Für Schwangere ist eine Impfung gegen Grippe in diesem Herbst laut Experten besonders wichtig. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW – Frauenärzte richten dringenden Impf-Appell an Schwangere – Liveblog

Frauenärzte rufen Schwangere dazu auf, sich neben Corona auch gegen die Grippe impfen zu lassen. Sie sehen durch 2- oder 3G-Regelungen ein erhöhtes Infektionsrisiko. Die Lage im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 981.982 bestätigte Fälle – 20.800 aktuell Infizierte – 18.020 Todesfälle – Wocheninzidenz: 48,5 – Hospitalisierungsinzidenz: 1,62 (Stand: 18.10.2021).
  • Für Schwangere ist eine Impfung gegen Grippe in diesem Herbst laut Experten besonders wichtig. Nach der quasi ausgefallenen Welle vergangene Saison sei in diesem Jahr wieder mit mehr Erkrankten zu rechnen.
  • Kinderärzte rufen Kinder ab 12 Jahren dringend dazu auf, sich gegen Corona impfen zu lassen. Zuletzt kam es zu immer mehr Schulausbrüchen.
  • Der Leiter der Virologie an der Universität München, Oliver Keppler, sagt für die kommenden Wochen einen erheblichen Anstieg der Infektionen voraus. Dennoch ist er gegen eine Verschärfung der Maßnahmen. Grund seien die insgesamt gute Impfquote, die gute Teststruktur und das Wissen um die Übertragungen.
  • Eine Studie zeigt, dass Raucher tendenziell seltener an Corona erkranken als Nichtraucher. Raucher haben allerdings ein fast doppelt so hohes Risiko, an einer Corona-Infektion zu sterben, wie Nichtraucher und Nichtraucherinnen.
  • Alle Regeln, die vom 1. bis 29. Oktober gelten, haben wir hier in 10 Punkten einfach erklärt.

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Montag, 18. Oktober, 12.54 Uhr

Deutschlandweite Impfquote bei 65,8 Prozent

In Deutschland sind fast 54,7 Millionen Menschen vollständig gegen Corona geimpft. Das sind 65,8 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervorgeht. Von den Erwachsenen sind demnach 76,3 Prozent vollständig geimpft. Bei den über 60-Jährigen sind es 84,8 Prozent. Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren sind zu 38,6 Prozent vollständig geimpft, 44,2 Prozent haben mindestens eine Spritze erhalten. Von Montag vergangener Woche bis Sonntag wurden der RKI-Statistik zufolge rund 877.000 Impfungen verabreicht, das sind im Schnitt rund 125.300 pro Tag. Das RKI geht allerdings davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen.

Montag, 18. Oktober, 12.05 Uhr

Virologe: „Deutliche Verschärfung“ der Infektionslage im Herbst und Winter

Der in diesem Herbst bislang allenfalls milde Anstieg der Corona-Infektionen wird sich in den nächsten Monaten voraussichtlich erheblich beschleunigen. Das prognostiziert Oliver Keppler, Leiter der Virologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. „Im vor uns liegenden Herbst und Winter müssen wir von einer deutlichen Verschärfung des Infektionsgeschehens ausgehen. Unser Leben verlagert sich nach innen“, sagte der Wissenschaftler.

Zu einer neuerlichen Verschärfung der Corona-Maßnahmen rät der Virologe nicht: „Grundsätzlich müssen wir in dieser Phase der Pandemie in verschiedenen Bereichen Lockerungen versuchen, um zu sehen, was gut vertretbar ist und wo man noch Hygienemaßnahmen oder Testungen zur Absicherung beibehalten muss.“

Montag, 18. Oktober, 10.42 Uhr

Gastgewerbe weiter deutlich unter Vorkrisenniveau

Das Gastgewerbe in Deutschland ist trotz besserer Geschäfte im Ferienmonat August weiterhin deutlich vom Vorkrisenniveau entfernt. Gastronomen und Hoteliers verbuchten sowohl preisbereinigt (plus 5,9 Prozent) als auch nominal (plus 6,4 Prozent) einen Umsatzzuwachs gegenüber Juli, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2020 stiegen die Erlöse preisbereinigt (real) um 5,9 Prozent. Damit lag der Umsatz real aber noch 16,2 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland. Von Januar bis einschließlich August 2021 lagen die Umsätze preisbereinigt (real) um 22,2 Prozent unter dem Niveau der ersten acht Monate 2020, nominal beträgt das Minus 20,0 Prozent.

