Nordrhein-Westfalen plant Innenstadtoffensive

Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant eine Innenstadtoffensive, um den durch die Corona-Krise gebeutelten Stadtzentren unter die Arme zu greifen. Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) sagte am Dienstag auf einem digitalen Innenstadtgipfel, Ziel sei es, alle Kräfte zu bündeln, um Zukunftsperspektiven für die Innenstädte zu entwickeln. Der Vorstoß wurde sowohl von Kommunen als auch von Handelsverbänden und Unternehmen unterstützt.
Ina Scharrenbach (CDU), Kommunalministerin in Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

Die CDU-Politikerin sprach sich dafür aus, in den Innenstädten mehr Kreativität zuzulassen, auch wenn dafür vom Bauplanungs- oder Bauordnungsrecht abgewichen werden müsse. „Es muss einfacher möglich sein, Wohnen zu Gewerbe zu machen oder Gewerbe zu Wohnen.“ Notwendig sei in der aktuellen Situation ein „Innovationsraum Innenstadt“. Der NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) signalisierte seine Bereitschaft, sich für eine Anschubfinanzierung des Landes aus dem Corona-Rettungsschirm einzusetzen.

Rückendeckung bekam die Landesinitiative auf dem Innenstadtgipfel unter anderem vom Handelsverband NRW, dem Städtetag NRW und dem Städte- und Gemeindebund NRW. Nach den Plänen von Kommunalministerin Scharrenbach sollen die Beteiligten bereits in den nächsten vier Wochen konkrete Ideen für die Innenstadtoffensive entwickeln und zu einer Einigung kommen, „was wir angehen“.

© dpa-infocom, dpa:210126-99-180778/2

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