Erzieher und Lehrer können sich bald gegen das Coronavirus impfen lassen. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Impfungen in Kitas, Schulen und bei der Polizei starten – Liveblog

Schon bald können sich Lehrer, Kita-Mitarbeiter und Polizisten gegen das Coronavirus impfen lassen. Der Termin steht fest. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 533.136 bestätigte Fälle – 26.800 aktuell Infizierte – 13.059 Todesfälle, Wocheninzidenz: 64,4 (Stand: 1.3.2021).
  • Ab dem 1. April sollen in NRW mehr Impfungen möglich sein.
  • Ab dem 8. März werden Lehrer, Kita-Mitarbeiter und Polizisten in NRW geimpft.
  • Die Friseursalons haben seit dem 1. März wieder geöffnet – manche starteten bereits mitten in der Nacht.
  • Um der Impf-Skepsis zu begegnen könnte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel live im TV mit dem Präparat von Astrazeneca impfen lassen. Das schlägt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, vor.
  • Um die Impfung im Land voran zu treiben, wollen die Hausärzte in NRW ihre Patienten selbst gegen Corona impfen. Die Praxen seien dafür startklar.
  • Seit dem 22. Februar greifen in NRW zahlreiche Lockerungen der Corona-Maßnahmen: Alle Infos finden Sie hier.
  • Das Land NRW hat eine neue Corona-Schutzverordnung erlassen. Die wichtigsten Regeln, die in NRW bis zum 7. März gelten sollen, finden Sie hier.

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Montag, 1. März, 16.30 Uhr Oberbürgermeister fordern mehr Verantwortung bei Kommunen Kurz vor den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten haben die Oberbürgermeister von Münster, Rostock und Tübingen mehr Verantwortung für lokale Lockerungen gefordert. Jetzt schlage die Stunde der Kommunen.

Mit Schnelltests und neuen Apps zur Kontaktnachverfolgung sowie lokalen Corona-Ampeln sollten sichere Teilöffnungen in Gastronomie und Handel möglich werden, schreiben Markus Lewe (Münster/CDU), Claus Ruhe Madsen (Rostock/parteilos) und Boris Palmer (Tübingen/Grüne) in einer am Montag veröffentlichten, gemeinsamen Erklärung.Montag, 1. März, 16.09 Uhr Infizierte Düsseldorfer Arzthelferin: Bis zu 600 Kontakte Eine mit der ansteckenderen britischen Variante des Coronavirus infizierte Düsseldorfer Arzthelferin hatte zu noch mehr Menschen Kontakt als bislang bekannt. Sie sei mit bis zu 600 Personen in Kontakt gekommen, teilte die Stadt Düsseldorf mit. Die Frau soll zeitweise ohne Schutzmaske und trotz Krankheitssymptomen gearbeitet haben. Die Arztpraxis wurde geschlossen.

Ein Hinweisschild zur Masken-Pflicht. © picture alliance/Symbolbild © picture alliance/Symbolbild

Montag, 1. März, 14.58 Uhr

Bund mahnt: Keine Sorglosigkeit bei Corona-Öffnungen

Die Bundesregierung mahnt vor den Beratungen mit den Ländern über mögliche weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen weiter ein vorsichtiges Vorgehen an. „Wir sind jetzt in einer Phase der Hoffnungen, Gott sei Dank. Aber es kann und darf nicht eine Phase der Sorglosigkeit sein“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Er verwies auf sinkende Zahlen der Corona-Patienten auf Intensivstationen, anziehende Impfungen und in absehbarer Zeit massenhaft zur Verfügung stehende Schnelltests. Andererseits gebe es bei den Neuinfektionen seit einigen Tagen eine steigende Tendenz, zudem breiteten sich neue, ansteckendere Virus-Varianten weiter aus.

Montag, 1. März, 13.55 Uhr

Die komplette Pressekonferenz mit NRW-Gesundheitsminister Laumann im Video:

Montag, 1. März, 13.55 Uhr

Zweite Astrazeneca-Impfung in NRW künftig erst nach drei MonatenIn Nordrhein-Westfalen soll die zweite Impfung mit dem Wirkstoff des Herstellers Astrazeneca künftig erst nach drei Monaten statt wie bisher nach neun Wochen erfolgen. Das geht aus einem Impferlass des Landes-Gesundheitsministeriums hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Bereits vereinbarte Termine für die Zweitverimpfung nach 9 Wochen können beibehalten werden“, heißt es in dem Erlass.