Montag, 18. Oktober, 9.30 Uhr

Bundesverfassungsgericht: Keine Befangenheit im Corona-Verfahren

Das Bundesverfassungsgericht hat Befangenheitsvorwürfe im Zusammenhang mit der Corona-Notbremse wegen eines Abendessens mit Mitgliedern der Bundesregierung dementiert. Ein Ablehnungsgesuch gegen Gerichtspräsident Stephan Harbarth und die Richterin Susanne Baer wurde nach Angaben vom Montag als unbegründet zurückgewiesen. (Az. 1 BvR 781/21, Beschluss vom 12. Oktober 2021) Das Treffen in Berlin hatte am 30. Juni stattgefunden.

An dem Abendessen mit der Kanzlerin nahmen alle 16 Verfassungsrichterinnen und -richter und die meisten Bundesministerinnen und -minister teil, wie in der Regierungsantwort auf eine frühere AfD-Anfrage steht. Das Ablehnungsgesuch hatte laut „Welt am Sonntag“ der Berliner Anwalt Niko Härting gestellt, der nach eigenen Angaben ein Verfahren für Abgeordnete der Freien Wähler vor dem Verfassungsgericht führt.

Montag, 18. Oktober, 8.21 Uhr

Corona-Inzidenz steigt in NRW leicht

In der Corona-Pandemie ist die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen leicht gestiegen. Binnen sieben Tagen meldeten die Gesundheitsämter in dem Bundesamt 48,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts am Montagmorgen hervorgeht. An den beiden Vortagen lag diese Kennziffer bei jeweils 47,9. Der bundesweite Schnitt war am Montagmorgen mit 74,4 deutlich höher. Innerhalb eines Tages wurden in NRW insgesamt 461 neue Corona-Fälle registriert. Ein Mensch starb im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion. Eine dreistellige Inzidenz wiesen am Montag in NRW dem RKI zufolge nur Hagen (116,1) und der Kreis Minden-Lübbecke (102,5) aus. Am niedrigsten war der Wert weiterhin im Kreis Coesfeld mit 16,3, gefolgt vom Ennepe-Ruhr-Kreis (23,2) und dem Kreis Euskirchen (23,7).

Montag, 18. Oktober, 7.25 Uhr

Umfrage: Corona senkt Optimismus und mehrt Stress

Die Corona-Pandemie ist vielen Menschen in Deutschland offensichtlich auf das Gemüt geschlagen. Nach einer am Montag veröffentlichten repräsentativen Umfrage sank die Zahl der Optimisten in Deutschland bis zum Sommer stark, während das Stressempfinden ebenso deutlich zunahm. Die Ergebnisse liegen allerdings schon etwas zurück: Das Umfrageinstitut Bilendi befragte im Juli im Auftrag der Versicherung Swiss Life gut 1000 Erwachsene im Alter von 18 bis 79 Jahren. Demnach sagten 24 Prozent der Befragten, dass sie vorbehaltlos optimistisch in die Zukunft blickten. In der Anfangsphase der Pandemie im Frühjahr 2020 war deren Zahl mit 44 Prozent sogar außerordentlich hoch gewesen, im Vorkrisenjahr 2019 waren es 37 Prozent.

