26. Oktober, 19.23 Uhr

Schweiz empfiehlt Corona-Auffrischimpfung für Menschen ab 65

Nach längerem Zögern empfiehlt nun auch die Schweiz eine Corona-Auffrischimpfung. Dafür in Frage kommen ab Mitte November Menschen ab 65 Jahren, wie das Bundesamt für Gesundheit am Dienstag mitteilte. Die Empfehlung gehe besonders an Menschen in Alters- und Pflegeheimen sowie ältere Personen mit schweren Grunderkrankungen.

Sie sollen damit im Fall einer Infektion noch besser vor schwerer Erkrankung geschützt werden. „Für die breite Bevölkerung ist eine Auffrischimpfung aufgrund der aktuellen Datenlage derzeit nicht zugelassen und auch nicht empfohlen“, so das Bundesamt. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine dritte Corona-Impfung für alle Menschen ab 70 Jahren sowie unter anderem für Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Dienstag, 26. Oktober, 17.38 Uhr

Corona-Pandemie bleibt „Notlage von internationaler Tragweite“

Die Corona-Pandemie bleibt für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine „Notlage von internationaler Tragweite“ (PHEIC). Dies beschloss WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag auf Empfehlung des unabhängigen Notfallausschusses, der sich alle drei Monate trifft, um die Lage neu zu beurteilen. Mit der Erklärung einer Notlage sind unter anderem besondere Meldepflichten der Mitgliedsländer verbunden.

„Eine Analyse der derzeitigen Situation und Prognosemodelle legen nahe, dass die Pandemie noch lange nicht vorbei ist“, teilte der Ausschuss mit. Er rief alle Länder auf, weiterhin sämtliche Schutzmaßnahmen anzuwenden. Die Pandemie habe Auswirkungen auf humanitäre Einsätze, Massenmigration, Bevölkerungsverschiebungen und andere Krisen. Die Länder sollten Vorbereitungen treffen, um sich darauf einzustellen und ihre Hilfsbudgets anpassen.

Dienstag, 26. Oktober, 15.35 Uhr

Hoeneß verteidigt Kimmich und schimpft auf Medien-Tsunami

Uli Hoeneß, Club-Ehrenpräsident des FC Bayern, sieht die Medien als Triebfeder der heftigen Impf-Debatte um Kimmich. „Sie sind doch verantwortlich für den Tsunami“, sagte der 69-Jährige. Dass sich Kimmich wie wohl auch einige weitere Münchner Profis noch nicht impfen ließ, mochte Hoeneß nicht kommentieren. „Der einzige, mit dem ich in diesem Zusammenhang rede, ist der Joshua selbst“, sagte der ehemalige Vereinspräsident.

Der langjährige Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ist über der Wucht der öffentlichen Diskussion um den bislang nicht geimpften Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich keineswegs verwundert. „Corona verfolgt uns jetzt seit anderthalb Jahren. Es überrascht mich nicht, dass es jetzt ein großes Politikum ist“, sagte der 66-Jährige am Rande der Premiere einer Doku-Serie über den FC Bayern in München: „Man sollte die Kirche trotzdem im Dorf lassen.“

Dienstag, 26. Oktober, 14.32 Uhr

66,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

66,3 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind rund 55,1 Millionen Menschen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht. Demnach haben 76,8 Prozent aller Erwachsenen und 40,3 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 den vollen Impfschutz. Fast 57,5 Millionen Menschen oder 69,2 Prozent der Gesamtbevölkerung wurden mindestens einmal gegen Corona geimpft. Eine Auffrischungsimpfung haben bislang 1,6 Millionen Menschen erhalten. Durchschnittlich wurden in den vergangenen sieben Tagen etwa 125.000 Covid-Schutzimpfungen pro Tag in Deutschland vorgenommen - am Montag waren es 96.000, darunter rund 38.000 Zweitimpfungen und 36.000 Auffrischungen.


Dienstag, 26. Oktober, 12.48 Uhr

Corona-Inzidenz in Deutschland steigt weiter an

Der nun schon fast zwei Wochen anhaltende Anstieg der 7-Tage-Inzidenz in Deutschland setzt sich fort. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagvormittag (Datenstand: 26.10., 00.00 Uhr) mit 113,0 an. Am Vortag hatte der Wert bei 110,1 gelegen, vor einer Woche bei 75,1.

Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 10.473 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 6771 gelegen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Dienstag mit 2,95 (Montag: 2,77) an.

Dienstag, 26. Oktober, 11.20 Uhr

Niederlande wollen Corona-Maßnahmen verschärfen

Angesichts steigender Infektionszahlen und überlasteter Krankenhäuser wollen die Niederlande die Corona-Maßnahmen wieder verschärfen. Erst im Sommer waren die Regeln umfangreich gelockert worden. Nun stehen die Chancen hoch, dass Maßnahmen wie eine allgemeine Maskenpflicht erneut eingeführt werden. Vor allem ungeimpfte Personen sollen die verschärften Maßnahmen betreffen.

Dienstag, 26. Oktober, 9.13 Uhr

Stiko-Chef Thomas Mertens hält Diskussion um Kimmich für überzogen

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hält die öffentliche Diskussion um den Impfstatus von Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich für überzogen. „Es ist die persönliche Entscheidung von Kimmich, und die soll es auch bleiben! Die Debatte um Kimmich ist ein grenzenloser Unfug“, sagte Mertens (71) der „Bild“.

Man würde niemals über private medizinische Entscheidungen von Kimmich diskutieren, „wäre er als Fußball-Profi nicht derart exponiert“, erklärte der Stiko-Vorsitzende. Das 18-köpfige Expertengremium spricht die Empfehlungen für die Anwendung von Impfstoffen in Deutschland aus. Bayern-Profi Kimmich hatte eingeräumt, bislang nicht gegen das Coronavirus geimpft zu sein und damit für eine emotionale Debatte gesorgt. Er habe „persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht“, hatte Kimmich erklärt.

Die Bedenken Kimmichs hatte Mertens im Interview der Deutschen Presse-Agentur zurückgewiesen und unter Verweis auf Zulassungsstudien erklärt, dass es bisher nur „zu einigen Nebenwirkungen gekommen ist, die alle recht kurze Zeit nach der Impfung aufgetreten sind.“ In der Wissenschaft sei man sich einig, dass spät auftretende Nebenwirkungen nach einer Impfung „nicht vorkommen, beziehungsweise eine extrem seltene Rarität bei einzelnen Impfstoffen“ gewesen seien.

Dienstag, 26. Oktober, 8.39 Uhr

Experten rufen zu mehr Dritt-Impfungen für Risikogruppen auf

Angesichts steigender Corona-Inzidenzen haben sich Politiker und Experten für mehr Dritt-Impfungen gegen Covid-19 bei Älteren und Risikogruppen ausgesprochen. Die sogenannten Booster-Impfungen können in der Regel sechs Monate nach dem zweiten Piks verabreicht werden, damit weitere Antikörper gebildet werden.

„Booster-Impfungen für die vulnerablen Gruppen werden gerade mit Blick auf die steigenden Zahlen dringend gebraucht“, sagte Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des Virchowbundes der niedergelassenen Ärzte, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Leider ist das nicht bundesweit einheitlich geregelt, so dass es mancherorts zu Verzögerungen kommt.“

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erklärte: „In Anbetracht der steigenden Fallzahlen auch bei Älteren ist eine neue Impfkampagne zur Nutzung der Booster-Impfungen in dieser Altersgruppe jetzt unbedingt nötig.“

Dienstag, 26. Oktober, 7.57 Uhr

US-Experten beraten über Biontech-Impfstoff für Kinder

Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA soll an diesem Dienstag über eine mögliche Notfallzulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer bei Kindern diskutieren. Die Empfehlung für eine Verwendung bei Fünf- bis Elfjährigen ist für die endgültige Entscheidung zwar nicht bindend, die FDA folgt den Fachleuten aber in der Regel.

Stiko-Chef Thomas Mertens hält die öffentliche Diskussion um den Impf-Status von Bayern-Profi Joshua Kimmich für überzogen.
Stiko-Chef Thomas Mertens hält die öffentliche Diskussion um den Impf-Status von Bayern-Profi Joshua Kimmich für überzogen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Eine Impfkampagne für die etwa 28 Millionen betroffenen Kinder in den USA könnte nach Angaben des Weißen Hauses schon im November starten. Die Regierung werde innerhalb weniger Tage nach einer Zulassung 15 Millionen Dosen Impfstoff an Kinderärzte, Kliniken und Apotheken ausliefern, hieß es.

