Zum Fahrplanwechsel: Wegen Corona rollen weniger Züge als geplant - Auswirkungen auf RE-Linie

Fahrplanwechsel

Zweimal im Jahr werden die Fahrpläne der Bahnen angepasst. Wegen der Corona-Krise fahren vorerst weniger neue Züge als vorgesehen. Dies betrifft vor allem eine Linie in NRW.

Düsseldorf/Hagen

08.06.2020, 07:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein RRX Zug steht im Hauptbahnhof Düsseldorf.

Ein RRX Zug steht im Hauptbahnhof Düsseldorf. © picture alliance/dpa

Zum sogenannten kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni müssen Pendler und Bahnreisende der Linie RE 1 auf den erhofften Start der modernen RRX-Züge coronabedingt noch vielfach verzichten. Der Eisenbahnbetreiber Abellio sollte eigentlich die gesamte Strecke von Aachen bis Minden übernehmen - nur vier von neun täglichen Hin- und Rückfahrten werden aber ab dem kommenden Sonntag mit dem neuen und auch geräumigeren RRX gefahren. Für die übrigen fehlt es beim neuen Betreiber Abellio an Personal, so dass auf mehr als der Hälfte der Züge weiter DB-Lokführer zum Einsatz kommen. Da diese nicht für die neuen RRX-Züge geschult sind, stellt die DB auch die Fahrzeuge, wie die Unternehmen mitteilten.

Corona legt Ausbildung der Lokführer lahm

Die Corona-Krise hatte die laufende Ausbildung der neuen Abellio-Lokführer zeitweise lahmgelegt, so dass nun nicht genug Lokführer zur Verfügung stehen. Seit dem 20. April laufen die Ausbildungsprogramme zwar wieder, aber eingeschränkt. In einem halben Jahr will Abellio dann ausschließlich mit RRX-Zügen und eigenem Personal im Triebwagen auf der Strecke unterwegs sein. Sie gehört zu den meistgenutzten in NRW.

Aus den Verkehrsverbünden und bei der Deutschen Bahn hieß es, es seien über den Start des RRX auf der Strecke RE1 hinaus keine weiteren nennenswerten Änderungen zum 14. Juni vorgesehen. Größere Umstellungen wie neue Taktung oder Abfahrtzeiten werden in der Regel beim großen Fahrplanwechsel Anfang Dezember vorgenommen.

dpa

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