Extremismus

Anlaufstellen von Islamisten: Verfassungsschutz beobachtet 114 Moscheen in NRW

Der Verfassungsschutz beobachtet zurzeit 114 Moscheen in Nordrhein-Westfalen als Anlaufstellen von Islamisten. Von allen Moscheevereinen in NRW sind das mindestens zehn Prozent.
Von den 114 Moscheen, die unter Beobachtung sind, stehen 66 im Verdacht des Salafismus. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz hat zurzeit 114 Moscheen als Anlaufstellen von Islamisten im Visier. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der AfD im Landtag hervor. 2019 waren es nach früheren Angaben noch 109 Moscheen. Laut dem Innenministerium in Düsseldorf gibt es „nach aktueller Einschätzung“ insgesamt 850 bis 1000 Moscheevereine in NRW.

Von den 114, die unter Beobachtung sind, stehen 66 im Verdacht des Salafismus, 19 sollen Verbindungen zur Muslimbruderschaft und teilweise gleichzeitig zu Salafisten haben. Sechs Moscheen werden dem verbotenen sogenannten Kalifatsstaat zugeordnet, 19 sind laut Verfassungsschutz schiitisch-extremistisch orientiert. Der türkischen Hizbullah werden drei, der Ismael-Aga-Gemeinde eine Moschee zugeordnet.

dpa

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