Montag, 1. März, 13.49 Uhr

Mehr Impfungen ab April in NRW

In NRW sollen ab 1. April die Impfkapazitäten erhöht werden. Dazu sollen die Kreise und kreisfreien Städte jeweils mit bis zu fünf Schwerpunktpraxen kooperieren können, wie aus einem Erlass des Landesgesundheitsministeriums hervorgeht.

In dem Erlass heißt es, dass angesichts der „zu erwartenden steigenden Impfstoffmengen“ statt 7000 Impfungen im Monat pro 70.000 Einwohner dann 8000 Impfungen im Monat pro 70 000 Einwohner möglich sein müssen. Dafür könne pro Kreis oder kreisfreier Stadt ein weiteres Impfzentrum eröffnet werden.

Montag, 1. März, 13.43

Impfstart für Teile der NRW-Polizei am 8. März

Die Impfungen von Polizisten mit „einem hohen Infektionsrisiko durch regelmäßigen Bürgerkontakt“ sollen in Nordrhein-Westfalen am 8. März beginnen. Das geht aus dem Impferlass des NRW-Gesundheitsministeriums hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach sollen zunächst Impfungen von Einsatzhundertschaften Priorität haben.

Montag, 1. März, 13.12 Uhrdm startet Schnelltest-VerkaufEin Corona-Test ohne medizinisches Fachpersonal – Schnelltests sollen das möglich machen. dm hat nun als erste Drogeriekette ein Datum für den Verkaufsstart genannt.

Montag, 1. März, 12.40 Uhr

Impfungen für Kitapersonal und Lehrer ab dem 8. März

Nordrhein-Westfalen startet am 8. März mit Impfungen für das Personal in Kitas und Schulen. Das kündigte Familienminister Joachim Stamp (FDP) an. Stamp sprach von einem „Befreiungsschlag“ für Beschäftigte und Familien.

Montag, 1. März, 12.20 UhrCorona-Schnelltests bald im Drogeriemarkt erhältlichDie Drogeriekette dm hat als erstes Handelsunternehmen ein Datum für den Verkaufsstart von Corona-Schnelltests angekündigt. Ab Dienstag, 9. März, sollen die jüngst zugelassenen Testkits verfügbar sein.

Ganz sicher, ob es tatsächlich wie angekündigt mit dem Verkaufsstart klappt, ist sich dm laut Sprecher Sebastian Bayer allerdings noch nicht: „Wir rechnen mit einer Verfügbarkeit für unsere Kunden frühestens ab dem 9. März, sofern die Lieferzusagen des Herstellers eingehalten werden können“, so Bayer. Er geht davon aus, dass die Liefermengen zunächst begrenzt sind. Derweil warten mehrere Supermärkte auf die Zulassung der Schnelltests anderer Hersteller.

Montag, 1. März, 11.42 UhrAussetzung der Elternbeiträge steht zur DiskussionWie bereits im Januar sollten Elternbeiträge erlassen werden, fordern die nordrhein-westfälischen Kommunen. Zuletzt kamen allerdings keine positiven Signale aus der Politik.

Montag, 1. März, 10.59 Uhr

Bayern und Sachsen fordern zusätzlichen Impfstoff für GrenzregionBayern und Sachsen fordern aus Berlin und Brüssel Sonderhilfen für Corona-Hotspots. „Wir wünschen vom Bund und von der EU zusätzliche Impfstofflieferungen“, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München.

Dies sei wichtig, damit perspektivisch durch sinkende Inzidenzen Öffnungen wieder vertretbar würden. Bayern werde seine Hotspots ebenfalls „bewusst stärken“ und mehr Impfstoff in die Landkreise in den Grenzregionen geben. Beide Länder wollten zudem Tschechien besser helfen, nicht nur mit der Aufnahme von Corona-Patienten in Krankenhäusern.Montag, 1. März, 8.25 UhrGroße Mehrheit der Deutschen für Lockdown-Lockerungen

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zufolge sind nur noch gut ein Drittel für eine Beibehaltung (26 Prozent) oder Verschärfung (9 Prozent) der geltenden Einschränkungen. 43 Prozent sprachen sich für Lockerungen aus, 17 Prozent sind sogar für eine komplette Rückkehr zur Normalität, 5 Prozent enthielten sich.

