Diskussion um Hübner und Amiri ist für Völler „erledigt“

Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler will sich mit den Rassismus-Vorwürfen nach dem heftigen Streit zwischen Union Berlins Florian Hübner und Leverkusens Nadiem Amiri nicht mehr weiter beschäftigen. „Meine grundsätzliche Einstellung ist: Was auf dem Platz gesagt wird, bleibt auch auf dem Platz. Wie für Nadiem war es auch für mich mit der Entschuldigung des Berliner Spielers erledigt“, sagte Völler dem „Kicker“.
Bayer-Sportchef Rudi Völler. Foto: Bernd Thissen/dpa-pool/dpa/Archivbild

Vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird das Ganze allerdings ein Nachspiel haben. Der DFB-Kontrollausschuss hat schon angekündigt, die Vorwürfe zu untersuchen. „Es besteht der Verdacht, dass der Berliner Spieler Florian Hübner seinen Leverkusener Gegenspieler Nadiem Amiri, dessen Eltern aus Afghanistan stammen, rassistisch beleidigt haben könnte“, hatte der DFB mitgeteilt.

Der Verein erklärte am Montag, sich nicht mehr zum Sachverhalt äußern zu wollen. „Die Beteiligten haben ihre schriftliche Stellungnahme abgegeben oder werden dies noch tun“, sagte Vereinssprecher Dirk Mesch: „Das Ganze ist nun ein laufendes Verfahren. Deshalb bitten wir um Verständnis, dass wir dazu nichts mehr sagen können und wollen. Die Dinge nehmen jetzt ihren Lauf.“ Trainer Peter Bosz erklärte nur, die Angelegenheit sei „kein Störfaktor“ vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund (20.30 Uhr/Sky) am Dienstag.

Amiri hat die Entschuldigung von Hübner angenommen. „Er ist zu mir in die Kabine gekommen. Es sind aus den Emotionen heraus unschöne Worte gefallen, die ihm sehr leid tun“, wurde der 24-Jährige in einem Club-Statement von Bayer zitiert. Aus Sicht des deutschen Nationalspielers ist die Angelegenheit damit „erledigt“.

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