Montag, 18. Oktober, 6.14 Uhr

Deutschlandweit 4056 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 74,4

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am sechsten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 74,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 72,7 gelegen, vor einer Woche bei 66,5 (Vormonat: 72,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4056 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 3111 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden zehn Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 2,02 (Donnerstag 1,93) an.

Montag, 18. Oktober, 5.19 Uhr

Frauenärzte rufen Schwangere zur Grippeschutz-Impfung auf

Für Schwangere ist eine Impfung gegen Grippe in diesem Herbst laut Experten besonders wichtig. Nach der quasi ausgefallenen Welle vergangene Saison sei in diesem Jahr wieder mit mehr Erkrankten zu rechnen, sagte Cornelia Hösemann aus dem Vorstand des Berufsverbands der Frauenärzte der Deutschen Presse-Agentur. „Denn das Immunsystem muss erst wieder trainiert werden. Außerdem fällt bei 2- oder 3G-Regelungen die Pflicht zum Tragen der Maske weg, so dass Infektionen, die über Tröpfchen verbreitet werden, generell wieder mehr vorkommen werden.“

Schwangere könnten sich durchaus überlegen, ob sie zum eigenen Schutz unabhängig von geltenden Vorgaben einen Mund-Nase-Schutz tragen möchten. Schwangere sind laut der Medizinerin, die auch Mitglied in der Sächsischen Impfkommission (Siko) ist, besonders gefährdet, wenn sie sich mit bestimmten Krankheitserregern anstecken: „Eine echte Influenza in der Schwangerschaft kann lebensbedrohlich sein.“

Sonntag, 17. Oktober, 21.22 Uhr
Einlassprobleme bei BVB-Heimspiel gegen Mainz - Verein reagiert
Als Marco Reus‘ Geschoss im Mainzer Tor einschlug, standen viele BVB-Fans noch wartend vor dem Stadion. Am Südosteingang des Signal Iduna Parks gab es am Samstag massive Probleme bei der Einlasskontrolle. Erstmals durften wieder 60.000 Fans ins Stadion.

Viele von ihn hörten den Torjubel, der drinnen die Ränge zum Beben brachte. 1:0 für den BVB. Sie aber standen draußen, die Eintrittskarte und den Impf- oder Testnachweis in der Hand – und steckten noch im Gedränge vor dem Stadioneingang fest. Frust machte sich breit. Nun reagiert der Verein.

Sonntag, 17. Oktober, 19.35 Uhr
Viele Infektionen in Schulen: Kinderärzte fordern Impfung
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin hat Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren aufgerufen, sich gegen Corona impfen zu lassen. „Nachdem Daten von über zehn Millionen Kindern und Jugendlichen erhoben wurden, empfehle ich die Impfung den über 12-Jährigen heute allgemein und uneingeschränkt, ich werbe dafür so dringlich wie bei Erwachsenen“, sagte Verbandspräsident Jörg Dötsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Die Risiko-Nutzen-Abwägung falle eindeutig zugunsten der Impfung aus.

Das Robert Koch-Institut hatte am Freitag von besonders vielen Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen (RKI) in einzelnen Regionen Deutschlands berichtet. In acht Landkreisen und einer kreisfreien Stadt liege die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei den 10- bis 19-Jährigen bei mehr als 500. Laut RKI wurden in den vergangenen vier Wochen bundesweit 636 Schulausbrüche übermittelt - wegen möglicher Nachmeldungen sind demnach aber insbesondere die vergangenen beiden Wochen noch nicht zu bewerten.

Sonntag, 17. Oktober, 15.44 Uhr
Weihnachtsmärkte in NRW finden statt – Termine und Regeln
Die bekannten Weihnachtsmärkte in Nordrhein-Westfalen sollen in diesem Jahr alle stattfinden. Die Märkte würden jeweils in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern geplant, sagte Albert Ritter, der Vorsitzende des Deutschen Schaustellerbundes.

Es gibt unterschiedliche Regeln und Termine.


