Neue Projekte der UKBS

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Ein Haus, das sich komplett selbst mit Strom und Wärme versorgt

Autarkie bei der Versorgung einer Immobilie mit Energie in Form von Strom oder Wärme zu erreichen, ist eine gute Sache. Sie schont den Geldbeutel, macht von technischen oder preislichen Schwankungen bei externen Energiesystemen unabhängig und belastet nicht das Klima. Schon heute ist es möglich, Immobilien ganz von einer externen Zufuhr von Energie unabhängig zu machen. In Unna-Königsborn fand jetzt der Spatenstich für fünf enttechnisierte und energieautarke Mehrfamilienhäuser ohne CO2-Ausstoß statt – ein neues, zukunftsweisendes Projekt, mit dem die UKBS in der Region neue Maßstäbe setzt.

An der Heinrichstraße entstehen für ein Bauvolumen von 12 Millionen Euro fünf Häuser mit insgesamt 35 Wohnungen, bei denen vollkommen auf fossile Energieträger verzichtet wird. Photovoltaik-Anlagen auf den Pultdächern sowie den zum Süden ausgerichteten Fassaden erzeugen die notwendige Energie. Kein Gasverbrauch, kein CO2-Ausstoß.

UKBS-Spatenstich für das Wohnen in der Zukunft (v.l.): Prof. Dipl.-Ing. Timo Leukefeld, Bürgermeister der Kreisstadt Unna Dirk Wigant, HELMA-Geschäftsführer André Müller, UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer, Landrat Mario Löhr, stellv. Aufsichtsratssvorsitzender Theodor Rieke, 1. Beigeordenter Jens Toschläger, Geschäftsführer der Stadtwerke Unna Jürgen Schäpermeier und Ortsvorsteher Burkhard Böhnisch.

Die zukünftigen Bewohner:innen wird es zudem freuen, dass es eine Pauschalmiete mit Energieflat für Heizung, Warmwasser, Haushalts- sowie Allgemeinstrom geben wird. UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer betonte die Bedeutung des Projektes: „Die UKBS demonstriert hier die Zukunft des Bauens mit einem Vorhaben, das landesweit einmalig ist.“

Dirk Wigant, Bürgermeister der Kreisstadt Unna, freut sich zudem auf ein „Vorzeigeprojekt mit Strahlkraft.“ „Ein nachhaltiges Wohnen ist gut für unsere Stadt.“ ergänzte er, und auch der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Theodor Rieke ging auf die bereits vor vielen Jahren begonnenen Planungen ein. Der Aufsichtsratsvorsitzende Mario Löhr fügte ergänzend hinzu: „Wir investieren hier gerne“, sichtlich beeindruckt, welch innovatives Projekt hier realisiert wird.

Prof. Timo Leukefeld und sein Autarkie-Team stellten gemeinsam ihr Konzept des energetischen Kompasses vor: „Da wo keine Zentralheizung zum Einsatz kommt, werden auch keine Brennstoffe benötigt, sodass der CO2-Verbrauch im Betrieb tatsächlich bei Null liegt. Infrarotpaneele an den Decken der Wohnräume sorgen für wohlige Wärme, das massive Mauerwerk dient darüber hinaus als Wärmespeicher. Schöner Nebeneffekt: für Technologien, die nicht vorhanden sind, fallen auch keine Wartungskosten an. Und der aus den Photovoltaik-Anlagen gewonnene Reststrom wird allen Mieter*innen kostenlos für die E-Mobilität zur Verfügung gestellt.“

Das Projekt stößt schon jetzt auf große Resonanz, und die UKBS freut sich gemeinsam mit allen Interessierten auf die Fertigstellung der fünf Häuser, die für den Sommer 2024 geplant ist.

Was bedeutet Autarkie?

Der Begriff „Autarkie“ stammt ursprünglich aus dem Altgriechischen (autárkeia) und wird mit „Selbstgenügsamkeit“ oder auch „Selbstständigkeit“ übersetzt. Heute wird er in der deutschen Sprache benutzt, um einen Zustand zu beschreiben, den man auch als „Unabhängigkeit“ oder „Selbstversorgung“ bezeichnen könnte. Der Zustand der Autarkie ist erreicht, wenn man keinen Zufluss von außen benötigt, um seine Existenz zu bestreiten.

In der Energiewirtschaft wird der Begriff Autarkie auf die Nutzung von Elektrizität und Wärme angewendet. Menschen sind heutzutage in ihrem täglichen Tun auf den Gebrauch von Energie angewiesen. Sie nutzen dabei meistens Energie, die sie von extern beziehen. Die Elektrizität kommt durch ein Kabel und das Gas, mit dem Wärme erzeugt wird, durch das entsprechende Leitungsrohr ins Haus. Oder der Tankwagen liefert das Heizöl in die Vorratstanks. Energetisch autark zu sein bedeutet daher, dass diese Lieferungen bei einer lokalen Autarkie schlicht nicht mehr stattfinden. Das Stromkabel könnte theoretisch gekappt, das Gasrohr entfernt werden. All die Energie, die die Bewohner eines Gebäudes verbrauchen, müsste infolgedessen im Haus selbst erzeugt werden.

Wichtiges Signal: Neue Ladesäulen in Kamen

Wer als Mieter ein E-Auto fährt, hat oft ein Problem, weil es keine Möglichkeit gibt, zuhause aufzuladen. Die UKBS hat in Kamen in der Gartenstadt Abhilfe geschaffen: Am Ende der Gertrud-Bäumer-Straße wurden jetzt die ersten zwei Ladesäulen mit vier Ladepunkten in Betrieb genommen.

Sie setzen ein Zeichen für die Zukunft des Wohnens, denn immer mehr Elektrofahrzeuge benötigen auch eine entsprechende Infrastruktur. Vor allem in Quartieren mit hohen Mietwohnungsanteilen eine besondere Aufgabe. Das Engagement der UKBS ist für den Ausbau der Elektromobilität vor Ort ein wichtiges Signal.

Mehr als nur ein Sichtschutz:

Frisch, freundlich und farbenfroh erstrahlt die neue Umzäunung an der von der UKBS erbauten neuen Kita Sonnenschein in Holzwickede. Ein gelungener Hingucker!

Unser Angebot im Februar:

Seniorenwohnung in Bergkamen:

2 Zimmer im 1. OG mit Balkon

Wilhelm-Rumpf-Str. 29

ca. 47,46 m², Bj. 1993

KM: 245,51 € / BK: 108 € / HK 58 € (Gas)

Wohnberechtigungsschein erforderlich! VKU-Mieterticket möglich.

Ansprechpartner: Melanie Seibt, 02303 2827-41, E-Mail: m.seibt@ukbs.de