Zaubershow im Kolpingsaal Werne war deutlich schlechter besucht als im Vorjahr

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Dienstagabend herrschte im Kolpinghaus eine wahrhaft zauberhafte Stimmung. Aber die Zuschauer kamen nicht so zahlreich wie die Veranstalter Uwe Schenk und Michael Sondermeyer sich erhofft hatten.

Werne

, 22.01.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Zaubershow am Dienstagabend, 21. Januar 2020, im Kolpinghaus fehlte das große Publikum. Gerade einmal bis Reihe 10 waren alle Plätze belegt. Woran lag es, dass sich nur so wenig Besucher bei der Zauberschau Stars of Magic eingefunden haben?

„Ich kann mir das auch nicht erklären“, so Organisator Uwe Schenk aus Werne. „Bei der Premiere im vergangenen Jahr waren doppelt so viel Gäste hier.“ Ziehen für eine Zaubershow tatsächlich nur große Namen wie Copperfield und Ehrlich Brothers ?

Zauberer und Magier hätten volles Haus verdient gehabt

Die Künstler hätten durchaus ein volles Haus verdient gehabt; andererseits herrschte so eine richtig familiäre Stimmung. Jan Logemann, Weltmeister der Zauberkunst in der Sparte Kartenmagie und Lorenz Schär, professioneller Zauberkünstler, führten souverän durch das gut dreistündige Programm und unterhielten die Zuschauer gekonnt in den Umbauphasen mit verblüffenden Tricks.

Er bezeichnet sich selbst als „Warm upper“ und hatte die Sympathie und viele Lacher des Publikums mit seiner komischen Leiterakrobatik sofort auf seiner Seite: Jens Ohle aus Hamburg. Jonglierend balancierte er auf einer sehr hohen Leiter, die ihn fast an die Decke der Bühne stoßen lässt und bei manchen Aktionen Schnappatmung beim Publikum verursachte.

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Zaubershow im Kolpingsaal

Erstklassige Magier boten eine mehr als dreistündige Show im Kolpingsaal Werne.
22.01.2020
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Die beiden Moderatoren und Zauberkünstler Jan Lugemann und Lorenz Schär bezogen immer wieder das Publikum in ihre faszinierenden Kartentricks mit ein.© Claudia Ascheberg
Zauberkünstler Jens Ohle aus Hamburg begeisterte als das Publikum mit seiner Artistik© Claudia Ascheberg
Jan Lugemann und Lorenz Schär in Aktion.© Claudia Ascheberg
Manuel Muerte zauberte Kaninchen aus dem Zylinder und brachte das Publikum mit komödiantischem Talent nicht nur zum Staunen sondern auch oftmals zum Lachen.© Claudia Ascheberg
Zauberkünstler Jens Ohle aus Hamburg begeisterte als das Publikum mit seiner Artistik.© Claudia Ascheberg
Zauberkünstler Jan Lugemann (l.) bezog das Publikum immer wieder mit ein.© Claudia Ascheberg
Dass man einen Zauberwürfel ganz ohne Berührung entwirren kann zeigte Blake Eduardo aus der Schweiz© Claudia Ascheberg
Dass man einen Zauberwürfel ganz ohne Berührung entwirren kann, zeigte Blake Eduardo aus der Schweiz.© Claudia Ascheberg
Manuel Muerte zauberte Kaninchen aus dem Zylinder und brachte das Publikum mit komödiantischem Talent nicht nur zum Staunen sondern auch oftmals zum Lachen.© Claudia Ascheberg
Axel Hecklau aus Berlin bewies den Zuschauern, dass eine zerrissene Zeitung doch nicht zerrissen ist und dass Ringe wie von Zauberhand ineinandergreifen.© Claudia Ascheberg
Führten durch den Abend: Zauberkünstler Jan Lugemann und Lorenz Schär.© Claudia Ascheberg
Die beiden Moderatoren und Zauberkünstler Jan Lugemann und Lorenz Schär bezogen immer wieder das Publikum in ihre faszinierenden Kartentricks mit ein.© Claudia Ascheberg

Etwas ruhiger und sehr magisch präsentierte Lukas Kaminski seine Seifenblasen, bevor Jan Logemann seinen „abnehmbaren“ Daumen vorführte, mit dem man jeden Orthopäden vor Panik erstarren lassen kann.

Immer wieder holten sich die Künstler Gäste aus dem Publikum auf die Bühne, um sie in ihre Tricks mit einzubeziehen. So manch einer musste erst sanft überredet werden. „Die größten Ängste der Menschheit sind der Tod und der Gang auf die Bühne, wie man sieht“, weiß Zauberer Manuel Muerte, dessen große Leidenschaft Las Vegas zu sein scheint und der die Zuschauer mit Tricks und Slapstickeinlagen begeisterte und gerne mal russisch Roulette spielte.

Zauberwürfel ohne Anfassen geschafft

Bevor zum Ende der Veranstaltung der Berliner Künstler Axel Hecklau Ringe ineinander brachte, die keinerlei Öffnung haben und Tische zum Schweben animierte, zeigte der Schweizer Blake Eduardo, dass man den sogenannten Zauberwürfel auch ganz ohne Anfassen in die richtige Farbkombination bringt.

Alle Künstler verzichteten zugunsten der Stiftung Zauberkunst auf ihre Gage; der Reinerlös kommt komplett der Stiftung zugute. Die Stiftung Zauberkunst hat ihren Sitz in der Industriestraße in Appelhülsen. Dort haben Profizauberer Michael Sondermeyer aus Coesfeld und Uwe Schenk aus Werne ein Dokumentationszentrum zur Zauberkunst gegründet, das weit über 10.000 Publikationen und 400 Fachzeitschriften zur Zauberkunst beherbergt.

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