Räuber hatten es auf Träger teurer Uhren abgesehen

Eine Räuberbande soll in Nordrhein-Westfalen landesweit mehr als 100 Raubüberfälle auf Träger teurer Uhren und teuren Schmucks verübt haben. In noblen Stadtteilen habe die Bande Ausschau nach Opfern gehalten, berichtete die Polizei in Essen am Freitag. Um an den Schmuck von Frauen zu kommen, hätten sie auch nicht davor zurückgeschreckt, diesen in den Schritt zu greifen.
Auf einem Streifenwagen leuchtet das Blaulicht. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild/Archiv

Überfälle in Köln, Düsseldorf, Neuss, Mettmann und dem Ruhrgebiet sollen auf das Konto der Gruppe gehen. Am Donnerstag sei schließlich eine Spezialeinheit gegen die Bande vorgegangen und habe Wohnungen in Duisburg und Essen durchsucht.

Ein Richter habe am Freitag Haftbefehle gegen zwei 26 und 33 Jahre alte Frauen sowie gegen einen 28 Jahre alten Mann erlassen. Am vergangenen Wochenende sollen die Räuber einem 80-Jährigen in Essen dessen Luxusuhr der Marke Rolex vom Handgelenk gerissen haben.

Am Donnerstag waren Polizisten in Düsseldorf Augenzeugen eines weiteren Überfalls geworden. Sie hätten gesehen, wie die 26-Jährige einen Passanten angriff und versuchte, ihm seine goldene Halskette zu rauben.

Bevor die Beamten eingreifen konnten, sei die Frau zu einem wartenden Fluchtwagen gerannt. Über die Autobahn 52 sei dieser nach Neuss gefahren, wo Spezialkräfte den Wagen stoppten und die Insassen überwältigten.

© dpa-infocom, dpa:210226-99-609417/2

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