Wewelsburg leuchtet zum Holocaust-Gedenken

Zum Gedenken an die Holocaust-Opfer und als weithin sichtbares Zeichen gegen Rechts ist am Mittwochabend die Wewelsburg in Büren von allen Seiten angeleuchtet worden. Damit beteiligte sich das Kreismuseum Wewelsburg mit seiner NS-Gedenkstätte an der bundesweiten Aktion #LichterGegenDunkelheit der Dokumentationsstätten und Gedenkinitiativen zum 76. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz.
Zum Gedenken der Holocaust-Opfer und als weithin sichtbares Zeichen gegen Rechts leuchtet die Wewelsburg. Foto: Friso Gentsch/dpa

Mit der Aktion wolle man zur bewussten Auseinandersetzung mit aktuellen demokratiefeindlichen Tendenzen einladen, teilte das Museum mit. „Dazu gehört fundiertes historisches Wissen genauso wie das Erkennen und Entlarven von Verschwörungslegenden und Rassismus“, hieß es weiter.

Die über dem Almetal bei Büren thronende Wewelsburg beherbergt heute unter anderem eine Jugendherberge. Im ehemaligen Wachgebäude ist die Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg des Museums untergebracht, die die dunkle Geschichte des Ortes im Nationsozialismus aufarbeitet. SS-Führer Heinrich Himmler wollte aus der Burg das Zentrum der SS machen. Unweit der Burg wurde ein Konzentrationslager errichtet. Von über 3900 KZ-Insassen starben mindestens 1285. Darunter waren vor allem Zwangsarbeiter aus Osteuropa, Zeugen Jehovas und politische Häftlinge.

© dpa-infocom, dpa:210127-99-196453/2

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