Eon: Bestehende Gasnetze für Energiewende beim Heizen nutzen

Der Energiekonzern Eon wirbt dafür, bei der Energiewende im Wohnbereich auf sogenannte grüne Gase zu setzen. Das sei die kostengünstigste und sozial ausgewogenste Lösung, um den CO2-Ausstoß beim Heizen wirkungsvoll zu senken, sagte Eon-Vorstand Leonhard Birnbaum am Donnerstag in Essen. Bestehende Gasleitungen zu nutzen, um beispielsweise Wasserstoff zum Heizen in die Wohngebäude zu transportieren, vermeide aufwendige Renovierungen und damit verbundene Mietsteigerungen.
Das Logo vom Energiekonzern E.ON auf einem Schild an der Konzernzentrale. Foto: Ina Fassbender/dpa/Archiv

Eon hat für alle gut 100 000 Wohngebäude an seinem Firmensitz Essen in einem Computermodell verschiedene Wege zur Reduktion der Treibhausgase durchgespielt. Dabei habe sich herausgestellt, dass eine Wärmeversorgung ohne Gas, etwa mit einer Wärmepumpe, die Kosten für die Energiewende in vielen Fällen in einkommensschwache Stadtteile verlagere, betonte Birnbaum. Dort seien die Wohnhäuser in der Regel älter seien und müssten dann besonders aufwendig gedämmt werden.

Nach den Überlegungen von Eon könnte dem Erdgas schrittweise CO2-freies Gas beigemischt werden. Denn für längere Zeit sei grünes Gas für eine Komplettumstellung noch zu teuer. Eon ist der größte Betreiber von Verteilnetzen für Strom- und Gas in Deutschland.

© dpa-infocom, dpa:210121-99-118270/3

Lesen Sie jetzt