Zu Beginn des Lockdown Mitte Dezember standen noch fast drei Viertel (73 Prozent) hinter den Maßnahmen von Bund und Ländern. Anfang Januar waren noch fast zwei Drittel (65 Prozent) für eine Beibehaltung oder Verschärfung der Maßnahmen. Vor der letzten Bund-Länder-Konferenz am 10. Februar war es dann nur noch die Hälfte der Befragten, inzwischen liegt der Anteil bei 35 Prozent.

Montag, 1. März, 8.07 UhrInzidenz in NRW steigt leicht

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz stieg in NRW binnen eines Tages leicht um 0,3 auf 64,4 Fälle. Vor einer Woche lag er noch bei 61,7. Solingen hat in NRW mit 133,8 den höchsten Inzidenzwert, etwas höher als der Märkische Kreis (127,5). Für die größte NRW-Stadt Köln wurde ein Wert von 72 gemeldet, für die Landeshauptstadt Düsseldorf 51,8 und für Dortmund 63,7. In Münster (30,8), Coesfeld (31,3) und Bielefeld (34,4) sind die Werte hingegen unter dem Zielwert 35.

Montag, 1. März, 7.27 Uhr Laschet: Corona-Bekämpfung ist keine parteipolitische Frage

CDU-Parteichef Armin Laschet will in Fragen der Corona-Pandemie keine klaren Ansagen in seine Partei hinein machen. „Corona-Bekämpfung ist keine parteipolitische Frage. Und ich warne auch davor, es zu einer Frage zwischen CDU und SPD, zwischen Grünen und FDP zu machen“, sagte der nordrhein-westfälische Regierungschef

In Anbetracht der Lockdown-Lockerungen werde er dafür kämpfen, dass man zu bundeseinheitlichen Lösungen komme und dass das pauschale Schließen, das die letzten Wochen bestimmt habe, verändert werde. Laschet sprach von einer „differenzierten, vorsichtigen, angleichenden Öffnung“, zu der man in den 16 Ländern kommen solle. Am Mittwoch beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Pandemie.

Montag, 1. März, 6.16 UhrBundesweite Inzidenz bei 65,8

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4732 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 60 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4369 Neuinfektionen und 62 neue Todesfälle verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI bundesweit bei 65,8 – und damit höher als am Vortag (63,8). Vor vier Wochen, am 1. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 91 gelegen.

Montag, 1. März, 5.25 Uhr

Friseure dürfen wieder öffnen Seit 0.01 Uhr dürfen Friseure wieder arbeiten. Der Dortmunder Friseur Marco Trapani gehörte zu jenen, die bereits nachts mit der Arbeit anfingen: Seit klar war, dass die Friseure ab dem 1. März wieder loslegen dürfen, habe das Telefon kaum stillgestanden, berichtet sein Rezeptionist Mirko Konisch. „Der ganze März ist ausgebucht“, sagt er. Bundesweit ist aus der Branche Ähnliches zu hören.

Um dem Kundenandrang gerecht zu werden, wollen viele Betriebe täglich länger und auch montags öffnen, hieß es vorab von den Fachverbänden. Einige wie Trapani zelebrierten die Wiedereröffnung mit einer Nachtschicht. Die Verluste der vergangenen Monate können solche Kundenbindungs-Aktionen jedoch nicht wettmachen, sagt der Dortmunder Salon-Betreiber. Niemand könne zudem wissen, ob noch ein weiterer Lockdown folge und wie die Kunden sich verhalten.

Sonntag, 28. Februar, 21.00 UhrAstraZeneca ist laut Armin Laschet ein „exzellenter Impfstoff“NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist sich sicher: „Impfstoff, der herumliegt, hilft niemanden.“ Aus diesem Grund appelierte er im WDR an die Bürger: „Astrazeneca nehmen – damit ist man sicher.“ Er plädierte für eine Erweiterung der Impfgruppen. Dafür starte man in NRW am Montag „eine neue Initiative“. Ziel sei, so viel wie möglich zu verimpfen. Astrazeneca sei ein „exzellenter Impfstoff“.

Armin Laschet, Ministerpräsident von NRW, appelliert an die Bürger sich mit dem Impfstoff AstraZeneca impfen zu lassen. © dpa © dpa

Sonntag, 28. Februar, 20.18 UhrArbeitgeberpräsident Kirchhoff: Nicht im Lockdown verharrenNRW-Arbeitgeberpräsident Arndt Kirchhoff sagte der „Rheinischen Post“ (Montag), ein Verharren im Lockdown sei nicht mehr darstellbar. Er verwies auf massive wirtschaftliche, soziale und bildungspolitische Schäden und nachlassende Akzeptanz in der Bevölkerung.

