Zweijähriger starb an Hitzeschock: Mordprozess gegen Vater

Ein Mann aus Essen soll seinen zweijährigen Sohn bei großer Hitze eingesperrt und seinem Schicksal überlassen haben. Einen Tag später war der Junge tot. Jetzt beginnt der Mordprozess.

05.03.2020, 03:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Strafprozessordnung steht auf dem Richtertisch. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild

Eine Strafprozessordnung steht auf dem Richtertisch. Foto: Volker Hartmann/dpa/Archivbild

Nach dem Hitzetod eines zweijährigen Jungen in Essen beginnt heute (9 Uhr) der Mordprozess gegen den Vater des Kindes. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 51-jährigen Deutschen vor dem Essener Schwurgericht vor, das Kind Ende Juli 2019 bei großer Hitze in einem Dachgeschosszimmer der Essener Wohnung eingesperrt und seinem Schicksal überlassen zu haben. Der Junge war ein Tag später gestorben. Die Obduktion ergab als Todesursache ein Kreislaufversagen infolge eines Hitzeschocks. Das Kind soll außerdem erhebliche Anzeichen von Flüssigkeitsmangel aufgewiesen haben. Die Mutter soll sich zur Tatzeit bei einem Freund aufgehalten haben.

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