Minister dringen auf einheitliches IT-System

In einen Brief an die Kommunen in NRW haben zwei Landesminister auf die flächendeckende Einführung des IT-Systems „Sormas“ in den Gesundheitsämtern gedrungen. Es biete die Möglichkeit, „künftig Infektionsketten stadt-/kreisübergreifend abzubilden“ und könne ein Beitrag in der Pandemie-Bekämpfung sein, hieß es in dem Schreiben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Es sollte keine Zeit mehr verloren gehen, die Einführung in allen 53 Gesundheitsämtern im Land weiter zügig voranzutreiben.
Karl-Josef Laumann (CDU) spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Bislang würden 35 der Ämter das System nutzen oder sich aktiv damit befassen, sagte Pinkwart in einer Mitteilung zu dem mit dem 15. Januar datierten Schreiben. Dies sei „ein gutes Signal“. Zudem sagte er: „Wir unterstützen die Kommunen dabei, eine schnelle Implementierung möglich zu machen und setzen uns dafür ein, dass die erforderlichen Schnittstellen zu den jeweiligen Meldeprogrammen bereitgestellt und datenschutzrechtliche Anforderungen erfüllt werden.“

Das IT-Systems Sormas (Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System) wurden den Angaben zufolge vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig mit Unterstützung des Bundesgesundheitsministeriums entwickelt. Es handelt sich um eine sogenannte Open-Source-Software, für die keine Lizenzgebühren anfallen.

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