Sonntag, 28. Februar, 18.50 UhrSorge vor Pleitewelle: Kinos in NRW leuchten rotEinige Kinos in NRW leuchten ab 19 Uhr rot und nehmen damit an der bundesweiten Aktion „Kino leuchtet. Für dich.“ teil. Zudem planen die Kinobetreiber vor Ort und in den sozialen Netzwerken verschiedene Aktionen, die über den gemeinsamen Hashtag #kinoliebe sichtbar sein werden. Damit will die Branche auf ihre dramatische wirtschaftliche Situation aufmerksam machen.

Sonntag, 28. Februar, 17.55 UhrWirtschaftsminister Pinkwart: Hotels bis Ostern öffnenNRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) hat sich für eine schrittweise Öffnung von Handel und Gastronomie im März ausgesprochen. Bis Ostern solle das dann auch für Ferienwohnungen und Hotels möglich sein, sagte er dem „Handelsblatt“ (Sonntag). Mit Blick auf die neuen Beratungen von Bund und Ländern am kommenden Mittwoch forderte Pinkwart einen bundesweit verlässlichen Öffnungsrahmen.

Sonntag, 28. Februar, 17.01 UhrTrotz schönem Wetter: Kein Gedränge in NRWs StädtenMilde Temperaturen und Sonnenschein haben am Wochenende erneut viele Menschen in NRW ins Freie gelockt. Gedränge wie eine Woche zuvor vor allem in den Großstädten meldeten die Ordnungsämter aber nicht. Besonders die drei größten NRW-Städte Köln, Düsseldorf und Dortmund hatten bei ihren Schutzvorschriften nachjustiert. Aus der Landeshauptstadt hieß es am Sonntag zu dem neu verhängten „Verweilverbot“, die Situation an den beliebten Stellen am Rheinufer und in der Altstadt sei deutlich entspannter gewesen.

Sonntag, 28. Februar, 16.06 UhrImmunologe: Merkel sollte sich live im TV mit Astrazeneca impfen lassenDer Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, hat sich im britischen öffentlich-rechtlichen Rundfunksender BBC in einem Radiointerview dafür ausgesprochen, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) live im Fernsehen mit dem Präparat impfen lässt.

Es sei bereits abzusehen, dass die Ständige Impfkommission das Vakzin auch für die über 65-Jährigen empfehlen werde, so Watzl. „Wenn Angela Merkel zu diesem Zeitpunkt ins Live-Fernsehen gehen würde und mit dem Impfstoff geimpft würde, wäre das natürlich großartig“, so der Immunologe.

Der Astrazeneca-Impfstoff habe ein reines PR-Problem, betont der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Sonntag, 28. Februar, 15.22 UhrBritische Schulkinder bekommen regelmäßig kostenlose Corona-TestsIn Großbritannien sollen alle Familien mit Schulkindern Corona-Tests für zuhause bekommen. Die Maßnahme gehört zu einem Plan, am 8. März die Schulen wieder zu öffnen. Die Tests sollen kostenlos zweimal wöchentlich an die Haushalte mit Schulkindern verteilt werden, und zwar unabhängig davon, ob dort jemand Covid-Symptome hat, teilten Beamte am Sonntag mit.

Sonntag, 28. Februar 14.28 UhrAfD-Fraktionschef Wagner ließ Sohn und Schwiegermutter impfenIn der „Impf-Vordrängler“-Debatte ist AfD-Fraktionschef Markus Wagner nach Impfungen von Familienangehörigen erneut in den Fokus gerückt. Der NRW-Fraktionsvorsitzende (56) hatte dem WDR bereits mitgeteilt, er und seine Frau seien geimpft worden. Wagner ist geschäftsführender Gesellschafter einer Einrichtung der Eingliederungshilfe für psychisch Erkrankte im Kreis Minden-Lübbecke.

Nach Angaben des WDR-Politmagazins „Westpol“ vom Sonntag bestätigte Wagner nun auch eine Impfung seines 16 Jahre alten Sohnes und seiner Schwiegermutter (81) in seiner Sozialeinrichtung. Nach festgelegter Impfpriorität gehören 16-Jährige erst in die Gruppe vier, der Jugendliche wäre demnach noch längst nicht an der Reihe. Die aktuelle Impfverordnung sieht weder Strafen noch Bußgelder für „Vordrängler“ vor.