Auch in Europa haben Biontech und Pfizer eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder dieser Altersgruppe beantragt, wie sie Mitte Oktober mitteilten. Demnach übermittelten sie der EU-Arzneimittelbehörde EMA die entsprechenden Daten.

Dienstag, 26. Oktober, 6.11 Uhr

Immunologe Carsten Watzl äußert sich zu Kimmichs Impf-Bedenken

Bayern-Profi Joshua Kimmich ist bislang nicht gegen das Coronavirus geimpft - und hat mit seiner Aussage, er habe für sich „persönlich ein paar Bedenken, gerade was fehlende Langzeitstudien angeht“, die Impf-Debatte neu angeheizt. Der Dortmunder Immunologe Prof. Dr. Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, erklärt, dass diese Sorgen grundlos sind: „Was offensichtlich viele Menschen unter Langzeitfolgen verstehen, nämlich dass ich heute geimpft werde und nächstes Jahr eine Nebenwirkung auftritt, das gibt es nicht, hat es noch nie gegeben und wird auch bei der Covid-19-Impfung nicht auftreten.“ In unserem Video erklärt Watzl, warum das so ist - und geht auf weitere häufige Fragen ein.

Montag, 25. Oktober, 21.39 Uhr
SPD-Fraktion peilt neue Basis für Corona-Maßnahmen an
Die SPD peilt eine neue rechtliche Basis für Anti-Corona-Maßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsregeln an. SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich verwies am Montag in Berlin auf die derzeit wieder steigenden Infektionszahlen. Mit den möglichen künftigen Koalitionspartnern sei die SPD im Gespräch über neue Regelungen im Infektionsschutzgesetz, sagte Mützenich vor einer Fraktionssitzung mit Blick auf die Gespräche mit Grünen und FDP über die Regierungsbildung. Eine weitere Verlängerung der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ um drei Monate werde nicht angepeilt.

Mit neuen Regelungen sollten die Länder in die Lage versetzt werden, weiter auf die Herausforderungen reagieren zu können. „Wir wollen dies im Infektionsschutzgesetz abbilden“, sagte Mützenich. Ferner solle in dieser Legislaturperiode das Infektionsschutzgesetz auch an anderen Stelle geändert werden. Die Pandemie habe gezeigt, dass es „Nachbesserungsbedarf“ gebe.

Montag, 25. Oktober, 20.40 Uhr
USA-Reisen ab November möglich nach Impfung mit anerkannten Stoffen
Ab dem 8. November können jene Ausländer wieder in die USA einreisen, die mit bislang international anerkannten Präparaten vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Akzeptiert würden dabei Impfstoffe, die eine Zulassung oder Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekommen hätten, teilte das Weiße am Montag in Washington mit. Dies gilt derzeit für die Präparate von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna, Johnson&Johnson, Sinopharm und Sinovac.

Reisende müssten ihren Impfstatus der jeweiligen Airline nachweisen, bevor sie ein Flugzeug in die USA besteigen, hieß es weiter. Das Weiße Haus betonte, auch eine Kombination von zwei verschiedenen Impfstoffen werde hier akzeptiert - sofern die Präparate von der FDA oder der WHO zugelassen seien.

Montag, 25. Oktober, 19.45 Uhr
Moderna: Corona-Impfung bei Kindern mit „robuster Wirkung“
Der US-Impfstoffhersteller Moderna hat sein Vakzin gegen Covid-19 eigenen Angaben zufolge erfolgreich bei Kindern getestet. Die Ergebnisse einer Phase 2/3-Studie mit 4.753 Teilnehmern im Alter zwischen sechs und elf Jahren zeigten eine „robuste“ Anzahl an Antikörpern, wie Moderna am Montag mitteilte. Komplette Datensätze wurden nicht veröffentlicht, außerdem wurde die Studie noch in keinem Fachmagazin vorgestellt.

Modernas Corona-Impfstoff ist in den USA ab 18 Jahren zugelassen, in der EU bereits für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. In den USA können ältere Kinder und Jugendliche bisher nur mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer immunisiert werden.

