Mindestens drei Menschen sterben bei Badeunfällen in NRW

Bei dem heißen Wetter ist es am Wochenende in Nordrhein-Westfalen zu mehreren Badeunfällen gekommen. Drei Menschen wurden tot geborgen, in Köln und Attendorn wurden Suchen ohne Ergebnis eingestellt.

08.08.2020, 09:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Nordrhein-Westfalen ist es am Wochenende zu mehreren Badeunfällen mit mindestens drei Toten gekommen. Aus dem Rhein-Herne-Kanal wurde am Samstagabend ein Mann geborgen, der dort zuvor vermisst worden war. Bei der Suche nach ihm kamen auch eine Taucherstaffel und ein Hubschrauber zum Einsatz, wie die Feuerwehr am Sonntag mitteilte. Man habe vor Ort noch versucht, ihn wiederzubeleben, allerdings erfolglos. Die Polizei gehe nach ersten Erkenntnissen von einem Unfall aus, sagte ein Sprecher.

In Hörstel (Kreis Steinfurt) war bereits am Freitag ein 17-Jähriger am Torfmoorsee zunächst als vermisst gemeldet worden, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Nach einer dreistündigen Suche mit einem Hubschrauber wurde der Jugendliche tot aus dem See geborgen.

Rund 30 Kilometer entfernt war am selben Abend ein 44-Jähriger im Bockholter See in Greven verschwunden. Bekannte hätten den Mann wenig später leblos im Wasser entdeckt, teilte die Polizei mit. Rettungskräfte der Feuerwehr versuchten noch, ihn wiederzubeleben.

In Köln wurde die Suche nach einer vermissten 27-Jährigen am Samstagabend ergebnislos eingestellt. Die junge Frau hatte gemeinsam mit einer 29-Jährigen zwischen zwei Dämmen im Rhein gestanden. Dann hatten die beiden wohl das Gleichgewicht verloren, wie ein Polizeisprecher sagte. Eine Kanubesatzung versuchte demnach noch erfolglos, die beiden aus dem Wasser zu ziehen.

Die 29-Jährige wurde am Samstagabend leicht verletzt von Feuerwehr und Polizei aus dem Rhein gerettet. Nach der 27-Jährigen wurde bis zum Einbruch der Dunkelheit gesucht, dabei kamen auch ein Rettungshubschrauber und ein Taucher zum Einsatz. Es gebe keine Hoffnung mehr, die junge Frau lebend zu bergen, sagte ein Feuerwehrsprecher am Sonntagmorgen. Die Polizei habe die weiteren Ermittlungen zu dem Unfall übernommen.

Im Veneknotensee bei Niederkrüchten (Kreis Viersen) geriet am Samstag ein siebenjähriger Junge unter Wasser, wie die Polizei mitteilte. Ersthelfer zogen ihn heraus und begannen mit der Wiederbelebung. Dann wurde das Kind per Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen. Zu seinem Zustand gebe es noch keine neuen Informationen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

In Attendorn im Kreis Olpe am Biggesee hatte die Feuerwehr am Freitag eine großangelegte Suchaktion nach zwei Senioren eingeleitet. Die Einsatzkräfte seien alarmiert worden, weil die beiden beim Schwimmen plötzlich verschwunden seien, sagte ein Feuerwehrsprecher. Polizei und Feuerwehr suchten daraufhin die Umgebung der Waldenburger Bucht nach den Vermissten ab, auch ein Hubschrauber wurde eingesetzt.

Es sei aber nicht auszuschließen, dass die Senioren unbemerkt an Land oder auf ein Boot geklettert seien, sagte der Feuerwehrsprecher. Die Suche wurde am Freitagabend eingestellt. Zwei auch am Freitag am Biggesee vermisste Kinder tauchten nach kurzer Zeit unversehrt wieder auf.

Weitere Meldungen