19-Jähriger stirbt nach Streit: Drei Festnahmen

Ein 19-Jähriger wird bei einem Streit in Gelsenkirchen schwer verletzt. Er entfernt sich vom Tatort, bricht zusammen und stirbt. Auch zwei weitere Männer erleiden Stichwunden.
Handschellen hängen am Gürtel eines Justizbeamten. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

Nach dem Tod eines 19-Jährigen nach einer Auseinandersetzung mit mindestens acht Personen in Gelsenkirchen sind drei Tatverdächtige festgenommen worden. Sie sitzen in U-Haft. Den 28, 32 und 33 Jahre alten Männern werden Totschlag und gefährliche Körperverletzung in Tateinheit mit versuchtem Totschlag vorgeworfen, wie die Staatsanwaltschaft Essen und die Polizei Gelsenkirchen am Sonntagabend weiter mitteilten. Alle drei Verdächtigen sind in Afghanistan geboren; zwei wohnen in Gelsenkirchen, einer ist in München gemeldet.

Bei dem Streit auf dem Parkplatz eines Discounters am späten Freitagabend soll laut den Ermittlern auch ein Messer benutzt worden sein. Der 19-jährige gebürtige Afghane mit Aufenthaltstitel in Deutschland habe sich schwer verletzt vom Tatort entfernt, sei zusammengebrochen und gestorben. Die Hintergründe seien noch unklar.

Ein 19 Jahre alter Mann aus Köln, der an dem Streit beteiligt war und schwer verletzt wurde, schwebt in Lebensgefahr. Ein 22-Jähriger aus Essen, der nach der Auseinandersetzung zunächst vom Tatort flüchtete, konnte zwischenzeitlich ermittelt werden. Auch er liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.

„Ziel der schwierigen Ermittlungen ist es nun, die Hintergründe und Ursachen für den Streit zu ermitteln und weitere an der Auseinandersetzung beteiligte Personen zu finden“, hieß es weiter.

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