Montag, 25. Oktober, 18.38 Uhr
Corona-Angst geht unter Geimpften um: Fallzahlen explodieren, auch mehr geimpfte Tote
Neue Nachrichten über Impfdurchbrüche lösen momentan Unruhe aus. Insgesamt hat das RKI 95.487 wahrscheinliche Impfdurchbrüche registriert – bei inzwischen fast 55 Millionen vollständig Geimpften. Das bewertet das RKI so: „Betrachtet man den Anteil der Impfdurchbrüche an allen Covid-19-Fällen, wird deutlich, dass nur ein geringer Anteil der hospitalisierten, auf Intensivstation betreuten bzw. verstorbenen Covid-19-Fälle als Impfdurchbruch zu bewerten ist.“

Trotzdem sagt das RKI auch, dass die Zahl der Coronatoten, die vollständig geimpft waren, auf 943 Betroffene gestiegen ist. Vor zwei Wochen waren es erst 722 Tote. Das bedeutet innerhalb von zwei Wochen einen Anstieg um 221 Tote beziehungsweise 30,6 Prozent.


Montag, 25. Oktober, 17.27 Uhr
Corona-Zahlen steigen weiter - Regierung mahnt zur Vorsicht
Angesichts weiter steigender Corona-Zahlen wirbt die Bundesregierung erneut für mehr Impfungen und mahnt zur Vorsicht im Herbst und Winter. Die Pandemie sei „überhaupt noch nicht vorbei“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Man sei daher sehr gut beraten, bestehende Zugangsregeln nur für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) in Innenräumen durchzusetzen und Vorgaben zu Abstand und Masken ernst zu nehmen. Wer im Sommer glaubte, das sei jetzt nicht mehr so wichtig, werde vielleicht durch die steigenden Fallzahlen der vergangenen Tage und Wochen eines Besseren belehrt. Von möglichen zusätzlichen Schutzvorgaben war vorerst nicht die Rede. Bei den Neuinfektionen und der Krankenhausbelastung gebe es eine „deutlich steigende Tendenz“, sagte der Regierungssprecher.

Montag, 25. Oktober, 15.24 Uhr

66,2 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

66,2 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind rund 55,07 Millionen Menschen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervorgeht. Demnach haben 76,8 Prozent aller Erwachsenen und 40,1 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 den vollen Impfschutz. Fast 57,5 Millionen Menschen oder 69,1 Prozent der Gesamtbevölkerung wurden mindestens einmal gegen Corona geimpft.

Eine Auffrischungsimpfung haben bislang 1,57 Millionen Menschen erhalten. Durchschnittlich wurden in den vergangenen sieben Tagen 122.338 Covid-Schutzimpfungen pro Tag in Deutschland vorgenommen - am Sonntag waren es allerdings nur 12.615, darunter rund 5200 Zweitimpfungen und 3400 Auffrischungen.

Montag, 25. Oktober, 14.21 Uhr

EU-Behörde prüft neues Covid-Medikament

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren für ein neues Medikament gegen Covid-19 in Gang gesetzt. Die Experten bewerten nun die Daten aus Studien zur Wirkung des antiviralen Mittels Molnupiravir, wie die EMA am Montag in Amsterdam mitteilte. Das Medikament, das geschluckt werden soll, wird von den Pharmaunternehmen Merck Sharp & Dohme gemeinsam mit Ridgeback Biotherapeutics hergestellt. Nach ersten Testergebnissen soll das Präparat die Wirkung des Corona-Virus im Körper abschwächen. Dadurch könnten stationäre Behandlungen und auch Todesfälle verhindert werden. Die EMA-Experten prüfen nun Daten zur Qualität des Medikaments, Sicherheit und Wirksamkeit. Sobald die Testreihen abgeschlossen sind, kann der Hersteller einen Antrag auf Zulassung in der EU stellen.

Montag, 25. Oktober, 13.15 Uhr

Lauterbach sieht „riesige Baustellen“ im Gesundheitswesen

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sieht „riesige Baustellen“ im deutschen Gesundheitswesen. In den vergangenen zwei Jahren seien sehr viele Probleme coronabedingt nicht angefasst worden, sagte der Sozialdemokrat dem „Kölner Stadt-Anzeiger/Leverkusener Anzeiger“ vor dem Start der Arbeitsgruppen zur Vorbereitung einer Ampel-Koalition am Mittwoch. „Die Krankenhäuser sind stark defizitär, insbesondere die Unikliniken. Der Ausbau der Digitalisierung ist ins Stocken geraten, sowohl in den Praxen als auch in Krankenhäusern. Die Krankenkassen machen zweistellige Milliardendefizite. Es gibt erhebliche Probleme in der Vorbeugemedizin“, zählte Lauterbach auf.

