Kinderschuh-Geschäfte in Bonn müssen wieder schließen

Zwei Kinderschuh-Fachgeschäfte in Bonn, die trotz des Corona-Lockdowns öffnen durften, müssen wieder schließen. Das teilte die Stadt Bonn am Freitag auf Anfrage mit. Anders als die Stadt vertrete das NRW-Gesundheitsministerium die Auffassung, dass eine Öffnung von Schuhgeschäften - auch explizit zum Verkauf von Kinder- oder Lauflernschuhen - nicht mit der Coronaschutzverordnung vereinbar sei. Somit sei ein Verkauf derzeit nur durch Babyfachmärkte möglich, die geöffnet sein dürfen.

Zuvor hatte die Stadt zwei Kinderschuh-Geschäften unter strengen Vorgaben den Verkauf erlaubt, weil Kinderschuhe – speziell Lauflernschuhe – mit Fachberatung anprobiert werden müssten. Das Sortiment sei dem eines Babyfachmarktes gleichzusetzen, hatte die Stadt argumentiert. Die Bezirksregierung Köln habe die Stadt nun aber darüber informiert, dass das Gesundheitsministerium dies anders sehe.

In Mülheim an der Ruhr ist nach Angaben eines Sprechers derzeit der Verkauf von Erstlingsschuhen in Schuhgeschäften erlaubt. Da diese zum Laufenlernen dienten, bestehe eine medizinische Notwendigkeit, sagte der Sprecher. Deshalb könnten in ansonsten geschlossenen Schuhgeschäften Termine zum Vermessen der Baby- oder Kleinkinderfüße ausgemacht und die entsprechenden Schuhe auch verkauft werden.

© dpa-infocom, dpa:210122-99-131177/2

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