Unbekannte fällen etwa 70 Bäume in Essener „Kruppwald“

Unbekannte haben in einem öffentlich zugänglichen Privatwald in Essen etwa 70 Bäume gefällt und zum Abtransport bereitgelegt. Die Bäume seien professionell zerlegt worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Bei dem Wald handelt es sich um den sogenannten Kruppwald in der Nähe der Villa Hügel, dem einstigen Wohnhaus der Industriellenfamilie Krupp im Essener Süden.
Ein Polizeifahrzeug steht mit Blaulicht auf der Straße. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Möglicherweise seien auch schon einige Bäume abtransportiert worden, sagte ein Sprecher. Die Fällungen sollen zwischen Heiligabend und Neujahr stattgefunden haben. Die Polizei vermutet, dass die Täter mit schweren Fahrzeugen gearbeitet haben. Die Polizei sicherte Reifenspuren, die von einem Traktor und einem Anhänger stammen könnten. Zuvor hatten die Unbekannten gewaltsam einen Schlagbaum geöffnet, um in das Waldgebiet zu gelangen.

„Die Täter waren vermutlich auf den Gegenwert des Holzes aus“, sagte der Sprecher weiter. Den Wert des illegal geschlagenen Holzes schätzt die Polizei auf mehrere Tausend Euro. Die Ermittler hoffen jetzt auf Zeugenaussagen und zufälligen Fotos der Fällaktionen, die von Spaziergängern gemacht worden sein könnten.

Laut Polizei wird der etwa 260 Hektar große Mischwald wirtschaftlich nicht genutzt. Er steht den Bürgern für Erholungszwecke zur Verfügung.

© dpa-infocom, dpa:210121-99-117065/2

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