Montag, 25. Oktober, 11.46 Uhr

Ethikratsvorsitzende: Kimmich sei „Falschinformation aufgesessen“

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates hofft, dass sich Joshua Kimmich doch noch für eine Corona-Impfung entscheidet. Der deutsche Fußball-Nationalspieler des FC Bayern München, der seine bisherige Ablehnung mit fehlenden Langzeitstudien begründete, sei „einer Falschinformation aufgesessen. Er ist ganz schlecht beraten. Das ist etwas, was sich jetzt noch mal stark verbreitet hat und es wäre toll, wenn er seine Plattform genutzt hätte, um sich besser beraten zu lassen, um dann auch in der Hinsicht ein Vorbild zu sein“, sagte Alena Buyx bei Sky Sport News HD. Kimmich habe eine besondere Verantwortung

Es sei zwar Kimmichs persönliche Entscheidung. Aber der 26-Jährige sei ein Vorbild, dem Millionen Menschen zuhören würden. „Es kommt jetzt darauf an, gut aufzuklären, dass es diese Form von Langzeitwirkungen nicht gibt. Dass die Leute jetzt nicht denken, weil er Sorge hat, muss ich auch Sorge haben“, sagte Buyx.


Montag, 25. Oktober, 11.31 Uhr
Inzidenz in NRW steigt auf 70,7 - Höchstwert im Kreis Minden-Lübbecke

In der Corona-Pandemie steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen weiter. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Montag mit 70,6 an. Am Sonntag hatte der Wert noch 68,9, am Samstag 64,2 betragen.

Innerhalb eines Tages wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland 769 neue Corona-Fälle registriert. Es gab zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Im Bund lag die Corona-Inzidenz am Montag mit 110,1 deutlich höher. Erstmals seit Mai war der Wert am Samstag mit 100,0 wieder dreistellig geworden.

In NRW hatte der Kreis Minden-Lübbecke weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz mit 135,0, gefolgt vom Kreis Lippe (115,9) und dem Kreis Olpe (110,2). Die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte den vierthöchsten Inzidenzwert (105,6). Am niedrigsten war die Kennziffer in Bottrop (30), im Kreis Paderborn (37,3) und in Hamm (41,3).


Montag, 25. Oktober, 9.46 Uhr
WHO visiert 40 Prozent Impfrate in jedem Land bis Jahresende an

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Deutschland und andere Länder aufgerufen, bei Corona-Impfstofflieferungen zugunsten bedürftigerer Staaten zurückzustehen. „Die Pandemie wird enden, wenn die Welt sich entscheidet, sie zu beenden“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei der Gesundheits-Konferenz „World Health Summit“ in Berlin. Man wisse von fast 50.000 registrierten Todesfällen pro Woche - damit sei die Pandemie noch lange nicht vorbei.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus fordert die G20-Länder zu mehr Impf-Spenden auf. © Fabrice Coffrini/dpa © Fabrice Coffrini/dpa

Er erinnerte an das WHO-Ziel, wonach bis Jahresende mindestens 40 Prozent der Menschen in jedem Land geimpft sein sollen. „Dieses Ziel ist erreichbar“, betonte Tedros. Er dankte Deutschland für seine Großzügigkeit, mehr sei aber nötig.

Länder, die bereits eine Impfquote von wenigstens 40 Prozent erreicht hätten - darunter alle G20-Staaten - sollten dem UN-Impfprogramm Covax oder der afrikanischen Initiative Avat bei Impfstofflieferungen den Vortritt lassen. „Kein Land kann die Pandemie isoliert vom Rest der Welt beenden“, mahnte Tedros.

Montag, 25. Oktober, 08.06 Uhr
Lauterbach warnt vor neuer Corona-Welle

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt derzeit rasant - und wird kontinuierlich weiter zunehmen, erklärt SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. „Wir werden nach den Herbstferien deutlich mehr Ausbrüche in den Schulen erleben, weil die Kinder nicht mehr lange lüften können“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Auch in den Betrieben wird es Ansteckungsketten geben. Dasselbe gilt für Bars und Restaurants. Wir haben einen kontinuierlichen Anstieg zu erwarten.“

Um den steigenden Infektionszahlen entgegenzuwirken, fordert Lauterbach eine bundesweit einheitliche Teststrategie an Schulen: „Dreimal in der Woche testen, das wäre mein Vorschlag, morgens mit Antigen-Tests, weil diese die vorherrschende Delta-Variante sehr zuverlässig erfassen. Dazu fünf Testtage hintereinander für Kontaktpersonen von Infizierten. So könnten wir die unkontrollierte Pandemie an den Schulen praktisch beenden.“ Kinder, die Kontakt mit Infizierten hatten, müssten so nicht in Quarantäne.


