Fahrten zu Impfzentren: Minister setzt auf Kommunen

In der Debatte um Fahrmöglichkeiten zu den Impfzentren und Taxi-Gutscheine für ältere Menschen setzt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) auf kommunale Lösungen wie auf Hilfe aus dem Familienkreis. Die Frage, wie man das in der Region löst, sei mit vertretbaren Kosten nicht durch das Land zu beantworten, sagte Laumann bei einer mehrstündigen Befragung im Gesundheitsausschuss des Landtags am Mittwochabend haben. Er gehe davon aus, dass die Auswahl der Standorte in den Kreisen und kreisfreien Städten nicht nur mit Blick auf die Immobilie getroffen worden sei, sondern auch auf die Frage, wie die Menschen dort hinkommen.
Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa

„Das ist nicht nur eine Aufgabe von staatlichen Organisationen“, unterstrich Laumann zugleich mit Verweis unter anderem auf die Familien. In ländlichen Bereichen gebe es auch gar nicht entsprechend viele Taxis. Zudem verwies er auch auf die Kosten bei der Bekämpfung der Pandemie, die von den nächsten Generationen zu tragen seien. Für Schwerstbehinderte gebe es Lösungen durch die Krankenkassen. Mit den Briefen an die Über-80-Jährigen, die zu Hause leben, werde deutlich, dass ein Teil der Kommunen Überlegungen anstelle zur Frage, wie die Menschen zu den Impfzentren kommen. Das sei nicht überall der Fall.

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