Der AfD-Fraktionschef Markus Wagner ist nicht nur selbst bereits geimpft – sondern auch mehrere seiner Familienmitglieder. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Sonntag, 28. Februar, 13.38 Uhr

Gäste verstecken sich bei illegaler Party im Kleiderschrank

Bei einer illegalen Party in Hückeswagen (Oberbergischer Kreis) haben sich Gäste vor der Polizei im Kleiderschrank versteckt. Die 15- bis 21-Jährigen hätten sich bei der Feier am Samstagabend nicht an die Corona-Beschränkungen gehalten, teilte die Polizei am Sonntag mit. Nachbarn hatten die Party gemeldet. Die Beamten trafen zunächst sechs Feiernde in der Wohnung an – und entdeckten zwei weitere Gäste im Kleiderschrank. Alle bekamen Anzeigen.

Sonntag, 28. Februar, 12.42 Uhr

Friseure öffnen wieder, aber mit strengeren Regeln

Nach zehn umsatzlosen Wochen dürfen Friseursalons ab dem 1. März wieder öffnen. Damit sich möglichst niemand dort mit dem Corona-Virus ansteckt, gelten aber weiter Vorgaben. Einen Kaffee trinken und nebenher eine Zeitschrift lesen, während man die Haare trocknen lässt? Das gehört weiterhin der Vergangenheit an. Diese Auflagen gelten nun für den Friseurbesuch in Deutschland:

Sonntag, 28. Februar, 11.44 Uhr

Arbeitgeber in NRW: Nicht im Lockdown verharren

Vor den neuen Bund-Länder-Gesprächen zu den Corona-Einschränkungen am Mittwoch hat der Arbeitgeberpräsident von NRW einen Kurswechsel gefordert. Angesichts massiver wirtschaftlicher, sozialer und bildungspolitischer Schäden und nachlassender Akzeptanz in der Bevölkerung sei ein Verharren im Lockdown nicht mehr darstellbar, sagte Arndt Kirchhoff, Präsident von Unternehmer NRW, der „Rheinischen Post“. Mit Fortschritten bei der Impfung besonders gefährdeter Gruppen und einer Entlastung des Gesundheitssystems sei es Zeit für eine Neubewertung der Inzidenzwerte.

Sonntag, 28. Februar, 10.39 Uhr

Düsseldorfer Arzthelferin mit B.1.1.7-infiziert: Mindestens 450 Kontakte

Bei einer Arztpraxis-Mitarbeiterin in Düsseldorf, die mit bis zu 450 Personen Kontakt hatte, ist die hochansteckende Coronavirus-Mutante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Das teilte die Stadt am Samstag mit. Die Nachverfolgung der Kontaktpersonen laufe auf Hochtouren. Die Angestellte soll den Angaben zufolge trotz Krankheitssymptomen weitergearbeitet haben. Die Arztpraxis wurde geschlossen.

Mitarbeiter im Gesundheitsamt versuchten derzeit, alle Kontaktpersonen, vor allem Patienten der Praxis, zeitnah telefonisch zu erreichen, hieß es bei der Stadt. Für alle Kontaktpersonen der Medizinischen Fachangestellten werde vorsorglich eine Quarantäne angeordnet.

Sonntag, 28. Februar, 9.27 Uhr

Sieben-Tage-Inzidenz in NRW leicht angestiegen

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz für Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen wieder eine leicht steigende Tendenz zu verzeichnen. Das Robert Koch-Institut (RKI) registrierte am Sonntagmorgen 64,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen – nachdem dieser Wert eine Woche zuvor noch bei 61 gelegen hatte. Für den Samstag (27.2.) hatte das RKI eine angestiegene Inzidenz von 64,8 ausgewiesen. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in NRW bis Sonntag 1641 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle stieg um 16 auf 13.044.

Sonntag, 28. Februar, 8.24 Uhr

Einreisende nach Deutschland erhalten eine Corona-SMS

Einreisende erhalten ab Montag eine SMS der Bundesregierung, sobald ihr Mobiltelefon sich in ein deutsches Mobilfunknetz einbucht. Damit werden sie über die in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Einreise- und Infektionsschutzbestimmungen informiert sowie auf geltende Infektions­schutz­maßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus hingewiesen. Diese Corona-SMS ist in der Coronavirus-Einreiseverordnung geregelt, die am 14. Januar 2021 in Kraft getreten ist. Der Versand der Corona-SMS wird durch die Mobilfunknetzbetreiber umgesetzt.