Montag, 25. Oktober, 06.23 Uhr
Ende der Maskenpflicht im Unterricht in NRW in Sicht

Mit dem Schulstart nach den Herbstferien an diesem Montag rückt in Nordrhein-Westfalen ein Ende der Maskenpflicht im Unterricht näher. Das Düsseldorfer Schulministerium hatte Anfang Oktober in Aussicht gestellt, dass auf Sitzplätzen im Klassenraum zu Beginn der zweiten Unterrichtswoche - also ab dem 2. November - kein Mund-Nasen-Schutz mehr vorgeschrieben wird. Diesen müssten Schülerinnen und Schüler dann nur noch im übrigen Gebäude anlegen.

Mit Beginn des Unterrichts an diesem Montag stehen als erstes Corona-Tests an. Wer geimpft ist oder einen maximal 48 Stunden alten sogenannten Bürgertest vorlegen kann, ist ausgenommen. Das gilt für Schülerschaft, Lehrkräfte und weiteres schulisches Personal.

Die Landeselternschaft der Gymnasien hatte die geplante Abschaffung der Maskenpflicht am Sitzplatz begrüßt, andere nannten die Entscheidung aber riskant und mahnten einen vorsichtigen Start nach den Ferien an. Das Schulministerium hatte bei der Ankündigung zum Auslaufen der Maskenpflicht darauf hingewiesen, dass das weitere Infektionsgeschehen in der Pandemie berücksichtigt werde.


Montag, 25. Oktober, 05.45 Uhr

Inzidenz in Deutschland steigt weiter an

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland hat den Wert von 110 erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 110,1 an. Am Vortag hatte der Wert bei 106,3 gelegen, vor einer Woche bei 74,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6573 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4056 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 17 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 2,68 an (Donnerstag 2,45). Am Wochenende werden keine Zahlen dazu bekannt gegeben.

Sonntag, 24. Oktober, 20.01 Uhr

Ed Sheeran positiv auf Corona getestet

Wenige Tage vor dem Erscheinen seines neuen Albums ist der britische Popstar Ed Sheeran nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er sei in Quarantäne und folge den Richtlinien der Regierung, teilte der 30 Jahre alte Sänger auf Instagram mit.

Pop-Superstar Ed Sheeran. © Joel C Ryan/Invision/AP/dpa © Joel C Ryan/Invision/AP/dpa

Daher könne er vorerst keine Termine persönlich wahrnehmen, sondern werde einige geplante Interviews und Auftritte von zu Hause aus machen. «Passt alle auf euch auf», schrieb Sheeran. Ob der Sänger gegen Covid-19 geimpft ist, blieb zunächst unklar. In einer Show des Moderators James Corden hatte Sheeran jedoch im Sommer mit einer abgewandelten Version seines Hits «Shape of You» dafür geworben, sich impfen zu lassen.

Sonntag, 24. Oktober, 18,.22 Uhr

Immer mehr Corona-Fälle in Österreich - Lage in Kliniken stabil

In Österreich hat sich der Trend zu deutlich steigenden Corona-Zahlen fortgesetzt. Binnen 24 Stunden wurden 3624 Neuinfektionen gezählt, wie das Innen- und Gesundheitsministerium am Sonntag berichteten. Das bedeutet ein Plus von 60 Prozent gegenüber dem Sonntag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner kletterte auf 255.

Zugleich blieb die Lage in den Krankenhäusern stabil. Auf den Intensivstationen liegen rund 220 Menschen, das entspricht dem Niveau vor einer Woche. Ab einer Belegung von 600 Betten durch Covid-Patienten dürfen nach den Plänen der Regierung Ungeimpfte ihr Zuhause nur noch aus triftigem Grund verlassen.

