Zug verpasst: 26-Jährige kann nicht warten und springt auf Güterzug auf

Bahnverkehr

Zu einer riskanten Aktion ließ sich eine 26-Jährige in Osnabrück hinreißen: Sie hatte ihren Zug verpasst und wollte nicht auf den nächsten warten. Stattdessen ist sie auf einen Güterzug aufgesprungen.

Osnabrück/Bissendorf

19.11.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einer 26-Jährigen war die Fahrt auf einem Güterzug lieber, als auf die nächste Bahn zu warten. (Symbolbild)

Einer 26-Jährigen war die Fahrt auf einem Güterzug lieber, als auf die nächste Bahn zu warten. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Weil eine 26-Jährige ihren Regionalzug nach Bielefeld verpasst hat, ist sie in Osnabrück kurzerhand auf einen Güterzug aufgesprungen. Wie die Bundespolizei am Donnerstag mitteilte, wollte die Frau am Mittwochnachmittag mit dem Zug vom Hauptbahnhof Osnabrück nach Bielefeld fahren. Sie war aber zu spät am Bahnsteig und verpasste den Zug.

Auf die nächste Verbindung wollte sie nicht warten, sprang spontan auf den haltenden, leeren Autotransportzug und fuhr bei bis zu Tempo 100 mit. Reisende am Bahnsteig hätten die Frau beobachtet, teilte die Bundespolizei mit. Der Fahrdienstleiter in Osnabrück informierte den Lokführer des Güterzuges darüber, dass eine Frau auf einem Transportwagen mitfuhr. Auf der knapp fünfminütigen Fahrt bis zum Bahnhof Wissingen, wo der Zug außerplanmäßig hielt, war bereits eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern erreicht.

Die Bundespolizei nahm die Frau in Empfang und leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Auch zivilrechtliche Forderungen des Bahnunternehmens seien möglich. Die 26-Jährige habe sich leichtsinnig in erhebliche Gefahr gebracht, hieß es. Derartige waghalsige Aktionen seien lebensgefährlich - nicht nur wegen des Zugverkehrs, sondern auch wegen stromführender Teile.

dpa

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