Sonntag, 28. Februar, 7.32 Uhr

RKI meldet 7890 Corona-Neuinfektionen und 157 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7890 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 157 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 63,8 – und damit so hoch wie am Vortag (63,8).

Samstag, 27. Februar, 21.05 UhrLauterbach: Geschäfte nur mit negativem Test betretenKurz vor dem Bund-Länder-Treffen in der kommenden Woche fordert SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, die Corona-Maßnahmen nur zu lockern, wenn sich Bund und Länder auf eine neue Test- und Impf-Strategie verständigten. Sinnvoll sei es seiner Meinung nach, in Schulen und Betrieben systematisch Antigentests durchzuführen, sagte er in der „Aktuellen Stunde“ des WDR.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor zu schnelleren Lockerungen im Corona-Lockdown.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor zu schnelleren Lockerungen im Corona-Lockdown. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Samstag, 27. Februar, 19.55 UhrHausärzte in Nordrhein wollen ab April gegen Corona impfen

Laut Hausärzteverband Nordrhein wollen dessen 5.000 Hausärzte spätestens ab April ihre Patienten selbst impfen. „Gas geben statt bremsen lautet das Motto. Nur so bekommen wir die Pandemie in den Griff“, sagte der Vorsitzende Oliver Funken dem WDR. „Nicht jede politische Entscheidung muss mit allen Für und Wider quer durch die Expertenkommissionen diskutiert und infrage gestellt werden.“ Die Praxen seien startklar: „Wir haben eingespielte Impfteams in unseren Hausarztpraxen.“

Samstag, 27. Februar, 19.16 UhrSachsens Regierungschef Kretschmer schließt Corona-Impfpflicht nicht ausVor der nächsten Ministerpräsidenten­konferenz am Mittwoch hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntags­zeitung“ mehrere kontroverse Vorstöße gemacht. Zum Thema Impfpflicht sagte er: „Reden wir mal Ende des Sommers darüber. Möglicherweise stellt sich diese Frage dann neu.“ Und weiter: „Wenn 60, 70 Prozent geimpft sind, dann kann man noch mal über die Impfpflicht reden.“

Samstag, 27. Februar, 18.30 UhrInzidenz in NRW steigt: Zwei Kreise und zwei Städte liegen über 100Die Sieben-Tage-Inzidenz für Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen weiter leicht gestiegen. Am Samstag lag der Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 64,8 – nach 63,9 am Freitag. Eine Woche zuvor hatte die wichtige Kennziffer am Samstag noch 58 betragen. Die Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche bezogen auf 100.000 Einwohner an.

Die Politik strebt Lockerungen an, wenn dieser Wert konstant unter 35 liegt. Dieses Ziel erreichten am Samstag lediglich Münster mit einem Wert von 29,2 gemeldet und Bielefeld mit einer Inzidenz von 33,2. Am angespanntesten war die Lage gemessen am Inzidenzwert in Solingen (128,7), im Märkischen Kreis (123,3), in Hagen (104,4) und im Kreis Düren (102).

Samstag, 27. Februar, 17.55 UhrCorona-Software fast überall in NRW installiertZum Ende Februar haben in NRW fast alle Gesundheitsämter die einheitliche Corona-Software „Sormas“ eingeführt. Das berichtete das Wirtschaftsministerium in Düsseldorf auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Von den 53 Gesundheitsämtern seien lediglich drei noch nicht im Boot. 43 Ämter seien – Stand Freitagmittag – „sormasfähig“ und weitere sieben Gesundheitsämter hätten zugesichert, die Software zur Kontaktnachverfolgung in Kürze zu installieren. „Sormas“ – vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung entwickelt – soll den Austausch unter den Behörden im Kampf gegen die Pandemie erleichtern.

Samstag, 27. Februar, 17.32 UhrMehr als 100 Mutationsfälle in DortmundDie Stadt Dortmund vermeldet am 59 neue positive Tests auf das Coronavirus. Bis jetzt sind in der Stadt insgesamt 103 Infektionsfälle mit Virusvarianten nachgewiesen, 13 mehr als am Vortag. In allen Fällen handelt es sich um die britische Variante (B.1.1.7).

Samstag, 27. Februar, 17.10 UhrCorona-Mutante B.1.1.7 bei Arzthelferin nachgewiesenBei einer Arztpraxis-Mitarbeiterin in Düsseldorf, die mit bis zu 450 Personen Kontakt hatte, ist die hochansteckende Coronavirus-Mutante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Das teilte die Stadt am Samstag mit. Die Nachverfolgung der Kontaktpersonen laufe auf Hochtouren. Die Angestellte soll den Angaben zufolge trotz Krankheitssymptomen weitergearbeitet haben.

