Erst Hagen, dann Bochum: „Falscher Polizist“ narrt Bürger an Hauptbahnhöfen

Polizeibeamte gehen durch den Frankfurter Hauptbahnhof.
Erst hat die Bundespolizei einen 21-Jährigen, der sich als Polizist verkleidet hatte, am Hagener Hauptbahnhof aufgegriffen, vier Tage später war der „falsche Polizist“ in Bochum unterwegs. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
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Vier Tage nachdem in Hagen ein Mann als verkleideter Polizist aufgeflogen war, hat die Bundespolizei den 21-Jährigen erneut am Mittwoch erwischt. Wieder war er mit Funkgerät, Handschuhen und T-Shirt mit dem Aufdruck Polizei unterwegs – diesmal im Bochumer Hauptbahnhof. Dabei erweckte er den Anschein, als Beamter aufzutreten, wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte.

Bereits am Samstag war er im Hauptbahnhof in Hagen erwischt worden – wo sich drei Tage später ein falsche „Security“-Mitarbeiter mit Schlagstock und Taser in der Innenstadt aufgehalten hatte. Neben einer dunkelblauen Hose hatte er schwarze knöchelhohe Schuhe und ein blaues T-Shirt mit der Aufschrift „Polizei“ auf Vorder- und Rückseite an, teilte am Montag die Bundespolizei mit. Darüber hinaus waren ein funktionsuntüchtiges Funkgerät und Lederhandschuhe an seiner Hose befestigt.

21-Jähriger in Hagen und Bochum gibt unterschiedliche Motive an

Als Begründung für die Täuschung habe er angegeben, dass er die Kleidung zur Produktion von Kurzvideos für seinen Social-Media-Account nutze. Dabei würde er Personen befragen, anschließend aber klarstellen, dass er kein Polizist sei.

In Bochum nannte der Schüler ein anderes Motiv für seinen Auftritt. Demnach wäre er gerne richtiger Polizist und habe sich auch beim Land und der Bundespolizei beworben. Seine Ausrüstung wurde wie beim ersten Fall in Hagen sichergestellt. Und auch in Bochum leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen des Missbrauchs von Berufsbezeichnungen ein.

Eine echte Polizeiuniform sei an mehreren Merkmalen zu erkennen, stellte die Bundespolizei klar. Unter anderem trage sie ein Polizeiwappen des jeweiligen Bundeslandes oder des Bundes, das sich am linken Oberarm der Uniform befindet. Im Zweifel sollten sich Bürgerinnen und Bürger den Dienstausweis zeigen lassen.

dpa