Unmut wegen Impfreihenfolge an Uniklinik

An der Uniklinik Essen gibt es Unmut in der Belegschaft wegen der geplanten Reihenfolge bei den Corona-Impfungen. Dabei sollen Mitglieder des Corona-Krisenstabs der Klinik verbal angegriffen und beleidigt worden sein. Dies geht aus einer Donnerstag bei Youtube veröffentlichten Videobotschaft des Ärztlichen Direktors Jochen A. Werner an die Mitarbeiter hervor.
Der Eingang zur Uniklinik Essen. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Ihn erreichten im Moment Forderungen aus der Belegschaft, bestimmte Tätigkeitsbereiche bei den nächsten Impfungen „zu priorisieren“, sagt er darin. Und weiter: „Natürlich ist das aus Ihrer Sicht eine ganz hochemotionale Angelegenheit. Denn natürlich wollen sich die allermeisten von Ihnen so schnell es irgendwie geht impfen lassen.“

Er betonte: „Was aber eben nicht sein darf, das ist, dass Personen, die jetzt in der Krankenhauseinsatzleitung tätig sind, persönlich angegriffen werden, beleidigt werden.“ Ein Sprecher der Uniklinik machte auf Anfrage keine näheren Angaben zu den Hintergründen der in dem Video angesprochenen Sachverhalte.

Werner bat um Vertrauen. „Haben Sie ein wenig Geduld. Wir versuchen, was wir können, auch um mehr Impfstoffe an diese Universitätsmedizin zu bringen. Wir dürfen uns bitte nicht in Streitigkeiten aufzehren, nicht zuletzt auch, da wir noch einige Wochen im Höchstmaß angespannt bleiben dürften.“

Am vergangenen Montag hatten die Impfungen an der Uniklinik mit ihren rund 10 000 Beschäftigen begonnen. Zunächst standen rund 1000 Dosen des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Moderna zur Verfügung. Sie sind laut Werner bereits verimpft worden.

© dpa-infocom, dpa:210121-99-120872/2

Lesen Sie jetzt