Samstag, 27. Februar, 16.20 UhrBundesregierung will Beförderungsverbot aus Mutationsgebieten verlängernDie Bundesregierung will das Beförderungsverbot für Einreisende aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten bis 17. März verlängern. Das berichtet die „Funke Mediengruppe“, der ein entsprechender Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vorliegt. „Mit einem deutlich verringerten Eintrag von Virusvarianten sollen weitere Infektionen möglichst verhindert werden“, heißt es demnach in dem Papier.

Samstag, 27. Februar, 15.25 UhrDrosten: „Sind am Anfang einer neuen Verbreitungswelle“Die dritte Corona-Welle hat nach Ansicht von Virologe Christian Drosten in Deutschland bereits begonnen. Die Daten zur schnellen Verbreitung der Varianten seien mittlerweile in vielen verschiedenen Ländern zu beobachten. „Deswegen muss man einfach an diese Daten glauben und auch an diese Modellierungen glauben, und deswegen sind wir jetzt nun mal am Anfang einer neuen Verbreitungswelle“, sagte Drosten im Podcast der FAZ.

Samstag, 27. Februar, 14.40 UhrVerweilverbot in Düsseldorf: Stadt zieht positive ZwischenbilanzNach Gedränge in Düsseldorfs Altstadt am vergangenen Wochenende haben sich die Menschen am Samstag weitgehend an das neue „Verweilverbot“ gehalten. Es sei zunächst bei einigen Belehrungen geblieben, die Betroffenen hätten sich einsichtig gezeigt, berichtete ein Stadtsprecher in einem ersten Zwischenstand.

Laut „Verweilverbot“ dürfen die Menschen in Bereichen der Altstadt und dem nahen Rheinufer bis 14. März an den Wochenenden fast den ganzen Tag über nicht stehen bleiben, sich nicht hinsetzen oder auf eine Wiese legen. Zudem gilt Maskenpflicht für Spaziergänger und auch Jogger.

Die Stadt Düsseldorf hat ein «Verweilverbot» für die berühmte Altstadt und das nahe Rheinufer an den Wochenenden bis zum 14. März verhängt. Man darf in dem Bereich fast den ganzen Tag nicht mehr länger stehen bleiben, sich hinsetzen oder auf eine Wiese legen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Samstag, 27. Februar, 13.25 UhrZahl der Corona-Infektionen in Seniorenheimen sinktMit den Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen in NRW sind die Corona-Infektionszahlen der dort lebenden Senioren einem Bericht zufolge deutlich gesunken. Die Zahl der Infizierten sei von 5265 Fällen am 23. Dezember auf zunächst noch 1488 Fälle Anfang Februar gesunken, berichtete der „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstagsausgabe) unter Berufung auf eine Erhebung des NRW-Gesundheitsministeriums. Aktuell seien weniger als 1000 Senioren in den Heimen infiziert. Samstag, 27. Februar, 12.41 UhrStaats- und Regierungschefs der Europäischen Union offen für Corona-ImpfpassDie Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich am Donnerstag darauf verständigt, dass innerhalb der nächsten drei Monate ein europäischer Impfpass entwickelt werden soll. Unklar ist aber noch, welche Erleichterungen damit verbunden sein werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich grundsätzlich offen dafür gezeigt, Geimpften Vorteile zu gewähren – aber erst zu einem späteren Zeitpunkt.

„Wenn wir genügend Menschen ein Impfangebot gemacht haben werden und sich einige partout nicht impfen lassen wollen, wird man überlegen müssen, ob es in bestimmten Bereichen Öffnungen und Zugänge nur für Geimpfte geben soll“, sagte Merkel in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Kritiker halten ein solches Vorgehen für eine Impfpflicht durch die Hintertür.

Samstag, 27. Februar, 12.21 UhrTrickbetrüger verteilt falschen Brief vom ImpfzentrumMit einem falschen Brief vom Impfzentrum hat ein Trickbetrüger in Duisburg eine Seniorin beinahe um 1.900 Euro gebracht. Der falsche Postbote habe der 95-Jährigen den Brief am Freitag als angebliches Einschreiben mit Nachnahmegebühr übergeben, teilte die Polizei am Samstag mit. Dann habe er sie aufgefordert, die Gebühr in Höhe von 1,90 Euro sofort per EC-Karte zu bezahlen.

