Zigarettenschmuggler aus Polen: Zollfahndung gelingt Schlag

Bei Durchsuchungen in mehreren nordrhein-westfälischen Städten ist der Zollfahndung ein Schlag gegen Zigarettenschmuggler aus Polen gelungen. Gegen vier Männer wurden Haftbefehle erlassen, neun Personen wurden vorläufig festgenommen, wie das Zollfahndungsamt in Essen am Freitagmorgen mitteilte. Bei der Durchsuchung von elf Objekten in Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach, Meerbusch und Tönisvorst entdeckten Einsatzkräfte demnach fast 3,5 Millionen Stück unversteuerte Zigaretten, über 120.000 Euro Bargeld und fünf Schießkugelschreiber.

20.11.2020, 09:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Wappen des Zolls ist zu sehen. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild

Das Wappen des Zolls ist zu sehen. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild

Bei den Festgenommenen handle es sich um eine hauptverdächtige Tätergruppe aus Polen, die illegale Zigaretten im großen Stil von Polen nach Deutschland und Belgien transportiert haben soll. „Vermutlich waren die Zigaretten für den britischen Markt bestimmt“, hieß es in der Mitteilung. Vor rund zehn Tagen hatte der Zoll in Bielefeld bereits einen Transport kontrolliert und Paletten mit insgesamt 17.450 unversteuerten und vermutlich gefälschten Zigarettenstangen der Marke „Richmond blue“ sichergestellt.

Für drei Hauptverdächtige im Alter von 43, 42 und 39 Jahren und einen 43 Jahre alter Lkw-Fahrer aus Polen wurde Untersuchungshaft angeordnet. Die anderen vorläufig Festgenommenen kamen wieder auf freien Fuß. Der bei der Aktion zwischen dem 10. und dem 12. November aufgedeckte Steuerschaden wurde auf rund 550.000 Euro geschätzt. Die Ermittlungen dauerten weiter an.

Weitere Meldungen