Prozess um Bombenanschlag in Sri Lanka startet in Düsseldorf

Im Alter von 15 Jahren soll er mit einer Bombe sechs Menschen getötet haben. Ein mutmaßlicher Terrorist aus Sri Lanka steht nun in Düsseldorf vor Gericht, weil er sich selbst bezichtigt hatte.
Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Ein mutmaßlicher Terrorist der tamilischen Terrorgruppe LTTE muss sich von diesem Mittwoch an in Düsseldorf wegen Mordes vor Gericht verantworten. Der Mann soll als 15-Jähriger in Sri Lanka vor einem Konvoi der sri-lankischen Armee eine Bombe ferngezündet haben, wie ihm die Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft in ihrer Anklage vorwirft. Der Prozess findet im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts statt.

Bei dem Anschlag waren vor gut zwölf Jahren sechs Menschen getötet und viele weitere verletzt worden. Dem Angeschuldigten droht nun die Jugend-Höchststrafe von zehn Jahren Haft. Die tamilischen „Befreiungstiger“ LTTE kämpfen für einen eigenen Staat der tamilischen Minderheit auf Sri Lanka.

Die Vorwürfe beruhen maßgeblich auf den eigenen Angaben des Angeklagten, der sich 2018 bei seinem Asylantrag selbst belastet habe. Im Strafverfahren habe er sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Das Gericht hat für den Fall acht Verhandlungstage vorgesehen.

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