NRW erlaubt keine Not-Schlachtungen wegen „Schweine-Stau“
Der Ausschuss trat mitten in der Sommerpause zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um die Folgen des „Schweine-Staus“ zu erörtern, der nach Coronabedingten Schließungen von Schlachthöfen in Mastbetrieben entstanden ist.
Dass der Großschlachter Tönnies nun wieder den Betrieb hochfahre, werde die Situation etwas entspannen, sagte Heinen-Esser. Die Lage werde aber über die gesamte Zeit der Corona-Pandemie angespannt bleiben. Niemand könne davon ausgehen, dass die Schlachtkapazitäten wieder so hochgefahren würden wie vor der Corona-Krise. Ein Systemwandel sei nötig.
Für die betroffene Branche gebe es derzeit mehrere Probleme, erklärte die Ministerin: Neben dem „Schweine-Stau“ in den Ställen, hätten die Erzeuger mit Preisverfall zu kämpfen und müssten sich auf deutlich höhere Hygiene- und Arbeitsschutzstandards einstellen. Zudem seien nun viele Mitarbeiter in die Sommerferien nach Hause gefahren. Die personelle Lage werde sich erst Mitte September wieder entspannen.