Da sich die Seniorin um ihren bereits gebuchten Impftermin sorgte, habe sie gezahlt. Hinterher sei ihr aufgefallen, dass es sich bei dem Brief gar nicht um ein persönliches Schreiben an sie handelte. Durch einen Anruf bei der Bank habe sie dann erfahren, dass statt 1,90 Euro eine Gebühr von 1.900 Euro zur Abbuchung vorgemerkt war. Samstag, 27. Februar, 11.37 UhrTrotz Corona: Größere Präsenz-Feiern im November im InnenministeriumTrotz Corona-Pandemie hat es im NRW-Innenministerium noch bis Januar 2021 Beförderungsfeiern als Präsenzveranstaltungen gegeben – darunter zwei größere. Am 23. November seien zunächst 26 Personen befördert worden, nach einstündiger Pause und „gründlicher Lüftung“ dann weitere 18 Personen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums auf dpa-Anfrage am Samstag. Zuvor hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.

Die Feiern hätten „unter besonders strikten Coronaschutzvorkehrungen“ und im größten Saal des Ministeriums stattgefunden, betonte der Sprecher. Es habe nach diesem Veranstaltungstag „gesichert keine positiven Fälle, keinerlei Infektionsgeschehen“ gegeben.Samstag, 27. Februar, 11.08 UhrUmfrage: Mehrheit der Deutschen für Impfpass nach Vorbild Israels Eine große Mehrheit der Deutschen wünscht sich einen Corona-Impfpass, der den Besuch von Theatern, Fitnessstudios, Sportereignissen oder auch Reiseerleichterungen ermöglicht. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sind 16 Prozent dafür, einen solchen „Grünen Pass“ nach dem Vorbild Israels sofort einzuführen.

Weitere 44 Prozent meinen, man sollte damit warten, bis alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. Nach derzeitiger Planung soll das bis zum 21. September der Fall sein. Nur 35 Prozent lehnen die Einführung eines Passes, der Geimpften Vorteile gegenüber nicht Geimpften ermöglicht, grundsätzlich ab. Samstag, 27. Februar, 10.11 UhrSieben-Tage-Inzidenz steigt in NRW leicht an Die Sieben-Tage-Inzidenz für Corona-Neuinfektionen ist in Nordrhein-Westfalen leicht gestiegen. Am Samstag lag der Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 64,8 – nach 63,9 am Freitag. Seit Freitag wurden nach RKI-Angaben 2.013 neue Infektionen registriert. 70 Menschen starben in NRW an oder mit dem Virus. Samstag, 27. Februar, 9.18 UhrExperte rechnet mit starkem Anstieg der Corona-Infektionen Die dritte Welle der Corona-Pandemie wird nach Berechnungen des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr ähnlich stark ausfallen wie die zweite. „Ich gehe schon davon aus, dass wir wieder so Zustände wie vor Weihnachten bekommen werden“, sagte der Experte für Corona-Prognosen der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Er rechnete damit, dass in der erste Aprilhälfte wieder Sieben-Tage-Inzidenzen um 200 erreicht werden könnten.

Zwei Entwicklungen seien für den erneuten Anstieg der Corona-Zahlen verantwortlich. Zum einen sei die britische Mutante, die wohl um die 35 Prozent ansteckender sei, in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Zum anderen sehe er seit Mitte Februar wieder mehr Kontakte, die zu höheren Zahlen geführt hätten.Samstag, 27. Februar, 8.10 UhrMehr Maske, mehr Kontrolle: Städte erlassen neue Regeln Nach dem Andrang von Menschenmassen auf Ausflugsziele am vergangenen Wochenende werden die Städte strenger: An vielen Orten sind mehr Kontrollen angekündigt – vor allem in Parks und Grünanlagen. In Düsseldorf sollen Besucher in der beliebten Altstadt oder am Rhein nicht mehr stehen bleiben oder sich hinsetzen. In Köln und Dortmund gilt am Wochenende Maskenpflicht in einigen Parks. Weitere Informationen finden Sie hier.Samstag, 27. Februar, 7.12 UhrRKI registriert 9.762 Corona-Neuinfektionen und 369 neue Todesfälle Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9.762 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 369 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Samstag hervor. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 63,8 – und damit etwas höher als am Vortag (62,6).

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.434.446 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.243.200 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 69.888.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 1,08 (Vortag 1,05). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 108 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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