Freispruch im Prozess um Scheinrechnungen beim TBV-Lemgo

In einem Prozess um rund zehn Jahre zurück reichende krumme Geschäfte mit Scheinrechnungen beim Handball-Bundesligist TBV Lemgo hat es einen Freispruch gegeben. Zwischen 2010 und 2011 hatte der Proficlub, der durch den Verlust seines Hauptsponsors in eine schwierige finanzielle Lage geraten war, rund 175 000 Euro als „Luftgeschäfte“ für eine nicht existente Telefonanlage und andere unbekannt gebliebene, angebliche Leistungen bezahlt.
Blick auf das Landgericht Detmold. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild

Am Mittwoch sprach das Landgericht Detmold einen 61 Jahre alten Mann aus Bremen frei, der Urheber dieses Betrugs gewesen zu sein. Er war angeklagt, den damaligen Geschäftsführer des Vereins zum Zahlen der Rechnungen und damit zur Untreue angestiftet zu haben. Dieser hatte deswegen bereits 2015 einen Strafbefehl über 14 400 Euro akzeptiert.

Sowohl ein Unternehmer aus Lüneburg, der wegen ähnlicher Geschäfte bereits verurteilt wurde, als auch der Ex-Geschäftsführer konnten als Zeugen in dem Prozess keine erhellenden Aussagen zum Agieren des Angeklagten machen. Der Wirtschaftsstrafkammer reichten die Beweise für eine Verurteilung daher nicht aus.

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