Zwei Tote: Polizisten konnten Falschfahrer nicht stoppen

Ein Falschfahrer rast über die Autobahn. Auf der Parallelspur versucht eine Polizeistreife Kontakt zu ihm aufzunehmen - vergeblich.

23.08.2020, 12:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine Polizeistreife hat auf der Autobahn 3 bei Königswinter vergeblich versucht, einen Falschfahrer vor einem tödlichen Frontalzusammenstoß zu stoppen. Bei dem Unfall waren am Samstagabend der Falschfahrer und eine Frau im entgegenkommenden Wagen gestorben.

Die Polizisten hätten sich auf der anderen Fahrbahn neben den Wagen des Falschfahrers gesetzt und versucht, über die Mittelleitplanke hinweg Kontakt zu ihm aufzunehmen. Das sei aber nicht gelungen, berichtete die Polizei am Samstag. Der Kleinwagen des Falschfahrers sei schließlich frontal mit einem entgegenkommenden Kombi kollidiert.

Der Mann soll mit seinem Auto an der Raststätte Sülztal falsch auf die in Richtung Oberhausen führende Fahrbahn gefahren sein. Warum er falsch auf die Autobahn aufgefahren ist, versuchen die Ermittler jetzt herauszufinden. Dazu werde auch im Umfeld des bei dem Unfall tödlich verletzten Mannes ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Zu den Toten machte die Polizei keine weiteren Angaben, weil ihre Identifizierung noch nicht komplett abgeschlossen war.

In Höhe der Anschlussstelle Siebengebirge kollidierte der Wagen des Falschfahrers mit einem entgegenkommenden Fahrzeug und fiel auf die Gegenfahrbahn. Der Fahrer wurde laut Polizei aus dem Wagen geschleudert. Das andere Fahrzeug, in dem die Frau saß, brannte aus. Auch ein Hund starb in dem Wagen. Ersthelfer versuchten vergebens, den Wagen zu löschen. Das Opfer konnte nicht aus dem Fahrzeug befreit werden. Beide Unfallbeteiligten starben noch an der Unfallstelle.

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