Einbruch bei Juwelier: Reifen von Streifenwagen zerstochen

Bei der Verfolgung mutmaßlicher Juwelier-Einbrecher ist die Polizei in Werne (Kreis Unna) gebremst worden, weil die Reifen ihrer Streifenwagen zerstochen waren. Zwei unbekannte Täter hatten laut Polizei am frühen Donnerstagmorgen mit einem Hammer die Schaufensterscheibe eines Juweliers eingeschlagen. Als die Beamten am Tatort eintrafen, flohen die Männer mit einem Motorroller.
In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/dpa/Archivbild

Erst am Tatort merkten die Einsatzkräfte, dass an ihren Dienstfahrzeugen die Reifen zerstochen waren, „so dass die weiteren Fahndungsmaßnahmen von umliegenden Wachen und Behörden durchgeführt wurden“. Auch ein Hubschrauber flog los. Die Polizei geht nach bisherigen Ermittlungen davon aus, dass die Reifen bereits an der etwa einen Kilometer entfernt liegenden Wache beschädigt wurden. Die Streifenwagen hatten neben der Polizeistation geparkt. Beim Losfahren sei der Defekt noch nicht aufgefallen.

Ob die Reifen von den Einbrechern oder mutmaßlichen Helfern gezielt zerstochen wurden, sei noch Gegenstand der Ermittlungen. „Wir prüfen natürlich einen Zusammenhang zu dem Einbruch, aber auch Zufall können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschließen“, sagte der Polizeisprecher weiter.

Die Suche nach den Einbrechern blieb zunächst ohne Ergebnis. Mindestens einer der Täter habe sich bei der Tat verletzt – am Tatort sei Blut gefunden worden. Am Donnerstag dauerte die Spurensicherung an. Die Polizei sucht Zeugen. Angaben zu einer möglichen Beute konnten zunächst nicht gemacht werden.

© dpa-infocom, dpa:210121-99-112758/6

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