Sonntag, 17. Oktober, 13.34 Uhr
Gebete in Mekka wieder ohne Abstandsregel

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie hat in der Großen Moschee von Mekka in Saudi-Arabien wieder ein Gebet ohne Abstandsregeln stattgefunden. Nach entsprechenden Lockerungen fänden die Gebete dort jetzt wieder „normal“ statt, teilte das staatliche Kommunikationszentrum am Sonntag mit. Hunderte Pilger in weißen Gewändern standen nun wieder beim Gebet Schulter an Schulter im Hof der Moschee.


Sonntag, 17. Oktober, 10.44 Uhr
Virologe: Anstieg der Infektionen wird sich jetzt erheblich beschleunigen

Der in diesem Herbst bislang allenfalls milde Anstieg der Corona-Infektionen wird sich in den nächsten Monaten voraussichtlich erheblich beschleunigen. Das prognostiziert Oliver Keppler, Leiter der Virologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. „Im vor uns liegenden Herbst und Winter müssen wir von einer deutlichen Verschärfung des Infektionsgeschehens ausgehen. Unser Leben verlagert sich nach innen“, sagte der Wissenschaftler.

Zu einer neuerlichen Verschärfung der Corona-Maßnahmen rät der Virologe nicht: „Grundsätzlich müssen wir in dieser Phase der Pandemie in verschiedenen Bereichen Lockerungen versuchen, um zu sehen, was gut vertretbar ist und wo man noch Hygienemaßnahmen oder Testungen zur Absicherung beibehalten muss.“ Zentrale Bausteine der Pandemiebekämpfung seien die insgesamt gute Impfquote, die gute Teststruktur und das Wissen um die Übertragungen.


Sonntag, 17. Oktober, 7.16 Uhr
Sieben-Tages-Inzidenz steigt weiter an

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist am Sonntag weiter gestiegen, von 70,8 am Samstag auf 72,7 am Sonntag. Vor einer Woche waren es 66,1. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) wurden binnen eines Tages 8682 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 17 Fälle auf 94.618. Die Gesamtzahl der Infektionen seit Pandemiebeginn liegt laut RKI bei 4.373.789, die Zahl der Genesenen bei rund 4.147.000.


Samstag, 16. Oktober, 19.16 Uhr

Corona und das Raucherparadox: weniger Infektionen, aber schlimmere Folgen?

Rauchen gilt als Risikofaktor für schwere Verläufe von Covid-19. Aber es gibt auch Untersuchungen, die zeigen, dass Raucher und Raucherinnen sich womöglich seltener infizieren. Neue Studien lösen den scheinbaren Widerspruch auf.

Schon zu Beginn der Pandemie sorgte eine verblüffende Publikation für Aufsehen: So hatten französische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gezeigt, dass der Anteil an Rauchern und Raucherinnen unter an Covid-19-Erkrankten geringer war als in der Bevölkerung. Wer stark raucht, hat allerdings außerdem ein fast doppelt so hohes Risiko, an einer Corona-Infektion zu sterben, wie Nichtraucher und Nichtraucherinnen.

Raucher erkranken laut einer Studie seltener an Corona - dafür aber schwerer. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Samstag, 16. Oktober, 16.15 Uhr

Lauterbach: „Die Durchseuchung der Kinder ist nach wie vor eine große Gefahr“

SPD-Gesundheits­experte Karl Lauterbach hat sich besorgt über die hohen Corona-Inzidenzen bei Kindern gezeigt. „Wenn es zu Lockerungen kommt, rechne ich mit noch höheren Inzidenzen bei Kindern“, sagte er dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). „Das ist eine Gefahr, denn wir werden große Probleme mit Long Covid bei Kindern bekommen.“

Studien würden zeigen, dass zwischen 2 und 4 Prozent der Kinder ein halbes Jahr nach ihrer Erkrankung noch Symptome hätten. „Die Durchseuchung der Kinder ist nach wie vor eine große Gefahr“, sagte der studierte Epidemiologe. Eine schnelle Durchseuchung der Kinder sei anders als bei einer Erkältung bei Sars-CoV nicht möglich. „Denn bei Erkältungen haben Kinder nicht sechs Monate später noch Symptome“, sagte der SPD-Politiker.