Sonntag, 24. Oktober, 16.10 Uhr

Rolfes zu Corona-Impfung: Wichtig, „dass Spieler vorangehen“

In der Debatte um corona-geimpfte Fußballer und 2G-Regelungen in Stadien hat Bayer Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes die Vorbildfunktion von Profis betont. „Bei uns sind alle geimpft oder genesen, 2G in der Mannschaft und im Staff. So behandeln wir das auch bei den Fans“, sagte der 39 Jahre alte frühere deutsche Nationalspieler am Sonntag bei DAZN. „Es ist wichtig für die Solidarität in der Gesellschaft, dass Spieler vorangehen, deshalb haben wir viel mit den Spielern gesprochen und sie überzeugen können.“

Am Wochenende hatte Joshua Kimmich für eine emotionale Debatte gesorgt. Der Nationalspieler des FC Bayern hatte nach dem 4:0 in der Fußball-Bundesliga am Samstag gegen 1899 Hoffenheim im TV-Sender Sky eingeräumt, bislang nicht gegen das Coronavirus geimpft zu sein. Er habe „persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht“, sagte Kimmich. Er sage nicht kategorisch, dass er sich „überhaupt nicht impfen lasse“. Es sei „auch sehr gut möglich, dass ich mich in Zukunft impfen lasse“, betonte Kimmich.

Sonntag, 24. Oktober, 15.04 Uhr

Nächste Corona-Spielabsage in der DEL: Auch Iserlohn in Isolation

Die Corona-Probleme in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) werden immer größer. Nach den zahlreichen Fällen beim EHC Red Bull München und der Düsseldorfer EG können nun an diesem Sonntagabend auch die Iserlohn Roosters nicht antreten. Als Konsequenz eines positiven Corona-Tests sei ein Spieler in Quarantäne und „alle weiteren Akteure“ in Isolation, teilten die Roosters mit. Wann die für Sonntagabend angesetzte Partie bei den Augsburger Panthern nachgeholt wird, war zunächst offen.

„Insbesondere die Tatsache, dass nach dem Spiel am Donnerstagabend keinerlei Beschwerden auftraten und dass wir dann am Samstag mehrere Spieler mit Symptomen hatten, hat alle Alarmglocken schrillen lassen“, sagte der Sportliche Leiter der Roosters, Christian Hommel.

Sonntag, 24. Oktober, 13.37 Uhr

Corona-Inzidenz in NRW steigt weiter - Wert nun 68,9

In der Corona-Pandemie steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen weiter. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Sonntag mit 68,9 an. Am Samstag hatte der Wert 64,2 und am Freitag noch 61,0 betragen. Innerhalb eines Tages wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland 2146 neue Corona-Fälle registriert. Es gab vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Im Bund lag die Corona-Inzidenz am Sonntag mit 106,3 deutlich höher. Erstmals seit Mai war der Wert am Samstag mit 100,0 wieder dreistellig geworden. In NRW hatte der Kreis Minden-Lübbecke weiterhin die höchste Inzidenz mit 135,0 gefolgt vom Kreis Lippe (115,9) und der Stadt Hagen (105,5). Die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte den vierthöchsten Inzidenzwert (101,2). Am niedrigsten war die Kennziffer im Bottrop (28,1), in Landkreis Paderborn (37,3) und im Landkreis Wesel (39,6).

Sonntag, 24. Oktober, 12.42 Uhr

Landkreistag-Präsident für Debatte über Impfpflicht für Lehrer

Nach der Zunahme der Corona-Infektionen mahnt der Landkreistag eine Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte und pädagogisches Personal an. „Wir werden nicht umhinkommen, über eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppe wie Lehrer, Erzieherinnen oder Pflegekräfte zu diskutieren“, sagte der Präsident des deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). „Das gehört im Herbst definitiv auf die politische Tagesordnung“. Man müsse sich bewusst machen, dass bislang auch diejenigen geschützt würden, „die sich aus freien Stücken gegen einen Impfschutz entschieden haben“. Das habe zwar seine Berechtigung, jedoch müsse ab einem gewissen Punkt „die Frage erlaubt sein, wie lange die Gesellschaft das so mittragen kann“.

