Wurstbude aus Kölner „Tatort“ kommt ins Museum

Fernsehen

Die aus dem Kölner Tatort bekannte Stamm-Wurstbude der Kommissare Max Ballauf und Freddy Schenk muss schließen. Hat das auch Konsequenzen für den nächsten Dreh des TV-Krimis?

Köln

17.07.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Wurstbude von Ralf Jäger-Vosen, die aus dem Kölner «Tatort» bekannt wurde, kommt nun ins Museum.

Die Wurstbude von Ralf Jäger-Vosen, die aus dem Kölner „Tatort“ bekannt wurde, kommt nun ins Museum. © picture alliance/dpa

Im Kölner „Tatort“ hat sie als Stamm-Wurstbude der Kommissare Ballauf und Schenk bundesweite Prominenz erlangt - jetzt macht die echte „Wurstbraterei“ dicht. „Wir haben es schweren Herzens entschieden: Wir hören auf“, sagte Betreiber Ralf Jäger-Vosen der Deutschen Presse-Agentur. Der 65-Jährige will den TV-bekannten Imbiss dem Freilichtmuseum in Kommern vermachen. Der WDR plant für seine Drehs nach Angaben eines Sprechers weiter mit der Bude. Der „Express“ hatte zuvor über das Aus für den Imbiss berichtet.

Seit 13 Jahren hatte die Bude von Jäger-Vosen und seiner Frau Eva Vosen (64) am Rheinauhafen in Köln gestanden. Für den „Tatort“ wurde sie jeweils auf die andere Rheinseite geschafft - mit dem Kölner Dom im Hintergrund. In der Realität gebe es mehrere Gründe für das Aus, sagte Jäger-Vosen. So sei die Tochter des Ehepaares im Frühjahr mit nur 33 Jahren an einem Gehirntumor gestorben. „Wir haben keine Nachfolgerin mehr, meine Frau und ich sind alleine“, erklärte Jäger-Vosen.

„Fühlt sich nicht richtig an, sie einem Fremden zu geben“

Der Wagen sei seit über 60 Jahren im Besitz der Familie gewesen. Auch die Corona-Pandemie habe die Entscheidung beeinflusst. Nach einer Winterpause hatten die Inhaber die Bude an Ostern öffnen wollen, doch das war zunächst nicht möglich. Zudem habe es oft Einbrüche und Sachbeschädigungen gegeben. „Das habe ich jetzt nicht mehr, ich bin jetzt entspannter.“ Ein Verkauf sei keine Option gewesen.

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Zwar habe es schon Angebote gegeben, aber die Imbissbude soll in das Freilichtmuseum in Kommern gebracht werden: „Da sind so viele Erinnerungen dran, es fühlt sich nicht richtig an, sie einem Fremden zu geben.“ Ein WDR-Sprecher sagte am Donnerstag auf Anfrage: „Die „Wurstbraterei“ ist für die nächsten zwei Drehs fest eingeplant.“ Zudem gehe der Sender davon aus, „die Bude weiter bespielen zu können“.

Ob sie dafür vom Freilichtmuseum in der Eifel an den Rhein gebracht wird, blieb zunächst unklar. Im Kölner „Tatort“ kehrten die Ermittler Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) immer wieder auf eine Wurst an den Imbiss zurück. Der nächste Dreh ist noch im Juli angesetzt.

dpa

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