Samstag, 16. Oktober, 13.17 Uhr
Dramatische Entwicklung in Russland: 1000 Tote pro Tag

In Russland hat die Zahl der Corona-Toten erstmals die Marke von 1000 pro Tag überschritten. Das ist ein Höchststand seit Beginn der Pandemie. Am Samstag meldeten die Behörden 1002 Todesfälle innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Zugleich gab es mehr als 33.200 Neuinfektionen binnen eines Tages. Auch das ist ein Negativrekord. Seit Wochen spitzt sich die Corona-Lage im flächenmäßig größten Land der Erde dramatisch zu.

Laut Corona-Statistik sind seit Frühjahr vergangenen Jahres mehr als 222 000 Menschen mit dem Virus gestorben. Die Corona-Zahlen stehen jedoch seit langem als geschönt in der Kritik. Die Behörden sehen den Hauptgrund für die hohen Todes- und Infektionszahlen in der geringen Bereitschaft der Bevölkerung, sich impfen zu lassen. Knapp 30 Prozent sind nach den jüngsten offiziellen Angaben vollständig immunisiert.


Samstag, 16. Oktober, 11.08 Uhr
Entwicklung in NRW gegen den Bundestrend

Entgegen dem Bundestrend ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen weiter ganz leicht rückläufig. Das Robert Koch-Institut meldete am Samstagmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 47,9 für NRW.

Am Vortag hatte die Zahl der neuen Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche noch bei 48,5 gelegen. Deutschlandweit stieg die Kennziffer erstmals seit dem 20. September wieder über die Marke von 70. Über die Woche betrachtet ist der Rückgang in NRW allerding nur minimal: Am Samstag der Vorwoche wies das RKI für NRW eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50,3 aus. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden in NRW insgesamt 1461 neue Corona-Fälle gemeldet.



Samstag, 16. Oktober, 9.38 Uhr
Lehrerin fragt Schüler nach Impfung - Ist das ein Datenschutzverstoß?

Das Büro des Landesdatenschutzbeauftragten wirft einer Lehrerin in Ostthüringen einen Datenschutzverstoß vor, weil sie in einer Deutschstunde Schüler fragte, ob sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen würden. Ein entsprechendes Schreiben habe das Bildungsministerium erhalten, sagte ein Ministeriumssprecher. Die Lehrerin habe die Schülerinnen und Schüler nach ihrer Impfbereitschaft gefragt, und das stelle nach Ansicht der Datenschutzbehörde eine unzulässige Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten dar, erklärte der Sprecher.

Bildungsminister Helmut Holter (Linke) reagierte empört. „Dieses neuerliche Verfahren des Landesdatenschutzbeauftragten alarmiert mich zutiefst, und ich stelle mich auch dieses Mal vor die betreffende Lehrkraft“, erklärte Holter. Es sei nicht hinnehmbar, dass Datenschutz gegen die pädagogische Freiheit in Stellung gebracht werde. Holters Ansicht nach gehöre es zu zeitgemäßer Didaktik, Themen, die Schülerinnen und Schüler aktuell bewegen, aufzugreifen und gerade nicht auszuklammern

Samstag, 16. Oktober, 7.22 Uhr
Sieben-Tages-Inzidenzen steigen an

Nach wochenlanger Stagnation scheint das Infektionsgeschehen in Deutschland wieder Fahrt aufzunehmen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt erstmals seit 20.9. wieder über der Marke von 70. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 70,8 an. Gestern hatte der Wert bei 68,7 gelegen, vor einer Woche bei 64,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10 949 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 8854).

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 75 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter, die Hispitalisierungsinzidenz - gab das RKI am Freitag mit 2,02 (Donnerstag 1,93) an.

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