Ganz viel Weihnachtsduft und -geschmack auf einem Bild. © Pixabay
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Bewusst naschen: Sieben Tipps für gesündere Weihnachtskekse

Die Weihnachtsmärkte haben gerade geöffnet, am Sonntag ist 1. Advent: Zeit, um Kekse zu backen. Aber ist es nicht möglich aus der großen Naschsünde eine kleinere zu machen? Doch!

Plätzchen gehören zum Advent wie Erdbeeren zum Frühsommer. Doch wir wissen alle, dass die klassischen Plätzchen nicht gerade gesund sind. Dabei lassen sich ohne großen Aufwand gesündere und mindestens genauso leckere Varianten backen. Wir haben die besten Tipps!

Zimtsterne, Vanillekipferl, Ausstechplätzchen – die klassischen Plätzchen haben gemeinsam, dass sie hauptsächlich aus Mehl, Zucker und Fett bestehen. Zugegeben, lecker ist diese Kombi, aber unserer Gesundheit tut sie nicht gut. Doch wir müssen beim Backen und Naschen kein schlechtes Gewissen haben. Denn für alle ungesunden Zutaten gibt es gesündere Alternativen.

1. Nussmehl statt Weizenmehl

Weißes Mehl enthält viele sogenannte „leere Kalorien“. Das heißt, dass es viele Kohlenhydrate enthält und gleichzeitig wenig gesunde Nährstoffe. Außerdem wollen manche Menschen Weizenmehl wegen seines Glutengehalts meiden.

Bei Plätzchen ist es überhaupt nicht kompliziert, Weizenmehl durch gesündere Alternativen zu ersetzen. Sie können statt Weizenmehl einfach Mandelmehl, Haselnussmehl oder ein anderes Nussmehl nehmen und müssen Ihr Lieblingsrezept sonst nicht abändern. Das funktioniert zum Beispiel für Ausstechplätzchen und Zimtsterne.

Nur wenn das Rezept kein Ei enthält, das den Teig bindet, könnte der Teig bröselig werden. Aber auch dafür gibt es Abhilfe, siehe unseren Tipp 6 zu veganen Plätzchen.

2. Hafer als Grundlage

Hafer enthält viele B-Vitamine und Magnesium und ist aufgrund seines hohen Ballaststoffgehalts gut für die Verdauung. Es spricht also Vieles dafür, Hafer als Grundlage für gesunde Weihnachtsplätzchen zu verwenden. Mit nur fünf Zutaten können Sie zum Beispiel superleckere vegane Haferflockenkekse backen.

Dafür müssen Sie 2 sehr reife Bananen zerdrücken und mit 2 EL Erdnussmus verrühren. Dann mischen Sie 160 g zarte Haferflocken, etwas Vanille und Zimt dazu. Aus dem Teig formen Sie kleine Kugeln und backen sie zwölf Minuten lang bei 175 Grad.

Nur eine Zutat ausgetauscht – und schon sind viele Kalorien gespart. © Pixabay © Pixabay

3. Extra-Zutat Leinsamen

Leinsamen gelten als Superfood. Sie enthalten Omega-3-Fettsäuren, viele Ballaststoffe und Antioxidantien. Diese Nährstoff-Power können Sie Ihren Plätzchen zufügen, wenn Sie einfach ein paar Teelöffel Leinsamen in den Teig geben. Außerdem eignen sie sich in veganen Plätzchen super als Ei-Ersatz, weil sie den Teig ebenfalls klebrig machen. Je nachdem, wie viele Leinsamen Sie hinzufügen, kann es sein, dass Sie ein bisschen Wasser zugeben müssen, weil Leinsamen Wasser aufnehmen.

4. Zucker ersetzen oder reduzieren

Plätzchen sollten natürlich süß schmecken, aber viel Zucker ist ungesund. Vor allem raffinierter Zucker hat einen schlechten Ruf. Etwas besser sollen Alternativen wie Kokosblütenzucker, Birkenzucker und das kalorienlose Stevia sein. Aber auch darüber gibt es Diskussionen.

Egal, welches Süßungsmittel, am besten ist es, einfach die Menge davon im Teig zu reduzieren, sodass die Plätzchen eine angenehme, leichte Süße haben. Bei den oben vorgestellten Haferkeksen reichen zwei Bananen, um einen natürlichen süßen Geschmack zu bewirken. Außerdem verleihen Vanille und Zimt Ihren Plätzchen ein besonderes Aroma, dem Sie nicht übermäßig viel Süße hinzufügen müssen.

5. Dunkle Schokolade statt Zuckerguss und Konfitüre

Auf Ausstechplätzchen gehört Zuckerguss und in Spitzbuben Konfitüre. Das ist das Originalrezept, aber Abwandlungen mit dunkler Schokolade schmecken mindestens genauso gut und enthalten durch den hohen Kakaoanteil gesunde Antioxidantien. Auch Überzüge aus Vollmilchschokolade sollten Sie lieber durch Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil ersetzen.

Zartbitterschokolade eignet sich perfekt zum Verzieren. © Pixabay © Pixabay

6. Vegan und lecker

Wussten Sie, dass viele Mürbeteig-Rezepte sowieso vegan sind? Und auch wenn in Ihrem Lieblingsrezept Milch, Butter oder Eier vorkommen, lassen sie sich leicht ersetzen. Statt Milch nehmen Sie eine pflanzliche Milchalternative Ihrer Wahl, zum Beispiel aus Hafer, Soja oder Mandeln. Butter können Sie durch Margarine oder Pflanzenöl ersetzen.

Etwas schwieriger könnte es nur bei den Eiern werden. Vor allem wenn Sie gleichzeitig das Weizenmehl ersetzen, müssen Sie darauf achten, dass der Teig trotzdem zusammenklebt. Das geht zum Beispiel wunderbar mit Leinsamen oder Chiasamen. Dazu lassen Sie pro Ei im Originalrezept 1 EL Samen in 2 bis 3 EL Wasser quellen. Auch zerdrückte reife Bananen und Apfelmark funktionieren als Ei-Ersatz und liefern gleichzeitig einen natürlichen süßen Geschmack.

7. Ganz neue Kreationen

Wer experimentierfreudig ist, findet im Internet darüber hinaus allerlei gesunde Plätzchen-Rezepte. Wie wäre es zum Beispiel mit veganen, glutenfreien Kokosmakronen aus drei Zutaten, die ohne Backen in zehn Minuten fertig sind?

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Als Erstes müssen Sie 300 g Kokosflocken im Food Processor oder Küchenhäcksler fein mahlen. Dann geben Sie 170 g geschmolzenes Kokosöl und 120 g Agavendicksaft oder Reissirup hinzu und mixen alles für einige Minuten. Aus dem Teig formen Sie mit angefeuchteten Händen Kugeln und lassen sie abkühlen. Wer will, kann nach Belieben Gewürze wie Vanille oder Zimt ergänzen. Auch eine Verzierung mit dunkler Schokolade macht sich gut.

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