Drittligist Uerdingen leitet Eigenverwaltungsverfahren ein

Fußball-Drittligist KFC Uerdingen hat ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet. „Nach langen und intensiven Überlegungen, wie wir die aktuellen Herausforderungen bestmöglich meistern können, halten wir diesen Schritt für die optimale Lösung, um die Zukunft des KFC Uerdingen zu sichern“, sagte der als Clubchef beim langjährigen Bundesligisten und DFB-Pokalsieger von 1985 zurückgetretene Mikhail Ponomarew, der sich am Saisonende auch als Investor zurückziehen wird.

Das Verfahren biete „die Möglichkeit, in Eigenregie erfolgreich die Zukunft unseres Vereins zu sichern“, erklärte Geschäftsführer Nikolas Weinhart: „Wir nutzen diese Zeit, um einen geeigneten Investor zu finden.“ Das Verfahren wird nach Angaben des Vereins keine Auswirkungen auf den laufenden Spielbetrieb haben. „Natürlich ist es aber unabdingbar, dass wir unsere Mannschaft auf Einsparpotenzial beleuchten, um die laufenden Kosten zu senken“, sagte Weinhart.

Ponomarew, der mehrere Millionen in den Verein investiert hat, hatte Anfang Dezember seinen Rückzug zum Saisonende angekündigt. Bis zum 1. März muss die Lizenz für die 3. Liga beantragt werden. Sollte bis dahin kein Investor gefunden worden sein, werden die Uerdinger wohl eine Klasse tiefer antreten müssen. Sogar eine mögliche Insolvenz des früheren Bundesligisten steht im Raum.

© dpa-infocom, dpa:210121-99-119055/2

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