Sonntag, 24. Oktober, 11.30 Uhr

Studie: Gedächtnisprobleme nach Covid vermehrt bei Klinikpatienten

Kognitive Langzeitfolgen nach einer Covid-19-Erkrankung scheinen einer neuen Studie zufolge vermehrt nach schwereren Verläufen der Krankheit aufzutreten. Eine im Fachblatt „Jama“ veröffentlichte Untersuchung in den USA zeigt, dass ehemalige Patienten mit einem Corona-Klinikaufenthalt in einigen Bereichen um ein Vielfaches häufiger betroffen waren als Menschen, die ambulant behandelt wurden. Besonders starke Unterschiede gab es bei Wortfindungsstörungen: Diese traten bei 13 Prozent der ambulanten Patienten, aber bei 35 Prozent der im Krankenhaus Behandelten auf. Bei Aufmerksamkeitsproblemen waren es 5 und 15 Prozent. Das Erinnerungsvermögen war bei 12 Prozent der ambulanten und 39 Prozent der Patienten mit Klinikaufenthalt beeinträchtigt. Die Studie wurde mit Daten von 740 Covid-19-Patienten erstellt, die bei der US-Krankenhausgruppe Mount Sinai registriert waren.

Sonntag, 24. Oktober, 10.26 Uhr

Rummenigge über Bayern-Profi Kimmich: „Wäre besser, er wäre geimpft“

Der langjährige Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge rechnet bei Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich mit einer baldigen Impfung gegen Covid-19. „Ich bin überzeugt, das hat er ja auch angekündigt, dass er möglicherweise zeitnah sich jetzt impfen lässt“, sagte Rummenigge am Sonntag dem TV-Sender Bild. „Als Vorbild, aber auch als Fakt wäre es besser, er wäre geimpft.“

Kimmich hatte nach dem 4:0 in der Fußball-Bundesliga am Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim im TV-Sender Sky eingeräumt, bislang keine Impfung gegen Corona zu haben. Er finde es schade, dass es in der Debatte „nur noch geimpft oder nicht geimpft“ gebe, sagte Kimmich. „Und nicht geimpft bedeutet dann oftmals gleich, dass man Corona-Leugner oder Impfgegner ist. Aber ich glaube, es gibt auch ein paar andere Menschen zu Hause, die einfach ein paar Bedenken haben, was auch immer die für Gründe haben. Und ich finde, auch das sollte man respektieren, vor allem, so lange man sich an die Maßnahmen hält“, erläuterte Kimmich.

Karl-Heinz Rummenigge, Bayern Münchens ehemaliger Vorstandschef
Karl-Heinz Rummenigge, Bayern Münchens ehemaliger Vorstandschef © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Sonntag, 24. Oktober, 9.17 Uhr

Weniger Nachfrage in Corona-Testzentren

In den zwei Wochen seit dem Ende der kostenlosen Corona-Tests haben sich in Nordrhein-Westfalen weniger Menschen auf eine Infektion testen lassen. Private Anbieter bemerkten 30 bis 40 Prozent weniger Kunden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. In einigen Testzentren etwa in Köln und Essen gab es demnach sogar einen Rückgang von 70 bis 80 Prozent. In den Herbstferien kamen jedoch mehr Kinder und Jugendliche in die Testzentren als in den Wochen zuvor. Da die Tests in den Schulen ausgefallen sind, verlangten einige Freizeitanbieter wie Schwimmbäder oder Kinos von den Kindern Testnachweise. Seit dem 11. Oktober müssen die meisten Menschen für Corona-Tests bezahlen - kostenlose Bürgertests gibt es nur noch in Ausnahmefällen.

Sonntag, 24. Oktober, 8.19 Uhr

Kroatien und Bulgarien ab heute Corona-Hochrisikogebiete

Mit Kroatien und Bulgarien stuft die Bundesregierung ab diesem Sonntag zwei weitere EU-Länder als Corona-Hochrisikogebiete ein. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und aus einem Hochrisikogebiet einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Bisher sind Rumänien, Litauen und Slowenien die einzigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, für die das gilt. Weltweit stehen rund 70 Länder ganz oder teilweise auf der Risikoliste des RKI. Neben Kroatien und Bulgarien kommen am Sonntag auch Kamerun, Singapur und die Republik Kongo hinzu. Gestrichen werden Kenia, Kosovo, Irak und Honduras. Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft.

Sonntag, 24. Oktober, 7.22 Uhr

Corona-Inzidenz deutschlandweit deutlich über 100 - 13.732 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat erstmals seit Mitte Mai den Wert von 100 überschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit exakt 106,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei exakt 100 gelegen, vor einer Woche bei 72,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.732 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8682 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 23 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 17 Todesfälle gewesen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 2,68 an (Donnerstag 2,45).

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